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Huawei P8 lite (2017) Test: Doch eher ein Honor 8 lite?

(c) Huawei

Wer meinen Test zum Honor 6X gelesen hat, weiß dass ich auf das Huawei P8 (2017) lite gewartet habe. Seit ein paar Tagen ist es auch offiziell verfügbar. Und tatsächlich ähnelt es optisch eher dem Honor 8 als dem Huawei P8 lite. Und eigentlich bringt Huawei/Honor deutlich zu viele Modelle mit ähnlicher Ausstattung auf den Markt. Beim knapp 250 Euro teuren Huawei P8 lite (2017) ist das ähnlich: 5,2 Zoll FHD-Display, 12-Megapixel-Kamera, Kirin 655 CPU, 16 GByte Speicher, Dual-SIM/microSD. Lohnt sich der Kauf?

Huawei P8 lite (2017): Für 250 Euro

Das Huawei P8 lite (2017) ist seit ein paar Tagen auch in Deutschland verfügbar. Der Nachfolger des P8 lite bzw. die Alternative zum Huawei P9 lite kostet mit 16 GByte Speicher rund 250 Euro. Mit den Abmessungen von 147,2 × 72,94 × 7,6 und einem Gewicht von 142 Gramm ist es nur wenig größer als der Vorgänger aus dem Jahr 2015. Der graue Rahmen meines schwarzen Testsamples (andere Farben: Silber und Gold) besteht aus Metall. An den Ecken des Rahmens sieht man allerdings deutlich die Übergänge. Er wirkt, als wäre er dort „gebrochen“. Das ist allerdings nur eine optische Täuschung. Die Rückseite wurde – wie beim Vorbild Honor 8 – aus Glas gefertigt. Das sieht sehr schick aus, haptisch ist das aber definitiv ein Nachteil. Eine Schutzhülle ist damit Pflicht. Ansonsten rutscht einem das Smartphone auf glatten Flächen ab und auch in der Hand fühlt es sich etwas glatt an. Im Falle eines „Falles“ dürfte es zudem sichtlich Schaden nehmen. Der Ein-/Ausschalter liegt auf der rechten Seite, der Einschub für zwei SIM-Karten bzw. eine nanoSIM und eine microSD hingegen auf der linken Seite. Kopfhörer stöpselt man oben ein, das microUSB-Kabel unten. Dort findet man auch eines der beiden Mikrofone sowie den Lautsprecher.

Huawei P8 lite (2017)Der Lieferumfang ist mit Anleitungen, Öffnungswerkzeug für den SIM-Einschub, Ladegerät, microUSB-Datenkabel und Kopfhörer doch recht vollständig. Alles wurde in kleine Boxen verpackt. Die Umverpackung selber ist dabei ebenfalls weiß, ansonsten aber recht unauffällig.

5,2-Zoll-Full-HD-Display

Das 5,2 Zoll großes LCD löst in Full-HD (1.080 x 1.920 Pixel) auf und wird (angeblich) von Gorilla Glas 3 geschütz. Die Kanten sind dabei leicht abgerundet (2.5D). Der Rahmen selber ist dünner als beim Vorgänger und nutzt zudem einen optischen Trick. Er suggeriert zusätzliche Schlankheit durch den Übergang in den schwarzen Rahmen rund ums Display. Das funktioniert aber eben nur beim schwarzen Modell 😀 Bei den anderen Versionen ist dieser Rahmen weiß! Die maximale Helligkeit geht in meinen Augen in Ordnung und auch die Ablesbarkeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln war für ein IPS gut. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist die Helligkeitsautomatik zu sparsam, die Helligkeit einen Tick zu gering. Dafür bildet das IPS-Display Farben recht originalgetreu ab und auch der Kontrast geht in Ordnung. Eine Always-On-Funktion gibt es leider nicht. Unterschiede zum Display des Honor 8 habe ich keine bemerkt. Man kann einen speziellen Nachtmodus mit verrringertem Blauanteil aktivieren, entweder manuell oder zeitgesteuert. Wissenschaftlich betrachtet ist das trotzdem eher eine nutzlose Spielerei.

  • Huawei P8 lite (2017)
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Huawei P8 lite (2017): Performance und Akku

Die Performance der aktuellen Firmware B100 mit Sicherheitspatches von Google Stand 01. Dezember 2016 in Zusammenspiel mit dem neuen HiSilicon Kirin 655 (64-bit), Octa-core (4 x 2.1 GHz + 4 x 1.7 GHz) sowie den 3 GByte Arbeitsspeicher ist gut. So erzielt das Honor 6X im Geekbench 4 785 Zähler im Single-Core und 3.287 Punkte im Multi-Core. Im Vergleich zum Kirin 650 im Huawei P9 lite ist das nur eine minimale Verbesserung. Im aktuellen AnTuTu-Benchmark kommt das Smartphone auf 56.328 Punkte. Somit laufen auch aufwendigere Spiele vom Type Modern Combat 5, Asphalt Extrem oder Dead Trigger 2 ruckelfrei. Das gilt auch für das neue EMUI 5.0 samt Android 7.

Der fest eingebaute Akku leistet im Huawei P8 lite (2017) allerdings nur 3.000 mAh. Im Vergleich zum Honor 6X mit seinen 3.340 mAh ist das schon deutlich (weniger). Damit reduziert sich leider auch die Akkulaufzeit. Einen knappen Arbeitstag kommt man aber auch hier ohne Steckdose aus. Die Ladung des Akkus dauert über microUSB und „Fast Charge“ etwas über 90 Minuten.

Android 7.0. und Emotion UI 5.0

Beim P8 lite (017) kommt bereits das vom Mate 9 bekannte Emotion UI 5 von Huawei zum Einsatz. Als Basis dient Android 7. Im Vergleich zum Honor 6X ist das ein entscheidender Vorteil. Die neue Benutzeroberfläche verzichtet Ab Werk erst einmal auf den App-Drawer, obwohl Honor/Huawei diesen auch als Alternative anbietet. Natürlich wird das P8 (2017) auch wieder mit zahlreichen, vorinstallierten Programmen ausgeliefert.  Neben Facebook und Twitter hat Huawei im Ordner „Top Apps“ auch noch andere Apps und im Ordner Spiele eine handvoll Games von Gameloft installiert.

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  • EMUI 5 auf P8 lite (2017)
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Alle Icons werden auf den verschiedenen Homescreens des EMUI verteilt, die mit der Zeit zahlenmäßig auch kräftig wachsen können. Auf Wunsch kann man die Icons aber auch in Ordner sortieren. Die drei (bzw. vier) Software-Tasten zur Bedienung von Android befinden sich – dauerhaft eingeblendet – am unterem Displayrand.  In jedem Fall kann man den Look & Feel über Themen personalisieren. Zieht man die Statusleiste am oberen Rand nach unten, dann findet man neben den üblichen Verknüpfungen (WLAN, Flugmodus, SIM, etc.) auch eine Timeline mit den zuletzt durchgeführten Aktionen. Ich persönlich empfinde das neue EMUI – nach einer kurzen Eingewöhnungszeit – als eine der besten Benutzeroberflächen. Die zahllosen Einstellungs-/ und Personalisierungsfunktionen sind einfach klasse. Eine guten Eindruck vom neuen EMUI 5 bekommt man in meinem Videoreview des Huawei P8 lite (2017) auf YouTube:

Huawei P8 lite: 12 Megapixel müssen reichen

Die Hauptkamera mit ihren 12 Megapixel kam schon bei einigen anderen Modellen aus dem Hause Huawei oder Honor zum Einsatz. Die Ergebnisse überraschen daher nicht. Selfies knipst man mit 8 Megapixel, einen optischen Bildstabilisator bieten beiden Kameras aber nicht. Dafür kann man bei den Selfies sein Gesicht per Schieberegler „optimieren“. Leider sieht das total künstlich aus. Sofern ausreichend Sonnenlicht zur Verfügung steht, macht die

Huawei P8 lite (2017)

Kamera auch gute Bilder. Bei einsetzender Dunkelheit kommt aber ein Rauschen hinzu. Dafür ragt das Objektiv auch nicht aus dem gehäsue hervor. Die Software selber bietet unzählige Einstellungsmöglichkeiten (Weißabgleich, ISO, Schärfe) und Programme für fast jede Situation. Hinzu kommen ein Zeitraffer und eine Slow-Motion-Funktion. Videos werden in Full-HD in annehmbarer Qualität aufgezeichnet.

Hier übrigens mal Kamerabilder des Honor 6X und Huawei P8 lite (2017) im direkten Vergleich:

Honor 6X Kamerabild
Honor 6X Kamerabild
Honor 6X Kamerabild
Honor 6X Kamerabild
Honor 6X Kamerabild
Honor 6X Kamerabild
Huawei P8 lite (2017) Kamerabild
Huawei P8 lite (2017) Kamerabild
Huawei P8 lite (2017) Kamerabild
Huawei P8 lite (2017) Kamerabild
Huawei P8 lite (2017) Kamerabild
Huawei P8 lite (2017) Kamerabild

Huawei P8 lite (2017): Konnektivität und Klang

Dank Dual-SIM mit LTE im Band 20 und WLAN b/g/n ist man auch unterwegs gut versorgt. Der interne Speicher (knapp 11 GByte sind frei) kann allerdings nur dann per microSD Huawei P8 lite (2017)erweitert werden, wenn man auf die zweite nanoSIM verzichtet. Das Honor unterstützt die Erweiterung des internen Speichers über microSD-Karten (bis 256 GByte) und USB-OTG. Unterwegs kann ich über HSPA+ oder eben auch per LTE in der Cat 6 ins Internet. Bei der Telekom kam ich in Münster auf knapp 81 mbit/s. Daten und Medien werden per Bluetooth 4.1 und NFC übertragen. Die Sprachqualität des Smartphones ist gut, die Gesprächspartner tönten klar und deutlich aus dem Hörer. Dank der „Signal+“ genannten Technologie konnte ich bei mir auf dem Land den Empfang über o2 sogar verbessern.  Der durchschnittliche GPS-Fix war nach rund 5 Sekunden erledigt.

Ein Fingerabdrucksensor auf der Rückseite sorgt für zusätzliche Sicherheit, fungiert aber im Gegensatz zu den teureren Modellen von Honor/Huawei nicht als Smart-Key. Man kann mit ihm also zum Beispiel die Benachrichtigungsleiste steuern, aber eben  keine Apps starten. Der Musikplayer liefert einen annehmbaren Sound, bietet DTS aber keine Equalizer-Presets. Ein FM-Radio steht hardwareseitig zur Verfügung.

Fazit:  Lohnt sich die Anschaffung?

Das Huawei P8 lite (2017) (PRA-LX1) lieferte im Test eine gute Vorstellung ab und ist definitiv die bessere Wahl, wenn man zuvor das Honor 6X ins Auge gefasst hat. Auch im Vergleich zum P9 lite würde das neue P8 immer vorziehen. Für rund 250 Euro bekommt man ein super verarbeitetes Smartphone mit einem handlichen 5,2-Zoll-Display und einer guten Kamera. Die Performance der CPU reicht ebenfalls vollkommen aus. In dieser Preisklasse ist das Smartphone meine Top-Empfehlung. Für das vergleichbare Galaxy A5 (2017) legt man nämlich 429 Euro auf den Tisch. Günstiger geht es nur per Import aus China (Xiaomi). Ok, das Honor 8 bekommt man mittlerweile auch schon für rund 300 Euro … Wer uns unterstützen will, der kauft sich das Huawei P8 lite (2017) über den Partnerlink bei Amazon.

Testergebnis

Verarbeitung 9.3
Display 8.9
Performance 8.1
Kamera 8.5
Konnektivität & Akku 8.5

Fazit

8.7 Das Huawei P8 lite (2017) (PRA-LX1) lieferte im Test eine gute Vorstellung ab und ist definitiv die bessere Wahl, wenn man zuvor das Honor 6X ins Auge gefasst hat. Auch im Vergleich zum P9 lite würde das neue P8 immer vorziehen. Für rund 250 Euro bekommt man ein super verarbeitetes Smartphone mit einem handlichen 5,2-Zoll-Display und einer guten Kamera. Die Performance der CPU reicht ebenfalls vollkommen aus. In dieser Preisklasse ist das Smartphone meine Top-Empfehlung. Für das vergleichbare Galaxy A5 (2017) legt man nämlich 429 Euro auf den Tisch. Günstiger geht es nur per Import aus China (Xiaomi). Ok, das Honor 8 bekommt man mittlerweile auch schon für rund 300 Euro ...

Tags : AndroidHonorHuaweiliteP8ReviewSmartphoneTests
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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