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Asus Fonepad Test

Das knapp 340 Gramm schwere und dabei nur 10,4 Millimeter dünne Fonepad efreut das Auge mit einem 7-Zoll großen IPS-Touchscreen (800 x 1280 Pixel). Das Besondere an diesem Fonepad ist aber nicht das Display, sondern die Tatsache, dass man es auch als Telefon nutzen kann. Asus hat sich beim Fonepad für einen Intel Atom Z2420 Dual-Core-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1,2 Gigahertz und Hyper-Threading-Technologie entschieden. Angetrieben wird es von Android 4.1.2 Jelly Bean.  Der interne Speicher fasst 16 Gigabyte und man kann ihn mit microSD-Karten um zusätzliche 64 Gigabyte erweitern. Neben WLAN b/g/n unterstützt das Fonepad auch Telefonate und die mobile Datenübertragung per HSPA+. Beim Telefonieren sorgt ein zweites Mikrofon auf der Rückseite für eine Reduzierung der  Hintergrundgeräusche. Das Fonepad gibt es in den beiden Farben Titanium Grey sowie Champagne Gold. Mein Testgerät wurde mir vom Onlineshop cyberport.de zur Verfügung gestellt und kann dort für  229 Euro bestellt werden.

Design & Verarbeitung & Haptik

Die Verarbeitung des Asus Fonepad ist ein zweischneidiges Schwert. Es besteht aus mehreren Materialien und der Mix bzw. die Übergänge dazwischen sind nicht immer unproblematisch. Der 7 Zoll große Touchscreen auf der Vorderseite wird zwar durch Glas vor Kratzner geschützt, leider aber nicht durch Corning Gorilla Glas. Inwieweit sich das auf die Langlebigkeit auswirkt, vermag ich allerdings nicht zu sagen. Während des Tests hat das Display jedenfalls keine Kratzer abbekommen. Direkt über dem Display befindet scih übrigens auch die einzige Kamera des Tablets, zumindest bei der mir vorliegenden Version. Sie löst mit 1.2 Megapixel auf und ist nur für die Videotelefonie geeignet. Im Gegensatz zu anderen Testern bin ich mir sicher, dass die Rückseite vollständig aus Metall besteht. Kunststoff kommt nur bei der abnehmbaren “Leiste” auf der Oberseite zum Einsatz. Darunter befinden sich microSIM- und microSD-Schacht. Das Gehäuse ist stabil und knarzt nicht. Leider verläuft das Spaltmaß zwischen der Metallrückseite und der Kunststoff-Klappe nicht gleichmäßig. Das Asus Fonepad wiegt bei Abmessungen von 197 x 120 x 10.4 mm lediglich 340 Gramm und reiht sich damit in die Schlange der Konkurrenz (Galaxy Note 8.0, iPad Mini) ein. Wobei das iPad Mini sogar noch etwas leichter ist.  Die Seiten des Fonepads sind nach unten hin leicht abgeschrägt. So macht es optisch einen flacheren Eindruck. Leider geht das aber auch zu Lasten der Haptik. So kann man die linksseitig angebrachten Bedienelemente (Ein-/Ausschalter, Lautstärkeregeler) nämlich nur schlecht ertasten und umständlich bedienen. 


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Lieferumfang



Asus Fonepad Unboxing

In der Verpackung befindet sich abgesehen vom Asus Fonepad natürlich noch ein Lade-/Datenkabel, das Ladegerät und ein paar Anleitungen. Ein Headset habe ich hingegen nicht gefunden und auch eine microSD-Speicherkarte gehört nicht zum Lieferumfang..

Display

Das Display des Asus Fonepad nutzt eine Diagonale von 7 Zoll. Das reicht zum Surfen, Filme ansehen und Spielen vollkommen aus. Die Auflösung beträgt 800 x 1280 Pixel, übertrifft damit zwar das iPad Mini (76 8x 1024 Pixel), kann sich aber nicht vom Google Nexus 7 oder Samsung Galaxy Note 8.0 absetzen.  Helligkeit sowie Kontrast sind in geschlossenen Räumen ausreichend. Farben werden erstaunlich naturgetreu abgebildet ohne wie beim Galaxy Note 8.0 — “knallig” zu wirken. In der freien Wildbahn, sprich bei Sonnenschein, kann man das Display allerdings nicht mehr ganz so gut ablesen. Schuld daran trägt zum einen die spiegelnden Display-Oberfläche und zum anderen die etwas zu schwache Gesamthelligkeit.

Kamera & Multimedia

Das mir vorliegende Testmuster von cyberport.de hat leider nur eine Kamera, und zwar auf der Vorderseite.  Da sie nur für Videotelefonie gedacht ist, reicht die Auflösung von 1,2 Megapixel aus. Bilder kann man damit aber nicht wirklich machen. Videos zeichnet sie daher auch gar nicht erst auf. Als Musikplayer nutzt Asus Google Play Music. Der zeigt sowohl den Interpreten als auch Playlisten, Genres und Albennamen an. Auch das in den Track integrierte Album-Cover wird korrekt abgebildet.

Der MP3-Player bietet ein paar Klang-Presets, die man allerdings nicht selbst verändern kann. So liefert das Fonepad — mit den passenden Kopfhörern — zwar einen passablen Bass – aber es klingt etwas zu dumpf. Im direkten Vergleich mit Geräten aus der Xperia-Reihe von Sony  oder dem iPhone 5 ist der Sound nicht so lebendig. Meine beiden Referenzgeräte, ein Cowon J3 und der Estarlab Monolith spielen da imemr noch in einer anderen Welt.

Grado iGrado Koss Portra Pro Philips SHL8800 Logitech Triple fi 10 Studio HD
iGrado von Grado
(C) Grado
Koss Porta Pro
(C) Koss
Philips SHL8800
(C) Philips
Ultimate ears Triple fi 10
(C) Logitech
Studio HD by Dr. Dre
(C) Monster

Der iGrado benötigt ein sehr hohes Eingangssignal um seine recht großen Treiber in Wallung zu bringen. Dann glänzt er aber mit einem nahezu linearen Sound. Ich würde ihn beim Fonepad allerdings nicht einsetzen wollen. Das Ausgangsignal ist dafür qualitativ niczht gut und stark genug. Dem  Koss Porta Pro oder meinem Philipps SHL8800 ist das egal. Beide verstärken gerade den Bass. Die kaum vorhandenen Höhen werden dadurch nicht weiter beeinflusst.  Am besten klingt das Fonepad erstaunlicherweise mit den Beats-Kophöreren by Dr. Dre. Neu im Test sind die Ultimate ears Triple fi 10, die Referenzkopfhörer in der Preisklasse bis 250 Euro. Hier hört man dann deutlich, dass das Audiosignal beim Asusu Fonepad nicht so toll ist.

Sarah Brightman
(Symphony)
VNV Nation:
(Automatic)

A State of Trance

The Corrs
(Talk on Corners)
Sara Brightman VNV Nation Blade 2 Corrs

Im Bereich “Trance” mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kommt immer noch Armin van Buurens wöchentlicher Podcast “A State of Trance” zum Einsatz. Der Song “I against I” von Mos Def aus dem Soundtrack zu “Blade 2” hat eine starke Bassbetonung und istdaher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song “Damn Those Eyes” von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Zusätzlich nutze ich Alben aus den bereichen Folk, Klassik und EBM. Sämtliche Tracks sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software “LAME” codiert worden.

Dank der Multitasking-Unterstützung kann man den MP3-Player auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen oder sogar Spielen.  Der Video-Player spielt Videos im Querformat und in fast allen erdenklichen Formaten ab.  Der im Google Play Store verfügbare MX-Player erweitert die Kompatibilität mit anderen Formaten (z.B. FLV). Ein FM-Radio sorgt unterwegs übrigens für die Grundversorgung mit öffentlich-rechtlichen Sender und Lokalradios über den Äther.
Akku, Konnektivität und Gesprächsqualität

Wer — wie ich zu den ständigen “Bewohnern” des Internets zählt — wird sich über den Zugang per WLAN b/g/n bzw. UMTS mit HSPA+ (21 MBit/s im Download und 5,76 MBit/s im Upload) freuen. LTE unterstützt das Fonepad allerdings nicht. Daten überträgt es per NFC. Bluetooth 3.0 und USB.  Der GPS-Empfänger versteht sich mit Glonass, der Empfang ist völlig ausreichend. Wer mit dem recht großen Asus Fonepad tatsächlich Telefonieren will, der kann es sich ohne Umwege direkt ans Ohr halten. Eine Freisprecheinrichtung ist dafür nicht nötig. Die Sprachqualität ist gut, Gesprächspartner werden klar und sauber wiedergegeben. Die Sende-/Empfangsleistung ist ebenfalls ohne Mängel. Die Kraftzelle liefert 4270 mAh und entspricht damit der verbauten Lösung im Google Nexus 7. Unter Volllast (Spiele mit maximaler Helligkeit) hält der Akku immerhin knapp 4 Stunden durch. Wer per WLAN im Internet unterwegs ist, muss nach etwa 7 Stunden den Gang zur Steckdose antreten. Die Ladezeit über das mitgeliefert Ladegerät beträgt knapp  2 1/2 Stunden.

Benchmarks

Der Intel Atom Z2420 arbeitet mit nur mit einem Kern, nutzt aber die von Intel bewährte Hyperthreading-Technologie. So kann der Kern zwei Threads parallel ausführen. Die knapp 1,2 GHz schnelle CPU kann auf 1 GB RAM zurückgreifen, gehört aber trotzdem zu den eher langsameren Vertretern im Feld. Im Test zeigten die Benchmarks vereinzelt recht schwache Ergebnisse, oder verweigerten gleich komplett die Zusammenarbeit. Der GL Benchmark 2.7 ließ sich nicht ausführen. Insgesamt ist die Konkurrenz, wie das Apple iPad Mini, das Google Nexus 7 oder Samsung Galaxy Note 8.0 deutlich schneller. Auch das Motorola Razr i ist erstaunlicherweise fixer. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das im AnTuTu-Bbenchmark beispielsweise knapp 7900 Zähler und im Geekbench 2 knapp 573 Punkte. So langsam war zuletzt nur ein Goophone i5 N2 mit einer betagte MTK6577-CPU. Erfreulicherweise merkt man bei Spielen davon nichts. Diese laufen fast alle  spielbar auf dem Asus Fonepad.

Menü

Auf dem Asus Fonepad kommt Android 4.1.2 zum Einsatz. Asus hat das OS nahezu unverändert übernommen und nur durch ein paar Apps erweitert. Die virtuellen Tasten am unteren Bildschirmrand wurde beispielsweise  um eine Schnellzugriffleiste mit Mini-Apps wie zum Beispiel einem Browser, Notizen, Kalender oder Aufgabenliste erweitert. Diese Anwendungen laufen auf dem Foenpad in einem eigenen Fenster. Sechs davon können gleichzeitig angezeigt werden.

Die Bedienung kann man sich auch in meinem Asus Fonepad Videotest ansehen.
Fazit
Das Asus Fonepad taugt zum Telefoneiren, macht dann aber einen etwas klobigen Eindruck. Die Verarbeitung ist überwiegend sauber, die Materialwahl nicht ganz so gut, wie beim Apple iPad Mini. Das verbaute 7-Zoll-Display zählt zu den besseren Vertretern in dieser Preisklasse. Die Auflösung von 800 x 1280 Pixel ist hierbei in meinen Augen völlig ausreichend. Die Akkulaufzeit ist ebenfalls gut. Das gilt insbesondere auch für die Telefontauglichkeit. Wer also ein günstiges Tablet zum Telefonieren, Surfen, Mailen und Spielen sucht, der kann bedenkenlos zugreifen.

Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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