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Blackview P2 lite im Test: Das lite lass ich mir gefallen

Testergebnis

Verarbeitung 8.9
Display 8.7
Performance 8.1
Kamera 8
Konnektivität & Akku 9.4

Fazit

8.6 Speed liefert die CPU nur ausreichend, Power bringt der 6.000 mAh starke Akku dafür umso mehr mit. Eine Laufzeit von rund zwei Tage sind keine Seltenheit. Das 5,5 Zoll große Display mit Full-HD ist ok, allerdings etwas zu dunkel und hat sichtbare Lichthöfe. Die 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite ermöglicht eine ordentliche Aufnahmequalität und Videos in Full-HD. Für knapp 130 Euro ist das Blackview P2 lite keine schlechte Wahl.

Blackview macht sich mit dem P2 lite und seinem 6.000 mAh starken Akku Konkurrenz im eigenen Hause. Das Blackview P2 ist nämlich kaum besser, dafür aber teurer!. Auch das P2 lite bietet für rund 130 Euro ein 5,5 Zoll großes Full-HD-Display und eine 13-Megapixel-Kamera von Samsung samt Dual-LED-Blitzlicht, muss aber mit einem MediaTek MT6753, 3 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte Speicher auskommen. Optisch unterscheiden sich die beiden Geräte – abgesehen von der Verpackung – nicht! Warum es sich dennoch lohnt, erfahrt ihr im folgenden Test.

Blackview P2 lite: Unauffälliges Design in vier Farben

Blackview gibt es bereits seit 2013 und ich konnte auch schon das ein oder andere Smartphone testen. Solide, aber wenig aufregend. Das P2 lite hat einen ebenso kurzen wie nichtssagenden Namen verpasst bekommen. Zum Design gibt es eigentlich auch kaum etwas zu sagen. Mit seinen Abmessungen von 154 x 77 x 10.4 mm und einem Gewicht von rund 226 Gramm ist es schon ziemlich schwer.

Das Design selber ist unauffällig, es kommt in den vier Farben Gold (Champagne), Schwarz (Matte Black), Blau (Iron Blue) und Grau (Mocha Grey) daher. Das Gehäuse besteht aus Metall, einzig die Rückseite hat oben und unten zwei Kappen aus Kunststoff spendiert bekommen. Darunter verbergen sich die Antenne. Der Übergang zum Metall ist zwar spürbar, fällt aber ansonsten kaum auf.

Der Ein-/ und Ausschalter sowie der Lautstärketaster befinden sich auf der rechten Seite des Rahmens. Im linken Rahmen findet man dann den Einschub für microSD und eine nano-SIM bzw. für zwei nano-SIM im Dual-SIM-Betrieb. Bei letzterer Möglichkeit verzichtet man dann auf die microSD was bei 64 GByte Speicher noch verschmerzbar ist. Die Bedienung von Android 6.0 erfolgt über den Touchscreen sowie den drei Sensortasten unterhalb des Displays. Auf der Vorderseite ist über dem 5,5-Zoll-Display noch eine 8-Megapixel-Frontkamera sowie eine lichtschwache Benachrichtigungs-LED verbaut. Die 13-Megapixel-Kamera mit LED und der runde Fingerabdrucksesnor befinden sich auf der Rückseite.

Verpackung: Viel Verpackung, viel Inhalt

In der weißen Box aus Karton findet man neben dem Blackview P2 lite mit vorinstallierter Displayschutzfolie noch ein Ladegerät mit 9V/2A, ein Lade-/Datenkabel (USB-Typ-C) sowie eine gedruckte Anleitung und den Öffner für den SIM-Einschub. Selbst einen Kopfhörer, einen USB-OTG-Adapter und eine zusätzliche Displayschutzfolie findet man in der hübschen Verpackung!

Display: 5,5 Zoll IPS mit 1.080 x 1.920 Pixel

Das 5,5 Zoll große IPS-Display des Blackview P2 lite löst mit 1.080 x 1.920 Pixel auf und wird durch eine zusätzliche Schutzfolie gegen Kratzer geschützt. Bei hellen Hintergründen sieht man am unteren Rand ein minimales Clouding (Lichthöfe). Die Blickwinkelstabilität ist gut, kippt aber bei größeren Betrachtungswinkeln recht schnell ins gräuliche ab. Die Darstellung der Farben und des Kontrastes kann ich über „Miravision“ an meine eigenen Bedürfnisse anpassen. Das macht aber ehrlich gesagt keinen großen Unterschied. Die maximale Helligkeit ist akzeptabel, bei direkter Sonneneinstrahlung leidet die Ablesbarkeit allerdings spürbar. Das Glas ist zu den Rändern hin leicht (2.5D) gebogen. Durch die goldfarbenen Icons sieht das Display etwas „dunkel aus“.

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Performance & Akku: 6753 mit 1.3 GHz und 6.000 mAh

Blackview setzt beim P2 lite den schwächeren MediaTek MT6753 mit 1.3 GHz ein und nutzt auch nur 3 GByte Arbeitsspeicher. So kommt das Smartphone im aktuellen AnTuTu-Benchmark auf 38.982 Punkte und ist damit nur unwesentlich langsamer als der große Bruder. Im Geekbench 4 kommt das P2 lite aber ebenfalls nur auf rund 622 Punkte im Single-Core und 2.543 im Multi-Core. Also wikrlich kein Unterschied zum MediaTek 6750T. Damit funktionieren aktuelle Spiele recht flüssig. Für Gamer ist das Blackview P2 lite also durchaus (noch) geeignet. Im Zweifel sollte man die Framerate ein wenig reduzieren.

Der fest eingebaute Akku erreicht im Test eine Kapazität von knapp 6.000 mAh. In der Praxis kam ich auf eine Laufzeit von ungefähr 2 Tagen bei doch recht intensiver Nutzung. Poweruser werden nach etwa 11 Stunden den Akku aufladen müssen. Die dauert per Kabel – über FastCharge mit 9V/2A – rund 2 Stunden. Der Akku lädt dabei mit etwa 1.350 mAh (mitgeliefertes Ladegerät).

Android 7.0 und hässliche Icons

Das Blackview P2 lite nutzt ab Werk bereits Android 7.0. Der hauseigene Launcher kommt jedenfalls mit – in meinen Augen – hässlichen Icons in Gold daher. Die kann man leider auch nicht abändern. Da bleibt nur der Umweg über einen neuen Launcher.

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Das ansonsten nahezu unveränderte Android 7 mit Sicherheitspatches vom 01. Februar 2017 wurde nicht mit Bloatware verunstaltet und hat auch nur minimale Übersetzungsfehler (touch & take screenshot). Ab Werk sind die wichtigsten Google-Dienste bzw. Google-Apps installiert. Den Rest kann man über den Play Store installieren. In meinem Video Review auf YouTube kann man das Blackview P2 lite im Einsatz sehen:

Kamera: 13 Megapixel aus dem Hause Samsung

Die 13 Megapixel der Kamera sind echt, der Sensor stammt dabei aus dem Hause Samsung. Im 4:3 stehen auch die vollen 13 Megapixel zur Verfügung, bei 16:9 sind es hingegen nur noch 9 Megapixel. Die Blende beträgt f/1.8, ermöglicht bei Dunkelheit aber trotzdem kaum noch eine vernünftige Bildqualität. Bei ausreichend Tageslicht gehen die Aufnahmen mit einem kleinen Stich ins Rot aber in Ordnung.

Blackview P2 lite

Videos werden in Full-HD im 3GP-Format aufgezeichnet. 4K beherrscht das Gerät NICHT! Die Qualität geht dabei in Ordnung, das „Rolling Shutter Syndrom“ ist anscheinend kein Problem. Der Sensor für Selfies auf der Vorderseite löst mit 8 Megapixel auf und reicht für den Einsatzzweck.

Konnektivität & Klang: Alles ok

Die Nutzung von LTE in Band 20 ist ebenso wenig ein Problem, wie die Sende- und Empfangsleistung. Letztere sind etwas schwächer als bei der etablierten Konkurrenz aus dem Hause Samsung oder Apple. Das gilt auch für die Leistung bei LTE. Im Netz der Telekom kam ich im Test auf einen maximalen Download von 11 mbit, im Upload auf 43 mbit. Das geht bei anderen Modellen auch schneller!

Laut den Einstellungen und meinem Test wird sogar VoLTE wie beim Vernee Apollo unterstützt. Auf die Qualität hat das hingegen keinen spürbaren oder hörbaren Einfluss. Das Blackview P2 lite unterstützt den Betrieb mit zwei nano-SIM-Karten gleichzeitig oder ermöglicht die Erweiterung des 64 GByte großen Speichers (knapp 54 GByte frei) per microSD. Beides gleichzeitig ist nicht vorgesehen. WLAN wird im Standard 802.11 b/g/n in beiden Bändern (2.4/5 GHz) angeboten. Die Qualität war dabei ohne Auffälligkeiten. Daneben bietet das Blackview P2 lite auch Bluetooth 4.0, NFC wird aber nicht unterstützt.

Der Lautsprecher befindet sich unten links und ist SEHR laut. Dabei übersteuert er zwar nicht, liefert aber auch keinen Bass. Die Equalizer-Presets stammen aus dem Hause Google. Über gute Kopfhörer bekommt man aus dem Blackview P2 lite auch einen akzeptablen Klang, ein FM-Radio sorgt unterwegs für kostenlose Beschallung mit WDR 4 😀

Fazit: Power, mehr Power!

Speed liefert die CPU nur ausreichend, Power bringt der 6.000 mAh starke Akku dafür umso mehr mit. Eine Laufzeit von rund zwei Tage sind keine Seltenheit. Das 5,5 Zoll große Display mit Full-HD ist ok, allerdings etwas zu dunkel und hat sichtbare Lichthöfe. Die 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite ermöglicht eine ordentliche Aufnahmequalität und Videos in Full-HD. Für knapp 130 Euro ist das Blackview P2 lite keine schlechte Wahl.

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Tags : Android 7ChinaReviewTests
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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