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CAT® Helix WiFi und 3G im Test: Die Katze im Schafspelz

Helix_3G_18 In letzter Zeit kommen immer häufiger auch günstige Tablets mit 8″ und 10″ auf den Markt. Vor ein paar Tagen ist endlich auch das Cat Helix (3G) mit einem Preis zwischen 109 Euro (WiFI) und 149 Euro (3G) in der Redaktion eingetroffen. Das Android-Tablet wird in vielen, teils knalligen Farben angeboten und kommt mit einem 8 Zoll großes Display (800 x 1.280 Pixel), einer 1.3 GHz schnelle Quad-Core-CPU samt 1 GByte RAM sowie 16 GByte internen Speicher daher. Damit verfügt es in etwa über die gleiche technische Ausstattung wie das Honor T1. Es hat aber – bei vergleichbarem Preis – einen entscheidenen Vorteil. Mit dem Cat Helix 3G kann man unterwegs nicht nur über WLAN, sondern auch über HSPA surfen! Wie sich die bunte Vielfalt im Test geschlagen hat, das erfahrt ihr in den nächsten Minuten.

Technik

Cat Helix 3G
Cat Helix 3G

Bei der Technik setzt der deutsche Hersteller auf bewährte und günstige Komponenten. Beim Prozessor handelt es sich allerdings um einen 1,3 GHz schnellen Mediatek MT6582 und nicht – wie in einigen Benchmarks-Apps angegeben – um einen MT8382. Die Vierkern-CPU setzt auf 1 GByte Arbeitsspeicher. Der interne Speicher ist mit 16 GByte (Helix WiFI hat 8 GByte) nicht besonders üppig ausgestattet, kann aber problemlos mit MicroSD-Speicherkarten um weitere 64 GByte (getestet mit FAT32) aufgebohrt werden. Unterwegs ist man über WLAN 802.11 b/g/n sowie HSPA online. Für letzteres benötgt man eine normale SIM (keine Micro oder Nano-SIM). Daten tauscht das Helix über Bluetooth 4.0 und USB aus. Multimedia-Dateien kann man bei der WiFi-only-Variante zudem über den Mini-HDMI-Ausgang auf den heimischen Fernseher streamen. Beim Betriebssystem setzt der Hersteller auf Android 4.4.2.

Cat Helix 3G
Cat Helix 3G

Der Mediatek MT6582 liefert mit seiner Mali-400 (MP2) GPU im AnTuTu-Benchmark ein Ergebnis von 17.907 Punkten ab. Im Geekbench 3 erzielte er 347 Punkte im Single-Core sowie 1143 Punkte im Multi-Core. Das sind keine High-End-Ergebnisse, aber der Snapdragon 400 im Honor T1 war da auch nicht besser. Aufwändigere Spiele wie Asphalt 8, Modern Combat 5 und Co liefen nach einer Detailreduzierung relativ flüssig. Die schlanke Benutzeroberfläche gab da keinen Anlass zur Klage.

Lieferumfang

Im Karton der Premium-Variante kommt neben dem Tablet auch ein flaches Lade-/Datenkabel, ein Netzgerät, ein USB-OTG-Adapter, ein Kopfhörer sowie ein Putztuch zum Vorschein. Das ist gerade für den Preis recht üppig. Das gute Headset wird übrigens liebevoll in eine Ledertasche eingehüllt, bietet aber kein Mikrofon.

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Mein Testgerät mußte hingegen mit Lade-/Datenkabel und ein paar Anleitungen auskommen. Das Tablet samt Zubehör ist übrigens nicht in Folie, sondern in transparentem Papier und schwarzem Karton eingehüllt. Honor liefert sein T1 grundsätzlöich nur mit Ladegerät und Kabel aus.

Design

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Die Soft-Touch-Oberfläche aus gummiartigem Kunststoff des Cat Helix 3G ist rutschhemmend und kann in unterschiedlichen Farben geordert werden. Leider zieht sie sehr schnell Schmutz an. Mit seinen Abmessungen von 210 x 120 x 8 mm und einem Gewicht von 320 Gramm ist es handlich und relativ leicht ausgefallen. Da braucht es sich nicht hinter dem iPad Mini zu verstecken. Die Oberseite des Tablets ist mit Anschlüssen allerdings schon fast „übersäht“.

Helix_3G_11 Helix_3G_10Neben einer 3,5 mm Kopfhörerbuchse befinden sich hier nämlich auch die Einschübe für MicroSD und SIM. Auch der sehr kleine Lautstärkeregler sowie der winzige Ein-/und Ausschalter haben hier Platz gefunden. Das wirkt leicht überladen. Die Tasten stehen für meinen Geschmack auch zu eng zusammen. Auf der Gehäuseseite wären sie deutlich besser aufgehoben gewesen.

Display

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Das 8 Zoll große IPS-Display des Helix 3G bietet eine Auflösung von 800 x 1.280 Pixel bei 188 ppi. Softwareseitig hat der Hersteller die Auflösung aus Kompatibilitätsgründen auf 160 DPI eingestellt. Zum Einsatz kommt hier das gleiche Display (von Samsung) wie beim Galaxy Tab 4. Die Auflösung reichte im Test aus, um Webseiten und E-Books ohne Probleme lesen zu können. Die verhältnismäßig geringe Auflösung fällt immer dann auf, wenn man mit der Nase näher an das Display geht.  Bei größeren Webseiten muss man dann teilweise auch horizontal scrollen. Die Blickwinkelstabilität ist soweit gut, kann hier aber nicht mit dem deutlich teureren iPad mini mithalten. Die Farbdarstellung ist dabei angenehm dezent. Die maximale Helligkeit reichte im Test – bei direkter Sonneinstrahlung – nicht mehr ganz aus, um den Inhalt noch vernünftig ablesen zu können. Eine kleine, farbige Benachrichtigungs-LED informiert einen über entgangene Anrufe und Co und den Ladezustand.

Kameras & Multimedia

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Die Kamera auf der Rückseite löst mit 5 Megapixeln auf, während die Frontkamera es nur auf mickrige 0,3 Megapixeln bringt. Das reicht nicht einmal für Selfies. Die Qualität der rückseitig verbauten Kamera reicht für Schnappschüsse problemlos aus. Steht eine ausreichend gute Beleuchtung zur Verfügung, dann werden die Aufnahmen ansprechend eingefangen. Der Autofokus ist recht schnell und verrichtet seine Arbeit auch zuverlässig.  Videos nimmt das Cat Helix 3G in Full-HD (in 3GP) auf. Der Musikplayer tönt aus dem 1 Watt starken Lautsprecher auf der Rückseite etwas leise. Das kenne ich vom in etwa gleich starken Lautsprecher des HTC One anders. Einige Equalizer-Presets verfeinern den befriedigenden Klang. Geräte von Samsung, Sony oder Apple klingen allerdings besser. Immerhin gibt es auch ein richtiges FM-Radio.

Apps

Cat Helix 3G
Cat Helix 3G

Zum Einsatz kommt Android 4.4.2 sowie eine nahezu unveränderte Benutzeroberfläche. So stehen die üblichen Google-Apps und der Play Store zur Verfügung. Auf Bloatware hat Cat erfreulicherweise komplett verzichtet.

Konnektivität & Akku

Der USB-Anschluss unterstützt dank des – bei der Premium-Variante – mitgelieferten USB-OTG-Adapters auch USB-Sticks. Über WLAN b/g/n war eine stabile Datenübertragung möglich und unterwegs kann man über HSPA mit zu 21 Mbit/s Surfen. Gespräche sind darüber ebenfalls möglich. Wer sich sein Tablet nicht an den Kopf halten will (sieht ziemlich blöd aus), der sollte zum Telefonieren ein Headset samt Mikrofon nutzen. Das (normalerweise) beigelegte Modell taugt dazu mangels Mikrofon nicht. Die Sende-/Empfangsleistung war auf normalem Niveau. Das Cat Helix WiFI (ohne 3G) bietet übrigens einen Mini-HDMI-Ausgang. Der fest eingebaute Akku leistet 5.500 mAh und hielt unter Dauerbelastung bei 50%-Helligkeit knapp 8 Stunden durch. Wer das Gerät bei voller Helligkeit zum Gamen nutzt, der wird nach etwa 4 Stunden zurück an die Steckdose müssen.

Fazit

8Für 149 Euro erhält man ein ausgereiftes und dank der vielen Farben auch ein modern wirkendes Android-Tablet mit einem guten, 8-Zoll großen Display. Für aktuelle High-End-Spiele ist das Helix aufgrund der CPU aber nicht die erste Wahl. Unterwegs ist man neben WLAN b/g/n auch über HSPA online. Das ist in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich. Die 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite macht Bilder in akzeptabler Qualität. Nicht zuletzt dank des vorbildlichen Supports, regelmäßigen Softwareupdates und einer (erweiterbaren) Garantie von bis zu 3 Jahren (gegen Aufpreis) setzt sich das Cat® Helix 3G knapp vor dem Honor T1 an die Spitze der Tablets bis 150 Euro.

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Tags : AndroidChinaReview
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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