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Gameband: Smartwatch mit Retro-Spielen

(c) FMTwo Game

Das Gameband wird gerade über Kickstarter finanziert und von FMTwo Game entwickelt. Für $180 bekommt man eine „Smartwatch“ mit Als Betriebssystem kommt eine angepasste Version von Android Marshmallow 6.0.1 und eine handvoll Retro-Spiele aus der Mottenkiste, die in ein 1.63 Zoll großes AMOLED eingepfercht werden. Warum das nicht klappen wird, erfahrt ihr gleich.

Gameband: Oder warum „Retro“ gerade wieder „in“ ist

Keine Frage, ich stamme selber aus der Zeit von Atari, C64 und Co. Ich hätte Geld und Lust, sowas zu finanzieren. Ich habe zuhause einen selbstgebauten Spielautomaten mit einem Raspberry Pi, kenne mich mit den Spielen aus und weiß daher, dass das Gameband auf Dauer keinen Spaß machen wird.

FMTwo Game hat zwar nur einen Tag gebraucht, um das Kickstarter-Projekt crowdfinanzieren zu lassen und für $129 war es vermutlich auch ein angemessener Preis, nun kostet die Uhr aber bereits $180 und der offizielle Verkaufspreis ist mit $199 plus Versand sogar noch höher.

Gameband: Was kann sie?

Das Gameband ist eine Art Smartwatch, basiert aber nicht auf Android Weasr oder Tizen OS, sondern auf einem angepassten Android Marshmallow 6.0.1. Ähnlich wie andere Smartwatches aus China, die allerdings noch mit Android 5 ausgeliefert werden. Damit ist man bei den Updates auf den Hersteller angewiesen, der meiner Meinung nach schnell wieder in der Versenkung verschwinden wird. WENN er denn das Projekte zu Ende führt. Bei Kickstarter bleibt da IMMER ein Restriskiko.

Die Uhr selber kann Benachrichtigungen über eingehende Anrufe und Mails darstellen, bietet einen  Kalender, Musikplayer und Schrittzähler. GPS und Sprachsteuerung gehören nicht zu ihren Leistungen. Daneben sind zehn Arcade-Klassiker, wie Asteroids, Pong und Centipede vorinstalliert. Weitere sollen folgen. Die Klassiker wurden von den jeweiligen Herstellern (Atari) speziell für die Uhr umprogrammiert, was bei Pong und Co wohl kein Problem ist. Titel wie Breakout oder Asteroids dürften aber am 1.63 Zoll kleinen AMOLED scheitern.

Gespielt wird per Touchsteuerung über das berührungsempfindliche AMOLED-Display mit seiner Auflösung von 320 x 320 (277 dpi). Die verwendete CPU vom Typ Qualcomm Snapdragon Wear 2100 kam auch bei der Asus Zenwatch 3 zum Einsatz, für die Spiele dürfte sie ausreichen. Der fest eingebaute Akku leistet hingegen nur 400 mAhm und wird per USB aufgeladen. Highlight der Uhr ist der microSD-Einschub, so kann man die Spiele auf eine bis zu 256 GByte große Speicherkarte auslagern.

Gameband: Das wird leider nix

Über die Desktop-App PixelFurnace können sogar Spiele auf einem PC gestartet werden, sofern die Spiele selbst auf der SD-Karte gespeichert sind. Nett, aber das kann ich auch mit einem kostenlosen Emulator. Das gilt auch für das Gameband. Denn Spiele auf Uhren mit Android Wear lassen eines schnell klar werden: die Displays sind einfach zu klein zum zocken.

Tags : Android WearChinaGamebandKickstarterSmartwatch
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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