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Honor Magic im Test: Nur in China magisch

Das Honor Magic ist nur in China verfügbar, auch wenn das hierzulande wichtige LTE Band 20 unterstützt wird und die Englisch als mögliche Sprache vorhanden ist. Das knapp 550 Euro teure Smartphone nutzt als Betriebssystem allerdings eine Eigenentwicklung namens „Honor Magic Live OS“. Wie sich das edle Smartphone so geschlagen hat, erfahrt ihr im folgenden Test des Honor Magic.

Honor Magic: Design aus Glas und Metall

Honor_Honor_Magic_11Das Honor Magic besteht eigentlich fast nur noch aus Glas. Alle vier Kanten  sind quasi abgerundet. Das „Triple-Edge-Design“ macht das knapp 7.6 mm dünne Smartphone fast zu einer Flunder. Es liegt zwar absolut toll in der Hand, erinnert ein wenig an das betagte Motorola Pebble, ist dafür aber auch etwas „rutschig“. Das 5 Zoll große Full-HD-Display nimmt dabei rund 70% der Vorderseite in Beschlag. Die Displays meines Xiaomi Mi Mix und auch des Galaxy S8 sind da deutlich prominenter vertreten.

Honor_Honor_Magic_14Vorder- und Rückseite ziehen zudem Fingerabdrücke nahezu „magisch“ an (daher vermutlich auch der Name) 😀 Aufgrund der mattierten Oberfläche aber eben längst nicht so stark, wie bei einem HTC U Ultra. Optisch ähnelt das Xiaomi Mi6 übrigens ebenfalls dem Magic.

Honor_Honor_Magic_20Lautsprecher, Mikrofon, USB-Typ-C-Buchse und Kopfhörerbuchse findet man – dicht gedrängt – auf der Unterseite. Der Fingerabdruckscanner mit Home-Button befindet sich auf der Vorderseite unterhalb des Displays. Der dient übrigens dabei auch zur Steuerung des Live OS und zwar über einfache Streichgesten. Andere Tasten – wie „Zurück“ oder „Multitasking“ – gibt es weder virtuell noch „in echt“. Das erinnerte mich spontan an Apple und sein iOS bzw. Home-Button. Sowas hätte ich mir beim Mi Mix auch gewünscht.

Magisches Live OS auf der Basis von Android 6

Bei der Nutzeroberfläche handelt es sich nicht um das klassische Emotion UI (EMUI), sondern um ein neues System namens „Honor Magic Live OS“. Honor setzt dabei auf die „Artificial Intelligence“. Dabei analysiert das Honor Magic euer Nutzerverhalten und bietet – nach einiger Zeit – dann schon vorab oft angefragt Informationen oder einen Schnellzugriff zu häufig genutzen Apps.

Honor_Honor_Magic_UI1Wer mit einer speziellen App z.B. (in China) Karten für Konzerte oder das Kino bucht, wird rechtzeitig an die Veranstaltung erinnert oder bekommt weitere Informationen dazu angeboten. Sowas ähnliches findet man hierzulande bereits bei Google Now. Die Features von Live OS funktionieren hierzulande aber nicht.

Das Honor Magic hat eine gut funktionierenden Gesichtserkennung an Bord. Ohne euer Gesicht werden auch keinen Nachrichten angezeigt. Freunde sehen also niemals den Inhalt einer Nachricht auf dem Sperrbildschirm. Das gibt es allerdings auch schon beim  HTC U Ultra / HTC U Play und beim Galaxy S8.

Ausstattung und Performance: Nicht weltbewegend

Honor_Honor_Magic_9Das Honor Magic nutzt ein 5,09 Zoll großes AMOLED-Display mit 2.560 x 1.440 Pixel (577 Pixeln per Inch (ppi)) und DAS ist schon sehr geil.  Die Darstellung ist gestochen scharf und kann locker mit einem Galaxy S8 mithalten. Bei der CPU gibt es allerdings nur einen etwas älteren Vertreter von HiSilicon, den Octa-Core-Chip Kirin 950. Der kommt auch schon beim Huawei Mate 8 oder Honor 8 zum Einsatz.

Dank vier Gigabyte Arbeitsspeicher reicht er dennoch für alle aktuellen Spiele und Anwendungen im Play Store aus. Der interne Speicher  beträgt 64 Gbyte, kann aber nicht erweitert werden. Auch hier lässt Xiaomis Mi6/Mi5 schön grüßen 😀

Konnektivität/Akku: Dual-SIM und Rauschen im Wald

Honor_Honor_Magic_5Keine Ahnung, ob es am Netz oder am geliehenen Honor Magic lag. Neben der Unterstützung für Dual-SIM habe ich hier nämlich nur ein leichtes Rauschen bei Gesprächen zu vermelden. Die Sprachqualität ist ehrlich gesagt nicht der Rede wert, denn glasklar ist was ganz anderes. LTE wird in allen hierzulande notwendigen Bändern unterstützt. Aber das bringt mich dann auch nicht weiter nach vorne.

Der fest eingebaute Akku leistet nur 2.900 Milliamperestunden, so hält die Kraftzelle maximal einen Tag durch. Vielnutzer werden ihr Smartphone bereits nach rund 6 Stunden an die Steckdose hängen müssen. Das ist jetzt nicht sonderlich „magisch“. Über Quick Charge ist der Akku aber nach rund 1:40 Stunden wieder voll aufgeladen.

Dual-Kamera: 12 Megapixel vom Honor 8

Honor_Honor_Magic_17Auf der Rückseite findet man beim Honor Magic den neuen „Standard“: eine Dual-Kamera mit einer Aufösung von 12 Megapixel. Selfies werden über die Knipse auf der Vorderseite noch mit maximal 8 Megapixel aufgezeichnet. Videos zeichnen beide Kameras hingegen nur in Full-HD auf. Die Bildqualität entspricht zu 99% der des Honor 8. So kann man auch hier noch nachträglich den Fokus in den Aufnahmen verändern.verschieben.

Fazit: Toll, aber keinen Import wert

Das Honor Magic sieht klasse aus, liegt aber etwas „rutschig“ in der Hand. Technisch habe ich nichts zu bemängeln: abgesehen von der eher schlechten Gesprächsqualität, die aber auch durchaus am (chinesischen) Sample gelegen haben kann. Die Systemsprache steht nur auf Chinesische oder Englisch zur Verfügung, das Live OS bewirft mich trotz Englisch noch ab und an mit chinesischen Schriftzeichen und viele Features der „Magie“ funktionieren in Deutschland (Europa) nicht. Das gilt natürlich auch für den fehlenden Google Play. So ist das Honor Magic seinen Importpreis von rund 550 Euro nicht wert.

Testergebnis

Verarbeitung 9.5
Display 9.3
Performance 9
Kamera 9
Konnektivität & Akku 8.2
Usability in EU 7

Fazit

8.7 Das Honor Magic sieht klasse aus, liegt aber etwas "rutschig" in der Hand. Technisch habe ich nichts zu bemängeln: abgesehen von der eher schlechten Gesprächsqualität, die aber auch durchaus am (chinesischen) Sample gelegen haben kann. Die Systemsprache steht nur auf Chinesische oder Englisch zur Verfügung, das Live OS bewirft mich trotz Englisch noch ab und an mit chinesischen Schriftzeichen und viele Features der "Magie" funktionieren in Deutschland (Europa) nicht. Das gilt natürlich auch für den fehlenden Google Play. So ist das Honor Magic seinen Importpreis von rund 550 Euro nicht wert.

Tags : Android 7HonorReviewSmartphoneTests
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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