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Garmin Fenix 3 mit Saphirglas im Test: Die ultimative Multisport-Smartwatch?

Ich habe die Ankündigung der neuen Garmin fēnix®3 in Silber im Performer Bundle mit Saphirglas und Herzfrequenz-Gurt mit glänzenden Augen gelesen und sie direkt bestellt. Ich habe die Multisport-Smartwatch mit Lederarmband nun seit fast 2 Monaten täglich im Einsatz und möchte meine Erfahrungen mit euch teilen.

Verpackung: Eine Menge Zeugs in zwei kleinen Kartons

Unglaublich was der Hersteller Garmin alles in den zwei kleinen Kartons unterbringen kann. Neben der Garmin fēnix®3  samt Lederarmband findet man noch ein Ersatzarmband aus Kunststoff, eine Ladegerät mit zahlreichen EU/UK-Adaptern, eine Ladeschale sowie Anleitungen und Werkzeug zum Wechseln des Armbands. Wer die Sportuhr wieder in den Karton packen will, benötigt vermutlich eine Ausbildung bei IKEA 😀

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    Garmin fenix 3

Technik: Alles vorhanden, nur (leider) kein Touchscreen

Die Ausstattungsliste der Garmin fēnix®3 ist so umfangreich, dass ich sie schon fast als „vollständig“ bezeichnen würde. Die silbern mattierte Lünette aus Edelstahl sieht nicht nur schön aus, sondern beherbergt auch eine EXO™-Edelstahlantenne für den GPS- und GLONASS-Empfang. Das 1,2 Zoll große Chroma™-Farbdisplay löst zwar „nur“ mit 218 x 218 Pixel auf, kann dafür aber auch problemlos bei direkter Sonneneinstrahlung abgelesen werden. Leider reagiert es nicht per Touch auf Eingaben.

Beim Chroma-Farbdisplay der fenix 3 gilt: je mehr Sonnenlicht, desto besser! Allerdings leidet die Ablesbarkeit bei schlechten Wetterverhältnissen merklich. Daher hat der Hersteller auch eine aktive Beleuchtung integriert. Die wird über den mit „Light“ gekennzeichneten Drücker oben links ausgelöst. Die Garmin fēnix®3 bietet daneben noch ein Barometer, einen Höhenmesser, eine Temperaturanzeige, einen Drei-Achsen-Kompass mit Auto-Kalibrierung sowie einen WLAN-Empfänger (2.4 GHz) und eine Anbindung an das Smartphone (iOS oder Android) per Bluetooth.

Die fēnix®3 ist aber nicht nur für Wanderer bzw.  Bergsteiger interessant. genau wie die Garmin Vivoactive bietet sie zahlreiche Programme für Freizeitsportler (Schwimmer, Radfahrer, Skifahrer, Langläufer).

Bedienung: Nicht weniger als fünf Knöpfe stehen zur Verfügung.

Da die Garmin nicht über einen Touchscreen verfügt, erfolgen alle Eingaben über normale Drücker. Das ist am Anfang etwas verwirrend, zumal man über zwei tasten auf der linken Seite auch durch das Menü blättert, man gewöhnt sich aber schon nach kurzer Zeit daran. Die wichtigsten Funktionen kann man sich auf zwei spezielle Tasten legen. So kann ich mit zweimaligen Drücken einen Lauf oder meine Radtour starten. Mit Abmessungen von 51 x 51 x 16 mm und einem Gewicht von 82 Gramm ist sie ziemlich gross. Man kann sie auch hier in meinem Videoreview auf YouTube bewundern:

Multisport-Funktionen: Da ist für jeden etwas dabei

Für die Auswertung meiner Trainingsdaten muss ich die Uhr bzw. die Garmin-App natürlich mit meinen „technischen Daten” füttern. Hierzu gehört neben der Körpergröße auch das Geschlecht und mein Gewicht (chronisch zu hoch).

Danach kann ich mir eine Sportart auswählen. Ich starte morgens immer mit einer knapp 8 km langen Radtour zum Bahnhof. Programm auswählen, Programm starten und nach ein paar Sekunden hatte die fēnix®3 bereits eine stabile Verbindung zu den Satelliten und zu meinem Pulsgurt hergestellt. Letzteren muss ich natürlich auch erst bei der Uhr „anmelden“.

Als Radsportler bekommt man dann Informationen zu den Rundenzeiten (im Fünf-Kilometer-Zyklus), zum Erholungszustand und zur aktuellen Pulsfrequenz. Und natürlich auch zur Geschwindigkeit.

Als Wanderer oder Bergsteiger wird man sich vermutlich über die Navigationsmöglichkeit freuen. Die hat aber nix mit Google Maps oder so zu tun. Man kann sich hier vielmehr selber Routen erstellen, entweder unterwegs oder vorab per App. Diese GPX-dfaten werden dann auf die fenix 3 übertragen. Eine richtige Karte der Umgebung wird dann aber nicht angezeigt. Man sieht nur den Weg bzw. die Strecke, die man ablaufen will. Beim Verlassen des zuvor festgelegten Tracks wird man durch ein akustisches Signal sowie durch Vibration gewarnt.

Als Läufer kann man gegen sich selbst antreten (Ghost-Modus) oder auch mal ein paar Intervall-Trainings starten. Hierzu kann ich die Intervalllänge, die Pausenzeit sowie die Anzahl der Intervalle festlegen. Die Anzeige des Pace, der Rundenzeiten und solcherlei Daten sind natürlich auch hier längst Standard.

Auswertung: Über WLAN oder Kabel mit der Garmin-Connect-App

Die auf der Uhr gespeicherten Daten werden entweder über Kabel, oder wenn man sein heimisches WLAN zuvor per App auf der fēnix®3 eingerichtet hat, auch per WLAN. Per Bluetooth funktionierte das im Test auch ganz einfach. Hierüber werden auch die zahlreichen Software-Updates auf die fēnix®3 gebeamt. Über die Garmin Connect IQ App kann man sowohl weitere Apps, Uhrendesigns als auch zusätzliche Datenfelder  heruntergeladen und auf der Uhr installieren. So kann man sich die fenix 3 ganz leicht personalisieren.

Akkulaufzeit: Bis zu fünf Tage sind kein Problem

Die Akkulaufzeit hängt natürlich stark vom persönlichen Nutzen der zahlreichen Funktionen ab. Wer jetzt das GPS permanent nutzt, kommt auf eine Laufzeit von etwa 16 Stunden. Normalnutzer schaffen damit etwa 5 Tage bevor sie die Uhr in die Ladeschale stecken müssen.

Fazit: Die aktuell beste Multisport-Smartwatch

Ich habe die Garmin fēnix®3 seit knapp 2 Monaten fast täglich im Einsatz. Ich habe damit unzählige Trainings, Touren und Fahrten durchgeführt. Die Diziplinen Bergsteigen und Schwimmen habe ich allerdings vernachlässigt.Zu mehr als ein paar Bahnen im Schwimmbad und einen kleinen Abstecher zum Watzmann hat es nicht gereicht.

Die fēnix®3 ist dank ihrer vielseitigen Sportprogramme für fast jede Sportart geeignet. Wer nur seine Schritte zählen will und eine Anbidung an das Smartphone benötigt, der kommt hier zwar auch auf seine Kosten, nutzt aber nicht das Potential der Uhr. Die Akkulaufzeit ist mit knapp 5 Tagen schon sehr gut. Das design mit Lederarmband taugt auch für den täglichen Einsatz im Büro oder zum Anzug. Der Preis zwischen 450 und 650 Euro ist angemessen.

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Tags : Fitness-TrackerGarminReviewSmartwatch
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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