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HTC HD2 (Leo)

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 24.11.2009, 16:11
Punkte: blue.gifblue.gifblue.gifblue.gifbluehalf.gif  (9 von 10)
Hits: 73197
Sprache: german


Testbericht HTC HD2 von mobile-reviews.de
Hersteller:

HTC
Modell:

HD2
Bezugsmöglichkeit:

HD2

Medien:

HD2

Kamerabilder

Revision: 24.11.2009

Endlich ist das neue Smartphone von HTC mit dem Namen “HD2″ auch in Deutschland angekommen. Momentan freilich nur in eher homöopathischen Mengen. Das HD2  wird  mit einem 1 GHz getaktete Snapdragon-Prozessor von Qualcomm befeuert. Damit kommt Windows Mobile 6.5 auf dem neuen Boliden so richtig in Schwung. Die Bedienung klappt dank des brillanten 4,3“ Touchscreens  mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixel  so richtig gut -  nicht zuletzt weil er genau wie Apples iPhone kapazitiv reagiert. HTC hat beim HD2 nun auch MultiTouch integriert. Damit kann man z. B. problemlos mit zwei Fingern in Webseiten, Bildern, Office- und PDF-Dokumente Hinein- und Herauszoomen. Dabei ist das HD2 kaum größer als das iPhone 3GS. Funktechnisch ist das HD2 dank GSM-Quadband und UMTS samt Datenturbo HSDPA mit einer theoretischen Übertragungsrate von 7,2 Mbit/s fast weltweit einsetzbar. Der integrierte WLAN-Empfänger bietet eine Anbindung an HotSpots oder dem heimischen WLAN. Der integrierte GPS-Empfänger hilft dank der Navigationsprogramme CoPilot bzw. Google Maps bei der Orientierung. Wie sich das "Supersmartphone" im Alltag geschlagen hat, können Sie im Anschluss nachlesen.

Design

Testbericht HD2
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Testbericht HD2
Testbericht HD2
Testbericht HD2

Mehr Bilder vom HTC HD2 gibt es hier.

Von der Bedienung her hat sich trotz Windows Mobiel 6.5 im Vergleich zu vorherigen Smartphone mit Windows Mobile 6.1 nicht wirklich viel verändert. Das schlanke Design steht dem HD2 ausgesprochen gut. Das HD2 vermittelt einen edlen und wertigen Eindruck. Die recht beachtlichen Abmessungen von 120 x 60 x 11 mm lassen allerdings gar keinen Zweifel darüber aufkommen, dass man hier kein kleines Smartphone vor sich hat. Optisch imposant, ist es tatsächlich kaum größer als ein iPhone 3GS. Die technische Ausstattung und das 4,3-Zoll-Display müssen aber irgendwo Platz finden. Der Zeiger der Briefwaage pendelt sich bei knapp 160 Gramm ein. Das ist der Preis, den man als Designer zahlen muss, wenn man sein Baby teilweise aus Metal fertigt.

Der Rahmen scheint aus Metal gefertigt zu sein, er wurde aber mit einer leicht gummierten Oberfläche versehen, dadurch fühlt sich das HD 2 sehr griffig an. Der kleine Akkudeckel auf der Rückseite ist ebenfalls aus Metal und sehr wertig. Auch nach dem 50. Öffnungsversuch tzeigt er noch keine Ermüdungserscheinungen. Die Linse der 5-Megapixel-Kamera sticht leicht aus dem Gehäuse hervor. Das große Display ist Fettfingern gegenüber sehr empfänglich, dies lassen sich aber sehr leicht abwischen. Die Finger gleiten förmlich über die Displayabdeckung aus Glas. So will es oft gereinigt werden, ein passendes Putztüchlein hat HTC leider nicht beigelegt. Über dem Touchscreen befindet sich der Hörer mit integrierter Status LED sowie Lichtsensor.

Vergleich (Apple iPhone 3GS, Samsung Omnia II i8000)

Testbericht HD2
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Technik

Unter der Haube des HD2 werkelt diesmal die neue Version 6.5 von Microsofts Windows Mobile® Professional. Trotzdem hat sich HTC beim HD2 sehr große Mühe gegeben, die neue Benutzeroberfläche durch eine Eigenentwicklung zu ersetzen. Neben dem HTC Sense (ehemals TouchFlo 3D) kommen noch diverse Eigenentwicklungen, wie ein spezieller Kalender und Musicplayer zum Einsatz. Ergebnis der Bemühungen ist eine deutlich attraktivere, grafisch sehr aufwändig animierte Oberfläche.

Der 4,3-Zoll-Touchscreen des HD2 wirkt schon auf den ersten Blick deutlich größer als bei allen bisher bekannte Smartphones und übertrifft sogar das Toshiba TG01. Die WVGA-Auflösung von 480 x 800 Pixel bei 65.536 Farben bringt die Grafiken und Animationen auf dem Display wunderbar zur Geltung. Die 5-Megapixel-Kamera verfügt über einen Autofokus sowie über ein starkes Fotolicht in Form zweier LED. Durch den vorinstallierten Internet Browser (Opera 9.5) surft man wie auf einem PC. Microsofts "Office Mobile" sorgt unterwegs für den Zugriff auf Word, Excel und Powerpoint-Dateien. Kommunikationsseitig bietet der HD2 neben Bluetooth 2.0 samt A2DP (Stereo Audio über Bluetooth) noch USB 2.0 und Wireless LAN (802.11g). Durch seine Quadband-Unterstützung ist er nahezu weltweit nutzbar. Dabei wird der Datentransfer durch HSDPA auf maximal 7,2 Mbit/s beschleunigt. Eingaben erledigt man entweder über die im Querformat großzügig dimensionierte Bildschirmtastatur. Programme und Daten legt der HD2 im 448 MB umfassenden RAM bzw. im 512 MB großen ROM ab. Der interne Speicher lässt sich dabei problemlos mit Micro-SDHC-Speicherkarten erweitern. Für ausreichend Geschwindigkeit sorgt eine Snapdragon-CPU mit 1 GHz

Prozessor Qualcomm® QSD8250™ Snapdragon™, 1 GHz
Betriebssystem Windows Mobile® 6.5 Professional
Speicher ROM: 512 MB, RAM: 448 MB
Abmessungen 120 x 60 x 11 mm, 157 g
Display 4,3''-TFT-LCD Touchscreen, 480 x 800 Pixel WVGA-Auflösung
Netz HSDPA/WCDMA und Quadband GSM/GPRS/EDGE
Konnektivität GPS, Bluetooth® 2.0 mit EDR und A2DP für kabellose Stereo-Headsets
Wi-Fi®: IEEE 802.11 b/g, Micro-USB™
Multimedia 5.0 Megapixel-Farbkamera mit Autofokus, G-Sensor

Lieferumfang

Testbericht HD2 Testbericht HD2

In den vielen kleinen Tütchen im weiß-grünen Karton kommt ein umfangreicher Lieferumfang zum Vorschein. Ein Akku mit 1230 mAh sorgt für die notwendige Ausdauer. Das mitgelieferte Stereo-Headset dient in erster Linie der Kommunikation und sitznachbarfreundlichen Beschallung. Ein Netzladegerät, ein USB-Datenkabel, mehrere Kurzanleitungen sowie Garantiekarten und CD-ROMs mit Bedienungsanleitung und Zusatzsoftware vervollständigen das Paket. Eine microSD-Speicherkarte mit 2 Gigabyte gehört beim HD2 ebenfalls zum Lieferumfang.

Verarbeitung/Haptik

Die Verarbeitung des neuen HD2 ist über jeden Zweifel erhaben. Schon aufgrund des verwendeten Metalls klappert nix. Alle Drücker und Anschlüsse sind perfekt verarbeitet, nur die Displayabdeckung aus Glas Display ist stellenweise etwas unsauber eingearbeitet. Der Micro-USB-Anschluss an der Unterseite ist Staub und Feuchtigkeit schutzlos ausgeliefert.

Testbericht HD2 Testbericht HD2

An der linken Außenseite findet man nur den Wippschalter zur Lautstärkeregelung. Der Lautsprecher hat auf der Rückseite Platz gefunden, legt man den HD2 also auf die Rückseite wird der klang des Musicplayer deutlich gedämpft. An der Unterseite findet man einen Anschluss für das Lade-/Datenkabel sowie ein handelsübliches Hedaset mit 3,5 mm Klinkenbuchse. Gleichzeitig Musikhören (z. B. über das FM-Radio) und den HD2 laden ist also kein Problem. Sehr löblich! Unterhalb des Displays befinden sich noch vier echte Tasten mit fünf Funktionen. Neben der üblichen Hörertaste zur Gesprächsannahme und zum Beenden eines Gesprächs (beide Tasten sind nicht farblich gekennzeichnet) gibt es noch auch den für Windows Mobile Smartphonnes obligatorischen Homekey (für den Startbildschirm) sowie die mit einem kleinen Pfeil gekennzeichnete "Zurück"-Taste.

Texteingaben erfolgen über eine kleine virtuelle QWERTZ-Tastatur mit mehreren verschiedenen Aufteilungen. Neben dem üblichen QWERTZ-Design bietet der HD2 auch eine Strichzug- und Buchstabenerkennung sowie einen Transcriber an. Wirklich sinnvoll schreiben kann man mit diesen zusätzlichen Erkennungsmöglichkeiten aber nicht. Bei der QWERTZ-Variante sind die Tasten mehrfach belegt. Im Telefonmodus erscheint hingegen die übliche Zehnertastatur.

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Aufgrund des sehr großen Displays kann man mit der virtuellen Tastatur auch wunderbar im Quermodus arbeiten. Dann trifft man die nun deutlich größeren Tasten auch besser. Im Gegensatz zum iPhone muss man sie aber mittig anvisieren. Leute, die bereits seit längerem an die Tastatur des Produktes mit dem Apfel gewöhnt sind (so wie ich), müssen sich also erst umgewöhnen. Leider kann ich auf dem iPhone 3GS immer noch schneller als auf dem HD2 schreiben. Dafür bietet das HD2 auch die intelligentere Texterkennung (XT9). Die Vorschläge werden aber mitunter etwas langsam eingeloggt.

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Display

Testbericht HD2

Das Display wirkt in geschlossenen Räumen und mittlerem Lichteinfall absolut überzeugend und zwar aus nahezu jedem Blickwinkel. Grafiken und Texte werden mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixel bei 65.536 Farben absolut knackscharf dargestellt. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Display des HD2 - wie bei fast allen Smartphones - aber schlechter ablesbar. Die maximal mögliche Displayhelligkeit muss sich dem wesentlich stärkeren Sonnenlicht geschlagen geben. Bei normalem Tageslicht reicht sie aber immer aus. Im Energiesparmodus schaltet sich das Display komplett ab, sehr zur Freude des eingebauten 1.230 mAh Akkus. Dieser kann so nämlich deutlich länger seine Arbeit als Stromquelle verrichten. Insgesamt reagiert der Touchscreen genau so direkt wie beim Apple iPhone, er setzt Eingaben Wartezeiten um.

Inbetriebnahme

Testbericht HD2

Der Einbau des Akkus, der SIM-Karte sowie der microSD-Speicherkarte gestaltet sich ganz einfach. Zum Wechsel der Speicherkarte muss man aber immer erst den Akkudeckel entfernen. Der HD2 wird dann durch leichten Druck auf die Gespräch-Beenden-Taste gestartet. Windows Mobile 6.5 genehmigt sich dann - wie sein Vorgänger - eine kleine Pause, gemeinhin als Bootvorgang bekannt. Nach der Ersteinrichtung ist das Gerät aber jeweils sehr flott einsatzfähig.

HTC Sense

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Die neue Ausgabe der "HTC Sense" genannten Benutzeroberfläche von HTC präsentiert sich grafisch sehr aufwändig mit einem eigenen Startmenü. Insgesamt ähnelt sie dem bisherigen "TouchFlo 3D" bzw. der Bariante, die man von den HTC eigenen Geräten mit Android her kennt.

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Auch das HTC Sense nutz wieder die kontaktbezogene Informationsaufbereitung. Damit muss der User nicht mehr zwischen Messaging und Telefon hin und her wechseln. Die entsprechende Kontaktkarte wurde um ein multifunktionales Register erweitert. So kann man direkt aus den Kontakten heraus Nachrichten senden. Andersherum werden empfangene Nachrichten wie in einem Chat dem entsprechenden Kontakt zugeordnet.

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HTC Sense bietet alle Informationen auf einen Blick. Dabei präsentiert es die Kalendereinträge, Aufgaben und Nachrichten sowohl übersichtlich als auch grafisch sehr ansprechend. Über die verschiedenen Register, die je nach Bedarf auch ausgeblendet werden können, wechselt man durch einfache Finger-Slides zwischen Mail, Musikplayer, Wetter oder Kalendereinträgen. Die bereits vorinstallierten Plug-ins erlauben den Zugriff auf nahezu alle Funktionen und Programme des Mobiltelefons. Kleine Icons auf den Reitern symbolisieren dabei die jeweiligen Anwendungsbereiche.  Durch Druck auf das "+"-Symbol kann man noch weitere Verknüpfungen hinzufügen. Will man ein Icon löschen, so erscheint ein "x"-Symbol. Wer es dann mal individueller mag, kann über den letzten Reiter seinen Homescreen auch ein wenig personalisieren.

Wetterdaten setzt das neue HTC Sense optisch sehr eindrucksvoll mit einer aufwändigen Animation in Szene. So werden sowohl Sonnenschein als auch Regenwolken durch schöne Animationen dargestellt. Die notwendigen Klimadaten der zahlreichen Städte erhält das HD2 dabei aus dem Internet. Dank der RAM-Erweiterung auf 448 MB und dem 1GHz Prozessor kann man auch bei einer Vielzahl an geöffneten Applikationen noch sehr zügig durch die Menüs hüpfen.

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Man kann den HD2 auch in den Quermodus drehen, dem Lagesensor sei Dank. Das HTC Sense funktioniert so aber nicht.

Menü/Funktionen

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Auch beim HD2 wurde wieder Wert darauf gelegt, die Windows Mobile Oberfläche möglichst komplett zu verstecken. HTC nutzt aber dennoch, das mit Windows Mobile 6.5 eingeführte Startmenü. Nach kurzem Druck auf die "Windows-Taste" bzw. durch den Klick auf das Windows-Icon kommt es zu Tage. Die Icons sind sowohl grafisch ansprechend als auch mehr als ausreichend groß gestaltet. Diese neue Listenansicht ist in meinen Augen aber eher unübersichtlich. Erfreulicherweise hat HTC einige Programme in Ordner verschoben. So erhält man trotzdem einen besseren Überblick.

PIM/Office

Auch das HD2 ist ein waschechtes Windows Mobile Smartphone und bietet so natürlich eine Vielzahl an hilfreichen Programmen. Neben normalen Anwendungen, wie Wecker, Rechner und Dateiexplorer gehören auch eine Aufgaben-, Kontakt- und Notizenverwaltung sowie ein Kalender zum Funktionsumfang. Auch eine spezielle YouTube-Anwendung ist vorhanden. Für Freunde der richtigen Orientierung hat HTC sogar einen digitalen Kompass verbaut.

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Das sehr nützliche "OneNoteMobile" ermöglicht Notizen mit Grafiken und Audiokommentaren, so wird aus dem schnöden Einkaufszettel schnell ein multimediales Kunstwerk.

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Natürlich werden Businessgeräte, wie das HD2 auch mit den passenden Office-Anwendungen (Excel Mobile, Word Mobile, Powerpoint Mobile) ausgestattet. Excel- und Word-Dateien können sowohl angezeigt, als auch verändert werden. Powerpoint- sowie PDF-Dateien kann man dagegen nur lesen.

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Die Änderungen in Mobile Word bzw. Excel sind klein aber fein. So beherrschen sie nun auch Hervorhebungen wie beispielsweise Fettschrift oder Kursivschrift. Insgesamt wurden die Funktionen des mobilen Officepaketes in Windows Mobile 6.5 optisch an Vista angelehnt.

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Der Speicher für die Kontaktdatenbank wird dynamisch verwaltet und kann daher eine Vielzahl von Einträgen aufnehmen. Hierbei wird auf Wunsch auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf als "Vollbild" angezeigt. Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstabens suchen und nach einer Vielzahl von Kriterien sortieren und filtern. In den einzelnen Kontakten kann man nahezu alle möglichen Informationsdetails eintragen (z. B. Name, Mobiltelefon, Privatnummer, Büronummer, Fax, E-Mail, Rufton sowie eine persönliche Notiz). Im Vergleich zu anderen Windows Mobile Smartphones von HTC wurde das Aussehen der Kontaktanwendung jetzt aber nicht wesentlich geändert.

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Der neu gestaltete Kalender stellt Termine übersichtlich in einer Wochen- und Tagesansicht dar. Auf anstehende Einträge wird aber nur durch ein kleines graues Dreieck hingewiesen. Man sieht auf dem Startbildschirm auf Wunsch auch die Tagesagenda anzeigen und zwar mit Wettervorhersage. Der jeweils anstehende Termin wird zudem auf dem Entsperr-Bildschirm angezeigt. Zu jedem Termin lässt sich eine Notiz eingeben. Auch wiederkehrende Termine stellen das HD2 nicht vor Probleme. Für Fans des alten "Outlook"-ähnlichen Kalenders von Windows Mobile kann Entwarnung gegeben werden: man kann ihn immer noch über das neue Startmenü auswählen.

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Der "alte" Kalender stellt Termine sehr übersichtlich in einer Jahres-, Wochen-, Monats- sowie Tagesansicht dar. Auf anstehende Einträge wird aber auch hier nur durch ein kleines Symbol hingewiesen. Eine Kurzübersicht in Form eines kleinen Popup gibt es auch nicht. Zu jedem Termin kann sich eine Notiz hinterlegt werden. Auch wiederkehrende Termine stellen das HD2 nicht vor Probleme. In der Wochen- und Tagesübersicht werden Termine durch einen Balken dargestellt.

Auch Aufgaben kann man auf Wunsch in bestimmten Intervallen wiederholen lassen und mit Notizen ergänzen. Im Gegensatz zu den Terminen werden sie aber nicht im Kalender angezeigt. Natürlich zeigt die SMS-Anwendung die Anzahl der bereits verbrauchten Zeichen an. Vielschreiber können auch mehrere davon verketten.

Unterhaltung/Spiele

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Der Bereich Unterhaltung und Spiele ist traditionsgemäß eher unterbesetzt. "Teeter" ist eine Art Geschicklichkeitsspiel im Stil eines Kugel-Labyrinth. Hier muss durch geschicktes Drehen und Kippen des HD2 eine Kugel ins Ziel leiten, gestört wird man dabei von verschiedene Falltüren. Das HD2 kann auch Java-Anwendungen und Spiele verarbeiten. Auf dem freien Markt gibt es aber eine riesige Menge an Spielen und Programmen, sowohl als Free- und Shareware, als auch als Vollpreisvariante. Gute Anlaufstellen für derartige Software sind z. B. die Seiten von pocketland.de oder handango.de. Dann kann man sogar einen waschechten C64 wieder zum Leben erwecken, ein C64-Emulator macht es möglich. Man sollte auf die Kompatibilität mit der recht hohen Dispalyauflösung (WVGA) achten. Bei den XDA-Developern gibt es hierzu einen kleinen Patch.

Navigation/GPS

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Das HD2 ist mit einer internen GPS-Antenne ausgestattet. In Verbindung mit einem passenden Navigationsprogramm kann es daher sehr gut zur Navigation genutzt werden. Das macht auf dem 4,3-Zoll-Display in Verbindung mit der als Zubehör verfügbaren Kfz-Halterung richtig Sinn.

HD31 HTC HD2  Größer Schneller Besser=Das ultimative Smartphone?

Neben Google Maps hat HTC auch noch eine Testversion von CoPilot installiert.

HD2

Google Maps ermittelt den aktuellen Standort über die Celltower-Triangulation bzw. das integrierte GPS, danach aktualisiert sich die Position während der Bewegung. Das Kartenmaterial wird freilich direkt aus dem Internet auf den HD2 übertragen. Wer keinen günstigen Datentarif sein Eigen nennt sollte daher aufpassen. Eine Art von Fußgängernavigation in Form einer Online-Stadtkarte ist somit problemlos und relativ genau möglich. Alternativ kann man die Satellitenbahnen vorab über die "Quick-GPS" genannte Anwendung auf seinen HD2 runter laden. Das verursacht neben dem reinen Datentransfer keine weiteren Kosten. So dauert der Satfix nur ein paar Sekunden.

Musik

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Der Musicplayer des HD2 ist optisch zwar eher schlicht, dafür aber auch sehr gut bedienbar. Auf dem Display werden neben dem "Album Art" auch der Trackname sowie der Interpret angezeigt. Um die maximale Soundqualität des HD2 testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke reicht problemlos aus, aber das Ausgangssignal fällt gerade im Bassbereich recht früh ab, die Höhen wurden zudem etwas beschnitten, so dass der iGrado besser nicht zum Einsatz kommt.

Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem HD2 deutlich besser zusammen, kappt die Höhen aber auch etwas früh. Der Sennheiser CX300 ist genauso so wie der Creative Labs EP 630 für einen InEar eine gute Alternative. So liefert auch das HD2 genügend Bass. Leider auch hier zu Lasten der Höhen, die Mitten werden in die Breite gezogen. Durch das passende Equalizer-Preset des Audio-Verstärkers kann man dieses Manko aber gut ausgleichen, da dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Grundsätzlich unterstützt das HTC HD2 auch A2DP und AVRCP. Somit kann man den Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben. Insgesamt klingt es zwar nicht so klar und bassstark wie z. B. beim Nokia 5800 XM oder Samsung BeatDJ, für ein Smartphone auf Basis von Windows Mobile 6.5 ist der Klang und die Gesamtlautstärke aber wirklich gut!

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Songs kann man nach einer Vielzahl an Kriterien sortieren. Neben einer Sortierung nach Interpreten, kann man sich auch nur die Alben oder Genres anzeigen lassen..

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Durch die Multitasking-Unterstützung kann man seine Songs auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, spielt seine Songs in zufälliger Reihenfolge ab. Ohrwürmer kann man über die Wiederholfunktion in einer Endlosschleife genießen.

Das FM-Radio wurde beim HD2 nicht vergessen. Nicht das mich die Empfangsqualität vom Hocker hauen würde, sie ist genauso mäßig wie beim Diamond 2.

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So stehen zahlreiche Senderspeicher zur Verfügung. Dank RDS zeigt das Radio auch den aktuellen Sendernamen an, mehr aber auch nicht. Zum Betrieb muss zwingend ein Headset angeschlossen werden, obwohl man den Sound dann auch über den internen Lautsprecher ausgeben lassen kann. Selbst an eine Einschlafhilfe in Form einer Zeitschaltuhr wurde gedacht.

Der Media Player ist optisch und technisch guter Standard. Dabei werden die abgespeicherten Videos auch im Vollbildmodus dargestellt, auf Wunsch sogar im Querformat. Das macht auf dem 4,3-Zoll-Display wirklich richtig Spaß. Das HD2 kann Videos in voller Displayauflösung abspielen, sofern man sie vorher ins MP4-Format konvertiert hat. Videos im DivX/XViD-Format spielt der Player nicht ab, hierzu muss man sich des kostenpflichtigen CorePlayer bedienen.

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Klang

Die Gesprächspartner klingen klar, die Kommunikationsfähigkeit des HD2 ist "gut". Nutzt man die Freisprechfunktion, kommen minimale Hallgeräusche hinzu. Solange die Umgebungslautstärke nicht zu hoch ist, ist eine problemlose Kommunikation möglich. Obwohl das HD2 nur über einen einzigen Lautsprecher auf der Rückseite verfügt, ist die maximale Lautstärke mehr als ausreichend, um am Arbeitsplatz als mobile Jukebox zu dienen. Die vorinstallierten Klingeltöne sind zwar langweilig aber zweckmäßig. Die maximale Lautstärke über den Kopfhörerausgang ist fast ohrenbetäubend.

Connectivity

Wenig überraschend, schließlich handelt es sich um ein Windows Mobile Smartphone, klappt die Synchronisation mit Outlook (Telefonbuch, Aufgaben, Kalendereinträge und Notizen) einwandfrei. Ebenfalls wenig überraschend dauert sie bei einer Vielzahl an Kontakten auch etwas länger. Die knapp 1.000 Kontakte synchronisierte das HD2 über USB in etwa 2 Minuten. Über Bluetooth dauerte der Vorgang unwesentlich länger. Neben dem Headset Profil, bietet der HD2 auch noch HFP (Hands-Free) und SAP (SIM Access Profile).

Mit einem geeigneten Bluetooth-Headset (z. B. dem Motorola S9) steht durch A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) einem kabelfreien Musikgenuss nichts mehr im Wege. Der GSM/UMTS Empfang des Quadband-Gerätes ist gut. Hier braucht er sich nicht hinter anderen Smartphones zu verstecken. Die Empfangsqualität des WLAN-Empfänger ist selbst in meinem Altbau noch sehr gut. Auf dem Dachboden habe ich durch zwei dicke Stahlbetondecken noch ausreichend Empfang.

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Der neue HD2 nutzt den Opera Mobile Browser in der Version 9.5. Dank HSDPA kann man auch in sehr angenehmer Geschwindigkeit surfen. Webseiten werden dabei 1:1 wieder gegeben. Surfen macht auf dem 4,3-Zoll-Display dank MultiTouch richtig Spaß. Eine Webseite wird zunächst immer in der Gesamtübersicht geladen. Über das CommCenter hat man dabei Zugriff auf alle möglichen Verbindungsarten.

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HD2

Der HD2 kann auch ohne Treiber als Wechselspeicher genutzt werden, den entsprechenden Eintrag bietet er beim Anschluss an den PC an. Die Übertragungsgeschwindigkeit per USB ist sehr schnell. Natürlich kann man dazu auch den Kurzstreckenfunk Bluetooth nutzen.

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Der eingebaute E-Mail Klient unterstützt POP und IMAP. Wer über keinen Push-Dienst verfügt kann seine E-Mails in unterschiedlichen Intervallen, von 5 Minuten bis einmal täglich, automatisch abholen lassen. E-Mail Push lässt sich über einen speziellen Serverdienst auf MS Exchange Basis oder Anwendungen wie z. B. "emoze" realisieren, zieht dann aber ordentlich an den Reserven des Akkus.

Kamera/Video

Zunächst sollte man wissen, dass die Philosophie bei HTC bei den Kameras eher in Richtung "reicht für Schnappschüsse" tendiert. Die hohen Erwartungen, die man an die Qualität der Bilder bei 5-Megapixel-Kameras knüpft, kann die recht kleine Linse auch beim HD2 nicht erfüllen. Lediglich die Leuchtstärke der Doppel-LED kann voll überzeugen.

Der HD2 nutzt im Kameramodus das komplette Display als Sucher. Wie bei einer echten Digicam wird es dann im Quermodus gehalten. Die Kameraoptionen enthalten verschiedene, mal mehr mal weniger nützliche Einstellungsmöglichkeiten. Unterschiedlichen Weißabgleiche (Auto, Tageslicht, Nacht, Neonlicht, Glühbirne) sowie Effekte, wie Graustufen, Sepia, Kalt und Negativ nehmen auf Wunsch Einfluss auf die Qualität sowie das Aussehen der Bilder.

Die Bildauflösung kann in verschiedenen Stufen variiert werden. Die Qualität der Bilder kann man auf Einfach, Normal, Fein und Superfein stellen. Aufgrund des Autofokus dauert die Speicherung eines Bildes etwa 2 Sekunden, ein wenig zu lang für echte Schnappschüsse. Der Start der Kamera nimmt dabei ebenfalls knapp eine Sekunde in Anspruch.

Bei guten Lichtverhältnissen ist Qualität der Bilder annehmbar. Die Schärfe ist recht hoch, die Belichtungswerte stimmen in den allermeisten Fällen. Allerdings hat die Kamerasoftware Probleme mit dem Weißabgleich, so haben die Bilder oft einen Rotstich. Abhilfe verschafft eine manuelle Anpassung. Bei schlechteren Lichtverhältnissen hilft die Doppel-LED. Objekte bis zu einem Abstand von 2 Metern werden auch auf tiefer Dunkelheit erleuchtet. Nahaufnahmen gelingen dank des Makromodus recht ordentlich. Die Qualität der Bilder ist trotzdem nicht ganz mit anderen 5-Megapixel-Kameras vergleichbar. Gerade von den Konkurrenzprodukten aus dem Hause Sony Ericsson ist man besseres gewohnt.

Videos nimmt der HD2 mit einer maximalen Auflösung von 640 x 480 Pixel auf. Als Codec kommt sowohl MP4, als auch 3GP zum tragen, wobei eine Minute Video knapp 5 MB verbrät. Auch hier stehen die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der Kamera zur Verfügung. Geo-Tagging wird trotz des integrierten GPS leider nicht unterstützt.

Akkulaufzeit

Der mitgelieferte 1230 mAh Akku ist zwar kein Ausdauerwunder, erledigt seine Aufgabe unter normalen Bedingungen (20 Minuten am Tag telefonieren, 90 Minuten Musik, ein paar Fotos und Videos sowie aktiviertem E-Mail-Push) aber ganz annehmbar. So sollte auch der Intensivnutzer einen Arbeitstag, also knapp 8-10 Stunden mit seinem HD2 arbeiten können. Man darf allerdings nicht vergessen, dass das große Display sehr viel Strom verbrät. Als Navigationshilfe genutzt sollte man unbedingt ein Auto-Ladekabel kaufen. Die maximale Gesprächszeit wird vom Hersteller mit nicht ganz nachvollziehbaren 320 Minuten angegeben.

Videotest

Fazit

Autor

Die neue HTC Sense-Oberfläche des HD2 kann grafisch voll überzeugen. Auch die Übersichtlichkeit gibt keinen Grund zur Klage, Einigen dürfte sie allerdings zu verspielt wirken. Die doch eher tief verschachtelten Menüs von Windows Mobile gehören damit auf jeden Fall der Vergangenheit an. Die Kommunikation mit Freunden und Geschäftspartnern wurde deutlich vereinfacht. Das flache Design, die gute Verarbeitung und das sehr große Display sorgen für eine Menge Spaß, insbesondere wenn man das HD2 als mobilen Videoplayer und Navigationshilfe nutzt. Auch die Soundqualität kann überzeugen, zumindest dann, wenn man einen vernünftigen Kopfhörer einsetzt. Die problemlose Synchronisation mit Firmennetzwerken und die umfangreiche Kontakt- und Aufgabenverwaltung sind Highlights bei Smartphones mit Windows Mobile. Das wird nur noch von einem BlackBerry übertroffen werden. Die virtuelle QWERTZ-Tastatur gefällt mir nicht ganz so gut wie beim iPhone 3GS. Das HD2 ist ein fast perfekter PDA und macht ein Netbook überflüssig.

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