HTC One Test


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 12.03.2013 14:06h
Punkte   (9 von 10)
Das HTC One ist momentan nur bei O2 verfügbar und auch da gibt es wohl schon Lieferengpässe. Andere Netzbetreiber und Shops  sollen das neuen Flaggschiff laut Aussage von HTC sogar erst ab Ende März ausliefern können. Ob es an der hohen Nachfrage liegt, oder an Problemen mit der Kamera, verriet der Hersteller leider nicht. Das neue Flaggschiff von HTC legt technisch die Messlatte ein gutes Stück höher.  Das knapp 138 x 68 x 9,3 mm große und dabei rund 143 Gramm schwere Smartphone bietet nämlich ein 4,7 Zoll großes LCD3-Display mit einer Full-HD-Auflösung (1080 x 1920 Pixel) bei 468 ppi. HTC hat sich für einen 1,7 Gigahertz schnellen Quad-Core-Prozessor (Qualcomm Snapdragon 600) sowie 2 Gigabyte Arbeitsspeicher entscheiden, das sorgt nicht nur für gute Benchmark-Ergbenisse. Der Hersteller hat aber auch eingespart. So findet man unter dem Display nur noch zwei Sensortasten, die sich um die Bedienung von Android 4.1.2 kümmern. Dafür hat HTC dem One aber zwei Stereo-Lautsprecher, die dank "Boom-Sound" für ordentlich Krach sorgen, spendiert. Der interne Speicher ist 32 Gigabyte groß, kann aber im Gegensatz zum Sony Xperia Z nicht mit microSD-Karten erweitert werden. Auf der Rückseite sorgt eine 4,3 Megapixel-Kamera mit einem 1/3" großen BSI-Sensor mit 2.0 µm Pixelgröße, einer F2.0-Blende und 28-mm-Objektiv für ansprechende Bilder. Der optische Bildstabilisator hilft bei wackelfreien Aufnahmen. Videos nimmt die Kamera in Full-HD (1.080p) und in HDR auf. Unterwegs ist man über WLANa/ac/b/g/n, HSPA+ und LTE online. Schnittstellen, wie GPS, NFC, Bluetooth, DLNA und HDMI dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Design & Verarbeitung und Haptik

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Das HTC One besteht aus einem Block Aluminium. Das Unibody-Gehäuse weist eine matte, aber relativ empfindliche Oberfläche auf. Kratzer (zum Beispiel durch Ringe) sind da vorprogrammiert. Die Kanten rund um den Rahmen wirken - wie beim iPhone 5 - wie auf Hochglanz poliert. Auf der Vorderseite hat HTC diesmal zwei Lautsprecher eingebaut, die dank der neuen BoomSound-Technik eine mehr als ausreichende Lautstärke vorweisen kännen. In der oberen Lautsprecher-Abdeckung versteckt sich auf der linken Seite eine kleine Status-LED. Entgangene Nachrichten, Anrufe und Co signalisiert sie durch ein grünes Blinken. Lädt man sein One auf, so leuchtet sie rot. Die Rückseite des HTC One ist leicht gewölbt und paßt sich so optimal der Handfläche an. Leider wackelt das Smartphone auf einer glatten Ablagefläche dann auch merklich. Das One weist an seiner dicksten Stelle 9,3 mm auf und wird zu den Seiten hin flacher. Zwei dünne Kunststoffstreifen und der Rückseite unterstützen den Empfang des HTC One. Im oberen Streifen befindet sich übrigens auch das zweite Mikrofon. Direkt darunter prangt das Objektiv der 4,3 Megapixel-Kamera sowie die LED. Der Rahmen des HTc ONE besteht übrigens auch aus Kunststoff, je nach Farbwahl in Schwarz oder eben Weiß. Die Micro-SIM-Karten finden im Schacht auf der rechten Gehäuseseite Platz. Ähnlich wie beim HTC One X benötigt mann zum Öffnen den mitgelieferten Pickser oder eine Büroklammer. Insgesamt wirkt das neue Smartphone aus dem Hause HTC sehr edel. Bei meinem Testgerät gab es auch keine nennenswerten Verarbeitungsmängel. Einzig der Übergang vom Metallrahmen zum Glasrahmen des Displays hätte etwas glatter sein können. Unregelmäßige Spaltmaße sucht man beim HTC One aber vergebens.

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Mehr Bilder nach dem Klick

Der Ein-/Ausschalter, der auch einen Infrarot-Sensor beherbergt, befindet sich auf der Oberseite weist aber leider einen kaum spürbaren Druckpunkt auf. Ebenfalls auf der Oberseite befindet sich die Stereo-Klinken-Buchse für die mitgelieferten Kopfhörer. Den Micro-USB-Anschluss haben die Designer an der Unterseite platziert. Der Laustärkerregler aus Metall ist auf der rechten Gehäuseseite und ist im Blindflug nur schlecht ertastbar. Eine spezielle Kamerataste hat das One nicht. Die Kamera wird über ein Icon im Menü bzw. Homescreen oder im Entsperrbildschirm gestartet. Unterhalb des Displays befinden sich zwei Sensortasten zur Steuerung des Betriebssystem. Den Task-Manager erreicht man nun durch doppeltes Antippen der Home-Taste. Dazwischen findet man das HTC-Logo, das ansonsten momentan zwar keinerlei Funktion hat, aber sehr wohl Toucheingaben aufzeichnet (Test per ADB-Shell und "getEvent -It"-Befehl). Man kan ih also (zukünftig) für bestimmte Funktionen nutzen.

Lieferumfang


In der quadratischen Verpackung aus Karton befinden sich mehrere Anleitungen und Kurzhinweise, das One, ein Lade-/Datenkabel, ein Ladegerät sowie  ein eher weniger überzeugendes Headset. Kunden von O2 bekommen kostenlos die iBeats von Monster im Wert von knapp 100 Euro nachgeliefert. Dazu muss man sich nur auf der Webseite von HTC (htc.de/o2)n registrieren.

Display


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Der 4,7 Zoll große LCD3-Touchscreen des One löst mit 1080 x 1920 Pixel auf (Full-HD) und bietet damit die gleiche Auflösung, wie das Sony Xperia Z. Trotzdem stecken zwischen diesen beiden Displays noch Welten. Mit einer Pixeldichte von 468 ppi steckt das HTC One alle Konkurrenten in die Tasche. Das Display wird zudem wieder durch Corning Gorilla Glas 2 gegen Kratzer geschützt. Bei direkter Sonneneinstrahlung spiegelt es aber leicht und auch Fingerabdrücke werden gut in Szene gesetzt. Die allerdings längst nicht so nervend, wie beim Xperia Z. Die maximale Helligkeit reicht problemlos aus, um den Displayinhalt auch noch bei direkter Sonneneinstrahlung vernünftig ablesen zu können. Erfreulicherweise muss sich das Display des HTC One bei der aktuellen Wetterlage da aber gar nicht so sehr anstrengen :( Die Farbdarstellung gefällt mir gut. Sie ist nicht so knallig wie bei S-AMOLED. Die Bildschärfe ist absolut super. Das Display selber wirkt aber etwas "tiefer" als beim HTC One X.

Kamera & Multimedia


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Weniger ist manchmal mehr. Nach diesem Wahlspruch haben die Techniker von HTC dem One nur eine Kamera mit 4,3 Megapixel spendiert. Die Konkurrenz kann da mit 13 Megapixel protzen. Aber mehr Pixel ergeben eben nicht zwangsläufig eine bessere Bildqualität. Beim HTC One will man dank "Ultrapixel" und einer Blende von F/2.0 mehr Licht auf den 1/3" großen BSI-Sensor bringen. Das klappte im Test auch recht gut. Die Aufnahmen weisen eine Dateigröße zwischen 700 Kilobyte und 1,5 Megabyte auf. Deutlich weniger als bei den Aufnahmen des Sony Xperia Z. Die Aufnahmen haben allerdings sowohl mit Schärfe als auch mit den Details zu kämpfen. gerade wenn man in die Aufnahmen zoomt, merkt man schnell, dass die Kamera eben doch "nur" 4 Megapixel hat.So gehen ein paar Details verloren. Die Farben bildet das One recht natürlich ab. Die  HDR-Aufnahmen des One sind sogar ein Stück weit besser als beim Xperia Z.

HTC ist für seine Burst-Modus bekannt, wenngleich dieser auch eher der Firma Samsung zugeschrieben wird. Die Kamera das HTC One spuckt dabei etwa 10 Bildern pro Sekunde aus. Die Kamerasoftware wählt danach das vermeintlich beste Bild aus. Wer der Software nicht traut, kann aber aber auch selber wählen. In den Einstellungen findet man unterschiedliche Szenemodi (Normal, Portrait, Landschaft, Gegenlicht, Text, Makro, Nacht, HDR) und einen Panoramaschwenk für die Panorama-Aufnahmen. Auch an einen Selbstauslöser und HDR-Modus für Videos hat HTC gedacht.  Wer mag, kann wieder Zeitlupen- oder Zeitraffervideos erstellen, dann aber nur mit einer Auflösung von 768 x 432 Pixel.

 
(Kamerabilder  Anklicken)

Die Kamera-App bietet wieder die für HTC typischen Echtzeit-Filter. Der eingebaute Musikplayer stammt aus dem Hause HTC. Zudem steht auch hier der Google Musik Player zur Auswahl. Die recht ansprechende Optik gefällt.  Neben Interpreten, Playlisten, Genre und Alben stehen auch die zuletzt hinzugefügten Tracks zur Auswahl. Der Player stellt natürlich auch das zuvor abgespeicherte Album-Cover zur Verfügung. Wer das nicht hat, kann neben dem Songtext auch ein Cover aus dem Internet laden. Hierzu nutzt HTC die Datenbank von Gracenote. Auf Wunsch werden alle Tracks mit wirklich beeindruckenden Animationen visualisiert.

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Das HTC One bietet neben Beats-Audio leider keine weiteren Klang-Presets an. So liefert es zwar einen recht passablen Bass, allerdings klingt es auch etwas zu dumpf. Im direkten Vergleich mit einem Sony Xperia Z konnte mich der Klang im Test nicht ganz so überzeugen. Meine beiden Referenzgeräte (Cowon J3 oder dem Estarlab Monolith) klingen deutlich ausgewogener.

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iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Philips SHL8800
(C) Philips
iBeats by Dr. Dre
(C) Monster

Ich habe wie immer mehrere Kopfhörer, darunter auch meinen geliebten iGrado genutzt. Nennt man Geräte, die ein hohes Ausgangssignal liefern, sein EIgen, dann überzeugt der iGrado mit   linearen Sound. Beim One reicht die Lautstärke dazu völlig aus und auch die Klangqualität geht in Ordnung. Mit den iGrao bekomtm amn aber fast keinen Bass auf die Ohren. In dieser Diziplin schneiden der Koss Porta Pro sowie der Philipps SHL8800 deutlich besser ab. Der Bass klingt voller und runder, leider werden die Höhen "dank" Beats-Audio aber recht früh gekappt. Wer mag, kann sich ja mal die iBeats von Monster antun. Hier bekommt man dann eine Menge Bass geliefert, leider ist mir der Tragekomfort nicht gut genug.  Das mitgelieferte Headset ist da üebrhaupt keine Alternative und gehört in meinen Ohren sofort ersetzt.  Kunden von O2 bekommen die iBeats im Wert von 100 Euro ja kostenlos nachgeliefert. Die sind zwar keine echte Empfehlung, aber einem geschenkten Gaul schaut man bekanntermaßen nicht ins Maul. Während des Tests kamen unter anderem Alben zum Einsatz:

Sarah Brightman
(Symphony)

VNV Nation:
(Automatic)

A State of Trance

The Corrs
(Talk on Corners)
Sara Brightman VNV Nation Blade 2 Corrs

Mit Armin van Buurens wöchentlichem Podcast "A State of Trance") kann man ganz vortrefflich die Höhen und den Bass testen. Gerade letzterer kommt asuch bei "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" und bei "Damn Those Eyes" von Kane wunderbar zur Geltung. Sämtliche Songs wurden von mir eigenhändig mit 320 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert. Durch die Multitasking-Unterstützung im Betriebssystem kann man den MP3-Player auch im Hintergrund laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen oder sogar Spielen. Das HTC One hat ein FM-Radio mit Senderspeicherplätzen spendiert bekommen.  Der Videoplayer kommt mir den gängigsten Formaten (MP4, Avi aber nicht DivX) klar. Mit Dolby Surround versehene Filme spielt er aber nur ohne Ton ab. Andere, teils auch exotischere Formate kann man aber problemlos über Apps, wie dem im Google Play Store verfügbaren MX-Player abspielen.

Akku, Konnektivität und Gesprächsqualität

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HTC hat im One einen recht starken Akku mit knapp 2.300 mAh verbaut, der man aber nicht selbst wechseln kann.  Im Test machte der Akku nach knapp 6 Stunden telefonieren schlapp. Bei normaler Displayhelligkeit konnte ich knapp 5 Stunden Videos abspielen. Reizt man den Prozessor durch aufwändigere Spiele, wie beispielsweise Modern Combat 4 aus, dann ist die eingebaute Kraftzelle auch schon mal nach etwa 4 Stunden. Das One wird dabei zwar warm, aber nicht so, wie beim Xperia Z. Power-User werden ihr One vermutlich mindestens einmal am Tag aufladen müssen. Das große Display und der schnelle Prozessor laden zum Zocken ein. Aktiviert man die eingebauten Energiesparfunktionen (Stamina-Modus) erhöht sich die Akkulaufzeit um ca 15 %. Die Sende- und Empfangsleistungen liegen auf gutem Niveau. Im direkten Vergleich zum Sony Xperia Z muss man aber gerade bei LTE leichte Abstriche machen. Hier schaltet das HTC One schneller nach HSPA um. Unterwegs ist man über HSDA+, WLAN a/ac/b/g/n und auf Wunsch auch per LTE online. Der WLAN-Empfänger ist hingegen besser als die Konkurrenz. Daten kann man per Bluetooth, NFC und USB austauschen. Das klappt mit HTC Sync sogar auf dem Mac. Ich persönlich bevorzuge aber eine kostenlose Android-App namens "Airdroid". Die Gesprächsqualität ist gut, wenngleich manchmal auch etwas blechern. Beim HTC One tragen hierfür zwei Mikrofone Sorge. Während sich das untere Mikrofon (am Micro-USB-Port) um die eigene Stimme kümmert, reduziert das Pendant auf der Rückseite auftretende  Nebengeräusche. Eine HDMI-Schnittstelle erlaubt das Streamen von Multimedia-Inhalten auf einen kompatiblen TV. Nutzt man den HTC Media Link (etwa 70 Euro) so kann man seine Filme und Spiele sogar durch eine einfache Wischgeste auf den TV übertragen. 

USB Speicher

Mit dem passendem Adapter unterstützt das HTC One auch externe USB-Sticks. Diese werden dann am einfachsten über einen Dateimanager angesprochen.



Benchmarks

Die QuadCore-CPU (Qualcomm Snapdragon 600) im HTC One taktet mit 1,7 GHz je Kern. Zusätzlich greift das neue Flaggschiff wahrscheinlich auch auf eine Adreno 3320 Grafikeinheit zurück. 2 Gigabyte Arbeitsspeicher erlauben ruckelfreis Arbeiten und Surfen.  Im GeekBench 2 erreicht das HTC One  eine Gesamtwertung von 2.213 Punkten, das Xperia Z kam hier auf 2102 Zähler.  Bei Linpack erreicht das One 301.559 MFLOPS während das Xperia Z mit 218.886 MFLOPS auskommen muss. Im AnTuTU-Benchmark muss sich das One mit 20.946 Zählern zufrieden geben, das Xperia Z folgt dichtauf mit 20.858. Die nicht finalen Testsamples vom HTC One waren hier übrigens etwas schneller.
 
Xperia Z Menü 

Menü




Auf dem HTC One hat man nun neben Android 4.1.2 auch die neue Benutzeroberfläche Sense 5 eingeführt. Als Startbildschirm kommt ab Werk erst einmal der neue BlinkFeed zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine Art von Nachrichtensammlung. So kann sich aus unterschiedlichen Feeds seinen persönlichen Cocktail zusammenstellen und dann entweder nur über WLAN oder eben auch über GSM regelmäßig aktualisieren werden. Mit einem Klick auf das Symbol mit dem Stift kann man die Nachrichten auch mit Freunden teilen. Neben den News (engadget, gizmodo , Stern und Co) kann man auch seinen Facebook-, Flickr-, LinkedIn- oder Twitter-Account einbinden. An dieser Stelle findet man dann auf Wunsch auch die Kalendereinträge, Best Deals (Sonderangebote) oder sogar das aktuelle TV-Programm. Der BlinkFeed ersetzt dabei ab Werk den ersten Homescreen. Dieser befindet sich rechts daneben und kann über eien Wischgeste erreicht werden. Seine Homescreens kann man nach wie vor mit zahlreichen Widgets verfeinern. Wer mag, kann diese Voreinstellung umdrehen und so wieder den Homescreen als Standard setzen und BlinkFeed über eine Wischgeste nach links erreichen.



Im neu gestylten Hauptmenü sieht man nun eine grafisch schlichte Uhr samt Wettervorhersage. Klickt man diese an bekommt man eine animierte Weltkugel, den Wecker, Stoppuhr und Timer oder eben den aktuellen Wetterbericht angezeigt.



Darunter findet man das Hauptmenü, auf dem 3 oder sogar 4 Apps nebeneinander angezeigt werden. Im Modus "Benutzerdefiniert" kann man hier auch Ordner anlegen. Diese Ordner kann man auch in der unteren Leiste ablegen. Die Einträge sind auch alphabetisch sortierbar. Wer mehr Apps installiert hat, wird die eingebaute Suchfunktion schätzen lernen. Nach Eingabe von nur zwei Buchstaben hat man meist die gewünschte Apps gefunden. Will man eine App deinstallieren, so hält man einfach das betreffende Icon gedrückt. Auf dem Homescreen erscheint nur die Option Deinstallieren". Zieht man das Symbol auf "Deinstallieren", dann wird die App auch dauerhaft entfernt. Die Bedienung kann man am besten in meinem Videotest nachvollziehen:



Wie bereits weiter oben erwähnt hat HTC im Ein-/Ausschalter auf der Oberseite einen Infrarot-Sensor verbaut. Mit der passenden App namens "Tv" kann man so seinen Receiver und den Fernseher fernsteuern. Die wichtigsten Hersteller sind bereits vorbelegt. Nach einer kurzen Lernphase kann man dann bequem von der Couch aus mit dem HTC One die Lautstärke oder den Sender wechseln. TV-App zeigt dann laufende und folgende Sendungen an. Tippt man die Wunschsendung an, so wechselt der Receiver auch direkt zum entsprechenden Kanal.  Zur Auswahl stehen aktuell aber nur einige Kabelanbieter wie UnityMedia oder die Telekom. Zudem kann man das "Überallfernsehen" auswählen. Mit der Kanalbelegung auf meinem Sat-Receiver konnte die App leider nichts anfangen. HTC hat dem One zudem wichtige Apps, wie beispielsweise einen Kalender, eine Notizfunktion (auch für die Cloud) und eine Aufgabenverwaltung mit auf den Weg gegeben. Selbst eine Sprachaufzeichnung sowie eine Taschenlampe ist verfügbar. Navigieren kann man über Google Maps und Google Navigation. Dank des A-GPS-Empfängers mit Glonass funktioniert das recht gut.

Fazit

Das HTC One hat sich im Test sehr gut geschlagen. Es sieht gut aus, ist gut verarbeitet und hat eine klasse Haptik vorzuweisen. Das große LCD3-Display mit seiner Full-HD-Auflösung ist mit Abstand eines der besten seiner Art. Sense 5 ist hingegen gewöhnungsbedürftig und BlinkFeed dürfte auch nicht jedem gefallen. Die Kamera macht Aufnahmen in annehmbarer Qualität, ohne  mit dem Lumia 920 oder dem Nokia 808 PureView mithalten zu können. Beats-Audio gefällt mir immer noch nicht, es gibt einfach keine Presets für den eigenen Geschmack.  Wer auf der Suche nach einem Smartphone mit Full-HD Display ist, der kann bedenkenlos zum HTC One greifen. In dieser Disziplin ist das Sony Xperia Z dem One unterlegen. Dafür hat das Z den besseren Musikplayer. Für knapp 600 Euro bekommt man eine Menge Smartphone fürs Geld. Wer mobile-reviews.de unterstützenwill, kauft das HTC One hier bei getgoods.de, bei notebooksbilliger.de oder bei Amazon.




  

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