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Apple iPhone 5s Test

Das Apple iPhone 5s ist seit letzten Freitag unter anderem auch bei der Telekom sowie bei Apple erhältlich. Der Nachfolger des iPhone 5s gat – im Gegensatz zum iPhone 5c – aber nur das Design und den Bildschirm mit seinem  Vorgänger gemein. Auf der Vorderseite findet man also ein 4 Zoll großes Retina-Display mit einer Auflösung von 640 x 1.136 Pixel. Im Inneren werkelt nun ein A7-Prozessor mit knapp 1.3 GHz. Die CPU basiert auf Armv8 und einer 64-Bit-Architektur. Als Coprozessor kommt ein M7 von Apple zum Einsatz. Der wertet die Sensoren des iPhone 5s aus und entlastet so die CPU. Als zweite Neuerung bietet der Nachfolger nun einen Fingerabdrucksensor. Damit kann man zum Beispiel Einkäufe im App Store tätigen oder sein Smartphone bequem entsperren. Neben Bluetooth 4.0 (LE) stehen auch noch WLAN a/b/g/n und GPS mit Glonass zur Verfügung. NFC unterstützt das iPhone 5s leider nicht. Unterwegs kann man auch über DC-HSPA+ mit bis zu 42 Megabit pro Sekundn und über den Datenturbo LTE mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Downstream surfen. Die Kamera auf der Rückseite löst zwar immer noch mit “nur” 8 Megapixel auf, bietet aber einen BSI-Sensor mit einer fünfteiligen Linse sowie einen, vom Umgebungslicht abhängigen, Dual-Blitz (True Tone). Videos nimmt sie in FullHD auf. Wer mag, auch mit 120 Bildern pro Sekunde. Die Facetime-Kamera auf der Vorderseite löst mit 1,2 Megapixel auf. Das Gehäuse des iPhone 5s besteht wieder aus Metall. 

Design


Mehr Bilder nach dem Klick

Beginnen wir mit dem für Apple-Produkte wichtigsten Punkt überhaupt, dem Design. Das Apple iPhone 5s sieht aus wie der Vorgänger und das ist auch gut so. Das Design wirkt edel und hat sich bewährt.  Die komplette Rückseite besteht immer noch aus Metall, einzig die beiden Abdeckungen für die Kamera sowie die Antenne hat man wieder aus Glas gefertigt. Um dem berüchtigten “ScuffGate” vorzubeugen, hat man die schwarze Variante nun durch ein “Spacegrau” ersetzt. So ist die “Farbe” weniger empfindlich, denn das Aluminium muss nicht so stark eloxiert werden. Neu hinzugekommen ist “Gold”. Eigentlich sieht es eher wie “Champagner” aus. Die gerade bei Frauen beliebte silberne Version ist ebenfalls noch zu haben. Glaubt man den Verkaufszahlen, dann ist gerade das Modell in “Gold” recht beliebt und das nicht nur in Asien oder Osteuropa :D  Das iPhone 5s liegt gewohnt gut und kühl in der Hand. Das Gewicht beträgt wieder 112 Gramm. Mit Abmessungen von 124 x 59 x 7.6 mm ist es zwar dünner als das Schwestermodell 5c, die Abmessungen stimmen aber mit dem  iPhone 5 überein.

Die Rückseite ist übrigens nicht Mikrokratzern gegenüber gefeit. Gerade die beiden Beschriftungen in Form des Apple-Logo sowie des iPhone-Schriftzugs sind wahrscheinlich recht schnell zerkratzt. Eine Schutzhülle ist daher ratsam.  Die Tasten bestehen aus Metall und wurden bei der Variante “Spacegrau” farblich an das Gehäuse angeglichen. Der Ein-/Ausschalter befindet sich einsam und verlassen auf der Oberseite und klickert fröhlich vor sich. Dazu schüttelt einfach mal das iPhone 5s leicht hin und her. Den Stummschalter sowie die beiden Lautstärkeregler hat man auf die linke Gehäuseseite verbannt. Auf der Unterseite haben die Kopfhörerbuchse, der Anschluss für das Lightning-Kabel sowie der Lautsprecher Platz genommen. Das war auch beim Apple iPhone 5 schon so.

Die Kamera befindet sich auf der Rückseite, löst mit 8 Megapixel auf und nutzt auf Wunsch eine Dual-LED zur Beleuchtung der Motive.  Auf der Vorderseite haben die Techniker aus Cupterino eine 1.2 Megapixel-Kamera für Facetime (Videochats) installiert. Das Thema Verarbeitung ist bei Apple immer ein Highlight. Sowohl positiv (Apple iPhone Classic) als auch negativ (Apple iPhone 5). Das iPhone 5s glänzt mit einer fast perfekten Verarbeitung und einer erstklassigen Haptik. Alles in allem würde ich acht Punkte vergeben:



Lieferumfang

In der weißen Verpackung aus Karton findet man neben dem Apple iPhone 5s noch ein Lade-/Datenkabel (Lightning) samt Ladegerät  sowie die Earbuds genannten Kopfhörer von guter Qualität. Daneben hat Apple auch an einen speziellen Öffner für den Nano-SIM-Einschub sowie an einige Kurzanleitungen und zwei Apple-Aufklebern gedacht. 
Display

Der 4 Zoll große IPS-Touchscreen löst mit 640 x 1.136 Pixel auf und macht einen wirklich erstklassigen Eindruck. Die Pixeldichte beträgt 326 ppi (pixel per inch) und das war auch beim iPhone 5 schon so. Mehr als knapp 330 Pixel per inch kann das menschliche Auge aber sowieso nicht voneinander unterscheiden. Warum sollte Apple das also verbessern? Auch die Displayauflösung blieb unangetastet. So müssen die Programmierer ihre Apps nicht erneut anpassen. Das Display selbst wird von kratzfestem Gorilla Glas der Firma Corning geschützt und fühlt sich sehr glatt an.  Dank einer speziellen Beschichtung ist es Fettfingern gegenüber weniger empfindlich. Ganz vermeiden kann man diese aber nicht. Texte, Grafiken und auch Webseiten werden gestochen scharf dargestellt. Die maximale Helligkeit ist bei Tageslicht und direkter Sonneneinstrahlung aber grenzwertig. Die Farbwiedergabe empfinde ich ab Werk als ausgeglichen. Das iPhone 5c nutzt eines der besten Displays auf dem Markt.  Das ergibt von mir die volle Punktzahl:

iSight-Kamera 

Die 8-Megapixel-Kamera des Apple iPhone 5s macht gute Bilder. Das hat schon der Vorgänger unter Beweis gestellt. Beim neuen iPhone 5s kommt zudem ein recht “intelligenter” Blitz zum Einsatz. Die Farbtemperatur passt sich dabei der Umgebung an. Der sogenannte True-Tone-Blitz besteht aus zwei LED, nämlich aus einer weißen und einer bernsteinfarbenen. So kann man laut Hersteller bis zu 1.000 Belichtungskombinationen erzeugen. Hauttöne werden daher natürlicher abgelichtet, als beim einfacheren LED-Fotolicht des iPhone 5c. Die große Blende (f/2.2) sorgt in Verbindung mit dem lichtempfindlichen BSI-Sensor (Backside Illuminated) auch bei Dunkelheit für ansprechende Bildqualität.  Bei guten Lichtverhältnissen erlaubt die Kamera scharfe Aufnahmen mit einem hohen Kontrast.und einer guten Bilddynamik. Videos werden entweder in FullHD mit 30 Bildern pro Sekunde oder in HD als Slow-Motion mit 120 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet. Der kontinuierlich arbeitende Autofokus zeigt bei den Aufnahmen keinerlei Ermüdungserscheinungen. Schnelle Schwenks gelingen also ohne Verzerrungen. Die Tonqualität über das interne Mikrofon ist ebenfalls gut.

 
Klick mich

Das neue Kamerainterface bietet neben dem Videomodus in FullHD nun auch eine Aufnahmemöglichkeit in Quadratform. Wer es lieber etwas breiter mag, der nutzt den Panorama-Modus.

Hier setzt die Software aus verschiedenen Einzelbildern dann automatisch ansprechende Panoramen zusammen. Die Kamera-App ist selbst für Anfänger einfach zu bedienen und kann auch aus dem Sperrbildschirm heraus gestartet werden. Der Kamerastart dauert übrigens nur eine Sekunde. Insgesamt bekommt die Kamera des Apple iPhone 5s von mir 9 Punkte:



Multimedia

Der Musikplayer von Apple ist optisch recht ansprechend und stellt Informationen, wie Album, Interpret, Tracks und Co übersichtlich dar. Der Musikplayer synchronisiert seine Inhalte allerdings nur über iTunes. Von da aus wird er mit Musik sowie den passenden  Cover-Alben und Co versorgt. Das Apple iPhone 5s bietet in den Einstellungen zahlreiche Klang-Presets an und liefert schon mit den Earbuds einen guten Sound. Kauft man sich hochwertigere Kopfhörer, so wird die Qualität nochmals deutlich angehoben. Dann erhält man ein nahezu lineares Signal erster Güte. Der Klang des iPhone 5s wird dann noch noch von meinem beiden Referenzgeräte, dem Cowon J3 und dem Estarlab Monolith übertroffen.

Grado iGrado Koss Portra Pro Philips SHL8800 Logitech Triple fi 10 Studio HD
iGrado von Grado
(C) Grado
Koss Porta Pro  
(C) Koss
Philipps SHL 8800
(c) Philipps
Ultimate Ears Triple fi 10
(C) Logitech
Studio HD  by Dr. Dre
(C) Monster

Mein zuverlässiger iGrado benötigt ein sehr hohes Eingangssignal um die recht großen Treiber in Wallung zu bringen. Dafür glänzt er dann mit einem nahezu linearen Sound.Er paßt wirklich hervorragend zum Apple iPhone 5s. Der Bass ist knacking und wird nicht überbetont. Mein Koss Porta Pro, den ich nur noch beim Sport nutze, bzw. mein Philipps SHL 8800 stellen den Bass da deutlich präsenter in den Vordergrund. Dafür kappen beide Modelle dann aber die Höhen früher.

 

Das ist so sicher nicht jedermanns Geschmack. Meine Studio HD Kophörer by Dr. Dre liefern mitunter zuviel Bass. Einen deutlich ausgewogeneren Sound habe ich mit meinen Ultimate Ears Triple fi 10 (Referenzkopfhörer in der Preisklasse bis 250 Euro) aus dem Smartphone kitzeln können.  Über die verschiedenen Klang-Presets kann man den Sound recht einfach auf die eigenen Bedürfnisse einstellen. Eine absolute Empfehlung!

Sarah Brightman
(Symphony)

VNV Nation:
(Automatic)

A State of Trance

The Corrs
(Talk on Corners)
Sara Brightman VNV Nation Blade 2 Corrs

Im Bereich “Trance” mit seinen elektronischen Sounds, Filtern und wabbernden Bässen noch Armin van Buurens wöchentlicher Podcast “A State of Trance” zum Einsatz. Der Song “I against I” von Mos Def aus dem Soundtrack zu “Blade 2” hat ebenfalls eine gute Bassbetonung und ist daher in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song “Damn Those Eyes” von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Zusätzlich nutze ich Alben aus den Bereichen Folk, Klassik und EBM. Sämtliche Tracks sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software “LAME” codiert worden.

Natürlich läuft der Musikplayer auch im Hintergrund weiter. So kann ich nebenher noch andere Aufgaben erledigen oder sogar Spielen. Videos spielt das Apple iPhone 5c auch im Querformat ab. Es kommt dabei eigentlich nur mit MP4 klar.  Andere Formate müssen zuvor umgewandelt werden und dann per iTunes übertragen werden. Ein FM-Radio bietet Apple auch diesmal nicht an. Ich würde dem Apple iPhone 5s für den Klang gerne 10 Punkte geben.

Akku & Konnektivität

Das Display und der Dual-Core-Prozessor belasten den 1570 mAh starken Akkus nicht allzu sehr. So bietet das iPhone 5s – im Vergleich zum Vorgänger – eine leicht gestiegene Ausdauer.  Wer ununterbrochen Filme schaut oder unterwegs per WLAN im Internet surft, der wird erst nach etwa 9 Stunden den Akku wieder nachladen. Bei weniger starker Nutzung hält eine Akkuladung so durchaus zwischen ein bis zwei Arbeitstagen. Die Kraftzelle hält damit länger als beim Apple iPhone 5. Der Akku des iPhone 5c ist aber noch ausdauernder. Das 5s kann man ab Werk nicht drahtlos aufladen. Unterwegs ist man über HSPA+, LTE (in der Praxis im Netz der Telekom zwischen 10 und 35 mbits/s) und via WLAN IEEE 802.11 a/b/g/n (2.4/5 GHz) online.

NFC beherrscht das neue Apple iPhone 5s immer noch nicht und auch der Austausch von Daten über Bluetooth 4 (LE) ist nicht möglich. Dafür haben sich die Empfangseigenschaften des LTE/UMTS/GSM-Moduls im Inneren deutlich verbessert. An eher ländlichen Orten, wo ich mit dem iPhone 5 bisher noch in die Steinzeit zurückgeschleudert wurde, kann ich mit dem Apple iPhone 5s nun telefonieren. Nicht, dass ich das mit meinem Samsung Galaxy S4 nicht hätte eh schon tun können 😀 Die Gesprächsqualität geht dabei in Ordnung. Neu hinzugekommen ist ein Fingerabdrucksensor namens Touch ID.

Dieser wurde in den Home-Button integriert. Dazu wurde der Home-Button mit einer Oberfläche aus Saphirglas versehen und mit einem Rand aus Edelstahl umgeben. Berührt man den Ring mit seinem Finger, so wird dieser von einem Sensor mit 550 ppi gescannt und mit dem im System hinterlegten Abdruck verglichen. Apple nutzt dazu nur eine Checksumme. Der eigentliche Finderabdruck wird NICHT im System hinterlegt und auch nicht auf Servern von Apple oder in der iCloud abgespeichert. Er kann damit laut Apple auch nicht ausgelesen und zweckentfremdet werden.  Die Verschlüsselung der Checksumme erfolgt über AES mit 256 Zeichen.  So will Apple verhindern, dass der Fingerabdruck an Geheimdiensten wie der NSA oder der Polizei übergeben wird. Der Home-Button selbst reagiert zudem noch ganz normal auf mechanischen Druck.

Wer möchte, kann zukünftig seinen Fingerabdruck zum Kauf im App Store nutzen. Auch den bisherigen Sicherheitscode kann man dadurch ersetzen. Natrlich ist das nur eine Option und keine Pflicht.  Das iPhone 5s speichert bis zu fünf Fingerabdrücke von unterschiedlichen Personen. So können auch die Kinder oder die Partnerin ihren eigenen Zugang nutzen. Die Ersteinrichtung dauerte übrigens etwa 40 Sekunden. In dieser Zeit mußte ich unzählige Male meinen Finger auf den Sensor legen.  So reicht es imho für 8 Punkte:

Benchmarks

Der von Apple verbaute A7-Prozessor ist neu. Die Dual-Core-CPU wird zwar nur mit knapp 1.3 GHz getaktet, setzt sich damit aber an die Spitze bei den Benchmarsk. Natürlich sind das nur theoretischde Werte. In der Praxis zeigt sich aber, dass die Kombination aus iOS und 64-bit Architektur an vergleichbaren Modellen mit Quad-Core und Android vorbei ziehen kann. Aktuelle Apps laufen völlig ohne Ruckler. So machen Spiele, wie Modern Combat 4 oder das neue Infinity Blade III mächtig Spaß. Wer braucht da noch einen Nintendo?

Ein größeres Display würde den Spaß aber trotzdem deutlich erhöhen 😀 Mittlerweile gibt es im App Store eine fast unüberschaubare Zahl von Anwendungen und Spielen. So gebe ich dem iPhone 5s 9 Punkte:

Ich hätte an dieser Stelle gerne ein die volle Punktezahl vergeben. Aber auch das Apple iPhone 5s bekommt von mir einen Abzug für die eher langsam und gemächlich wirkenden Animationen im neuen iOS7.

Menü

Und damit wären wir auch schon beim Thema. Das neue iOS7 macht einiges besser, anderes wirkt aber unnötig langsam. So machte mich im Test das gemächliche Einblenden der Icons ziemlich madig. Auch der Sperrbildschirm blendet sich etwas langsamer ein, als ich es vom iPhone 5 gewöhnt war. Über eine Statusleiste am oberen Displayrand  bekomme ich nun schnell Informationen zum aktuellen Wetter, Terminen und verpaßten Anrufen. Eine Leiste am unteren Displayrand informiert mich hingegen über den aktuellen Track im MP3-Player und ermöglicht einen schnellen und direkten Zugriff auch wichtige Funktionen, wie beispielsweise Bluetooth, WLAN und der Displayhelligkeit. An dieser Stelle kann ich nun auch die eingebaute Tachenlampe aktivieren, einen Timer starten (zum Beispiel zum Eierkochen) oder den Taschenrechner bzw. die Kamera aktivieren. Dank AirDrop lassen sich Kontakte, Bilder, Sprachnotizen und Links nun direkt mit den passenden Empfängern teilen. Um AirDrop zu verwenden, muss man nur WLAN oder Bluetooth aktivieren.

Apple stattet das iO7 ab Werk mit allen wichtigen Funktionen aus. So kann man mittlerweile seine Notizen auch online über die iCloud oder Google verwalten. Auch Erinnerungen oder Einkaufslisten sind möglich. Wer unterwegs gerne Diktate aufnehmen will, freut sich sicher über die integrierte Sprachmemo-App. Standards, wie ein Kalender, E-Mail-Klient für POP, IMAP und Active Sync sind ja kaum noch der Erwähnung wert.

Das iOS ist für mich persönlich eines der übersichtlichsten Betriebssysteme auf dem Markt. Es kann wirklich von jedem Kind bedient werden. Die neuen Icons wirken allerdings zunächst recht bunt. Ich muss allerdings zugeben, dass sie meinen persönlichen Geschmack treffen. Die bereits erwähnten Animationen sind mir aber zu viel des Guten.

Alte Bekannte, wie die Sprachassistentin Siri sind natürlich wieder mit von der Partie. Sie kann auch lokal nach Ereignissen suchen und nutzt dazu wie selbstverständlich den Ortungsdienst. So kann man sich praktisch auf Zuruf aktuelle Sportergebnisse liefern lassen. Wer mag, kann auch die eingebauten Apps wie Twitter und Facebook per Sprache steuern oder eine beliebige andere App damit öffnen. Facebook wurde wie Twitter auch direkt in iOS7 integriert. So, kann man beispielsweise aus der Mitteilungszentrale heraus Fotos, Karten und Statusmeldungen posten. Apps kann man im AppStore “liken” oder Freunden empfehlen. In Facebook geplante oder eingetragene Geburtstage bzw. Veranstaltungen werden auch im iOS-Kalender angezeigt.
 
Die Passbook-App übernimmt zum Beispiel die sichere Aufbewahrung der zuvor erworbenen, elektronischen Bordkarten, Kundenkarten oder Tickets. Je nach Zeit und Ort zeigt Passbook dann automatisch die entsprechenden Karten oder Tickets bei Bedarf an. Bei Flugtickets informiert die App auch über Änderungen im Flugverlauf. Wer mehr auf Sicherheit setzt, der kann über die “Guided Access” nun auch bestimmte Funktionen des IOS deaktivieren. Facetime funktioniert nun auch über das Mobilfunknetz. Der Browser Safari verwaltet Tabs jetzt auch in der Cloud, bietet Offline-Leselisten, kann Fotos hochladen und Webseiten in einer Vollbild-Ansicht darstellen.  Über den Nicht-Stören-Modus und bei abgeschaltetem Display gibt das iPhone nachts auf Wunsch auch keinen Mucks mehr von sich. Wichtige Kontakte können von diesem Modus ausgenommen werden. Ist das Display aktiviert, nervt auch das iPhone weiter! Einen besseren Eindruck von der Bedienung gibt es in meinem Videotest in FullHD:



Apple Maps

Apple aktualisierte in der Vergangenheit auch die vormals oft gescholtene Karten-App. Google Maps gibt es nur noch als kostenlosen Download im App Store. Apple möchte seine Navigationslösung zukünftig in einem Atemzug mit den Karten von Google oder Nokia genannt wissen. Dank einer neuen Turn-by-Turn-Navigation, die auch mit Sprachausgaben glänzt, ist das gar nicht so unwahrscheinlich. Echtzeit-Verkehrs-Informationen sowie Informationen zu lokalen  Unternehmen und Point-of-Interest bekommt man eine Menge Informationen. Das nützt aber in erster Linie den Autofahrern. Dank einer Flyover-Funktion bekommt man in der Satelliten-Ansicht in ausgewählten Großstädten wie Berlin auch eine fotorealistische 3D-Ansicht der Umgebung zu Gesicht. Darin kann man dann Schwenken, Kippen und Zoomen und das in atemberaubender Geschwindigkeit. Das Kartenmaterial stammt vom Navigationsgerätehersteller TomTom. In anderen Teilen Deutschlands bekommt man aber oft nur pixelige Bilder. Das Westfalen-Stadion in Dortmund ist übrigens weiter digitalisiert worden und ähnelt nun nicht mehr den Bildern auf einem Commodore C64.       

Fazit

Das iPhone 5s ist eine konsequente Weiterentwcklung des Vorgängers. Nicht mehr und nicht weniger. Apple hat das Design mit Absicht nicht verändert, aus der “ScuffGate” genannten Affäre um abplatzendes Eloxat aber seine Lehre gezogen. Laut Auskunft einiger Apple-Stores gab es bis heute deswegen noch keine einzige Rückgabe.  Der neue A7-Chip setzt mit seiner 64-Bit-Architektur und dem M7-Sensor-Coprozessor neue Maßstäbe. Der Fingerabdrucksensor erleichtert die Bedienung, ist in meinen Augen momentan aber eher eine Spielerei.  Die neue Kamera ist immer noch einer der besten ihrer Art. Dabei kann man sie kinderleicht bedienen. Die SlowMotion mit 120 Bildern pro Sekunde ist ein netter Gag. Für einen Preis von 699 Euro aufwärts bekommt man ein ausgereiftes Smartphone. Die direkte Konkurrenz aus dem Lager von Android oder Windows Phone 8 ist zum Teil aber schon deutlich günstiger zu haben. Da ist das Gesamtpaket aber oft nicht so stimmig: Stichwort Support und Updates.

Punktzahl:

Design
Display
Kamera
Multimedia
Akku
Benchmarks
Endergebnis
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar “Musik”, aber die meisten anderen bezeichnen es als “Krach”.

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