Beenden

Huawei Honor T1 Test

Honor (eine Marke von Huawei) bringt nach den beiden ebenfalls sehr günstigen und trotzdem hochwertigen Smartphones Honor 6 und dem Honor 3C nun ein Tablet auf den Markt. Das mit Android 4.3 betriebene Honor T1 kostet dabei nur 130 Euro und gönnt sich (oder uns) trotzdem ein 8-Zoll großes IPS-Display mit HD-Auflösung (800 x 1.280 Pixel). Ob sich die 130 Euronen lohnen, das könnt ihr nun selbst nachlesen.

Design

Optisch ist es durch seine Farbkombination aus Silber und Weiß leicht an das Apple iPad (mini) angelehnt. Allerdings mit einem entscheidenen Unterschied. Im Gegensatz zum Produkt aus Cupterino besteht das Honor T1 nicht vollständig aus Metall. Die Rückseite ist eine Mischung aus weißem Kunststoff und silbernem Aluminium. Das tut der guten Haptik aber keinen Abbruch (habe ich jetzt wirklich “tut” geschrieben?). Es liegt einfach gut in der Hand, ist mit seinen 360 Gramm aber nicht unbedingt leichtgewichtig. Das iPad mini ist da etwa 50 Gramm leichter. Immerhin eine halbe Tafel Schokolade; die ich mir gerade beim Schreiben des Tests gönne, das gleicht das Gewicht dann wieder aus 😀


Mehr Bilder nach dem Klick

Die Verarbeitung des Honor T1 ist auf jeden Fall gelungen. Kein Knarzen, keine scharfen Kanten. Alles wirkt tatsächlich wie aus einem Guß. Ein-/Ausschalter sowie Lautstärkeregeler befinden sich auf der rechten Gehäuseseite, dort findet man auch einen Einschub für die Micro-SD-Karten. Oberhalb des Displays befinden sich der Lautsprecher, eine nahezu unsichtbar integrierte Status-LED, die Frontkamera sowie einige Sensoren.

.” href=”/Huawei/HonorT1/wgc_media/photos/Honor_T1%20010.JPG”>Honor_T1 010 Honor_T1 008
Neben dem 8-Zoll großen Display (kommen wir gleich zu) bietet das Honor T1 auch 16 GByte internen Speicher (12 GByte frei), der sich über MicroSD-Karten problemlos um weitere 32 GByte aufbohren läßt. Bei der CPU hat sich der Hersteller für den günstigen Snapdragon 400 (Quad-Core) von Qualcomm entschieden. Die vier Kerne werden dabei mit bis zu 1,2 GHz getaktet. In Kombination mit 1 GByte RAM sorgt das im aktuellen AnTuTu für etwa 16.200 Punkte.

Das ist nicht viel und leider spürt man das im täglichen Einsatz auch. Aufwändigere Spiele laufen daher auf dem Honor T1 nur mit leichten Abstrichen und auch die Emotion UI 1.6 (samt Android 4.3) ruckelt ab und an. Die Adreno 305-GPU stößt da einfach an ihre Grenzen.

Lieferumfang

.” href=”/Huawei/HonorT1/wgc_media/photos/Honor_T1%20004.JPG”>Honor_T1 004
In der türkisfarbene Verpackung – das Markenzeichen von Honor – findet man neben dem Tablet noch ein Lade-/Datenkabel, ein Ladegerät und ein paar Anleitungen.

Display
.” href=”/Huawei/HonorT1/wgc_media/photos/Honor_T1%20016.JPG”>Honor_T1 016
Das acht Zoll große IPS-Display des Honor T1 bietet eine HD-Auflösung von 1280 x 800 Pixeln. Die recht geringe Auflösung fällt immer dann auf, wenn man mit der Nase näher an das Display geht. Ansonsten gab es im Test nämlich nichts zu bemängeln. Bei größeren Webseiten muss man dann halt öfter scrollen. Die Blickwinkelstabilität ist soweit gut, kann hier aber nicht mit dem deutlich teureren iPad mini mithalten.

Konnektivität & Akku

Der fest eingebaute Akku mit seinen 4.800 mAh hält bei normaler Nutzung auf jeden Fall einen bis anderthalb Arbeitstage durch. Im Dauertest ist ihm nach knapp 6 Studen die Luft ausgegangen. Huawei hat für den Notfall einige Energiesparfunktionen integriert. Neben der maximalen Leistung für Spiele und Co steht noch ein ausgewogener oder ein reduzierter Leistungsmodus zur Auswahl. Unterwegs oder zuhause ist man mit dem Honor T1 lediglich über WLAN b/g/n online und das leider auch nur im teilweise ausgelasteten 2,4 GHz Band. Daten werden per Bluetooth 4.0 und USB (kein USB-OTG) ausgetauscht und dank GPS kann man es auch als Navigationshilfe nutzen. Da es aber weder LTE noch HSPA unterstützt, ist es nicht ganz so mobil einsatzbar, wie ein iPad mini Cellular bzw. das vergleichbar günstige Cat Helix 3G.

Kamera & Multimedia

.” href=”/Huawei/HonorT1/wgc_media/photos/Honor_T1%20009.JPG”>Honor_T1 009
Die Kamera auf der Rückseite löst mit 5 Megapixel auf und macht nicht so dolle Aufnahmen. Die Frontkamera mit ihren 0,3 Megapixeln taugt in meinen Augen allerdings nicht einmal für Selfies. Im Detail geraten die Aufnahmen recht dunkel und zum Rand hin nimmt die Schärfe nochmals ab. Leider fehlt auch ein Autofocus. Die Farbabbildung gerät etwas flau. Aber macht euch von der Bildqualität doch selbst einen Eindruck. Videos nimmt das Honor T1 zwar auch auf, die Qualität ist hier aber ebenfalls wenig überzeugend. Nix für Urlaubsvideos. Schnelle Aufnahmen über die Kamera-App werden über unterschiedliche Aufnahmemodi (Einzelbild, Panorama, Serienbild) und Effekte (Negativ, Mono, Sepia) vereinfacht. Der Musikplayer von Honor ist hübsch, der Klang allerdings nur Mittelmaß.

Apps

Das Honor T1 wird leider noch mit dem nun doch veralteten und vor allen Dingen unsicheren Android 4.3 Jelly Bean ausgeliefert. Google liefert dafür bekanntlicherwesie keine Patches mehr aus. Bei der Benutzeroberfläche setzt Huawei wieder auf das hauseigene Emotion UI in der Version 1.6. Einen App-Drawer wird man also nicht finden, die einzelnen Apps bzw. Icons werden immer auf die unterschiedlichen Homescreens verteilt.

Das kann mit der Zeit recht unübersichtlich werden. Immerhin kann man aber auch eigene Ordner anlegen. Wer mag, kann die Optik aber über vier vererschiedene Designs aufpeppen. Oder sich am besten gleich einen anderen, weniger aufwändigeren Launcher über den Google Play Store installieren. Bedient wird die Oberfläche dabei immer über drei virtuelle Tasten. Je nach Ausrichtung des Tablets befinden sich diese unten oder auf der rechten Seite. Ausblenden kann man sie leider nicht. Mehr Details gibt es in meinem Honor T1 Videoreview:

Fazit

8 ★★★★★★★★☆☆

Bewertung

Pro 👍

  • ✓Preis
  • ✓Verarbeitung
Contra👎

  • ✕Kamera
  • ✕CPU

Das Honor T1 kostet aktuell knapp 130 Euro und ist damit ein sehr günstiges Tablet. Als direkte Konkurrenz sei hier das Cat Helix (3G) erwähnt, dessen Test aber noch aussteht. Abgesehen von der etwas geringen Displayauflösung, der Tatsache, dass noch Android 4.3 zum Einsatz kommt und einer eher mäßigen Kamera gibt es aber nichts zu meckern. Mit leichten Abstrichen ist es sogar für Spielernaturen geeignet. Aber eigentlich ist es eher eine mobile Surfstation für abendliche Couch-Sessions. Eine gute, ja fast hochwertige Verarbeitung mit leichten Anleihen bei Apple ergeben ein gutes, preiswertes Android-Tablet.

Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

Diese Website verwendet Cookies, um Ihre Erfahrungen zu verbessern. Durch die Nutzung dieser Seite stimmen Sie dem zu. Mehr Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen