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Honor 6X Smartphone im Test: Mit Dual-Kamera für unter 250 Euro

(c) Honor

Testergebnis

Verarbeitung 8.5
Display 8.7
Performance 8.1
Kamera 7.8
Konnektivität & Akku 8.7

Fazit

8.4 Das Honor 6X lieferte im Test durchaus eine gute Vorstellung ab und ist ein würdiger "Nachfolger" des Honor 5X. Der Akku mit seinen 3.340 mAh hält bis zu anderthalb Tage durch. Das 5,5 Zoll große Display in Full-HD ist gut, die Performance ausreichend und die Verarbeitung sauber. Einzig die 12-Megapixel-Dual-Kamera hat mich nicht ganz überzeugt. Das Honor 6X bietet trotzdem ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Aber warum kostet es hierzulande fast 100 Euro mehr? Wer uns unterstützen will, der kauft sich das Honor 6x über den Partnerlink bei Amazon.

Gestern wurde auf der CES 2017 bekanntgegeben, dass das Honor 6X ab sofort auch in Deutschland verfügbar ist. Leider hat sich der Preis von knapp 140 Euro (in China) auf hierzulande 249 Euro erhöht. Technisch ist das Smartphone aber immer noch unverändert. Na ja, bis auf die Unterstützung für LTE in allen Bändern. Für sein Geld bekommt man ein Smartphone mit einem Kirin 655 Prozessor und 3 GByte Arbeitsspeicher, 5,5 Zoll großem Full-HD-Display sowie einer 12-Megapixel-Dual-Kamera samt Fingerabdrucksensor. Lohnt sich die Anschaffung?

Honor 6X: Drei Farben sollst du haben

Die Einsteigerversion mit 3 GByte RAM und 32 GByte Speicher gibt es in den drei Farben Grau, Silber und Gold. Die Variante mit 4 GByte RAM und 64 GByte Speicher wird im Laufe Honor 6Xdes Jahres ebenfalls verfügbar sein, für 299 Euro. Beide Versionen bieten ein 5,5 Zoll großes FullHD-Display, einen 3.340 mAh starken Akku und werden von einem 2,1 GHz schnellen HiSilicon Kirin 655 Prozessor angetrieben. Das Highlight ist dabei aber die Dual-Kamera (12 bzw. 2 Megapixel) auf der Rückseite.

Das knapp 151 x 73 x 8,2 Millimeter große und beachtliche 162 Gramm schwere Smartphone in den drei Farben Gold, Grau und Silber bietet auf der Vorderseite ein 5,5 Zoll großes Full-HD-Display.

  • Honor 6X
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Auf der mattierten Rückseite aus Metall findet man die Dual-Kamera sowie den kreisrunden Fingerabdrucksensor. Eine für Honor typische Kombination. Die Ober- und Unterseite besteht allerdings aus Kunststoff. Die Farben passen nicht zu 100% zum Metall und man spürt die Übergänge zwischen den beiden Materialien deutlich.  Darunter befinden sich die Antennen für Bluetooth 4.1, GSM und WLAN. Der Ein-/Ausschalter sowie der Lautstärketaster auf der rechten Seite sind ebenfalls aus Kunststoff. Der Rahmen mit seinen geschliffenen Kanten sieht hingegen edel aus und das Honor 6x macht insgesamt trotzdem einen hochwertigen Eindruck. Aber auch hier kann man ungleichmäßige Spaltmaße zwischen Displayglas und Rahmen erkennen.  Das Honor 6X  liegt „gut“ in der Hand, gestört hat mich allerdings das etwas zu hohe Gewicht. Die recht raue Rückseite fühlt sich ebenfalls gut an.

Lieferumfang: Mit Headset!

Honor 6XZum Lieferumfang in der türkisfarbenen Verpackung aus dem Hause Honor gehört neben dem Honor 6X auch ein Lade-/Datenkabel, ein Ladegerät, Anleitungen, ein Öffnungswerkzeug für den SIM-Einschub sowie ein Headset!

Full-HD-Display mit 5,5 Zoll

Das 5,5 Zoll großes IPS-Display löst in Full-HD (1.080 x 1.920 Pixel) auf und wird NICHT von Gorilla Glas 3 geschützt. Das hat ein Test von @JerryRigEverything auf YouTube „bewiesen“. Die Kanten des Displays sind leicht abgerundet, im Sprachgebrauch nennt sich das 2.5D-Optik. Die maximale Helligkeit geht in meinen Augen voll in Ordnung, entspricht in etwa dem Vorgänger und auch die Ablesbarkeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln war gut. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist die Helligkeitsautomatik allerdings mal wieder zu sparsam. Aber auch der manuelle Modus hat so seine liebe Mühe mit dem (spärlich vorhandenen) Sonnenlicht. Das Display selber stellt Farben recht natürlich dar, der Kontrast geht in Ordnung. Eine Always-On-Funktion gibt es leider nicht. Für ein Smartphone in dieser Preisklasse geht die Leistung voll in Ordnung!

Honor 6X: Performance und Akku

Die Performance der aktuellen Firmware in Zusammenspiel mit dem neuen HiSilicon Kirin 655 (64-bit), Octa-core (4 x 2.1 GHz + 4 x 1.7 GHz) sowie den 3 GByte Arbeitsspeicher ist doch gut. So erzielt das Honor 6X im Geekbench 4 796 Zähler im Single-Core und 3.326 Punkte im Multi-Core. Das ist eine minimale Verbesserung zum Kirin 650 Huawei P9 lite. Im aktuellen AnTuTu-Benchmark kommt das Smartphone auf 56.997 Punkte. Auch aufwendigere Spiele vom Type Modern Combat 5 oder Dead Trigger 2 sind mit diesem Chipsatz kein Problem.

Der fest eingebaute Akku leistet im Honor 6X 3.340 mAh, wird allerdings nur über eine einfachen microUSB-Anschluss ohne Schnellladefunktion aufgeladen. Das dauert bei 9V/2A knapp 2 1/2 Stunden. Die Akkukapazität reicht für einen Arbeitstag aus, wenn man damit nicht allzusehr rumaast. Poweruser mit Hand zu Dauertelefonaten oder Gaming werden nach etwa 7 Stunden die Steckdose aufsuchen.

Dual-Kamera wie beim Mate 9?

Honor 6XNee, nee. Für 250 Euro bekommt man hier keine Leica und auch nicht die Finessen oder die Qualität eines Mate 9. Die Kamera selber liegt qualitativ eher zwischen Huawei P9 und P9 lite. Dabei geht die Abbildungsleistung der 12-Megapixel-Kamera bei guten Lichtverhältnissen eigentlich in Ordnung. Die Kamera selber wird übrigens von kratzfestem Glas geschützt. Im Gegensatz zum Display 😀 Der PDAF (Phasen-Autofocus) hat aber so seine Mühe mit der Fokussierung. Was nützt es mir da, dass er in 0,3 Sekunden scharfstellen kann?

Campics Honor 6X
(Aufnahme mit f/0.95, 1/30, ISO200 = Automatik)

Je nach Motiv verweigert er auch mal seine Arbeit.  Bei einsetzender oder vollständiger Dunkelheit  schleichen sich Artefakte in die Bilder. Bei künstlichem Licht (egal in welcher Einstellung) werden die Aufnahmen doch etwas gelbstichig. Die „virtuelle“ Blende von F/0.95 bis f/2.2 ist in vielen Situationen eine reine Spielerei, der Bokeh-Effekt wirkt dann etwas künstlich.

Die zweite Kamera löst mit 2 Megapixel auf und Honor 6X EMUI 4.1liefert Informationen zur Tiefenschärfe, ähnlich wie beim iPhone 7 Plus oder Huawei Mate 9. Das sieht in einigen Situationen durchaus gut aus, in der Regel aber eben künstlich. Den Fokus kann man in den Eigenschaften des Bildes dafür aber auch nachträglich verändern. Die umfangreiche Kamera-App bietet eine Menge Spielereien. Vom HDR-Modus, über Panoramen bis hin zu Lichtmalereien ist alles dabei.

Neu hinzugekommen ist in der Galerie unter „Bearbeiten“ der Modus Farbakzente (Splash-Modus). Hier kann man seine geschossenen Aufnahmen nachträglich in Schwarz-Weiss ändern und dann nur bestimmte Bereiche kolorieren. Das ist allerdings ebenfalls eine Softwarespielerei, einen echten Monochrome-Sensor hat das Honor 6X leider nicht zu bieten.

Honor 6X

Die Selfie-Kamera auf der Vorderseite bietet eine Auflösung von 8 Megapixel und eine f/2.8-Blende. Der etwas künstlich wirkenden Beauty-Modus ist ebenfalls mit dabei. Videos werden in Full-HD aufgezeichnet, die Qualität verhält sich analog zum Fotomodus. Die Kamera ist also kein Aushängeschild für das Honor 6X. Honor/Huawei selbst hat gut daran getan, es nicht „Mate 9 lite“ zu nennen.

Android 6.0.1 und Emotion UI 4.1

  • EMUI 4.1 Honor 6X
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  • Honor 6X EMUI 4.1

Auf dem Honor 6X kommt nur Android 6.0.1 sowie die Benutzeroberfläche Emotion UI in der Version 4.1 zum Einsatz. Das Benutzerinterface kennt man vom Honor 5x, oder Honor 8, sie ist übersichtlich strukturiert. Auf eine Sortiermöglichkeit für Apps (alphabetisch oder nach Installationsdatum) sowie einen App-Drawer muss man allerdings verzichten. Auch EMUI 5 und Android 7  sind noch nicht in Sicht.

Die Icons der Apps verteilen sich auf den Homescreens des EMUI. Auf Wunsch kann man die Icons aber auch in Ordner sortieren. Die drei (bzw. vier) Software-Tasten zur Bedienung von Android befinden sich – dauerhaft eingeblendet – am unterem Displayrand.  Auf Wunsch kann man sich im Play Store aber einen anderen Android-Launcher oder einen hübschen 3D-Launcher installieren.

Das EmotionUI 4.1 bietet ab Werk zahlreiche „Themes“ mit denen man den Look & Feel der Oberfläche verändern kann. Wer mag, kann sich online mit weiteren Themes versorgen. Zieht man die Statusleiste am oberen Rand nach unten, dann findet man die üblichen Verknüpfungen (WLAN, Flugmodus, SIM, etc.) und eine Timeline mit den zuletzt durchgeführten Aktionen. So sieht man, wann man was auf dem Smartphone gemacht hat.

Leider wurde das Honor 6X mit nicht weniger als 9 (Instagram, Facebook & Twitter nicht mitgerechnet) zusätzlichen Apps und Games zugeballert. Diese lassen sich immerhin deinstallieren, erinnern mich aber an die alten Praktiken von Samsung. Auch der Link zum hauseigene Vmall-Shop ist mit dabei.

Honor 6X: LTE, Fingerabdruck und Klang

Dank Dual-SIM mit LTE im Band 20 und WLAN /b/g/ist man auch unterwegs gut versorgt. Honor 6XDer interne Speicher (knapp 25 GByte sind frei) kann allerdings nur dann per microSD erweitert werden, wenn man auf die zweite nanoSIM verzichtet. Das Honor unterstützt die Erweiterung des internen Speichers über microSD-Karten (bis 200 GByte) und USB-OTG. Unterwegs kann ich über HSPA+ oder eben auch per LTE in der Cat 6 bzw. WLAN 802.11 /a/g/n (2.4 GHz) im Internet surfen. Das klappte im Test völlig problemlos. Bei der Telekom kam ich in Münster auf knapp 81 mbit/s. Daten und Medien werden per Bluetooth 4.1 und NFC übertragen. Honor selber gibt an, das Honor 6X würde kein NFC anbieten?! Die Sprachqualität des Honor 6X ist gut, die Gesprächspartner tönten klar und deutlich aus dem Hörer. Dank der „Signal+“ genannten Technologie konnte ich bei mir auf dem Land den Empfang über o2 sogar verbessern.  Der durchschnittliche GPS-Fix war nach rund 5 Sekunden erledigt.

Ein Fingerabdrucksensor auf der Rückseite sorgt für zusätzliche Sicherheit, fungiert aber im Gegensatz zu den teureren Modellen von Honor/Huawei nicht als Smart-Key. Man kann mit ihm also zwar die Benachrichtigungsleiste steuern, aber keine Apps starten. Der Musikplayer liefert einen annehmbaren Sound, bietet DTS aber keine Equalizer-Presets. Ein FM-Radio steht hardwareseitig zur Verfügung.

Fazit:  Lohnt sich die Anschaffung?

Das Honor 6X lieferte im Test durchaus eine gute Vorstellung ab und ist ein würdiger „Nachfolger“ des Honor 5X. Der Akku mit seinen 3.340 mAh hält bis zu anderthalb Tage durch. Das 5,5 Zoll große Display in Full-HD ist gut, die Performance ausreichend und die Verarbeitung sauber. Einzig die 12-Megapixel-Dual-Kamera hat mich nicht ganz überzeugt. Das Honor 6X bietet trotzdem ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Aber warum kostet es hierzulande fast 100 Euro mehr? Wer uns unterstützen will, der kauft sich das Honor 6x über den Partnerlink bei Amazon.

Tags : AndroidChinaHonorHuaweiReviewSmartphonesTests
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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