Beenden

Cubot Note S im Test: Smartphone mit 5,5-Zoll für 90 Euro!

Die Firma Cubot mag hierzulande noch nicht so bekannt sein, für knapp 90 Euro bekommt man aber ein gut ausgestattetes Android-Smartphone mit 5,5-Zoll-Display (HD-Auflösung), einem MediaTek-Prozessor mit vier Kernen, einer 8-Megapixel-Kamera und das ganze in einem ordentlich verarbeiteten Gehäuse aus Metall und Kunststoff. Der Akku mit seinen 4.150 mAh ist dabei sogar wechselbar. Dual-SIM und Speichererweiterung per microSD sind auch in dieser Preisklasse Ehrensache. Neugierig geworden? Test lesen!

Design und Verarbeitung: Metallrahmen und 160 Gramm

Das Cubot Note S ist mit seinen knapp 90 Euro einfach unschlagbar günstig. Da wird man Abstriche beim Design in Kauf nehmen müssen, oder? Teils teils. Optisch ist es jetzt keine Offenbarung, die Verarbeitung war aber tadellos. Gestört hat mich am 153 x 77,2 x 8,8 mm großen Smartphone nur das hohe vergleichsweise Gewicht von 187 Gramm.

Der Metallrahmen ist ebenso solide verarbeitet, wie der abnehmbare Akkudeckel in den Farben Schwarz, Weiß, Gold. Unter dem gummierten Deckel findet man den wechselbaren Akku mit seinen 4.150 mAh, zwei micro-SIM-Karten und den Einschub für eine microSD-Speicherkarte bis 64 GByte. Der Ein-/ und Ausschalter sowie der Lautstärkeregler befinden sich auf der rechten Seite im Rahmen. Kopfhörer UND Ladekabel finden auf der Oberseite des Cubot Note S Zugang, ungewöhnlich!

Zum Lieferumfang gehört neben dem Smartphone auch noch ein Lade-/Datenkabel, ein Ladegerät, eine kleine Anleitung sowie ein Clearcase aus TPU. Ein Headset findet man hingegen nicht.

Unterhalb des Displays befinden sich drei Sensortasten zur Bedienung von Android 5.1 Neben dem Taskmanager findet man hier auch den Home-Button sowie eine Rückschritt-Taste. Die drei Drücker sind leider nicht beleuchtet und auch eine Benachrichtigungs-LED bietet das Smartphone nicht.

Display: Cubot Note S mit 5,5-Zoll in HD

Bei knapp 90 Euro ist eine Auflösung in Full-HD vermutlich etwas viel verlangt. So löst das 5,5-Zoll große Display “nur” in HD (720 x 1.280 Pixel) auf. Mit seinen 267 ppi kann man gut ablesen, die Farbdarstellung ist befriedigend und die maximale Helligkeit recht hoch. Leider ist der Ablesewinkel aber nicht immer optimal. Je mehr man das Display neigt, desto “grauer” wirken die Farben.

Der IPS-Touchscreen kann dabei bis zu fünf Berührungen gleichzeitig voneinander unterscheiden. Die für Smartphones auch China üblichen Gesten “Doppeltap zum Aufwecken” oder das Starten von Apps (Kamera und Co) per auf dem Display gezeichneten Buchstaben bietet auch das Cubot Note S. In den Displayeinstellungen des Note S findet man unter dem Punkt “MiraVision” die Möglichkeit, Kontrast, Sättigung, Bildhelligkeit, Schärfe und auch die Farbtemperatur individuell anzupassen. Einen guten Eindruck vom Smartphone bekommt man auch in meinem kleinen Videoreview auf YouTube:

Performance & Akku: Hält lange durch

Das Cubot Note S wird von einem MediaTek MT6580 mit vier Kernen a 1,3 GHz angetrieben. Leider basiert der Prozessor noch auf der 32-Bit-Architektur, im Gegensatz zum Cubot P12 kommt er aber mit 2 GByte Arbeitsspeicher daher. Eine spürbare Verbesserung in der Performance ist das Ergebnis. Im Geekbench 3 reicht es für 358 Punkte im Single-Core und im 1.171 Multi-Core. Im AnTuTu-Benchmarkt kommt die CPU auf 24.157  Zähler. Für anspruchslosere Spiele vom Typ Angry Birds oder Temple Run reicht die Performance locker aus.

Der 4.150 mA starke Akku ist wechselbar und erlaubte im Testzeitraum einen steckdosenfrein Betrieb von bis zu 3 Tagen! Normalnutzer kommen locker 2-3 Tage aus, im Dauerbetrieb ist nach etwa 20 Stunden der Weg zum Ladegerät angezeigt. Der Ladevorgang dauert je nach Ladegerät zwischen 4 und 6 Stunden. Fastcharge wird nicht unterstützt.

Android 5.1: Mit wenig Bloatware

Der Hersteller Cubot nutzt das recht aktuelle Android 5.1 und einen einfachen, schnörkellosen Launcher ohne grafische Spielereien. Ab Werk gibt es die üblichen Google-Apps samt Play Store und auch die deutsche Sprache ist wählbar. Unterpunkte wie “Smart Wake” sind noch nicht übersetzt. Updates liefert der Hersteller OTA (over the air) aus. Löblich: im Testzeitraum gab es bereits ein Update. An “Bloatware” findet man nur die “Cheetah Clean Master App”.

Kamera: Kleiner Hochstapler

Bei der Auflösung der beiden Kameras übertreibt der Hersteller leicht. Auf dem Papier löst die Kamera auf der Vorderseite beispielsweise mit 5 Megapixel auf. In der Realität sind das aber nur 2 Megapixel. Die Variante auf der Rückseite mit der kleinen LED soll angeblich 8 Megapixel auf den Chip brennen. Auch hier sind es mit echten 5 Megapixel deutlich weniger Pixel.

Cubot Note S

Die “fehlenden” Pixel werden durch die Kamera-App softwarteseitig interpoliert. Die Qualität der Bilder befindet sich daher eher auf “Schnappschuss-Niveau”. Steht dem Sensor (aus dem Hause Samsung?!) viel Sonnenlicht zur Verfügung, dann gelingen auch annehmbare Aufnahmen. Videos werden (mit mäßigem Ton) nur in HD aufgezeichnet.

Konnektivität und Sound: Fast alles gut

Das sehr günstige Smartphone funkt sowohl im GSM als auch im UMTS-Netz. Mit dem schnellen Datenturbo LTE kann es allerdings nicht dienen. Dafür kann ich aber mit zwei SIM-Karten gleichzeitig telefonieren (Dual-SIM-Standby). Die Sende-/ und Empfangsleistung war im Test (WLAN sowie Telekom bzw O2) auf einem normalen Niveau. Der Lautsprecher tönt laut, aber etwas blechern. WLAN wird im b/g/n-Standard angeboten, allerdings nur im 2.4 GHz-Band.

Das eingebaute GPS-Modul ist etwas ungenau. Der erste Fix zur Bestimmung des Standortes dauert zwar nur knapp 30 Sekunden, die eigene Position wird aber mit einer Abweichung von knapp 10 Metern berechnet. Von 16 GByte großen Speicher stehen knapp 12 GByte zur freien Verfügung.  Erweitern kann man ihn entweder über microSD-Karten (maximal 64 GBybte) oder per USB-OTG.

Fazit: Sehr günstiges Smartphone

Für knapp 90 Euro über Amazon.de bekomme ich ein super verarbeitetes Smartphone mit einem etwas hohen Gewicht. Das 5,5-Zoll-Display sieht gut und macht in dieser Preisklasse einen wirklich guten Eindruck. Die beiden Kameras lösen zwar nur mit 2 bzw. 5 Megapixel auf und die CPU reicht nur für einfachere Spiele, aber in dieser Preisklasse geht das voll in Ordnung. Für das Geld bekomme ich ein solide verarbeitetes Smartphone mit Android 5.1. Ich nutze das Cubot Note S unterwegs für meine Kinofilme in HD, dank der guten Akkulaufzeit macht das richtig Spaß. Wer beim Kauf der Cubot-Smartphones über Amazon.de noch sparen will, für den hat der Hersteller hier ein paar Rabattcodes springen lassen:

Cubot Note S Schwarz, Weiß und Gold: 79,99 statt 89,99, Code : M5R4X254 (3 Tage gültig)
Cubot X9 Schwarz und Gold:                  83.99  Statt 104.99, Code : 43CZBK7G
Cubot X12 Schwarz, Weiß, Gold:            67.99  statt  84.99, Code :  UOTQSXCN
Cubot X15 Weiß und Gold:                      112.99  statt 154.99, Code :  J778QRI2
Cubot H1 Weiß:                                        110.99 statt 132.99, Code : YA6S7SVA
Cubot S500 Weiß und Schwarz:              117.99 statt  139.99, Code : VQ33ZQRR
Cubot S550 Weiß und Schwarz:              113.99 statt  145.99, Code :  ZHW4QUU4

Tags : AndroidChinaCubotReviewSmartphone
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

Diese Website verwendet Cookies, um Ihre Erfahrungen zu verbessern. Durch die Nutzung dieser Seite stimmen Sie dem zu. Mehr Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen