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Cubot P12 Test: Tolles Smartphone für 100 Euro

Das hierzulande eher unbekannte Cubot P12 bietet für knapp 100 Euro eine ordentliche Ausstattung, eine tolle Verarbeitung und ein Smartphone mit Android 5.1. Wo viel Licht ist, gibt es aber auch viel Schatten? Oder diesmal vielleicht nicht? Der Test des Smartphones wird es zeigen.

Design und Verarbeitung: Metallrahmen und 160 Gramm

Das günstige Smartphone ist optisch nicht sonderlich auffällig gestaltet. Es bietet aber einen hochwertig anmutenden Metallrahmen und einen abnehmbaren Akkudeckel in den beiden Farben Schwarz bzw. Weiß. Unter dem Deckel findet man den wechselbaren Akku mit seinen 2.200 mAh, zwei micro-SIM-Karten und den Einschub für eine microSD-Speicherkarte bis 64 GByte. Der Ein-/ und Ausschalter sowie der Lautstärkeregler befinden sich auf der linken Seite im Rahmen. Durch den Rahmen aus Zink-Titan wiegt das Cubot P12 immerhin 160 Gramm. Die Abmessungen von 141 x 71 x 8,5 mm sind für ein Smartphone mit 5-Zoll-Display völlig normal.

Unterhalb des Displays befinden sich drei Sensortasten zur Bedienung von Android 5.1 Neben dem Taskmanager findet man hier auch den Home-Button sowie eine Rückschritt-Taste. Die drei Drücker sind leider nicht beleuchtet und auch eine Benachrichtigungs-LED bietet das Smartphone nicht.

Display: Cubot P12 mit 5-Zoll in HD

Bei knapp 100 Euro wäre eine Auflösung in Full-HD vermutlich etwas viel verlangt. So löst das 5-Zoll große Display auch „nur“ in HD (720 x 1.280 pixel) auf. Bei knapp 300 ppi hat mich das aber nicht gestört.  Die Farbwiedergabe ist befriedigend und die maximale Helligkeit erstaunlich hoch. Leider ist der Ablesewinkel aber nicht immer optimal. Je mehr man das Display dreht, desto „grauer“ wirken die Farben. Der IPS-Touchscreen kann dabei bis zu fünf Punkte voneinander unterscheiden. Die für Smartphones auch China üblichen Gesten „Doppeltap zum Aufwecken“ oder das Starten von Apps (Kamera und Co) per auf dem Display gezeichneten Buchstaben bietet auch das Cubot P12.

Performance & Akku: Weder Sprint noch Marathon

Das Smartphone wird von einem MediaTek MT6580 mit vier Kernen a 1,3 GHz angetrieben. Leider basiert der Prozessor noch auf der 32-Bit-Architektur und kämpft mit knapp 1 GByte Arbeitsspeicher etwas mit dem Betriebssystem bzw. anspruchsvollen Spielen. Für ein paar einfache Spiele ala Angry Birds oder Temple Run reicht die Performance aber aus. Im Geekbench 3 erzielte die CPU immerhin 358 Punkte im Single Core und im 1.171 Multi Core. Im AnTuTu reichte es für knapp 25.057 Zähler.

Der 2.200 mA starke Akku ist wechselbar und erlaubte im Testzeitraum dem Smartphone einen Betrieb von knapp 16 Stunden ohne Steckdose. Normalnutzer werden damit vermutlich sogar zwei Tage ohne Nachladung auskommen. Der Akku selbst war nach etwa 2 Stunden wieder voll aufgeladen. Das klappte im Test natürlich nur per Kabel. Fastcharge wird ebenfalls nicht unterstützt.

Android 5.1: Mit leichten Übersetzungsproblemen

Der Hersteller Cubot hat das recht aktuelle Android 5.1 installiert und auch einen einfachen, schnörkellosen Launcher ohne grafische Spielereien. Ab Werk gibt es bereits die üblichen Google-Apps samt Play Store und auch die deutsche Sprache ist wählbar. Leichte Übersetzungsfehler bzw. eigentlich einen fehlende deutsche Übersetzung muss man aber hinnehmen. Updates will der Hersteller zukünftig OTA (over tha air) ausliefern. Ich würde da persönlich aber keine allzu großen Hoffnungen drauf setzen. Einen guten Überblick über die Features des Cubot P12 bekommt ihr auch in meinem Videoreview auf YouTube:

Kamera: Hochstapler

Bei der Auflösung der beiden Kameras hat der Hersteller Cubot übertrieben. So soll die Kamera auf der Vorderseite mit 8 Megapixel auflösen. IN der Realität sind das aber nur 2 Megapixel. Die Variante auf der Rückseite mit kleiner LED soll angeblich 13 Megapixel auf den Chip bannen. Schaffte im Test aber maximal 8 Megapixel (4.3) bzw. 6 Megapixel bei 16:9.

Cubot P12 Kamerabild
Kamerabild
Cubot P12 Kamerabild
Cubot P12 Kamerabild
Kamerabild

Die restlichen Pixel werden softwarteseitig interpoliert. Die Kameraqualität befindet sich daher eher auf „Schnappschuss-Niveau“. Stehrt viel Sonnenlicht zur Verfügung, dann gelingen auch annehmbare Aufnahmen. Videos werden (mit mäßigem Ton) in HD aufgezeichnet.

Konnektivität und Sound: Fast alles gut

Das günstige Modell funkt sowohl im GSM als auch im UMTS-Netz. LTE unterstützt es nicht, dafür kann man aber mit zwei SIM-Karten gleichzeitig telefonieren. Die Sende- und Empfangsleistung war im Test (WLAN sowie Telekom bzw O2) auf einem normalen Niveau. Der Lautsprecher tönt laut, aber ziemlich blechern.  WLAN gibt es zwar im b/g/n-Standard, allerdings nur im 2.4 GHZ-Band.

Das eingebaute  GPS-Modul ist weder das schnellste, noch das genaueste seiner Art. Der erste Fix dauert knapp 30 Sekunden und die eigene Position wird mit einer Abweichung von knapp 5 Metern berechnet.  Von den 16 GByte Speicher stehen knapp 12 GByte zur freien Verfügung.  Den Speicher kann man dafür auch über USB-OTG erweitern. Sofern man die microSD vorher im Smartphone formatiert. Mit meiner FAT32-Formatierung kam das Cubot P12 leider nicht klar.

Fazit: Ordentliches Smartphone

Für knapp 100 Euro über Amazon.de bekomme ich ein hochwertig verarbeitetes Smartphone ohne echte Mängel. Die Kameras lösen zwar nur mit 2 bzw. 8 Megapixel auf und die CPU taugt nicht für High-End-Spiele aber das kann man in dieser Preisklasse auch nicht erwarten. Für sein Geld bekommt man ein solides Smartphone mit Android 5.1.

Tags : AndroidCubotReviewSmartphone
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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