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Moto X Force im Test: Display ist extrem hart im Nehmen

Das neue Moto X Force bietet ein nahezu unzerstörbares Display und ist damit extrem hart im Nehmen. Ich würde es aber dennoch nicht mit unnötiger Macht auf den Boden knallen wollen. Das dritte Smartphone der neuen Moto-X-Reihe bieten neben dem bruchsicheren QHD-Display aber auch noch eine Menge mehr. Dank Cyberport.de habe ich das neue Moto X Force seit knapp 3 Wochen in der Redaktion im Test. Das knapp 700 Euro  ähnelt optisch doch stark dem Moto X Style.

Design & Verarbeitung: Du kannst mich nicht zerstören!

Mit seinen Abmessungen von 149,8 x 78 x 9,2 Millimeter ist es aber etwas kleiner und dünner als das zuvor erwähnte X Style (154 x 76 x 11 Millimeter). Mit etwa 168 Gramm zudem noch etwas leichter. Das liegt vermutlich auch am kleineren Display. So bietet der 5-schichtige-Touchscreen nur eine Diagonale von 5,4 Zoll. Die Form selber ist gefällig, aber auch unauffällig. Das Moto X Force liegt wie seine beiden Brüder sehr gut in der Hand. Die Rückseite mit der leicht geriffelten und abgerundeten Oberfläche besteht aus ballistischem Nylon, ist reißfest und kann kleinere Kratzer recht gut kaschieren. Hier findet man auch wieder den bereits bekannte Metallstreifen samt Optik für die 21-Megpiaxel-Kamera. Daneben auch die zweifarbige LED sowie die Mulde mit dem Motorola-Logo.

Durch die leicht abgerundete Rückseite kippelt das Smartphone, wenn man auf die Ränder drückt. Die Optik selber ist ins Gehäuse eingelassen. Der Rahmen aus Aluminium wirkt sehr hochwertig, bei einem Sturz wird er aber deutlich sichtbare Macken davontragen.  Der Einschub für die microSD-Karte (bis zu einer Größe von 2 TB ) sowie Nano-SIM befindet sich auf der linken, oberen Gehäuseseite. Die Kopfhörer stöpselt man auf der Oberseite ein. Die dafür passende Klinkenbuchse wurde wieder mittig ins den Rahmen eingelassen. Die Lautstärkewippe sowie der Ein-/ und Ausschalter liegen auf der rechten Seite. Der Drücker ist  leicht geriffelt und kann so auch bei Dunkelheit gut erfühlt werden. Das Lade-/Datenkabel stöpselt man unten ein. Motorola hat diesmal auf der Vorderseite nur einen Lautsprecher untergebracht.

Display: 5,4-Zoll und Quad-HD-Auflösung

Das 5,4-Zoll-Display auf der Vorderseite löst mit 1.440 x 2.560 Bildpunkte (QHD-Auflösung) auf und liefert damit eine hohe Pixeldichte von 544 ppi. Die Bildqualität ist im direkten Vergleich zum X Style kaum anders. Da Motorola hier auf ein AMOLED-Panel setzt, werden die Farben recht kräftig abgebildet. Die Farbtemperierung ist hierbei leicht gelblich ausgefallen, Verfärbungen oder Wölkchenbildungen sieht man aber keine. Die maximale Helligkeit ist ausreichend, allerdings gilt das nicht mehr bei direkter Sonneneinstrahlung. Hier kommt das Display des Note 5 besser klar. Die Blickwinkelstabilität ist zufriedenstellend. Viel wichtiger ist aber die Tatsache, dass das neue Display beim X Force nahezu unkaputtbar ist.

Es wird in fünf Schichten zusammengebaut und ist damit absolut splittersicher. Keine “Spider-App” trübt nach einem Sturz den Blick auf sein Smartphone. Die “ShatterShield” genannte Technik sorgt selbst bei Stürzen aus großer Höhe für Durchblick. Wer allerdings feste mit dem Hammer auf sein Moto X Force einprügelt, der wird es auch zerstören. Ansonsten bekommt man es kaum kaputt. Motorola gewährt daher auch eine Garantie von 4 Jahren auf das Display. Gegen Kratzer ist es allerdings nicht besonders geschützt. Sandkörner sind folglich noch härter 😀 Ach ja, dank einer Nano-Beschichtung soll das Moto X Force auch wasserabweisend sein. Hilft aber nur bei Wasserspritzer oder sehr leichtem Regen!

Das Display des Smartphone bleibt solange aktiviert, wie man darauf sieht. Diese Funktion nennt Motorola “Cleveres Display”. Das funktioniert ähnlich wie Samsungs “Smart Stay” recht zuverlässig, kann aber auch deaktiviert werden. Eingehende Infos werden wieder dezent auf dem Display signalisiert. Dazu leuchten die passenden Infos mit weißer Schrift auf.

Android 5.1.1 / 6.0: Sprachsteuerung und so

Motorola hat das Android 5.1.1 (seit kurzem auch mit Android 6.0) durch keine eigene Benutzeroberfläche verunstaltet. Man sieht also ein Stock-Android, welches von Haus aus allerdings durch einige sinnvolle Android 6.0 auf Moto X ForceErweiterungen ergänzt wurde. So kann ich durch eine Art Händeschütteln die LED des Moto X Force als Taschenlampe nutzen. Drehe ich das Smartphone zweimal schnell hin und her, so aktiviert sich die Kamera. Die Sprachsteuerung namens “Moto Voice” hört nach einem kurzen Training und einem selbst diktierten “Codewort” auf meine Sprachkommandos.

So kann ich beispielsweise das Wetter erfragen, eine SMS schreiben oder auch einenAndroid 6.0 auf Moto X Force Termin eintragen. Die Spracherkennung reagiert dabei recht zuverlässig, kommt aber beispielsweise mit dem Hall in einem Badezimmer nur schlecht klar. Der Motorola Assistent kann häufig besuchte Orte erkennen. So kann ich beim Eintreffen in meinem Zuhause das Smartphone stummschalten, oder beim Erreichen des Arbeitsplatzes mein WLAN aktivieren. Das Moto X Force wird mit den üblichen Google-Apps ausgeliefert. Den Rest kann man sich über den Play Store installieren.

Performance & Akku: Beim Moto X Force ist alles auf “Go”

Das Moto X Force nutzt den etwas hitzköpfigen Snapdragon 810 mit acht Kernen.  Dank der schnellen Adreno 430 (600 MHz) GPU und 3 GByte RAM reicht es im AnTuTu für 82.467 Punkte. Im Geekbench 3 erzielt das Smartphone 1.285 Punkte im Single-Core und im 4.902 Multi-Core. Der 32 GByte große Flash-Speicher kann dabei problemlos mit MicroSD-Karten oder über USB-OTG erweitert werden.

Das mitgelieferte Ladegerät unterstützt die neue Turbo-Charging-Technologie mit 24 Watt. Der fest eingebaute Akku des Moto X Force leistet 3.760 mAh und kann über die zuvor erwähnte Turbo-Charging-Technologie in anderthalb Stunden aufgeladen werden. Im Dauereinsatz (WLAN) hielt der Akku knapp 8 Stunden durch. Normalnutzer werden damit also etwa 2 Tage überbrücken. Dual-SIM wird bei der EU-Version ebenfalls unterstützt.

Konnektivität & Sound: Dual-SIM und super geil

Moto X Force Android 6Die Sende- und Empfangsleistung war sowohl über HSPA+, GSM als auch über LTE vollkommen zufriedenstellend. Auch die Gesprächsqualität (o2 und Telekom) gab keinen Anlass zur Klage. Das liegt vielleicht an den insgesamt fünf Mikrofonen. Der Musikplayer liefert die üblichen Equalizer-Presets und einen durchschnittlich guten Sound.

Kamera: Klasse Kamera mit 21 Megapixel

Die Kameraqualität des Moto X Force ist mit dem X Style und dem X Play vergleichbar. Kein Wunder, denn alle drei nutzen die gleiche 21-Megapixel-Optik. Videos werden auch in 4K aufgezeichnet. Daneben steht eine Zeitlupenfunktion (Slow Motion) in Full-HD mit 120 und in HD mit 240 Bildern pro Sekunde zur Verfügung. Unterschiedliche Modi inklusive HDR sorgen für eine insgesamt gute Bildqualität. Im Nachtmodus wird die Auflösung zwar auf 3 Megapixel reduziert, kommt dann aber mit deutlich weniger Bildrauschen aus.

Kamerabild Moto X ForceKamerabild Moto X ForceKamerabild Moto X ForceKamerabild Moto X Force

Die Frontkamera löst mit 5 Megapixel auf und bietet sogar eine eigene LED. Freunde von Selfies dürfte damit im wahrsten Sinne des Wortes ihre helle Freude haben. Einen guten Eindruck von den Fähigkeiten der Kamera bei Dunkelheit bekommt ihr hier bei meinem Aufnahmen in der Dechenhöhle.

Dechenhöhle 2016 (Moto X Force)

Fazit: Nahezu unverwüstlich aber teuer

Das Moto X Force ist mit seinen knapp 700 Euro ziemlich teuer. Dafür bekommt man allerdings auch ein absolutes HighEnd-Smartphone und ein nahezu unverwüstliches Display. Letzteres ist bruchsicher, aber leider nicht resistent gegenüber Kratzern. Trotz der vierjährigen Garantie aus das Glas würde es ich trotzdem nicht fallen lassen. Der Rahmen und das Backcover sind nämlich nicht so hart im Nehmen. “May no force be with you, always!”  Das Smartphone kommt in einem hochwertigen Gehäuse aus Aluminium und Nylon daher. Der fest eingebaute Akku mit seinen 3.760 mAh konnte mich voll überzeugen. Wer mobile-reviews.de unterstützen will, der kauft sich das Smartphone zum Beispiel bei Cyberport.de.

Tags : LenovoMoto XMotorolaReviewSmartphone
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar “Musik”, aber die meisten anderen bezeichnen es als “Krach”.

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