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BittBoy FC mini im Test: 300 NES-Spiele ohne Lizenz

Nintendo bringt nach dem NES Classic nun auch eine Neuauflage des SNES heraus. Die beiden Konsolen werden mit 30 lizensierten Spielen ausgestattet und kosten rund 130 Euro. Wo viel Licht (und ein guter Umsatz zu erwarten) ist, kommen aber auch die Plagiate. Mit dem BittBoy FC mini versucht es nun ein dis dato unbekannter Hersteller auf den Retro.-Zug aufzuspringen. Im Kleid eines Gameboy bringt er 300 NES-Spiele mit und zwar für rund 40 Euro. Und wie schlägt sich der Billigheimer?

BittBoy FC mini: Design des Gameboy

BittBoy_2Der Bittboy FC mini der in London? ansässigen Firma könnte auch leicht als Gameboy-Clon durchgehen. Die simple Verpackung in Gold und Purpur lässt kaum Rückschlüsse auf den Inhalt zu. Den Bittboy (warum auch immer mit zwei “tt”) kann man in den Farben Schwarz, Weiß, Rot, Blau und Gelb bestellen. Das Gehäuse besteht dabei aus einem dünnen ABS.bittboyMit seinen Abmessungen von 99 x 68 x 13 mm bietet er genügend Platz für ein 2.2 Zoll großes IPS Display, Steuerkreuz und den für ein NES üblichen Tasten. Im Inneren verbirgt sich die Platine mit den 300 Spielen, ein Lautsprecher sowie ein TV Ausgang (Composite bzw. FBAS). Ein 500mAh starker Akku (Aufdruck 700 mAh) sorgt für eine 2-3 Stunden langen, ungestörten Spieltrieb.

Verarbeitung: Billig ist eben billig

Das Gehäuse ist eine Mischung aus Game Boy Classic (DMG-01) und Game Boy Pocket. Die vier Tasten sind dabei allerdings um 90 Grad gedreht. Das komplette Gehäuse wirkt auf mich etwas “dünnwandig” und billig. Die Tasten sind dafür ordentlich verarbeitet, aber allesamt auch etwas schwammig.BittBoy_4Der Lautstärkeregler (ein Drehrädchen) befindet sich auf der rechten Seite, der Ein-/Ausschalter hingegen auf der Oberseite. ,Auf der Unterseite hat der Hersteller einen 2.5 mm Klinkenanschluss für den TV-Ausgang vorgesehen. Wer auch immer sich das Teil an seinen TV anschliesst.BittBoy_5Auf der Oberseite findet man zwar einen Ausschnitt für eine MicroSD, die wurde dann aber wohl im letzten Moment aus den Features entfernt. So kann m,an in den Spielen selber den Spielstand NICHT abspeichern!

Akkuleistung: 500 mAh

Der austauschbare Akku ist mit dem Game Boy Advance SP kompatibel. Ersatz ist also erst einmal kein Problem. Der Akku hielt im Test rund 2 Stunden am Stück durch. Aber so lange spielt man mit dem kleinen Display dann meist doch nicht.

Display: 2,2  Zoll IPS in Farbe

BittBoy_8Das 2,2 Zoll großes IPS-Display ist doch recht blickwinkelstabil. Auch die Farbdarstellung geht in Ordnung. Die Helligkeit ebenfalls, einstellbar ist die aber nicht. Leider wird das Display selber nur von Kunststoff geschützt und die Scheibe gibt auf Druck auch noch leicht nach. Also Vorsicht!

Emulation: 300 Spiele sollt ihr sein

BittBoy_1Faktisch sofort nach dem Einschalten (1-2 Sekunden) erscheint ein Auswahlmenü mit den 300 Spielen. Das A-Hörnchen (Chip und Chap) begrüßt uns nett und lässt und die Qual der Wahl. Neben vielen (für mich) unbekannten Spiele gibt es auch alle NES/Famicon-Klassiker vom Schlage eines Super Mario Bros 1 und 3, Tetris (2), Megaman 3 und 5 und Contra auch Perlen wie Gradius, World Cup, Teenage Mutant Ninja Turtles, Double Dragon, Donkey Kong, Metroid, Dr. Mario und Kirby’s Adventure:

Die Auswahl ist einfach, aber mühselig. Das kann man in meinem Videoreview des Bittboy FC mini erkennen. Es gibt keine alphabetische Sortierung und auch keine Shortcuts zu den besten Spielen. Der Wechsel der einzelnen Bildschirmseiten (es passen nur 10 Titel auf eine Seite) dauert zudem einige Microsekunden. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen 😀

Die Emulation der Spiele sowie die Steuerung ist hingegen wirklich gut gelungen. Der Sound ist mitunter etwas nervig, kann aber auch abschaltet werden 😀 Für ein paar Runden Donkey Kong und Co ist der BittBoy locker gerüstet.

Fazit: Ist sein Geld wert (wer sein Gewissen abschaltet)

Der Bittboy im Gameboy-Look kostet rund 40 Euro und ist sein Geld sicher wert, WENN man sein Gewissen abschaltet. Bei den 300 Spielen sind zwar absolute Perlen dabei, Lizenzgebühren hat der Hersteller aber sicher keine an Nintendo abgeführt. Fans von solchen Retro-Games mag das aber nicht weiter stören.

Tags : BittboyGameboyNESRetroReviewTests
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar “Musik”, aber die meisten anderen bezeichnen es als “Krach”.

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