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Cubot Cheetah 2 im Test: Gute Hausmannskost für 140 Euro

Testergebnis

Verarbeitung 8.9
Display 9
Performance & Akku 7.6
Kamera 8
Konnektivität 8.3

Fazit

8.4 Das Cubot Cheetah 2 zeigt eigentlich keine echten Schwächen. Der abnehmbare Akkudeckel hätte nicht sein müssen. Das Kunststoff ist sehr dünn und der Akku selber ist trotzdem nicht selbst wechselbar. Dafür kann ich aber zwei SIM-Karten UND eine microSD gleichzeitig nutzen. Sende-/und Empfangsleistung sowie Gesprächsqualität sind befriedigend. Das gilt auch für die 13-Megapixel-Kamera. Der Akku hält knapp einen Tag. Einzig die Performance könnte besser sein, aber für rund 140 Euro will ich nicht zuviel meckern.

Das knapp 140 Euro günstige Cubot Cheetah 2 mit Android 6 bietet einen MediaTek MT6753 mit acht Kernen, 3 GByte RAM und 32 GByte Speicher. Das sehr helle 5,5-Zoll-Display löst in Full-HD auf und Bilder knipst man mit den heutzutage üblichen 13 Megapixeln. Daneben finden wir noch LTE, Fingerabdrucksensor, GPS und Bluetooth auf der Ausstattungsliste. Lohnt sich der Kauf (Import)?

Verarbeitung und Design: Unaufgeregt aber goldig

Das Cubot Cheetah 2 (mein Gott, was für ein seltsamer Name) kommt mit einem Metallrahmen daher. Der Rest besteht überwiegend aus Kunststoff, trotzdem bringt das Cubot Cheetah 2knapp 154 x 75 x 10 mm große Smartphone stattliche 189 Gramm auf die Waage. Da scheint im Inneren wohl doch noch einiges an „Heavy Metal“ zum Einsatz zu kommen. Bei der Farbwahl zeigt der Hersteller allerdings auch Mut. Neben dem üblichen Grau (Schwarz) kommt nämlich auch Champagner (Gold) in die Läden. Mein Testsample von Cubot kam in dem „aufregenderen“ Farbton. Champagner würde ich dabei als eine Mischung aus Gold und Silber bezeichnen. Der Farbton ist zwar nicht aufdringlich, aber doch ziemlich „weiblich“.

Über dem 5,5-Zoll großen Display findet man eine Benachrichtigungs-LED, den Näherungssensor sowie die 8-Megapixel-Frontkamera. Bedient wird das Cheetah 2 dabei über die drei – für Android – typischen kapazitiven Tasten unter dem Display. Diese sind zwar durch silberne Symbole gekennzeichnet, aber leider nicht beleuchtet. Na ja, die Tasten des UMi Plus waren weder beschriftet, noch beleuchtet 😀

Der Fingerabdrucksensor im mittleren Home-Button selber funktioniert zwar ohne Druck, die eigentliche Funktion als (Home) Taste erfordert aber Druck. Das Metall des Rahmens ist in der Mitte gebürstet und zu den Rändern hin hochglänzend gestaltet. Das sieht recht wertig aus.

Auf der rechten Seite findet man den Ein-/Ausschalter sowie die Lautstärkewippe. Die Unterseite zieren Bohrungen für den Lautsprecher sowie das Mikrofon. Hier liegt auch der USB-Typ-C Anschluss. Auf der Oberseite sieht man den Einschub für Kopfhörer. Wer jetzt Einschübe für die SIM-Karten bzw. MicroSD vermisst: die Rückseite ist abnehmbar!

Hat man den dünnen Deckel aus Kunststoff in Metall-Optik erst einmal entfernt, dann bekommt man auch die Einschübe für eine Nano-SIM, eine Micro-SIM sowie eine MicroSD zu Gesicht. Die Rückseite selbst beherbergt auch die 13-Megapixel-Kamera sowie eine Doppel-LED. Mein Eindruck von der Verarbeitung ist überwiegend gut, der Akkudeckel hätte nichts ein müssen, da man den Akku selbst (ohne Werkzeug) eh nicht wechseln kann.

Lieferumfang: Langweilige Verpackung

Das Cubot Cheetah 2 selber wird in einer goldbraunen Pappbox geliefert. Die ist schon fast typisch für Cubot, sieht aber wenig einladend aus. Im Inneren findet man neben dem Smartphone samt vorinstallierter Displayschutzfolie ein  Ladegerät, ein USB-Typ-C-Kabel und zwei gedruckte Anleitungen. Cubot liefert zudem eine Art TPU-Schutzhülle (transparent) mit.

5,5-Zoll-Display in FullHD: Heller Schein

Das Display des Cubout Cheetah 2 bietet neben einer Diagonalen von 5,5 Zoll auch eine Auflösung von 1.080 x 1.920 Pixel und kommt damit auf eine Pixeldichte von 401 ppi. Das Display ist an den Kanten leicht abgerundet (2.5D Glas) und fühlt sich angenehm samtig an. Die maximale Helligkeit ist sehr hoch und die Farben wirken recht lebendig. Leider wirken dunklere Töne damit auch etwas zu hell. Das Glas ist zwar gegen Kratzer geschützt, aber nicht durch Corning Gorilla Glas. Clouding – wie beim UMi Plus – konnte ich keines ausmachen

Performance: Ältliche CPU trifft auf Grenzen

Bei der CPU setzt Cubot leider noch auf den etwas betagteren Mediatek MT6753 mit 8 Kernen. Die GPU vom Typ Mali-T720 in Verbindung mit den 3 GByte Arbeitsspeicher sorgen im aktuellen AnTuTu-Benchmark für 37.496 Punkte. Im Geekbench 4 reicht es für 586 Zähler im Single-Core und 2.395 im Multi-Core.  Damit kann man heutzutage nicht mehr glänzen. ür die verfügbaren Spiele reicht die Performance noch gerade so aus. Der Launcher sowie das vorinstallierte Android 6 laufen – mit minimalsten Verzögerungen – flüssig.

Android 6 ohne Schmuck

Im Cubot Cheetah 2 werkelt Android 6 ohne jegliche grafische Spielerei. Zudem kommt es komplett ohne Bloatware aus. Die Systemsprache „Deutsch“ ist an einigen Stellen allerdings  ziemlich „holprig“, dafür aber auch vollständig übersetzt. So findet man in den Einstellungen immer noch (schon seit Jahren) den nutzlosen Punkt „Klangverstörung“. Verstörenden Auswirkungen auf den Sound des Google-Players hat der nämlich nicht. 😀 Über den Google Playstore kann ich mir nahezu jede App installieren.

Kamera und Multimedia

Das Cubot Cheetah 2 nutzt eine 13-Megapixel-Kamera mit einer Blende f/2.0 sowie Dual-LED Blitz. Die Kamre selbe spricht übrigens von 16 Megapixel, das ist aber ein interpolierter Wert! 13 Megapixel stehe auch nur im 4:3-Format zur Verfügung. Wer 16:9 nutzt, wird klammheimlich mit knapp 10 Megapixel  „bestraft“. Schlussendlich gelingen bei guten Lichtbedingungen gute Aufnahmen deren Detailgrad noch immer ansprechend ist. Leider wirken die Aufnahmen stellenweise zu hell, so saufen hellere Bereiche in der Überbelichtung ab.

Cubot Cheetah 2

Bei weniger Licht erscheinen schnell unschöne Artefakte. Die Frontkamera löst mit 8 Megapixel auf und nutzt einen macht Sony IMX219 Sensor. Videos werden in annehmbarer Qualität in FullHD aufgezeichnet.

Konnektivität/Akku: Dual-SIM & GPS funktionieren

Der Netzempfang des Dual-SIM Smartphones war in den Netzen der Telekom sowie Vodafone gut. Fans von O2 und Co werden sich über die Unterstützung von LTE im Band 20 freuen. Der WLAN-Empfang (b,g,n) in den beiden Bändern (2,4GHz/5GHz) war ebenfalls ausreichend, allerdings nicht überragend. Das eingebaute GPS-Modul arbeitete zuverlässig und mit den üblichen Abweichungen von knapp 10 Metern.  Die Gesprächsqualität würde ich als „befriedigend“ bezeichnen, leichtes Grundrauschen war vernehmbar. Erfreulicherweise kann ich beim Cheetah 2 zwei SIM-Karten (nanoµ) UND eine Speichererweiterung per microSD nutzen. Gut so, denn von den 32 GByte Speicher stehen „nur“ 25 GByte zur freien Verfügung.

Der Akku des Cubot Cheetah 2 bietet eine Kapazität von 3.000 mAh. Damit kam ich im Test in etwa einen Tag ohne Steckdose aus. Die Laufzeit richtet sich aber stark nach der persönlichen Nutzung. Aufgeladen wird es über das mitgelieferte USB-Typ-C-Kabel. Mit einem gescheiten Ladegerät geht das in knapp 2 Stunden, der mitgelieferte Stromadapter braucht dafür locker 2 1/2 Stunden.

Fazit: Gutes Preis-/ Leistungsverhältnis

Das Cubot Cheetah 2 zeigt eigentlich keine echten Schwächen. Der abnehmbare Akkudeckel hätte nicht sein müssen. Das Kunststoff ist sehr dünn und der Akku selber ist trotzdem nicht selbst wechselbar. Dafür kann ich aber zwei SIM-Karten UND eine microSD gleichzeitig nutzen. Sende-/und Empfangsleistung sowie Gesprächsqualität sind befriedigend. Das gilt auch für die 13-Megapixel-Kamera. Der Akku hält knapp einen Tag. Einzig die Performance könnte besser sein, aber für rund 140 Euro (z.B. Gearbest.com) will ich nicht zuviel meckern.

Tags : AndroidChinaCubotReviewSmartphoneTests
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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