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HTC Desire

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 28.04.2010, 08:04
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Hits: 20055
Sprache: german


Testbericht HTC Desire von mobile-reviews.de
Hersteller:

HTC
Modell:

HTC
Onlineshops:

Geizhals
Kamerabilder:

HTC

Revision: 28.04.2010

Mit dem HTC Desire stellen die Koreaner das mit Abstand am schnellsten laufende Smartphone auf der Basis von Android 2.1 vor.  Der mit 1 GHz getaktete Snapdragon-Prozessor sorgt für eine überzeugende Beschleunigung. Das kapazitive 3,7-Zoll AMOLED Display mit WVGA-Auflösung bietet ein visuelles Erlebnis höchster Güte, versagt aber bei direkter Sonneneinstrahlung, dann sieht man nämlich nichts mehr. Im Gegensatz zum baugleichen Google Nexus One, welches in Deutschland immer noch nicht offiziell verfügbar ist, nutzt das Desire eine optische Maus, so klappt die Navigation durch Menüs und Webseiten völlig problemlos, nicht zuletzt durch die gute Multi-Touch-Unterstützung. Der Browser des HTC Desire unterstützt dabei endlich auch Adobe Flash und kommt mit Web-TV Angeboten wie zattoo.com klar! Wie sich das Super-Smartphone im Test geschlagen hat, lesen Sie im Anschluss.

Design/Haptik/Verarbeitung

Desire
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Mehr Bilder vom Smartphone gibt es hier.

Das HTC Desire misst 119 x 60 x 12 mm und ist damit nicht übermässig gross, immerhin mußte der Designer auch Platz für das große Display schaffen. Das Gewicht von 135 Gramm überrascht da doch mehr, schließlich besteht das Desire äußerlich aus schwarzbraunem Kunststoff. Lediglich die vier Tasten sowie das optische Trackpad kommen in Metalloptik daher. Insgesamt ist der Auftritt eher schlicht, eher der Wolf im Schafspelz. Sämtliche Ecken des Gerätes wurden abgerundet, die Rückseite wurde zudem mit einer gummiartigen Beschichtung versehen. So liegt das Desire nahezu perfekt in der Hand. Auch beim HTC Desire kommt nur eine virtuelle Tastatur zum Einsatz. Ab Werk wurde bereits die neue Version 2.1 von Android™ installiert. Die Verarbeitung des Smartphones ist nahezu ohne Fehl und Tadel unter dem Display befindet sich allerdings ein kleiner Spalt, indem sich viel Staub ansammeln kann. Im Gegensatz zum HTC Legend hat man beim Desire fast vollständig auf den "Android-Knick" im unteren Teil des Smartphones verzichtet, eine in meinen Augen richtige Entscheidung.

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Die Rückseite des Desire besteht ausschließlich aus dem gummierten Akkudeckel, der bei meinem Testgerät dafür aber gut eingepasst war und bündig abschloss. Selbst unter hohem Druck kann man dem Desire keinerlei Knarzgeräusche entlocken. Die Verarbeitung bekommt daher von mir die Note "gut". Die Kameraoptik auf der Rückseite ist nur bedingt gegen Kratzer geschützt, sie wurde leicht aufgesetzt und wird von einem Ring aus gebürstetem Metall umgeben. Staubpartikeln finden aber dennoch den Weg unter die Kameraabdeckung. Das Desire genehmigt sich nicht zuletzt aufgrund des mit 1Ghz getakteten Snapdragon-Prozessors keinerlei Gedenksekunden und macht einen sehr spritzigen Eindruck.  

Auch die neue Version 2.1 von Android™ wurde für eine "Einhand-Bedienung" ausgelegt und das klappt auch beim Desire sehr gut. Der kapazitiv reagierende Touchscreen erlaubt zwar keine Bedienung mit dem Fingernagel oder Stylus, kann dafür aber Multi-Touch nutzen. Dabei werden Eingaben auf dem Touchscreen auf Wunsch von einem Ton bzw. durch ein haptisches Feedback begleitet.

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Das HTC Desire bietet die virtuelle Tastatur in unterschiedlichen Designs und Anordnungen an. Neben der üblichen Zehnertastatur im Telefonmodus gibt es auch noch ein QWERT-Design mit mehrfach belegten Tasten. Im Vertikalmodus sind die Tasten etwas klein geraten, nutzt man sein Desire hingegen im Querformat, werden die Tasten deutlich größer und sind einfacher zu treffen.

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Die Bedienung geht dann mindestens genauso flott von der Hand wie auf dem Apple iPhone. Die Texterkennung T9 liefert zudem zuverlässigere Ergebnisse, als die des iPhones. Vielschreiber werden mit der Bildschirmtastatur trotzdem nicht unbedingt zufrieden sein, die haptische Rückkoppelung ist nicht optimal. Für kürzere SMS oder ein paar E-Mails zwischendurch reicht sie aber vollkommen aus. Umsteiger vom iPhone benötigen zunächst wenig Übung, da man die Tasten ziemlich mittig treffen muss.

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Das HTC Desire nutzt einen Micro-USB-Anschluss direkt an der Unterseite des Mobiltelefons. Hierüber wird das Desire aber nur mit dem PC synchronisiert bzw. geladen. Auf der Gehäuseoberseite befindet sich ein 3,5mm-Klinkenanschluss, so kann man sein Desire gleichzeitig laden, während im Hintergrund das UKW-Radio bzw. der MP3-Player seinen Dienst verrichtet. Will man die Speicherkarte wechseln - das Desire versteht sich auch mit den neuen 32GB micro-SDHC-Karten – so muss man leider erst den Akkudeckel entfernen. Der Laut-/Leiseregler wurde direkt in das Gehäuse eingelassen und befindet sich auch der linken Gehäuseseite. Einen Kameraauslöser sucht man beim Desire wieder vergebens. Spontane Schnappschüsse sind so kaum möglich.

Desire

Unterhalb des Touchscreens befinden sich die für Android-Smartphones typischen vier Tasten sowie ein optisches Trackpad, wie es auch bei den neuern BlackBerry Verwendung findet. Drückt man die mit einem Häuschen gekennzeichnete Taste, so erscheint der Standby-Screen. Die mit "MENU" beschriftete Taste ist nahezu selbst erklärend und öffnet beim Desire die Programmübersicht, sprich das Programmmenü in Listenform. Der mit einem Pfeil gekennzeichnete Drücker löscht Eingaben, bzw. springt einen Menüeintrag zurück. Daneben befindet sich eine spezielle Suchen-Taste. Drückt man diese, so erscheint ein Schnellsuchfeld, dessen Begriffe, direkt im Gerät oder im Internet gesucht werden. Auf spezielle Tasten zur Gesprächssteuerung hat HTC deismla verzichtet, Gespräche kann man leider nur über die virtuelle Tastatur annehmen oder beenden.

Größenvergleich (iPhone 3G, HTC Desire)

Desire
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Das HTC Desire wirkt optisch nur wenig größer als das Apple iPhone.

Technik

Technisch hat das Desire eine ganze Menge zu bieten, ohne mit Superlativen auftrumpfen zu wollen. Der große 3,7-Zoll-Touchscreen verwendet AMOLED. Bei solchen Aktiv-Matrix-Displays ist der Kontrast deutlich höher, sie sind günstiger in der Fertigung und entlasten den 1400 mAh Akku, da energiesparend. Die physikalische Auflösung des von Samsung hergestellten Displays beträgt zudem 480 x 800 Pixel (WVGA). Mit seinen knapp 65.00 möglichen Farbkombinationen gehört das Display zwar nicht zu den farbenprächtigsten Vertretern seiner Art, dennoch werden auch die Farben sehr leuchtend wieder gegeben. Immerhin reagiert der kapazitiv reagierende und Multi-Touch unterstützende Touchscreen sehr zügig auf Eingaben.

Das verbaute Kameraobjektiv bringt nur knapp 5-Megapixel aufs Papier. Diesmal hat HTC zudem einen Autofokus und eine sehr leuchtstarke LED mit verbaut. Videos nimmt die Kamera mit maximal 800 x 480 Pixel auf. Neben einem MP3-Player bietet der Desire natürlich auch einen Videoplayer und sogar ein FM-Radio samt RDS-Funktion. Dank Quad-Band (GSM 850/900/1800/1900) mit Unterstützung für den UMTS Datendienst HSDPA ist es nahezu überall auf der Welt einsetzbar. Kontakt mit der Außenwelt nimmt das HTC Desire sowohl über Bluetooth (2.1) samt A2DP als auch über WLAN und USB auf.

Natürlich wurde auch der Desire wieder "in seinen Rechten" beschnitten, sprich ohne sogenannte "Root"-Rechte ausgeliefert. Das hat zur Folge, dass manche Programme nicht auf alle Funktionen und Dateimanager nicht auf das komplette Dateiverzeichnis zugreifen können. Da geht es den Benutzer von Android-basierten Smartphones ähnlich, wie den Apple iPhone-Jüngern ohne Jailbreak.

Lieferumfang

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Zum Lieferumfang des mit knapp 450 € (Internet) teuren Smartphones gehören neben einer 4 GB großen microSD-Speicherkarte auch ein wenig halbwegs überzeugendes Stereo-Headset, eine Bedienungsanleitung, ein Reiseladegerät mit abnehmbaren Steckdosenadapter und ein USB-Datenkabel.

Display

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Das sehr helle und kontraststarke Display löst offiziell mit 480 x 800 Pixel auf. Kann Texte, Grafiken und Videos aber nicht ganz so scharf wieder geben, wie beispielsweise das Motorolas Milestone. Warum ist das so? Bei Arstechnica  hat man herausgefunden, dass beim Desire (Nexus One) eine neuartige Technologie namens PenTile Matrix zum Einsatz kommt. Sie sorgt dafür, dass kein Pixel alle drei Grundfarben beinhaltet. So müssen auch die Nachbarpixel herangezogen werden. dadurch reduziert sich die reine, physikalische Auflösung auf etwa 653x392 Pixel . Das kann man beispielsweise bei der Schriftendarstellung im Browser erkennen. Das Motorola Milestone nutzt hier echte 858 x 480 Pixel. So richtig sieht man den Unterschied trotzdem nicht und auf den subjektiven Eindruck kommt es letztendlich an. Fotos und Videos können auf dem Display sowohl im Hoch- als auch im Querformat betrachtet werden. Dank des integrierten Lagesensors dreht sich der Bildschirminhalt nämlich mit. Bei direkter Sonneneinstrahlung büßt das Display seine ansonsten gute Ablesbarkeit aber nahezu vollständig ein, ein Nachteil der Displays in OLED-Technologie.

Menü/Bedienung/"Sense"

Mit Android™ will die Open Handset Alliance - hier federführend Google - einen angeblich intuitiveren Weg gefunden haben, wie man ein Smartphone bedienen kann. Das eine gute Benutzeroberfläche viel Sinn macht, zeigen nicht zuletzt Apple und LG. Die Menüoberfläche des Desire nennt sich "Sense" und ähnelt auf den ersten Blick dem TouchFlo der Windows Mobile Smartphones des taiwanesischen Herstellers. Beim Desire hat die aktuellen Sense-Generation Einzug gefunden. Zudem gibt es nun - nach Druck auf die Homescreen-Taste oder über die "Pinch"-Geste - eine "Leap" genannte Übersicht.

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Dabei werden die sieben Homescreens miniaturisiert angezeigt, aber nicht in Echtzeit aktualisiert. Tippt man den jeweiligen Screen an, so gelangt man zur gewünschten Umgebung.

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Bei HTC Sense bilden - neben dem Entsperr-Bildschirm - sieben unterschiedlich konfigurierbare Bildschirme die Schaltzentrale. So was nennt man neudeutsch "Homescreens". Wer mag, kann sie mit vielen nützlichen "Widgets" aufrüsten. Hierbei handelt es sich sowohl um kleine Helfer in Form eines Kalenders und Co, als auch um simple Verknüpfungen zu den vorinstallierten Programmen.

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Neben einer hübsch animierten Wettervorhersage stehen mehrere Zeitmesser zum Beispiel in Form einer Analoguhr bzw. Digitaluhr zur Auswahl. Hinzu kommen ein Kalender, ein Twitter-Klient sowie der Musicplayer. Das Musicplayer-Widget zeigt dabei immer den aktuellen Titel sowie das Cover-Art an, kann in zwei unterschiedlichen Designs genutzt werden und erlaubt so die Steuerung der Songs. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Widgets ist recht groß und kann im Android™-Market noch erweitert werden. Dort findet man zum Beispiel das recht hilfreiche Battery-Widget, das einem die verbleibende Akkulaufzeit in Prozent anzeigt.

Neben den aktiven Widgets kann man sich auch passive Verknüpfungen, z. B. zu den Kontakten, zum Browser oder den installierten Programmen erstellen. Wie das funktioniert? Einfach das entsprechende Icon oder Widget per drag & drop auf einen beliebigen Startbildschirm ziehen, loslassen und fertig. Auch Verknüpfungen zu Playlisten und Lesezeichen kann man sich so einrichten. HTC nutz auch beim Desire die kontaktbezogene Informationsaufbereitung. Damit muss der User nicht mehr zwischen Messaging und Telefon hin und her wechseln. Die entsprechende Kontaktkarte wurde um ein multifunktionales Register erweitert. So kann man direkt aus den Kontakten heraus Nachrichten senden. Andersherum werden empfangene Nachrichten wie in einem Chat dem entsprechenden Kontakt zugeordnet.

Das eigentliche Hauptmenü versteckt sich hinter einem kleinen Pfeilsymbol auf der unteren linken Seite. Man kann es durch einen simplen Fingerstreich von unten nach oben "aufziehen". Das Hauptmenü listet dann alle installierten Anwendungen und Spiele in alphabetischer Reihenfolge auf. Wer allerdings - wie ich - im Laufe der Zeit viele Programme installiert, dem geht durch diese Listenansicht schnell die Übersicht verloren. Ähnliche Erfahrung macht man aber auch mit den zahlreichen Bildschirmen auf dem Apple iPhone. Die sieben Homescreens gefallen deutlich besser, als die von Google präferierte Listenansicht.

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Ähnlich wie bei den mit Symbian betriebenen Mobiltelefonen von Nokia kann man auch auf dem HTC Desire verschiedene "Themen" nutzen. Bei HTC nennt man sie aber "Szenen". Neben Arbeit, Spielen, Reisen und Sozial gibt es auch noch die HTC-Variante, bei den Geräten von T-Mobile eien entsprechende T-Mobile-Version. Selbst eigene Anordnungen und Hintergründe sind kein Problem. Wechselt man in eine andere Szene, so ändern sich die genutzten Widgets sowie Hintergrundbilder. Sehr hübsch anzusehen. Neu hinzugekommen sie die Live-Hintergrundbilder. Das sind Hintergründe, die in Echtzeit animiert werden. So kann man sich eine kleine Galaxie auf sein Desire holne, oder aber einen Gartenteich. Wer mag auch giftgrünen Neben.

Anwendungen

Die Anzahl der vorinstallierten Programme ist bei "Androiden" eigentlich recht übersichtlich. Das Desire macht da eine Ausnahme. Die vorinstallierten Anwendungen reichen aus, um den täglichen Bedarf abzudecken. Neben den üblichen PIM-Anwendungen, wie E-Mail, Kalender und Kontaktverwaltung gibt es auch einen Taschenrechner, eine Uhr mit Weckfunktion und sogar einen Twitter-Klienten namens "Piep". Selbst Microsoft Office Dokumente kann man sich auf dem Desire anzeigen lassen.

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Andere Social Networks wie Flickr, Twitter und Facebook werden über den sogenannten "Friend-Stream" integriert. Es gibt aber auch einzelne Anwendungen dazu. Auch an ein Spiel namens Teeter wurde wieder gedacht.

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Weitere Programme, wie eine vernünftige Aufgaben- oder Notizverwaltung kann man sich im Android™-Market herunter laden. Hier gibt es neben echten Perlen, wie zum Beispiel einem kostenlosen Programm für zeitgesteuerte Profile, auch eine Menge weniger hilfreicher Software. Aber der AppStore von Apple macht es auch nicht viel besser, ist allerdings in meinen Augen mit besseren Programmen ausgestattet.

Wer sein Desire als Tischwecker nutzt, startet einfach den speziellen "Schreibtisch"-Modus. Dann wird die Uhr leicht abgedimmt angezeigt.

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Navigation/GPS

Das Desire ist mit einer internen GPS-Antenne ausgestattet. In Verbindung mit einem passenden Navigationsprogramm (z. B. CoPilot 8) kann es auch zur Navigation genutzt werden. Das macht auf dem 3,7-Zoll-Display zwar höllisch Spaß, aber bei direkter Sonneneinstrahlung verliert man auch hier die Orientierung :D Neben Google Maps kommt leider keine weitere Navigationssoftware zum Vorschein.

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Google Maps ermittelt den aktuellen Standort zunächst über eine Celltower-Triangulation und im zweiten Schritt dann über den GPS-Empfänger, danach aktualisiert sich die Position auch während der Bewegung. Das Kartenmaterial wird direkt aus dem Internet auf das Desire übertragen. Wer keinen günstigen Datentarif sein Eigen nennt sollte daher aufpassen. Eine Art von Fußgängernavigation in Form einer Online-Stadtkarte ist problemlos und relativ genau möglich. Das verursacht neben dem reinen Datentransfer keine weiteren Kosten. Auch der Satfix dauert nur ein paar Sekunden und klappt teilweise sogar in Gebäuden. Natürlich hat man dem Desire auch das volle Softwareangebot von Google mit auf den Weg gegeben. Neben YouTube, Google-Mail & Google-Maps (mit Latitude) hat auch noch Google Talk den Weg ins Desire gefunden.

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Im Market werden Anwendungen vorab grundsätzlich nicht durch Google übergeprüft, dies bleibt dann dem Nutzer überlassen. Eine spezielle Meldefunktion weist Google auf sogenannte "Malware" hin. Das hat den Vorteil, dass eine Anwendung innerhalb von 6-8 Stunden im Market verfügbar ist. Die Systemsounds sind zwar änderbar, allerdings nicht wirklich intuitiv. Man muss sie hierzu in bestimmte Verzeichnisse auf der Speicherkarte kopieren.

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Die Kontaktverwaltung wurde wieder in die Sense-Oberfläche integriert. Die Einträge werden dabei alphabetisch sortiert. Jedem Kontakt kann man ein individuelles Bild zuordnen oder sie eben in Gruppen zusammen fassen. Seine Lieblingskontakte finden in den Favoriten Platz. Kontaktdetails kann der User dann nachträglich hinzufügen. Dazu gehören auch Verknüpfungen zu den beliebten "Social Networks" wie Facebook oder dem Bilderdienst Flickr. Zusätzlich kann man zahlreiche Informationsdetails wie Festnetz und Mobilnummer, E-Mail, Anruferbild und mehr hinterlegen. Im Telefonbuch findet man auch das Telefonprotokoll, in dem eingehende und ausgehende Anrufe verzeichnet werden. Spezielle Felder für Geburtstage und Jahrestage sind zwar vorgesehen, werden dann aber nicht im Kalender angezeigt. Kontakte sucht man durch Eingabe der entsprechenden Buchstaben. Die Suche kann auch auf die SIM-Kontakte begrenzt werden.

Der Kalender wurde von HTC optisch aufgepeppt und bietet neben der üblichen Tagesagenda auch eine Monatsansicht und informiert so auf einen Blick über anstehende Termine. Selbst eine Übersicht aller Termine wird angeboten.

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Wer regelmäßig den gleichen Termin wahrnehmen muss, der kann die Wiederholungsfunktion nutzen. Terminüberschneidungen werden bei der Eingabe nicht berücksichtigt. In der Monatsübersicht wird die Dauer eines Termins durch einen entsprechend langen grünen Balken dargestellt. Wer seinen Kalender bei Google pflegt, kann auf dem Desire auch mehrere davon verwalten. Über eine Sprachwahl oder gar Sprachsteuerung verfügt das Smartphone aber nicht. Auch mit Java kann es ab Werk nichts anfangen, im Android™-Market gibt es aber einen passenden Interpreter namens JAVA/J2ME Runner.

Musik

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Der MP3-Player des Desire ist optisch schlicht ausgefallen, dafür aber gut bedienbar. Neben dem "Album Art" stellt der Player natürlich auch noch den Tracknamen sowie den Interpret dar. Drei virtuelle Tasten steuern den Player-Steuerung. Um die bestmögliche Soundqualität des Desire testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke reicht beim Desire in meinen Ohren leider nicht aus, das Ausgangssignal fällt gerade im Bassbereich recht früh ab, die Höhen werden stark beschnitten, mit so einer Qualität ist der iGrado unterfordert.

Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem Desire deutlich besser zusammen, kappt zugunsten der Bassbetonung die Höhen aber ebenfalls früh. Der Sennheiser CX300 ist genauso so wie der Creative Labs EP 630 für einen InEar eine gute Alternative. So liefert sogar das Desire genügend Bass, auch wenn das noch leicht zu Lasten der Höhen geht. magels eines Equalizers kann man dieses Manko auch nicht ausgleichen.

Grundsätzlich könnte man über das HTC Desire seine Music auch über A2DP und AVRCP anhören. Ein guter Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel der Motorola S9, erhöht die Soundqualität maßgeblich. Leider geht das stark zu Lasten des Akku. Insgesamt betrachtet klingt das Desire nicht annähernd so klar und bassstark wie ein Nokia 5800 XM oder BeatDJ. Mehr als die Note "Befriedigend" sitzt da nicht drin.

Aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop kamen - neben vielen anderen - folgende Alben während des Test zu Einsatz:.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden. Zur Sortierung der Songs dienen Reiter für Interpreten, Alben, Komponisten oder Genres. Durch die Multitasking-Unterstützung kann man den MP3-Player auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, spielt seine Songs in zufälliger Reihenfolge ab. Ohrwürmer kann man über die Wiederholfunktion in einer Endlosschleife genießen.

Das Desire bietet ein UKW-Radio mit RDS-Funktion. Bei ausreichend Empfang stehen so zahlreiche Sender zur Verfügung, die man auch abspeichern kann. Dank RDS zeigt das Radio den aktuellen Sendernamen an. Zum Betrieb muss aber zwingend das Headset angeschlossen werden.

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Videos und Bilder stellt das Desire auch im Querformat dar. Dann in einer "Coverflow"-ähnlichen Optik. Das macht auf dem 3,7-Zoll-Display eine Menge Spaß, sofern einem nicht gerade die Sonne ins Display leuchtet.

Klang

Das Desire bietet auf der Rückseite einen sehr mäßig klingenden Lautsprecher. So ist der Klang keinesfalls ausreichend, um seinen Arbeitsplatz vernünftig mit Musik zu versorgen. Man soltte in jedem Fall einen externen Lautsprecher anschließen. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch aber kein Problem. Während eines Gesprächs werden die Stimmen etwas blechern wieder gegeben, das wurde von mir aber nicht als störend empfunden. Ein Hintergrundrauschen ist zwar wahrnehmbar, beeinflusst die Qualität der Gesprächsübertragung aber nur wenig. Die zahlreichen Klingel- und Signaltöne sind eher dezent. Wer sie nicht mag, kann zumindest die werksseitigen Klingeltöne durch eigene MP3 ersetzen.

Connectivity (Internet/E-Mail/GPS)

Der Desire wird mit Quad-Band (GSM 850/900/1800/1900-Netze) und Unterstützung für UMTS samt HSDPA, HSUPA und WLAN ausgeliefert. Der integrierte Browser unterstützt dabei alle gängigen Standards (HTML, XHTML, WAP) und kann HTML Seiten so anzeigen, wie man sie vom Desktop her kennt. Zudem werde auch Flash-Animation wieder gegeben. Sehr zur Freude der zahlreichen Web-TV Fans, Seiten wie zattoo.com werden auf dem Desire einwandfrei angezeigt.

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Von der Geschwindigkeit her kann der Browser des Desire locker mit dem des iPhone mithalten. Kein Wunder, denn die die Technologie dahinter ist gleich. Da auch hier Multi-Touch zum Einsatz kommt, kann man die Webseiten mit Hilfe der bekannten Spreiz-Gesten vergrößern oder eben verkleinern.

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Surft man auf die Desktop-Version von YouTube - hierzu gibt es eine eigene Anwendung - so kann man sich auch an den zahllosen Online-Videos erfreuen. Natürlich dreht sich der Browserinhalt automatisch mit dem Desire mit.

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Wer einen Microsoft Exchange Server nutzt kann die teils kostenlosen Dienste auch auf seinem Desire weiter in Anspruch nehmen. Wer mag kann seine E-Mails sowohl manuell als auch automatisch in fest vorgegeben Zeiträumen über IMAP oder POP einsammeln. Anhänger von Microsoft Outlook werden dank HTC Sync auf dem PC Anschluss an die heimische Kontaktdatenbank bzw. den Kalender finden. Der Sync mit Google klappt sehr gut. Freunde "ungepflegter" Kommunikation nutzen "Google Talk" als Instant Messenger. Durch die Bildschirmtastatur ist der Desire aber nicht unbedingt für die schnelle Kommunikation gerüstet.

Kamera/Video

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Die Kamera des HTC Desire macht Bilder mit einer Auflösung von 5-Megapixel. Im Vergleich zu anderen Smartphones mit Android bietet sie wesentlich mehr Einstellungsmöglichkeiten.

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Neben einer Gesichtserkennung findet der Autofokus immer einen Punkt zum scharf stellen. Verschiedene Einstellungsmöglichkeiten für den Kontrast-, Schärfe- und Helligkeit sorgen für den notwendigen Durchblick während Effekte die mitunter lahmen Motive etwas aufpeppen können. Geotagging ist dank des GPS-Empfängers kein Problem.

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Die Qualität der Fotos ist dabei sehr ordentlich, zumindest dann, wenn ausreichend Sonnenlicht zur Verfügung steht. Dann werden Farben sehr intensiv intensiv abgebildet. Eine positive Überraschunh ist der eingebaute LED-Blitz. Leider überstrahlt er naheliegenden Motive ziemlich stark. Immerhin taugt er noch für eine ausreichende Belichtung bis zu einem Abstand von knapp zwei Metern.

       

(Für Bilder in höherer Auflösung einfach anklicken)

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Die Fotoqualität fällt bei schlechtem Wetter deutlich ab, dann lässt die Bildschärfe zu wünschen übrig, die Bilder wirken "milchig". Mit dem Programm Footprints lässt sich später die Entstehungsreihenfolge der Bilder nachvollziehen. Für Schnappschüsse eignet sich das Desire nur bedingt, es fehlt eine eigene Taste für den Kameraauslöser. Die Kamera selber ist nach knapp 2 Sekunden einsatzbereit.

Akkulaufzeit

Im normalen Betrieb (30 Minuten telefonieren, eine handvoll Push-Mails, 90 Minuten MP3, ein paar Fotos) hält der Akku mit seinen 1400 mAh knapp zwei Tage. Schaltet man das UMTS ab, verlängert sich die Akkulaufzeit bei selber Nutzung auf etwa 2 1/2 Tage. Ein dauerhaft aktivierter WLAN-Empfänger hat auf die Akkulaufzeit keinen Einfluss, zumindest nicht, solange sich das Desire im Standby-Modus aufhält. Nutz man sein Smartphone als Radio macht der Akku bei abgeschaltetem Display nach knapp 10 Stunden schlapp. Intensivnutzer mit ausgeprägter Telefonitis werden ihr Schmuckstück trotzdem einmal am Tag laden müssen.

Videotest

Fazit

Autor
Die neue Version der Benutzeroberfläche "Sense" ermöglicht schon nach kurzer Eingewöhnung eine sichere und flotte Bedienung. Die virtuelle QWERTZ-Tastatur wird Vielschreiber zwar nicht umwerfen, für kürzere SMS oder E-Mails ist sie aber mehr als ausreichend. Dank des Android™ Market hat man Zugriff auf eine fast unerschöpfliche Zahl an Spielen und Programmen. Das eingebaute GPS kann neben Geotagging auch als Navigationshilfe eingesetzt werden. Die Qualität der 5-Megapixel-Kamera reicht für gute Schnappschüsse aus. Das Display ist sehr kontraststark und lässt Farben lebendig wirken, hat aber arge Problem bei direkter Sonneneinstrahlung. Damit sind die knapp 450 Euro durchaus angemessen, meine Empfehlung!

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