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Fossil Q Explorist (3. Gen) im Test: In der 3. Generation

Die Fossil Q Explorist wurde gerade in der 3. Generation vorgestellt. Der renommierte Uhrenhersteller hat aus seinen “Fehlern” gelernt und bringt nun endlich ein kreisrundes Display. Und das sogar in höherer Auflösung als beim Vorgänger. Viel mehr hat sich leider nicht geändert. Wie sich die knapp 280 teure Smartwatch mit Android 2.0 im Test geschlagen hat, lest ihr am besten selbst.

Fossil Q Explorist (3. Gen): Tolles Design

Alle-ExploristIm Gegensatz zum Vorgänger ist das Display der 279 Euro teuren Smartwatch nun wirklich kreisrund. Der “flat tire” ist Vergangenheit. Die Q Explorist (3. Gen) ist seit dem 24.09.17 offiziell verfügbar und wird in verschiedenen Versionen (mit Lederarmband bzw. Metallarmband) und Farben (Grau, Silber, Gold) ausgeliefert. Fossil_ArmbandDie Variante mit Metallarmband kostet 299 Euro und erhöht das Gewicht der Uhr beträchtlich.

Das Armband selber (22 mm)  ist aber wechselbar. Der Mechanismus dazu ist bereits im Armband eingearbeitet. Aber auch jedes andere Band in 22 mm kann genutzt werden. Ich selber nutze dazu immer ein Armband aus Segeltuch (von einer anderen, DEUTLICH teureren Uhr). Das ist absolut unverwüstlich und auch wasserbeständig. Wasser ist auch das Stichwort 😀

Das 46 mm große und 12,5 mm dicke Gehäuse aus Edelstahl ist nach IP67 zertifiziert. Damit ist die Smartwatch vor zeitweiligem Untertauchen bis maximal 1 Meter Wassertiefe (kein Salzwasser) für maximal 30 Minuten und gegen Staub geschützt. Die Lünette rund um das Display hat keine weitere Funktion, sieht also nur nett aus. Auch das hat Samung bei der Gear S3 Frontier besser gelöst. Die beiden Drücker ober- und unterhalb des Power-Buttons kann man mit eigenen Funktionen (apps) belegen. Nettes Gimmick am Rande: der Power-Button in der Mitte kann als eine Art “Drehrad” benutzt werden. Ählich wie bei der Apple Watch kann ich so durch das Menü scrollen oder Eingaben machen.

Die Optik der Fossil Q Explorist (3. Gen) gefällt mir!

Fossil_Explorist_3Gen_5Zum Lieferumfang der Fossil Explorist gehören neben der Uhr noch zwei Anleitungen sowie ein Ladegerät, welches die Smartwatch per Induktion mit Strom versorgt. Der kleine Puck ist allerdings nicht annähernd so praktisch wie die Ladestation der zuvor erwähnten Gear S3. Und die kostete damals bei Saturn zeitweise nur 239 Euro!

Display: 1,3 Zoll mit 360 x 360 Pixel

Das Display selber wirkt größer als es in der Realität ist. Rund um die Lünette findet man einen rund 2mm dicken Rand. Das AMOLED-Display selber ist 35mm groß (1.3 Zoll). Genaue Angaben macht der Hersteller dazu übrigens keine, aber es ist exakt so gross wie bei meine Gear S3 😀

Glaubt man den Informationen im Netz, dann löst es ebenfalls mit 360 x 360 Pixel auf. Die Darstellung der Farben wirkt natürlich und das Display ist – nicht zuletzt dank der manuellen Helligkeitsregulierung – auch bei Tageslicht gut ablesbar. Bei direkter Sonneneinstrahlung wird es teilweise aber echt eng, das Display der Moto 360 Sport und auch meiner Polar M600 können das besser. Die Gear S3 ist aber auch nicht heller.

Performance und Akku

Die Fossil Q Explorist (3. Gen) wird mit einem 1,1 Gigahertz schnellen Snapdragon Wear 2100 und 512 Megabyte Arbeitsspeicher ausgeliefert. Die einfache Benutzeroberfläche von Android Wear 2.0 lief ruckelfrei. Das gilt mitunter aber nicht für die Uhr selber. Gerade aufwendige Ziffernblätter von “Facer” oder “Watchmaker” bringen den Chipsatz ganz schön ins Schwitzen. Der interne Speicher beträgt 4 Gigabyte und kann mit Apps sowie Musik befüllt werden. Dank Android Wear 2 starten die Apps auch ohne ein gekoppltes Smartphonem, über den eingebauten Play Store (und die Verbindung zum Smartphone) kann man sie auch direkt auf der Smartwatch installieren.

Fossil_Explorist_3Gen_3Der Akku ist über das mitgelieferte Dock in rund 2 Stunden aufgeladen. Der fest eingebaute Akku hielt bei mir im Test etwa einen Tag (05:40 Uhr bis 19:00) durch. Zur Leistungsfähigkeit in mAh macht der Hersteller leider keine Angaben.

Android Wear 2.0 und Konnektivität

Die Fossil Q Explorist (3. Gen) bietet dank Android Wear 2.0 nun eigene screen4Apps und den Google Assistant sowie einen eigenen Play Store App. Apps lassen sich über den eingebauten Play Store also  direkt auf der Smartwatch installieren. Und davon gibt es mittlerweile zahllose, darunter auch spezielle und bewährte Apps für Läufer bzw. Sportler wie zum Beispiel Runtastic. Freunde von WhatsApp, SMS und Co freuen sich nun über eine vollständige Tastatur samt Emoticons. Die Tasten sind zwar recht klein, die Texterkennung funktionierte aber zuverlässig. Fossil liefert zudem zwei Spiele sowie eine App mit, mit dessen Hilfe man eigene Styles für die Watchfaces entwerfen und abspeichern kann.

Ohne Pulsmesser und eigenem GPS taugt die Uhr nur bedingt für sportliche Aktivität abseits der üblichen Schrittzählung. Wieder ein Punkt für die Gear S3 Frontier.

Die beliebten Watchfaces kann man sich nun direkt auf der Uhr installieren. man nutzt dazu einfach die Bluetooth bzw. WLAN-Verbindung. Die Fossil Q Explorist (3. Gen) taugt als Freisprecheinrichtung nur bedingt (jeder kann halt mithören) und verbindet sich über Bluetooth 4.1 und WLAN b/g/n. Die Gesprächsqualität geht in Ordnung.

Fazit: Zu teuer

Die Fossil Q Explorist (3. Gen) ist eine sehr hübsche Uhr. Das Design sowie die Verarbeitung sind beide top. Das Display kann ebenfalls gefallen, Android Wear 2.0 ermöglicht zudem etwas mehr Unabhängigkeit vom Smartphone. Nachrichten jeglicher Art und auch Anrufe kann man mit der Smartwatch beantworten. Ohne GPS und Pulsmesser taugt sie aber eben nur sehr bedingt für Sportler. Deshalb bleibe ich wohl auch bei meiner Samsung Gear S3 Frontier. Die war mit 239 Euro sogar etwas billiger.

Testergebnis

Verarbeitung 9.4
Display 9.1
Performance 8.8
Konnektivität & Akku 8.4
Sport 7.5

Fazit

8.6 Die Fossil Q Explorist (3. Gen) ist eine sehr hübsche Uhr. Das Design sowie die Verarbeitung sind beide top. Das Display kann ebenfalls gefallen, Android Wear 2.0 ermöglicht zudem etwas mehr Unabhängigkeit vom Smartphone. Nachrichten jeglicher Art und auch Anrufe kann man mit der Smartwatch beantworten. Ohne GPS und Pulsmesser taugt sie aber eben nur sehr bedingt für Sportler. Deshalb bleibe ich wohl auch bei meiner Samsung Gear S3 Frontier. Die war mit 239 Euro sogar etwas billiger.

Tags : Android WearFossilHuaweiLGReviewSmartwatchTests
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar “Musik”, aber die meisten anderen bezeichnen es als “Krach”.

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