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Fitbit Charge 2 im Test: Charge me up before you go go

Testergebnis

Verarbeitung 10
Display 8.4
Performance & Akku 9
Sport 8.5

Fazit

9 Der Fitbit Charge 2 ist für aktive Leute, die einen schicken Fitness-Tracker suchen, mit dem man nicht nur die Schritte, sondern eben auch den Puls messen und aufzeichnen kann. Das klappte beides im Test sehr gut. Detailierte Informationen über zurückgelegte Strecken werden allerdings nur über ein gekoppeltes Smartphone aufgezeichnet. Einen eigenen GPS-Empfänger bietet die Charge 2 leider nicht. Geräte wie die Fitbit Surge oder Fitbit Blaze sind gute Alternative. Wer ein eigenes GPS benötigt, der sollte einen Blick auf den Garmin Vivoactive HR oder die Polar M600 werfen.

Bei Charge denke ich immer an den Dodge Charger. Von dem gab es leider keine gescheite Neuauflage. Fitbit will das mit dem Charge 2 nun anders machen. Der wasserdichte Fitness-Tracker bietet im Vergleich zum Vorgänger Charge HR eine vierfache Bildschirmgröße und kommt mit einem monochromen OLED auf den Markt. Bei der Farbwahl setzt Fitbit auf Black, Plum, Blue, Teal. Zudem wird es zwei Sondereditionen in den Farben Black/Gunmetal und Lavender/Rosègold geben. Was der Fitness-Tracker mit Pulssensor für rund 160 Euro so drauf hat, zeigt euch mein Test.

Lieferumfang: Hochwertig verpackt

Die Verpackung der Fitness-Tracker aus dem Hause Fitbit ist schon sehr nett. Im Inneren des Kartons findet man neben dem Fitbit Charge 2 noch ein USB-Ladekabel mit Klammer und eine Kurzanleitung. Ein Ladegerät wird – aus Umweltschutzgründen? – nicht mitgeliefert.

Fitbit Charge 2: Schlichtes Design

Fitbit Alta
Fitbit Alta

Fitbit bietet zahlreiche Modelle für jeden Aktivitätslevel an,. Teils kommen die Modelle aber in kurzer Folge auf den Markt. Vor ein paar Monaten habe ich beispielsweise den Fitbit Blaze getestet. Der Fitness-Tracker mit seinem Farbdisplay ist für „Aktive Leute“ gedacht und verrichtet bei mir immer am Arm immer noch gute Dienste. Der Charge 2 ist als Nachfolger des Charge HR etwas anders konzipiert und orientiert sich mehr am Fitbit Alta.  Der wiederum ist mit seiner länglichen Form und der schmale Silhouette eher ein Schrittzähler, bzw. ein

Fitbit-Charge-2_Black_Heart-Rate
Fitbit Charge 2Mode-Accessoire im Stil des  Xiaomi Mi Band 2.

Der Fitbit Charge 2 kann aber deutlich mehr als der schlanke Alta, wenngleich er eine ähnliche Formensprache nutzt. Bei den Armbändern hat man die Wahl zwischen S (Handgelenke mit einem Umfang von 14 cm bis 17 cm), L (17 cm bis 20,6 cm) und XL (20,6 cm bis 23,6 cm). Standardmäßig kommt der Fitness-Tracker mit Armbänder aus Silikon. Ersatzarmbänder gibt es für Preise zwischen 29,95 Euro und 69,96 Euro.

Wer es etwas eleganter oder hochwertiger mag, für den bietet Fitbit die beiden Sondereditionen in den Farben Black/Gunmetal und Lavender/Rosègold an.

Das Fitbit Charge 2 ist nicht nach IPX5 zertifiziert aber gegen Regen und Spritzwasser geschützt. Beim Schwimmen sollte man ihn allerdings nicht nutzen.

Fitbit Charge 2 und der Screen

Fitbit Charge 2Fitbit preist den Charge 2 mit einem monochromen OLED mit Touch-Funktion an und sorgt damit vielleicht für etwas Verwirrung. Auf eine Berührung reagiert nämlich nicht der Screen, sondern der ganze Fitness-Tracker. Sanfte Wischgesten wie bei einem Smartphone funktionieren nicht. Da muss man schon fester drücken. Es handelt sich hier also eher um eine sensorische Steuerung. Dabei ist es schon ausreichend, wenn man den Charge 2 unterhalb seines Displays antippt. Die Bedienung unterscheidet sich also nicht vom Fitbit Alta.

Fitbit Charge 2 DisplayDer OLED-Screen aktiviert sich dabei über die übliche – Hand dreht sich zum Gesicht – Geste. Ein Tipp auf den Tracker selbst schaltet durch die einzelnen Menüpunkte. Alternativ klappt das auch über den Drücker auf der linken Seite des Gehäuses aus Metall.

Das Display löst zwar nicht sonderlich hoch auf, die Inhalte werden aber immer sauber dargestellt. Die sind – im Gegensatz zum Mi Band 2 – auch noch bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesbar.

Atem, Schritte und Puls

Der Fitness-Tracker misst in erster Linie die zurückgelegten Schritte sowie den Plus. Daraus errechnete er die zurückgelegte Strecke, die aktiven Minuten und verbrannten Kalorien. Auch die erklommene Etagen werden angezeigt. GPS-Informationen bekommt der Charge 2 aber nur über das gekoppelte Smartphone. Bei Disziplinen wie Laufen und Radfahren klappt das dann automatisch. Startet man den Workout, dann aktiviert sich automatisch auch die GPS-Aufzeichnugn auf dem Smartphone. Über eine „SmartTrack“ genannte Funktion erkennt das Fitness-Armband bestimmte Aktivitäten (Fahrradfahren, Joggen oder allgemeine Bewegungen, die dann als „Sportaktivität“ gekennzeichnet werden)  sogar ohne Zutun des Nutzers.

  • Fitbit Charge 2
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So kann man beispielsweise auch seinen Schlaf überwachen und sich einen Wecker mit Vibrationsalarm stellen. Das Armband vibriert dann zum gewünschten Zeitpunkt. Die Daten der Schlafanalyse sind soweit korrekt, zumindest wurden meine Wachphasen erkannt. (* dank immer noch aktiver Mücken *) Die Qualität des Schlafes hat damit freilich nichts zu tun. Wer auf seinem Stuhl „eingeschlafen“ ist, den „erinnert“ der Fitbit Alta über ein kleines Signal an seinen Bewegungsmangel.

Das OLED-Display zeigt dabei alle wichtigen Informationen, aber auch eingehenden Anrufe, SMS und Kalendereinträge an. E-Mails oder Nachrichten aus den sozialen Netzwerken werden allerdings nicht angezeigt. Dabei ist die Fitbit Charge 2 sowohl mit Android-Smartphones als auch mit dem iPhone und sogar den Windows-Smartphones kompatibel.

Der eingebaute Schrittzähler ist im Vergleich zu einer GPS-Uhr etwas ungenauer. So etwa 10% rechnet die Fitbit Alta dabei drauf. Kein Wunder bei einer geschätzten Schrittlänge, natürlich kann ich die in der Fitbit-App auf meine Schrittlänge korrigieren. Der eingebaute Pulsmesser ist 24 Stunden, 7 Tage die Woche aktiv. Misst den Puls also ununterbrochen und mit einer hohen Genauigkeit. Er nutzt dazu zwei grüne LED. Schön finde ich auch das Atemtraining. So kann ich in angeleiteten Übungen von 2 bzw. 5 Minuten mal eine „Verschnaufpause“ einlegen. Sehr angenehm um den Körper mal zur Ruhe kommen zu lassen.

Auch die Cardio Fitness Level Funktion der App hat mir gut gefallen. Diese berechnet aus dem geschätzten VO2 Max (Nutzerprofils, Herzfrequenz, Übungsergebnisse) den eigenen Fitness-Level. So bekommt man Hinweise zur Verbesserung seiner Leistungsfähigkeit. Der Workout-Intervall-Modus macht dann Vorschläge für die optimale Abfolge von Übungen und Entspannungsphasen. Während des Trainings wird der aktuelle Pulswert durch das Herzchensymbol angezeigt. Die Pulszonen werden durch Striche ober (Höchstleistung ) und unterhalb dargestellt.

Der eingebaute Akku hielt im Test etwa 4 Tage durch. Aufgeladen wird er entweder am PC bzw. Mac oder aber eben mit einem (optionalen) Ladegerät. Das dauert dann – je nach Ladestrom – zwischen 1 und 2 Stunden.

Fitbit-App

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Die FitBit-App ist wirklich gut durchdacht und liefert mir immer alle wichtigen Informationen. So bekomme ich über das „Dashboard“ schnell einen Überblick über die wichtigsten Fitness-Daten. Von hier aus sehe ich auch die kleinsten Details meiner sportlichen Betätigungen. Beispielsweise die Schlafphasen, zurückgelegte Strecke oder die Schrittzahl samt Kalorienverbrauch.

Die App dient dabei als Kommandozentrale der Fitbit-Tracker. Hier stelle ich den Wecker ein, den Alarm und lege meine Fitness-Ziele oder Prioritäten (Schritte, Gewicht) est. Wer mal keinen Zugang zur App hat, der kann auch das Webinterface von Fitbit nutzen. Die Fülle der Informationen ist hier ebenso hoch.

Fazit: Ein Fitness-Tracker für ambitionierte

Der Fitbit Charge 2 ist für aktive Leute, die einen schicken Fitness-Tracker suchen, mit dem man nicht nur die Schritte, sondern eben auch den Puls messen und aufzeichnen kann. Das klappte beides im Test sehr gut. Detailierte Informationen über zurückgelegte Strecken werden allerdings nur über ein gekoppeltes Smartphone aufgezeichnet. Einen eigenen GPS-Empfänger bietet die Charge 2 leider nicht. Geräte wie die Fitbit Surge oder Fitbit Blaze sind gute Alternative. Wer ein eigenes GPS benötigt, der sollte einen Blick auf den Garmin Vivoactive HR oder die Polar M600 werfen.

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Tags : FitbitFitness-TrackerReviewsSmartwatchTests
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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