HTC One V
Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 20.04.2012, 08:04
Punkte ![]()
![]()
![]()
(8 von 10)
Hits: 3115
Sprache: german_du
Mit dem HTC One V bringt HTC sozusagen den Nachfolger des HTC Legend an den Start. Das One V hat daher auch wieder den berühmten Android-Knick unterhalb des Display. Das sorgt für mehr Ergonomie und in Verbindung mit dem Unibody-Metallgehäuse für eine angenehme Haptik. Das recht kleine 3,7 Zoll große SLCD2-Display löst nur mit 480 x 800 Pixel auf und ist so gar nicht mehr zeitgemäß. So gibt es Schriften zwar angenehm klar, aber auch recht klein wieder. Gerade die Videowiedergabe leidet unter der recht geringen Auflösung, zumindest wenn man ein HTc One S, One X oder ein Sony Xperia S zum Vergleich hat :D Im Inneren werkelt - wohl aus Kostengründen - zudem nur ein Single-Core-Prozessor aus dem Hause Qualcomm, der mit 1 Gigahertz betrieben wird. Die 512 MB RAM sorgen nicht gerade für einen ruckelfreien Betrieb des Browsers. surfen. Der interne
Speicher beträgt zwar 4 Gigabyte, für den User sind aber nur knapp 1GB verfügbar. Erfreulicherweise kann man den Speicher über MicroSD-Speicherkarten erweitern . Die
Kamera löst immerhin mit 5 Megapixel auf, nimmt Videos aber nur in HD (1280 x 720 Pixel)
auf. Der Akku wirft 1500 mAh in die Waagschale und kann - wie bei den anderen One-Geräten auch - nicht gewechselt
werden. Das Unibody-Gehäuse ist knapp 9 Millimeter dünn und wiegt nur 115 Gramm. Ein echter Handschmeichler. Meinen ausführlichen Videotest gibt es direkt im
Anschluss oder in HD auf YouTube:
Die Kamera verfügt laut Hersteller über einen Autofokus, den ich in der Praxis aber nicht gemerkt habe. Gerade bei Aufnahmen in völliger Dunkelheit versagt er, trotz des LED-Blitz und BSI-Sensors. Trotzdem hat die Kameraqualität - im Vergleich zu älteren HTC-Modellen - deutlich zugelegt. Der neue BSI-Sensor sorgt in Verbindung mit der f/2.0-Blende bei schlechterer Beleuchtung für bessere Bilder. Leider werden dei Aufnahmen bei stärkerer Sonneneinstrahlung zu hell abgebildet. Die eingebaute LED, die etwa 1 1/2 Meter weit reicht, kann auch als Taschenlampe genutzt werden. Die Kamera-Software bietet wieder allerhand Optimierungsmöglichkeiten bei der Belichtung, Farbsättigung, Kontrast sowie der ISO-Zahl. Die Kameraautomatik nutzt auf Wunsch eine Gesichts- und Lächelerkennung. Selbst eine brauchbare Serienaufnahme hat HTC mit integriert. Die Bilder werden insgesamt recht scharf abgebildet, dunkleren Bereichen zeigen aber Artefakte. Sehr helle Bereiche werden hingegen etwas überbelichtet. Die Farben sind aber stimmig. Videos nimmt das One V in HD-Qualität (720p) nahezu völlig ruckelfrei auf. Während der Aufnahmen kann man zudem Live-Effekte einschalten oder Schnappschüsse anfertigen. Wer sich einmal selbst einen Eindruck von der Kameraqualität machen will:
Das HTC One V nutzt die Beats-Audio genannte Soundtechnologie, verzichtet aber auch auf die In-Ear-Kopfhörer iBeats by
Dr. Dre. Das One V liefert - wie seine One-Brüder - einen kräftigen, bassbetonten, dafür aber nicht ganz ausgewogenen Klang. Die Mitten werden dabei oft beschnitten und es mangelt an Höhen. Die zum Lieferumfang gehörenden Standard-Kopfhörer von HTC liefern wie erwartet ein eher mittelmäßiges Klangbild. Neben zahlreichen - speziell auf die Beats-Kopfhörer optimierten Soundprofilen - liefert der Musikpalyer des One V neun weitere Klang-Presets mit deren Hilfe man den amtlichen Sound des One V noch personalisieren kann. Spezielle MP3-Playern, wie Cowon J3 oder Estarlab Monolith kann aber auch das One V nicht ersetzen . Der eingebaute Lautsprecher auf der Rückseite ist ziemlich laut, übersteuert aber leicht. Dafür kann man ihn auch im Radiomodus nutzen .
Der fest eingebaute Akku liefert zwar nur 1.500 mAh, muss aber auch keinen schnellen Quad-Core-Prozessor oder großes Display am Leben erhalten. Im Dauerbetrieb hält er knapp 7 Stunden durch. Nutzt man sein One V seltener, schafft man einen bis anderthalb Arbeitstag. Wer sich etwas mehr zurückhält kommt sogar zwei Tage ohne Steckdose aus. Die Gesprächsqualität des One V ist insgesamt auf gutem Niveau one voll überzeugen zu können.
Benchmarks
Die Benchmarkergebnisse der gängigen Testprogramme liefern ein eher durchschnittliches Ergebnis.



Fazit
Das HTC One V ist ein würdiger Nachfolger des HTC Legend. Der nicht mit technischen Spielereien protzt, sondern eine gute Kombination aus Optik und Leistung ist. Einem Geschwindigkeitsrausch wird man auf dem One V nicht verfallen, der Prozessor ist da eher gesunder Durchschnitt. Das One V gibt es in den farben Violett, Schwarz und Grau zu einem Preis ab 280 Euro. Die Firmware macht einen guten Eindruck, leider stürzen Spiele wie Riptide GP ohne Grund ab. Das Display ist nicht ganz so hochauflösend, wie die anderen Modelle der One-Serie, reicht im täglichen Einsatz aber aus. Der Videoplayer unterstützt zwar DivX und MP4, stürzt aber bei einigen DivX ohne Grund ab. Die Videos wurden auf dem One S und One X problemlos abgespielt. Der Musikplayer beeindruckt mit einem guten Sound, der sogar noch das iPhone 4 topt. Hier ist nur noch das Sony Xperia S besser.

[ Weiterleiten | Zurück zur Übersicht ]

