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ASUS Zenwatch 3 im Test: Einfach schön

Anfang September hat ASUS die neue Smartwatch vorgestellt und schon liegt die ASUS ZenWatch 3 in den virtuellen Regalen der Onlinehändler. Die erste runde Smartwatch aus dem Hause ASUS kostet rund 250 Euro und bietet neben dem 1.39″-Display mit 400 x 400 Pixel auch einen neuen Prozessor vom Typ Snapdragon Wear 2100 mit 512 MByte RAM, 4 GByte Speicher und WLAN. Telefonieren kann man mit ihr aber nur über ein gekoppeltes Smartphone. Neugierig geworden?

ASUS Zenwatch 3: Das Design ist hinreißend

Smartwatches sollen normalen Uhren ähnlich sehen. Leider klappt das nicht bei allen Vertretern. Bei der ASUS Zenwatch 3 mit ihrem kaltgeschmiedeten Edelstahl-Gehäuse (316L) erkennt man aber die Liebe zum Detail. Das Design bezeichnet der Hersteller als „Solar Eclipse“. Hiermit wird aber in erster Linie auf die roségoldene Lünette der Smartwatch hingewiesen. Diese soll dem Ring bei einer Sonnenfinsternis nachempfunden sein. Nunja, das muß man mögen. Diesen Ring findet man dann nochmals beim mittleren Hardware-Knopf sowie im Rahmen wieder.

Die Unterseite der ASUS ZenWatch 3 besteht ebenfalls Edelstahl, verzichtet aber auf einen Pulsmesser. Das braune Lederarmband fühlt sich angenehm an. ASUS liefert aber auch auf Wunsch ein Kautschuk-Band. Die ASUS Zenwatch 3 komtm in den drei Farben „Gunmetal grey“, Silber und Roségold. Aktuell lieferbar ist aber nur die dunkle Version.

Mit ihren Abmessungen von rund 45 mm x 45 mm x 9.95 mm und einem Gewicht von 80 Gramm ist sie recht zierlich, zumindest für eine Smartwatch. Die Uhr selber ist dabei immerhin nach dem IP67 Standard zertifiziert und kann für 30 Minuten rund einen Meter unter Wasser gehalten werde. Zum Schwimmen ungeeignet, reicht es zumindest für eine kurze Dusche oder Regenschauer. Wobei sich Leder und Wasser nicht so gut vertragen.

Bedienung: 3 Knöpfe sollt ihr sein

Bedient wird die Smartwatch über den Touchscreen und drei physische Knöpfen am rechten Gehäuserand. Der Drücker rechts unten aktiviert dabei einen Eco-Mode. In diesem „Flugzeugmodus“ wird die WLAN- und Bluetooth-Verbindung sowie die Touch-Funktion des Displays deaktiviert. Das verlängert die Akkulaufzeit des Geräts. Allerdings verzichtet man dann auch auf die „smarten“ Funktionen der Uhr. Der obere Drücker aktiviert die hauseigene Fitness-App, kann aber auch mit anderen Funktionen versehen werden. Der dicke mittlere Knopf ist als Ein-/und Ausschalter gedacht und aktiviert das Display bzw. Menü.

ASUS Zentwach 3. Performance ist so lala

Die ASUS ZenWatch 3 wird als einer der ersten Smartwatches vom neuen Snapdragon Wear 2100  angetrieben. Der soll ordentlich Strom sparen und trotzdem ausreichende Perfirmance aufweisen. Strom spart er tatsächlich, bei der Performance kommt er aber nicht in jeder Situation nach.

So öffnen sich die Menüs mitunter nur nach einer Gedenksekunde auch der Wechsel der virtuellen Ziffernblätte dauert manchmal etwas länger. Mir persönlich war die Uhr einen Tick zu langsam. Erstaunlicherweise waren die Ruckler aber nicht immer reproduzierbar.

Zenwatch 3 mit kreisrundem AMOLED

Das 1,39 Zoll große AMOLED-Display der ASUS ZenWatch 3 ist ein echter Hingucker. Mit  mit 400 x 400 Pixeln und einer Pixeldichte von 287 ppi stellt es die Schriften glasklar dar. Die Helligkeit wird dabei entweder in 5 Stufen manuell geregelt, oder von der – unsichtbar im Hintergrund – werkelnde Automatik übernommen.  Hier stört kein „Flat Tire“ den sehr guten Gesamteindruck. Die automatische Umgebungslichtregelung ist allerdings ziemlich konservativ. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollte man daher den manuellen Modus oder den „Boost“ in den Einstellungen aktivieren. Asus liefert nicht weniger als 50, teils hervorragend animierte Watchfaces von denen stehen bei iOS aber nur 18 zur Verfügung 🙁

Konnektivität & Akku: WLAN, Bluetooth und 340 mAh

Die vier Kerne des Snapdragon Wear 2100 der ASUS ZenWatch 3 takten mit 1,2 GHz und können auf 512 MByte Arbeitsspeicher sowie eine 4 GB Flash-Speicher zählen. Der neue SoC unterstützt auch eine Quick-Charging-Funktion. Innerhalb von 15 Minuten ist der fest eingebaute Akku auf etwa 60 Prozent aufgeladen. Der komplette Ladevorgang dauert allerdings eine knappe Stunde. Bei durchschnittlicher Nutzung kam ich auf knapp zwei Arbeitstage. Das ist immer noch kein exzellenter, aber schon ein guter Wert. Aufgeladen wird er über ein magnetisch haftendes Ladedock. Mein Videoreview zeigt die ASUS Zenwatch 3 in Action:

Wobei man hier klar sagen muss, das bei Watchfaces mit vielen Komplikationen und Animationen der Akku deutlich stärker strapaziert wird. Vor allen Dingen dann, wenn man die „Uhr zu Gesicht“ Aktivierung nutzt. Dann aktiviert sich nämlich das Display vollautomatisch.

Die ASUS ZenWatch 3 wird per Bluetooth 4.1 Low Energy Standard oder WLAN mit dem Smartphone gekoppelt. Voraussetzung ist Android 4.2 oder iOS 8.2. Bei iOS kann man leider keine Anrufe über die Smartwatch führen und Nachrichten könne auch nicht per Spracheingabe beantwortet werden.

The Sound is Music: Mit eigenem Lautsprecher

Wie schon beim Vorgänger-Modell so kann auch die ASUS ZenWatch 3 einen Lautsprecher vorweisen. Der befindet sich auf der Rückseite und kann Anrufe und eingehende Nachrichten akustisch signalisieren und Musik abspielen. Anrufe werden dabei über das integrierte Mikrofon geführt. Das klappt aber nur mit einem per Bluetooth gekoppelten Smartphones (Android oder iOS).

Funktionsumfang der ASUS ZenWatch 3

Einen Herzfrequenzmesser findet man bei der Smartwatch leider nicht und so bleibt es beim Zählen der zurückgelegten Schritte. Fitness-Trackern wie Fitbit Charge 2 und Garmin vivoactive HR sind hier klar im Vorteil. ASUS hat für die ZenWatch 3 aber eine eigene Fitness-App namens ZenFit installiert. Zurückgelegte Schritte, Kalorien oder die zurückgelegte Strecke (Hochrechnung, da kein GPS-Empfänger) werden ebenso übersichtlich abgebildet wie die Schlafdauer mit Leicht- und Tiefschlafphasen. Hinzu kommen Indoor-Sportarten wie Situps und Co.

Zu den weiteren Funktionen gehören die eine Uhr (ASUS Clock (Wecker, Timer, Stoppuhr)), eine Display-Taschenlampe sowie ASUS Remote Camera (Fernauslöser für dei Kamera des Handys). Letzteres funktioniert aber nicht mit jedem Android-Smarftphone und mit iOS-Geräten schon gar nicht.

Fazit: Edel und gut

Für 249 Euro bekommt man eine Smartwatch mit tollem Display, guter Akkulaufzeit aber einer durchwachsenen Performance. Die Optik ist hingegen eine Wucht, die Verarbeitung wirklich klasse und die virtuellen Watchfaces sehen extrem gut aus. Wer also eine Smartwatch wünscht und nicht mit einem iPhone lebt, der sollte unbedingt mal einen Blick auf die ASUS Zenwatch 3 werfen.

Testergebnis

Verarbeitung 9.8
Display 9.3
Performance & Akku 9
Sport 6

Fazit

8.5 Für 249 Euro bekommt man eine Smartwatch mit tollem Display, guter Akkulaufzeit aber einer durchwachsenen Performance. Die Optik ist hingegen eine Wucht, die Verarbeitung wirklich klasse und die virtuellen Watchfaces sehen extrem gut aus. Wer also eine Smartwatch wünscht und nicht mit einem iPhone lebt, der sollte unbedingt mal einen Blick auf die ASUS Zenwatch 3 werfen.

Tags : Android WearFitness-TrackerSmartwatch
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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