HTC One S
Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 16.04.2012, 15:04
Punkte ![]()
![]()
![]()
(8 von 10)
Hits: 4011
Sprache: german_du
Mit dem HTC One S stellt HTC das erste Smartphone aus der neuen "One" genannten Serie vor. Dabei will das One S gar nicht erst die Spitze der Benchmarks ergreifen. Vielmehr soll es sich durch das schlanke Design und die wertigen Materialien neue Freunde schaffen. Das 4,3 Zoll große AMOLED-Display löst nur mit 540 x 960 Pixel auf und arbeitet mit einer Pentile-Matrix. Neben der geringeren Auflösung stellt es Inhalte auch nicht ganz so scharf dar, wie das neue Flaggschiff. Der Dual-Core-Prozessor stammt aus dem Hause Qualcomm, gehört aber schon zur neue S4-Generation. Er wird mit üppigen 1,5 Gigahertz getaktet und braucht sich in den Benchmarks nicht zu verstecken. Dabei greift er auf 1 Gigabyte RAM
zurück. Der interne
Speicher beträgt nur 16 Gigabyte und kann auch nicht über MicroSD-Speicherkarten erweitert
werden. Die
Kamera knipst Bilder mit 8 Megapixel und nimmt Videos in Full-HD (1920 x
1080 Pixel)
auf. Der Akku leistet 1.650 mAh und kann leider auch nicht gewechselt
werden. Die komplette Technik wurde in ein nur knapp 8 Millimeter dünnes
Unibody-Gehäuse aus Metall gezwängt. Dank eines neuartigen
Fertigungsprozesses lassen sich oberflächliche Kratzer einfach wieder
wegwischen. Meinen ausführlichen Videotest gibt es direkt im
Anschluss oder in HD auf YouTube:
Die Kameraqualität hat durch einen neuen BSI-Sensor deutlich zugelegt. Das liegt unter anderem auch an der f/2.0-Blende. Der neue Sensor sorgt bei schlechterer Beleuchtung für bessere Bilder. Neben Autofokus sowie einem Touch-Fokus bietet die Kamera auch eine LED, die etwa 2 Meter weit leuchtet und als Taschenlampe genutzt werden kann. Die Software selber ermöglicht manuelle Nachbesserungen der Aufnahmen in den Bereichen Belichtung, Farbsättigung, Kontrast sowie der ISO-Zahl. Die Kameraautomatik bietet zudem eine Gesichts- und Lächelerkennung. Selbst eine brauchbare Serienaufnahme hat HTC mit integriert. Die Bilder werden scharf abgebildet, zeigen in dunkleren Bereichen aber wie zu erwarten Artefakte. Sehr helle Bereiche werden hingegen etwas überbelichtet. Videos nimmt das One S in Full-HD-Videos (1.080p) auf, während der Aufnahme kann man zudem Live-Effekte einschalten oder Schnappschüsse anfertigen. Bei Schwenks werden die Aufnahmen aber verzerrt und auch der Aufnahmeton ist nicht optimal. Wer sich einmal selbst einen Eindruck von der Kameraqualität machen will:
Das HTC One S nutzt zwar die Beats-Audio genannte Soundtechnologie, die ansprechenden In-Ear-Kopfhörer iBeats by
Dr. Dre hat man aber weg rationalisiert. Trotzdem liefert das One S einen guten, wenngleich auch nicht ganz ausgewogenen Klang. Mit den passenden Kopfhörern hört man zwar druckvolle Bässe, die Mitten werden dabei aber oft weggeschnitten. Mit den zum Lieferumfang gehörenden Standard-Kopfhörer aus dem Hause HTC bekommt man nur ein mittelmässiges Klangbild. Neben den zahlreichen - speziell auf die Beats-Serie optimierten Soundprofilen - bietet das One S noch 9 weitere Klang-Presets mit deren Hilfe man einen amtlichen Sound aus dem One S kitzeln kann. Mit dedizierten MP3-Playern, wie dem Cowon J3 oder dem Estarlab Monolith kann das One S aber nicht mithalten. Der eingebaute Lautsprecher auf der Rückseite klingt nicht wirklich überzeugend und ist im Radiomodus viel zu leise.
Der fest eingebaute Akku bringt 1.650 mAh mit ins Renne. Leider hält er im Dauerbetrieb nur knapp 6 Stunden durch. Nutzt man sein One S eher seltener, schafft man aber einen Arbeitstag. Die Gesprächsqualität ist insgesamt gut ohne jedoch glänzen zu können. Die Tage eiens Nokia 6310i sind wohl gezählt. Die Empfangs- und Sendeleistung liegen ebenfalls auf guten Niveau.
Benchmarks
Hier die Benchmarkergebnisse der gängigen Testprogramme.






Fazit
Das HTC One S ist in einem matten Schwarz sowie dunklen Grau erhältlich und kostet etwa 480 Euro. Die Firmware macht einen guten Eindruck. Keinerlei Mikroruckler im täglichen Betrieb und auch die Gaming-Performance ist gut. Das angenehm große Display ist recht farbstark, verärgert aber mit einer Pentile-Matrix. Inhalte werden daher nicht so scharf und klar dargestellt, wie beispielsweise auf dem iPhone 4S. Unterwegs ist es aber dank der größeren Display-Diagonale besser für den mobilen Videogenuss geeignet, zumal es ab Werk bereits MKW; DivX und MP$ unterstützt. Der neue Musikplayer beeindruckt mit einem staken Sound, der sogar noch ein Stück besser klingt, als bei Apple. Hier ist nur noch das Sony Xperia S besser.

[ Weiterleiten | Zurück zur Übersicht ]

