Sony Xperia Z Test


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 06.03.2013 11:29h
Punkte   (9 von 10)
Das Sonyx Xperia Z glänzt durch sein Design in Form der gläsernen Vorder- und Rückseite (kratzfestes Mineralglas) sowie seinen technischen Details. Ein 5-Zoll großer Touchscreen löst mit 1080 x 1920 Pixel (FullHD) bei 441 Pixel auf.  Als Betriebssystem komt A ndroid 4.1.2 Jelly Bean zum Einsatz. Beim Prozessor handelt es scih um einen Qualcomm Snapdragon S4 Pro. Der Quad-Core Prozessor (APQ8064 ) wird mit 1.5 GHz je Kern betrieben und kann auf 2 GByte Arbeitsspeicher zurückgreifen. Auf der Rückseite sorgt eine 13-Megapixel Kamera samt Exmor RS Sensor für gute Aufnahmen. Daten werden per Bluetooth 4.0, USB oder NFC übertragen. Unterwegs ist man entweder per LTE (800MHz, 900MHz, 1.800MHz, 2.100MHz, 2.600MHz) bzw.  HSPA+ online. Auf Wunsch findet man auch über WLAN a/b/g/n Zugang zur Datenautobahn.

Design & Verarbeitung und Haptik

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Das Sony Xperia Z besteht wie das Lg nexus 4 aus Glas und zwar nahezu vollständig. Damit macht es haptisch allerdings eine etwas zwiespältigen Eindruck. Sony hat beiden Seiten direkt ab Werk mit Schutzfolien überzogen. So will man das zwar kratzfeste, aber sicher nicht bruchsichere  Mineralglas schützen. Zusätzlich besitzt das Gehäuse eine IP55/IP57-Zertifizierung und ist damit gegen das Eindringen von Staub oder Strahlwasser geschützt. Wer das Xperia Z allerdings in staubigen Umgebungen nutzt, wird schnell feststellen, dass er hier einen absoluten Staub- und fettfingermagneten im Einsatz hat.


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Man kann das Xperia Z aber schnell und einfach unter laufendem Wasser reinigen. Die Ip57-Norm sieht sogar einen maximal 30-minütigen Tauchgang in einer Tiefe von bis zu einem Meter vor. Wer etwas länger was von seinem knapp 630 Euro teuren Smartphone haben will, sollte dazu aber unbedingt die Klappen am USB-Port sowie an der Kopfhörerbuchse geschlossen halten. Die Abdeckungen hat Sony mit den passenden Beschriftungen versehen. Die Kappen sind durch eine flexible Halterung mit dem Xperia Z verbunden. Wenn man schnell den Kopfhörer anschließen will, stehen sie allerdings auch im Weg.


Die Abdeckung für den microSIM- und USB-Schacht auf der rechten Gehäuseseite hat man unbeschriftet gelassen. Der microSIM-Schlitten ist zudem extrem fummelig ausgefallen. Wer seine SIM oft wechselt, wird dieses Zugeständis an das Design noch verfluchen. Der promiment wirkende, silberne Powerknopf befindet sich übrigens direkt unter der besagten Abdeckung, das nur zur Orientierung. Darunter findet man die Lautstärke-/Zoom-Taste, einen kleine Öffnung für Lautsprecher sowie eine Trageschlaufen-Öse. Wer in Gottes Namen hängt sich heutzutage noch sein Smartphone umd en Hals. Mit knapp 139 x 71 x 7,9 mm und einem Gewicht von 145 Gramm ist das Xperia Z auch nicht gerade klein oder leicht. An der linken Geräteseite ist der Anschluss  für die (manchmal zum Lieferumfang gehörende) Lade-Docking-Station integriert. Direkt darüber findet amn dann den Einschub für die microSD-Speicherkarte sowie den USB-Anschluss. Das Gehäuse des Xperia Z wirkt recht stabil wenn auch etwas klobig. Von den drei Farben kann man aktuell nur Weiß und Schwarz käuflich erwerben. Die violette Farbvariante wird es wohl erst in ein paar Wochen geben. 

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Lieferumfang
In der für Sony recht großen Verpackung findet man mehrere Anleitungen und Kurzhinweise, das Xperia Z, ein Lade-/Datenkabel, ein Ladegerät sowie  ein sehr gutes Headset. In der mir vorliegenden Variante findet man sogar zwei NFC-Tags, eine Ladestation und zusätzliche Schutzfolien für Vorder- und Rückseite des Xperia Z. Bei den Netzanbietern gehören die NFC-Tags und auch die Ladestation nicht zum Lieferumfang.


Das Testexemplar der Telekom (ab 99,95 Euro mit Vertrag) wurde mit einer Einschaltanimation sowie diversen netzbetreiberspezifischen Apps (Mobilbox Pro, Mediencenter, MobileTV, Navigon select, HRS-Hotelsuche, HotSpot, Kundencenter, TopApps versehen). Diese Apps (man nennt sie auch Bloatware) können aber problemlos deinstalliert werden. Mehr in meinem Video vom Unboxing in HD auf YouTube



Display

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Das 5-Zoll große Reality-Display des Xperia Z löst mit 1080 x 1920 Pixel (Full-HD) auf. Wie bei Sonny üblich ist es wieder mit einer Mobile Bravia Engine 2 ausgerüstet, die angeblich für brillantere und lebendigere Farben durch Bildoptimierungsalgorithmen sowien eine Rauschunterdrückung in Verbindung mit eienr softwareseitigen Kantenglättung Sorge tragen soll. Das ist mir im Test mit anderen Smartphones allerdings nicht sonderlich aufgefallen. Die Pixeldichte liegt bei 443 ppi und übertrifft damit aktuell alle anderen Modelle der Konkurrenz. Die Bildschärfe ist wirlich extrem hoch. Einzelne Pixel kann man auch mit guten Augen nicht mehr erkennen. Das ist aber eigentlich auch kein Wunder, denn das menschliche Auge vermag rein physikalisch ab einer Pixeldichte von rund 300 ppi einzelnen Pixel nicht mehr wahrzunehmen. So sehen gerade hochauflösende Bilder mit mindestens Full-HD beeindruckend aus. Das gilt allerdings nicht für die mitgelieferten Hintergrundbilder, diese wirken doch manchmal etwas pixelig. Beim Blickwinkel gab es bei mir im Test keinerlei Einschränkungen. Allerdings finde ich die Darstellung noch etwas blass.

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Kamera & Multimedia

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Die Hauptkamera auf der Rückseite des Xperia Z löst mit 13 Megapixel auf und bietet einen mit Exmor RS-Sensor sowie LED-Licht. Die Frontkamera knipst Bilder immerhin mit 2 Megapixel. Im Test konnte die Bildqualität überzeugen. Der mit Exmor RS-Sensor liefert einen guten Weißabgleich und neigt nicht zur Unterbelichtung. Die LED reicht knapp 1,5 Meter weit und kann mit einer App auch als Taschen- oder Signallampe genutzt werden. Der Start der Software kann mitunter auch mal bis zu drei Sekunden in Anspruch nehmen.

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Die Kamera bietet einen optischen Bildstabilisator sowie HDR-Funktionen. Durch eine etwas unglücklich benannte Funktion namens "Überlegene Automatik" sucht das Smartphone sich über eine automatische Motiverkennung selbst die passenden Einstellungen. Reduziert dann aber die Auflösung auf 12 Megapixel. Die Kamera-App bietet nicht weniger als 36 verschiedene Szenen, die automatisch optimiert werden. HDR ist auch bei der Video-Funktion nutzbar, auf die Qualität der Videos hat das allerdings kaum Einfluss. Der Autofokus braucht etwa eine Sekunde um scharfzustellen.  Die Aufnahmen wirken gut und auch die Farben erscheinen stimmig. Bei abnehmender Helligkeit kommt es dann zu leichtem Bildrauschen.

 
(Kamerabilder  Anklicken)

Der eingebaute Walkman-Musikplayer stammt aus dem Hause  Sony. Neben einer eher schlichten Gestaltung mit Album Art,  Tracknamen sowie Interpreten kann man auch zahlreiche wirklich hübsche Animationen einblenden.

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Über Play Now, dem Online-Shop von Sony kann man sich auf Wunsch mit aktuellen, kostenpflichtigen Top-Titel versorgen. Wählt man das Symbol mit der auf der Seite liegenden 8 (Infinity-Symbol), so erhält man über die Google-Suchfunktion zum Beispiel den Liedtext, Infos zum Interpreten und vieles mehr. Das Xperia Z  bietet zahlreiche Equalizer-Presets an. So liefert es einen sehr trockenen Bass. Im direkten Vergleich mit meinen beiden Referenzgeräte (Cowon J3 oder dem Estarlab Monolith) klingt das Xperia Z fast genauso gut!

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iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Philips SHL8800
(C) Philips
iBeats by Dr. Dre
(C) Monster

Der iGrado benötigt ein sehr hohes Eingangssignal vom Smartphone um seine großen Treiber so richtig in Wallung zu bringen und um seinen linearen Sound angemessen zu Gehör zu bringen. Beim Xperia Z reicht dazu sowohl die Qualität als auch die maximale Lautstärke aus . Der Bass wird mit der ClearBass-Technik ausreichend zur Geltung gebracht. Der Koss Porta Pro sowie der Philipps SHL8800 kommen da aber noch deutlich besserrüber. Der Bass klingt voller und runder, leider werden dann aber die Höhen etwas  beschnitten. Überraschenderweise sind die iBeats von Monster kein wirklich guter oder notwendiger Ersatz für die mitgelieferten Kopfhörer von Sony. Während des Tests habe ich folgende Alben eingesetzt:

Sarah Brightman
(Symphony)

VNV Nation:
(Automatic)

A State of Trance

The Corrs
(Talk on Corners)
Sara Brightman VNV Nation Blade 2 Corrs

Trance-Music mit elektronischen Sounds und Filtern (z.B. kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance") kam zum Test der Höhen und Bass zum Einsatz. Letzterer wird  über den Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" ordentlich zur Geltung gebracht. Das gilt auch für den Song "Damn Those Eyes" von Kane, der eine sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche Songs wurden von mir eigenhändig mit 320 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert. Durch die Multitasking-Unterstützung im Betriebssystem kann man den MP3-Player auch im Hintergrund laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen oder sogar Spielen. Das Sony Xperia Z hat ein FM-Radio mit Senderspeicherplätzen spendiert bekommen.  Der Videoplayer kommt nur mit MP4/H264 klar. Alle anderen Formate kann man softwareseitig aber zum Beispiel über den im Google Play Store verfügbaren MX-Player abspielen.

Akku, Konnektivität und Gesprächsqualität

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Sony verbaut im Xperia Z einen recht starken Akku mit knapp 2.300 mAh, der sich nicht wechseln lässt. Der Hersteller gibt eine Gesprächszeit von 11 Stunden an. Im Test machte der Akku bereits nach knapp 7 Stunden schlapp. Bei vormaler Displayhelligkeit konnte ich knapp 5 Stunden Videos abspielen. Reizt man den Prozessor aber durch aufwändige Spiele, wie beispielsweise Modern Combat 4,  so richtig aus, dann ist auch schon nach etwa 4 Stunden Schluss mit Lustig. Das Xperia Z wird dabei fast schon unangenehm warm. Das liegt sicher auch an der Rückseite aus Glas. So werden Power-User ihr Xperia Z vermutlich mindestens einmal am Tag aufladen müssen. Das große Display lädt aber auch geradezu zum Spielen ein :D Aktiviert man die eingebauten Energiesparfunktionen (Stamina-Modus) erhöht sich die Akkulaufzeit um ca 15 %. Die Empfangs- und Sendeleistungen liegen auf gutem Niveau. Unterwegs ist man über HSDA+, WLAN a/b/g/n und auf Wunsch auch per LTE (gegen Aufpreis) online. Daten können per Bluetooth, NFC und USB ausgetauscht werden. Das klappt mit dem PC, aber nicht wirklich gut mit einem Mac! Dazu nutzt man dann am besten gleich eine kostenlose Android-App namens "Airdroid". Die Gesprächsqualität geht mehr als in Ordnung.  Eine MHL-Schnittstelle erlaubt das Streamen von Multimedia-Inhalten auf einen kompatiblen Fernseher. Nutzt man einen der neuen Sony-Bravia-TVs so kann man dies auch über NFC erledigen.

Benchmarks

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Der Qualcomm Snapdragon S4 Pro taktet mit 1,5 GHz je Kern udn davon kann er immerhin vier aufweisen. Dank 16 GByte internem Speicher kann man so eine Vielzahl von Apps und Games installieren. Andere Daten finden auf micro-SDHC-Speicherkarten (bis zu 64 GByte) problemlos Plat. Im Antutu-Benchmark zeigte das Smartphone einen Wert von 18.908 an und schlägt damit die gesamte Konkurrenz. Beim Quadrant Standard sind es 8128 Zähler und im GLBenchmark 2.5.1 Egypt HD Test kommt das Xperia Z auf 3322 Punkten bei 29 Bildern pro Sekunde. Der Vellamo-Benchmark zeigt 2076/644 Punkte.

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Spiele laufen also sehr flüssig und Apps öfnen sich recht schnell . Die Benutzeroberfläche ansich ruckelt aber trotzdem leicht vor sich hin. Hier wird Sony mit einem Softwareupdate auf Jelly Bean 4.2 aber sicher noch nachbessern.

Menü

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Sony hat das Xperia Z mit der hauseigenen Benutzeroberfläche versehen. Darunter kommt dann Android 4.1.2 zum Einsatz. Sony hat aber diesmal auf Timescape und Co verzichtet. Neben den üblichen Apps, wie Kalender, Notizen und CO findet man so noch die Walkman-App und eine Backup- App namens "Sichern und Wiederherstellen". Den Home- und Lockscreen kann man über unterschiedliche Designs mit Hintergründen aufhübschen. Die Sortierung der Apps kann ebenfalls auf die persönlichen Bedürfnisse angepaßt werden.

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Wer mehr Apps installiert hat, wird die eingebaute Suchfunktion schätzen lernen. Nach Eingabe von nur zwei Buchstaben hat man meist die gewünschte Apps gefunden. Bei nur knapp 4 GByte internem Speicher sollte das aber eh ein Problem sein :D Will man eine App deinstallieren, so hält man einfach das betreffende Icon  gedrückt. Auf dem Homescreen erscheinen nur die Optionen "Abbrechen" bzw "Deinstallieren". Zieht man das Symbol auf "Deinstallieren", dann wird die App auch dauerhaft entfernt. Die Bedienung kann man am besten in meinem Videotest in HD auf YouTube sehen:



Fazit

Mit dem Xperia Z ist Sony zwar auf den richtigen Weg, muss aber gerde im OS noch nachbessern. Der Quad-Core-Prozessor wird unter Last sehr warm und zieht dann ordentlich an den Akkureserven. Die Kameraqaulität ist gut und die Walkman-App aktuell unübertroffen. Das Xperia Z ist gut verarbeitet, wenngleich es aufgrund seiner Abmessungen wohl eher nicht für den Outdooreinsatz gedacht ist. Die IP55/57-Zertifizierung ist da dann wohl eher ein nettes Gimmick. Leider stört das besonderns beim Einstöpseln der sehr guten Kopfhörer. Zum Testzeitpuntk steht HTC mit One aber schon in den Startlöchern, dem Xperia Z das Fürchten zu lhren und auch das Samsung Galaxy S4 ist nicht mehr weit. So ist das Xperia Z sicher eines der besten Android-Smartphones in dieser Preisklasse. Mit dem Google Nexus 4 gibt es allerdings eine preislich ebenfalls sehr attraktive und haptisch ebenso gute Alternative.



Wer mobile-reviews.de unterstützen möchte, kauft das Sony Xperia Z (mit Ladestation und NFC-Tags) aber ohne Vertrag bei Amazon oder mit Vertrag bei der Telekom, Vodafone oder O2.


  

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