Motorola Motoluxe

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 11.05.2012, 10:05
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Die Kanadier von Motorola stellen (endlich) mal wieder ein neues Smartphone vor. Das mit Android 2.3.7 betriebene Motorola Motoluxe bietet für einen Preis von aktuell etwa 230 Euro immerhin ein 4 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 480 x 854 Pixel. Der Prozessor hingegen wird auf Sparflamme betrieben und werkelt nur mit 800 Megahertz. Immerhin kann er auf 512 Megabyte Arbeitsspeicher zurückgreifen, leider ruckelt er aber im Browser ziemlich vor sich und auch bei den neueren Spielen, wie zum Beispiel GTA 3 kommt keine rechte Freude auf. Der interne Speicher beträgt knapp 1 Gigabyte, kann aber ebenfalls per micro-SD-Speicherkarte um weitere 32 Gigabyte erweitert werden. Zum Lieferumfang meiner Telekom-Variante gehörte auch eine 2 GByte große Speicherkarte, die bereits mit der kostenlosen Navigationssoftware Navigon Select bespielt war. Unterwegs ist man dank UMTS mit HSDPA und WLAN b/g/n online. Ein GPS-Empfänger sorgt mit Google Navigation für die richtige Orientierung. Die hintere Kamera löst zwar mit 8 Megapixel auf und bietet eine LED, die Bildqualität ist aber eher unspektakulär. Videos nimmt sie sogar nur in WVGA auf. Meinen ausführlichen Videotest gibt es direkt im Anschluss oder in HD auf YouTube:
 


Das Design des Motoluxe ist schlicht, aber recht elegant. Dabei punktet das knapp 118 x 61 x 9,85 mm große und 123 Gramm leichte Smartphone aber nicht so sehr mit hochwertigen Materialien. Der Akkudeckel besteht qaber immerhin aus metal und an der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Interessant ist eine frontseitig (links unten) eingebaute LED-Anzeige, die in verschiedenen Farben leuchtet. Grün ist die Hoffnung, beim Motoluxe leuchtet sie grün, wenn der Akku aufgeladen wird. Leuchtet die Anzeige hingegen blau, sind Anrufe und/oder Nachrichten eingegangen. Leuchtet die Anzeigen hingegen rot, so sollte man schleunigst eine Steckdose aufsuchen. Neben einem Licorice  (anthrazit) genannten Farbton gibt es das Motoluxe auch noch in einem glänzenden Weiß. Kommen wir zur bereits erwähnten, mässigen Kameraqualität. Der eingebaute Sensor hat wohl Probleme, genügend Licht einzufangen. Bilder wirken im allgemeine zu dunkel und oft ziemlich blaustichig. Der Autofokus funktioniert hingegen ordentlich. Die kleine LED reicht knapp 1,5 Meter weit, hat auf die Bildqualität von Aufnahmen im dunkeln aber kaum Einfluss. Die Kamerasoftware  ermöglicht manuelle Nachbesserungen der Aufnahmen in wichtigen Bereichen, wie Belichtung, Farbsättigung & Kontrast. Aber das rettet den schlechten Eindruck der Motoluxe-Kamera auch nicht mehr.  Videos nimmt das Motoluxe - wahrscheinlich aufgrund des schwachbrüstigen - Prozessors sogar nur in WVGA auf. Einen kleinen Eindruck der durchwachsenen Bildqualität bekommt ihr, wenn ihr auf das folgende Bild klickt:



Der Soundbereich des Motorola Motoluxe ist sehr umfangreich ausgestattet. Das bedeutet aber nicht, dass der Klang überzeugen kann. Nicht weniger als drei verschiedene Musikplayer haben Einzug gehalten. Einer wurde von Telekom beigesteuert und verweist nebenbei auch auf das Kaufangebot im hauseigene Shop, der andere kommt von Google und wurde direkt übernommen. Der Dritte im Bunde ist der "Musik+" genannte Player aus dem Hause Motorola. Er bietet neben dem Zugriff auf die MP3, auch einen Link zum eingebauten UKW-Radio sowie zum Shoutcast-Internetradio. Allen dreien ist gemein, dass der Klang nicht verändert werden kann. Soundprofile - wie bei Sony, HTC und Co sucht man hier vergebens. Auch Klang-Presets sind dem Musikplayer völlig fremd. Abhilfe schaffen hier nur teils kostenpflichtige Apps, wie der Equalizer. Dann kann man einen deutlich besseren klang aus dem Hut zauber. Gegen ein HTC One, dem Sony Xperia S oder sogar speziellen MP3-Playern, wie dem Cowon J3 oder dem Estarlab Monolith kommt das Motoluxe aber nicht ansatzweise mithalten. Der eingebaute Lautsprecher auf der Rückseite klingt hingegen recht annehmbar, das integrierte Radio liefert leider einen schlechten Empfang und tönt zu leise.



(Bilder nach dem Klick)


Der fest eingebaute Akku leistet 1.390 mAh und hält - da die CPu ziemlich lahm ist - im Dauerbetrieb durchaus 8 Stunden durch. Bei eher  mäßiger Nutzung (90 Minuten MP3, ein paar SMS und E-mails, sowie 15 Minuten telefonieren) schafft man 1,5 Arbeitstage. Die Gesprächsqualität ist guter Durchschnitt. Die Qualität wird nicht durch Hall oder sonstigeStörgeräusche beeinträchtigt. Die Empfangs- und Sendeleistung liegen ebenfalls auf guten Niveau.

Benchmarks

Hier die Benchmark-Ergebnisse der gängigen Testprogramme (AnTuTu, Linpack Pro, Quadrant, Nenamark2) wobei sich der Single-Core-Prozessor wenig überraschend nicht mit Ruhm bekleckert:




Branding

Das Motorola Motoluxe von der Telekom bietet zahlreiche zusätzliche Menüeinträge und somit mehr oder weniger nützliche Apps.



Erweitert wurde der Funktionsumfang zum Beispiel um einen automatischen HotSpot Login, einer HRS Hotels genannten Buchungssoftware sowie dem Telekom Music (Shop) und der TopApps. Die Bootanimation sowie das laute Bootjingle sind ebenfalls von T-Mobile. Der W'n'w genannte Webbrowser leitet beim ersten Start immer auf die Telekom-Favoriten Seite um. Natürlich darf da auch nicht die kostenlose Navigationslösung Navigon Select fehlen. Diese arbeitet aber nur bei bestehender Onlineverbindung, dann allerdings kostenlos. Immer noch besser, als kostenpflichtige Lösungen wie beispielsweise Skobbler.


Fazit

Der Single-Core-Prozessor mit seinen 800 Megaherz ist beim Motoluxe schon recht nah am Limit. Im täglichen betrieb macht sich das unter anderem beim Browser sowie beim aktuellen Games bemerkbar. Android 2.3.7 ist recht stabil, ein Update auf Android 4.0 wäre hingegen wünschenswert.  Das angenehm große Display spiegelt ordentlich, ist bei maximaler Helligkeit aber gut ablesbar. Videos sind auf dem großen Display hingegen eine Freude, die Sprachqualität ist gutes Mittelmaß. Der (oder besser die) Musikplayer kann hingegen nicht überzeugen. Genauso wenig, wie die 8-Megapixel-Kamera. Alternativen gibt es daher zuhauf .




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