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Garmin Vivoactive im Test: Das Ende meines Forerunner 305

Garmin ist ein bekannter Hersteller von technischen Gadgets für Sport- und Outdoor-Fans. So begleiten mich meine beiden Garmin Forerunner 305/310 schon seit Jahren zuverlässig durch jeden Marathon. Mit der Vivoactive steigt das Unternehmen aus der Schweiz nun in die Welt der Fitness-Tracker bzw. Smartwatches ein. Im Laufe der letzten Monate habe ich während meiner Vorbereitungen auf diverse Wettbewerbe die knapp 200 Euro teure Vivoactive mal genauer unter die Lupe genommen und bin mit ihr auf dem Fahrrad und per pedes durch die Botanik gezogen.

Design: Sieht aus wie eine Sony Smartwatch 2

Auf den ersten Blick war ich etwas enttäuscht, topisch ähnelt die Vivoactive in meinen Augen nämlich stark der Sony Smartwatch 2. Auf den zweiten Blick bin ich froh, dass sie nicht so ein „Monster“ ist wie mein Garmin Forerunner 310 und trotzdem ähnliche Features bietet. Der Forerunner 305 war natürlich auch schon deutlich handlicher 😀

Die Vivoactive von Garmin ist tatsächlich ein kleiner (43,8 mm x 38,5 mm x 8 mm), voll ausgestatteter Fitnesstrainer fürs Handgelenk. Der eingebaute GPS-Empfänger liefert in der Regel sehr genaue Positionsdaten. Daneben kann die Uhr aber auch eingehende Nachrichten des Android-Smartphones oder iPhone ab iOS 8 empfangen und auf dem Display anzeigen. So ist die Vivoactive also nicht nur ein gutes Hilfsmittel für ambitionierte Ausdauersportler, sondern auch für den Geschäftsmann oder Social-Network-Junkie interessant. Den Puls kann sie aber nur über einen optional erhältlichen Brustgurt messen. Aber zurück zum Design. Das transflektive Display auf der Vorderseite fällt einem sofort ins Auge. Es ist – wie die Pebble Time – in der Lage Inhalte farbig darzustellen. Mit ihrem Gewicht von nur 38 Gramm ist sie zudem sehr leicht ausgefallen.

Das breite Armband aus Kunststoff kann man selbst wechseln, allerdings kann man kein „normales“ Uhrenarmband nutzen. Der Hersteller verkauft aber verschiedene, teils auch farbige Bänder aus unterschiedlichen Materialien (Silikon und Leder) über seinen Webshop.

Bei einem Preis zwischen 15 und 30 Euro (Leder) kann man nicht meckern. Wer es also etwas „stylischer“ möchte, der kann hier hemmungslos zuschlagen und sich mal ein pinkes (Berry) Armband gönnen. Bedient wird die Smartwatch übrigens mit Hilfe von zwei silbernen Drückern. Diese findet man jeweils auf der linken und rechten Seite des Gehäuses, welches aus Kunststoff besteht und bis 5ATM wasserdicht ist. Schwimmen stellt die Vivoactive also vor keinerlei Herausforderung, zum Tauchen ist sie allerdings ungeeignet.

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Die beiden Taster weisen eine starke Anlehnung an die Drücker eines typischen Xperia-Smartphones aus dem Hause Sony auf. Unter dem Display stehen zudem noch zwei Sensortasten zur Verfügung. So kommt man über den „Pfeil“ eine Schritt zurück und über das Symbol mit den die drei weißen Linien erreicht man – je nach App – kontextsensitive Funktionen. Durch das einprägsame Menü navigiert man einfach über Wischgesten, ein hoch auf den Touchscreen. Auf der Rückseite der Sportuhr findet man dann vier Pins mit dessen Hilfe sie sich mit der Docking-Station verbindet. So wird der Inhalt mit dem PC oder Mac synchronisiert und die Uhr aufgeladen.

Das knapp 1,4 Zoll große Display löst mit 208 x 146 Pixel auf und kann etwa 64 Farben abbilden. Der Vorteil gegenüber den üblichen LCD ist hier die Tatsache, das es komplett ohne aktive Hintergrundbeleuchtung auskommt. Je mehr Licht zur vrfügung steht, desto besser kann man es ablesen! Ist das Umgebungslicht mal zu gering, zum Beispiel im Winter oder bei einsetzende Dunkelheit, dann eicht ein kurzes Druck auf den linken Knopf am Gehäuse. Der aktiviert dann die aktive Hintergrundbeleuchtung. Die Auflösung ist im Vergleich zu den aktuellen Smartwatches zwar recht gring, da die Vivoactive aber in erster Linie texte und zahlen darstellt, reicht sie vollkommen aus. Dank der Fardarstellung kann man sich sogar ein paar außergewöhnliche Watchfaces im Stil von Star Trek (LCARS) installieren.

Akku: Bis zu 10 Stunden am Stück

Der fest eingebaute Akku der Vivoactive hält laut Hesteller bei aktiviertem GPS bis zu 10 Stunden durch. So sollte es auch dem eher gemütlichere Marathonläufern möglich sein, mit GPS ins Ziel einzulaufen. Im normalen Betrieb kommt man auf eine Laufzeit von etwa 7 Tagen. Zumindest dann, wenn man nicht zu oft das GPS nutzt. Ich selber habe es jeden Tag etwa 60 Minuten aktiviert und zahlreiche E-Mails auf die Uhr gebeamt. So kam ich persönlich auf eine Laufzeit von 5 Tagen. Im Vergleich zur LG Watch R oder Sony Smartwatch 3 eine sehr gute Leistung.

Display: 1,4 Zoll und ein paar Farben

Das knapp 1,4 Zoll große Display löst mit 208 x 146 Pixel auf und kann etwa 64 Farben abbilden. Der Vorteil gegenüber den üblichen LCD ist hier die Tatsache, das es komplett ohne aktive Hintergrundbeleuchtung auskommt. Je mehr Licht zur vrfügung steht, desto besser kann man es ablesen! Ist das Umgebungslicht mal zu gering, zum Beispiel im Winter oder bei einsetzende Dunkelheit, dann eicht ein kurzes Druck auf den linken Knopf am Gehäuse. Der aktiviert dann die aktive Hintergrundbeleuchtung. Die Auflösung ist im Vergleich zu den aktuellen Smartwatches zwar recht gring, da die Vivoactive aber in erster Linie texte und zahlen darstellt, reicht sie vollkommen aus. Dank der Fardarstellung kann man sich sogar ein paar außergewöhnliche Watchfaces im Stil von Star Trek (LCARS) installieren.

Sportfunktionen: Alles dabei was man so braucht

Die Vivoactive selber ist ohne zusätzliche Sensoren nicht in der Lage den Puls oder die Trittfrequenz auf dem Fahrrad zu messen. In Verbindung mit dem optional erhältlichen Brustgurt erfasst sie dann über ANT+ neben der Zeit und Geschwindigkeit natürlich auch den aktuellen sowie durchschnittlichen Pace und Puls. Die Berechnung des Kalorienverbrauchs ist allerdings nur als netter Gag zu sehen und dürfte fernab der Realität liegen.

Die Daten werden in verschiedenen Darstellungen auf dem sehr gut ablesbaren Display angezeigt. Hierzu gibt es im Garmin IQ-Shop auch Watchfaces, die das Ganze noch einmal verbessern. Schwimmer bekommen neben der Anzahl an Bahnen, auch die zurückgelegte Distanz, den Pace, die Anzahl der Züge sowie die verbrauchte Kalorien angezeigt.

Selbst an die Golf-Sportler wurde gedacht, so kann man sich die beliebtesten Golfplätze direkt auf seine Uhr herunterladen. Zusätzlich zeigt die Vivoactive dann die Schlagweite, die Entfernung zum vorderen, mittleren und hinteren Bereich des Grüns sowie die Entfernung zu Layups bzw. Doglegs an. Für eine spätere Analyse kann man die Daten über eine Software von Garmin mit dem PC oder Mac synchronisieren. Die Vivoactive überwacht übrigens auch die Schlafphasen, zumindest dann wenn man sie mit ins Bett nimmt. Da ich das aber super unbequem finde und die Ergebnisse eher nichtssagend sind, ist das in meinen Augen eher Spielerei. Frei nach dem Motto: „Nice to have“. Legt man die Uhr abends ab, vermutet der Sensor übrigens auch, man würde Schlafen wie ein Baby 😀

Wer sich nicht ausreichend bewegt wird durch eine sanfte Vibration aus seiner körperlichen Untätigkeit hingewiesen. Die Vivoactive selber steckt sich und ihrem Träger dabei ein Tagesziel, welches im Laufe der Zeit immer weiter steigt. So habe ich mit ca 7.000 Schritten angefangen und war nach ein paar Wochen schon bei einem Tagesziel von über 9.000 angekommen. Das nenne ich mal Motivation. Einen Eindruck bekommt ihr auch in meinem ausführlichen Videoreview der Garmin vivoactive auf Youtube:

Apps & Watchfaces: Die Auswahl ist klein aber fein

Die Vivoactive kann über Apps im Funktionsumfang erweitert werden. Leider nutzt sie als Betriebssystem aber kein Android Wear. So ist man natürlich auf die Schaffenskraft unabhängiger Programmierer angewiesen, die ihre Arbeiten dann auch kostenlos im IQ-Shop von Garmin anbieten können. Hier findet man neben zahlreichen Watchfaces (u.a. auch im PacMan-Stil) auch nützliche Apps, die zum Beispiel eine abgeschrittene Fläche berechnen. Die Apps selber nutzen dabei auch den eingebauten GPS-Empfänger. Bevor es aber überhaupt losgehen kann, muss man sich die kostenlose Garmin Connect Anwendung aus dem Play Store bzw. auf dem Apple Store herunterladen und installieren. Eingehende Nachrichten, Kalenderereignisse und E-Mails werden im Volltext auf der Vivoactive angezeigt. Beantworten kann man sie mangels Tastatur aber nicht. Auch Anrufe können auf der Uhr entgegen genommen werden.

Fazit: Gute Smartwatch für Aktivsportler & Golfer

Für den gebotenen Leistungsumfang ist die Garmin Vivoactive eine kleine und schicke Smartwatch/Sportcomputer/Fitness-Tracker. Über den Touchscreen und die beiden Drücker konnte ich sie im Test schnell und treffsicher steuern. Neben den Details meiner sportlichen Aktivitäten stellt sie auch eingehende Anrufe, Nachrichten und E-Mails auf dem transflektiven Display dar. So unterscheidet sie sich kaum von einer „echten“ Smartwatch. Und im Test klappte das sowohl mit Android als auch mit iOS. Über die zahlreichen Sport-Apps und Watchfaces ist sie gut auf die Bedürfnisse von Läufern, Radfahrern, Schwimmern und anderen Ausdauersportlern zugeschnitten. Die Garmin Vivoactive ist damit fast eine eierlegende Wollmilchsau. Zumindest dann, wenn man sich die fehlenden Sensoren (Brustgurt, Trittfrequenzsensor) zulegt. Das Preisschild von etwa 200 Euro ist für die gebotene Leistung voll ok. Für mich persönlich ist sie aktuell der sinnvollste Vertreter aller Smartwatches.

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Tags : Fitness-TrackerGarminReviewTests
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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