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Motorola Moto G (2nd. Gen) im Test: Feines Einsteiger-Smartphone

Das Motorola Moto G war als recht günstiges Einsteiger-Smartphone mit Android 4.4.2 schon ein voller Erfolgt. Mit dem Moto G 4G (LTE) setzt Motorola jetzt nochmal eins drauf und behebt damit gleich zwei Schwachpunkte des Vorgängers. Neben HSPA+ kann man nämlich nun auch über LTE surfen und das Moto G 4G bietet einen MicroSD-Kartenslot! Damit kann man den 8 GByte großen internen Speicher nun problemlos erweitern. Auf der Vorderseite erblickt man wieder einen 4,5-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 720 x 1.280 Pixel (329 ppi). Auf der Rückseite sorgt eine 5-Megapixel-Kamera mit LED für ansprechende Aufnahmen. Bei der CPU macht Motorola keine Experimente und setzt wieder auf den  Snapdragon 400 (Quad-Core aus dem Hause Qualcomm ) mit 1.2 GHz je Kern. Der kommt auch beim HTC One mini 2 zum Einsatz. Wie sich das Moto G 4G im Test geschlagen hat, erfahrt ihr in meinem Testbericht.
Design
Display
Kamera
Multimedia
Konnektivität 
Benchmarks
Ergebnis

Design & Haptik

Beim Design hält Motorola sich dezent zurück. Das schwarze Moto G 4G ist optisch eher unauffällig. Die Rückseite ist dabei gummiert und liegt gut in der Hand. Alle Ecken sind abgerundet und das Display wird durch Corning Gorilla Glas geschützt. Auf der Rückseite findet man oberhalb des – in einer Mulde liegenden – Motorola-Logos die LED und die Kamera. Der Lautsprecher ist links daneben eingebaut.

Motorola Moto G LTE von mobile-reviews.deDie Rückseite kann man übrigens selber öffnen. Der Akku mit seiner Kapazität von 2.070 mAh kann trotzdem nicht selbst gewechselt werden. Wozu dient dann der Deckel? Er ermöglicht den Zugang zur MicroSIM UND zur Micro-SD-Karte. Natürlich kann man sein Moto G 4G so auch ganz passabel personalisieren. Ich habe mich für Gelb-Schwarz entschieden, möchte Mario Götze an dieser Stelle danken und Grüße die Jungs vom BVB.

Echte Drücker hat das neue Moto G 4G nur Zwei anzubieten. Beide befinden sich auf der rechten Gehäuseseite. Dort findet man also den Ein-/Ausschalter sowie den Lautstärkeregler. Das Betriebssystem in Form von Android 4.4.2 bedient man über die drei Softkeys im unteren Bereich des Touchscreen. Auf der Unterseite des Gehäuses liegt der MicroUSB-Port sowie das Mikrofon. Der Anschluss für den Kopfhörer sitzt hingegen auf der Oberseite. Mit seinen Abmessungen von 130 x 66 x 11,6 mm und einem Gewicht von 143 Gramm ist es zwar kleiner, aber auch dicker und schwerer als das Google Nexus 5 (138 x 69 x 8,59 mm, 130 Gramm). Die Verarbeitung ist für diese Preisklasse ok . D der Akkudeckel meines Testgeräss knarzt (wie beim Vorgänger) auf der Rückseite.


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Links neben dem Ohrhörer befindet sich die (nahezu unsichtbar integrierte) weiße Benachrichtigungs-LED für entgangene Anrufe und Nachrichten.  Rechts daneben sieht man die 1,3-Megapixel-Kamera für Videochats, Selfies und Wefies. Ich gebe dem Moto G 4G im Bereich Design und Haptik 7 Punkte.

Lieferumfang

Motorola Moto G 4G von mobile-reviews.de

Im sehr kleinen Karton von Motorola findet man neben dem Smartphone nur noch ein Lade-/Datenkabel und ein paar Anleitungen. Ladegerät oder Headset sind wohl dem Rotstift zum Opfer gefallen. Beim Ladegrät habe ich dafür Verständnis, denn das schont die Umwelt. Ein normales USB-Ladegerät sollte eigentlich jeder bereits zu Hause haben. Ok, die mitgelieferten Headsets taugen klanglich meist eh nichts. Trotzdem, Platz hätte jedenfalls beides noch in der Verpackung gefunden.

Display

Der 4,5 Zoll große Touchscreen löst mit 720 x 1.280 Pixel auf (329 ppi) und gefällt mir gut. Die homogene Farbdarstellung des IPS-Display konnte mich auf Anhieb überzeugen, die maximale Helligkeit leider nicht. So konnte ich den Bildschirminhalt bei leichtem Sonnenschein zwar noch gut ablesen. Eine Reserve für mehr Sonne (wie heute) bietet der Bildschirm dann aber nicht.  Die Blickwinkelstabilität ist – typisch für ein IPS – zwar recht gut, fällt aber im direkten Vergleich mit der oft nur wenig teureren Konkurrenz leicht ab.  Ich gebe dem Moto G in dieser Diziplin daher 7 Punkte.

Kamera

Motorola Moto G 4G von mobile-reviews.deDie 5-Megapixel-Kamera des Motorola Moto G 4G ist mal wieder keine Offenbarung. Sofern ausreichend Licht zur Verfügung steht, geht die Bildqualität zwar noch in Ordnung. Bei einsetzender Dunkelheit werden die Aufnahmen aber ziemlich körnig. Insgesamt gehen auch einige Details verloren und es mangelt an Schärfe und Kontrast.  Die Farbdarstellung von – in Innenräumen gemachten – Bilder wirkt leicht gelbstichig, die Aufnahme geraten zu dunkel.  Die Videoqualität der HD-Videos ist hingegen ausreichend. Man kann sogar SlowMotion-Aufnahmen erstellen.  Wischt man von links nach rechts über den Sucher, so kommen diverse Optionen zum Vorschein. So kann ich zum Beispiel den eingebauten Blitz aktivieren und eine Panoramafunktion oder den HDR-Modus (der natürlich keiner ist) nutzen. Wer mag, kann auch direkt Einfluss auf den Fokus oder die Belichtung bekommen. Per Wischgeste von rechts nach links gelangt man direkt in die Galerie. Ingesamt betrachtet bekommt die Kamera von mir 6 Punkte.

Multimedia

Der Musikplayer von Google ist optisch eher bescheiden ausgefallen. Natürlich werden trotzdem alle wichtigen Informationen zum Album bzw. Track übersichtlich dargestellt. Leider fehlen bei Google Play Music die Klang-Presets. So liefert das Moto G 4G nur einen durchschnittlichen Sound ab. Meine beiden Referenzgeräte (ein Cowon J3 und Estarlab Monolith) klingen deutlich lebendinger und natürlicher. Folgende Kopfhörer kamen für den Soundcheck zum Einsatz.
Sämtliche MP3-Tracks wurden dabei eigenhändig mit 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software „LAME“ codiert. Der Lautsprecher des Moto G 4G befindet sich zwar auf der Rückseite, tönt aber mehr als laut genug. Dafür liefert er aber einen hellen, fast kratzigen Sound und übersteuert auf maximaler Lautstärke leicht. Videos spielt das Smartphone bei mir im Test nur im MP4-Kontainer ab. Mit Mov oder DivX kam es nicht klar. Das eingebaute FM-Radio samt RDS klingt recht gut, funktioniert aber nur mit Kopfhörer. So reicht es beim Sound für 7 Punkte:

Akku, Konnektivität und Gesprächsqualität

Der fest eingebaute Akku hat eine Kapazität von 2.070 mAh. Mit dem Moto G 4G kommt man auch als Poweruser einen Arbeitstag über die Runden. Dabei stellte sich das Display neben der CPU als der größte Stromfresser heraus. Wer gerne Filme oder Serien schaut, wird sein Smartphone daher nach knapp 6 Stunden (bei mittlerer Displayhelligkeit) aufladen müssen. Ich selbst schaffte bei aktiviertem E-Mail-Push, ca. 15 Minuten Telefonieren und ca. 90 Minuten Musik pro Tag knapp zwei Tage mit einer Akkuladung.

Während meiner Telefonate konnte ich meine Gesprächsteilnehmer gut verstehen und wenn nicht, dann lag es nicht am Motorola 😀 Das galt auch für die eigene Übertragungsqualität. Der Empfang geht auch bei schlechterer Netzversorgung noch in Ordnung. NFC unterstützt das Moto G 4G zwar leider immer noch nicht, dafür kann man Daten per MicroUSB, Bluetooth 4 oder WLAN b/g/n (2.4 GHz) übertragen. Beim Moto 4G kommt nun auch endlich die Unterstützung für LTE hinzu. So surft man deutlich fixer als beim Vorgänger. Die Übertragungsrate und Empfindlichkeit war im LTE-Netz von o2 „normal“. Der integrierte GPS-Empfänger kommt mit GLONASS klar. Das Gesamtpaket ergibt 8 Punkte.

Benchmarks

Im AnTuTu X erzielt das Moto G 16.952 Punkte und liegt damit knapp hinter dem Galaxy S3. Im Geekbench 3 kommt es auf 339 Zähler im Single-Core und 1133 im Multi-Core und ist damit leicht schneller als das Motorola Razr i. Beim IceStorm-Benchmarkt erzielt das Moto G 4G 5452 Punkte. Da nur 8 Gigabyte Speicher zur Verfügung stehen (von dem auch nur knapp 5 GB frei ist) kann man nicht allzu viele größere Apps oder Spiele im internen Speicher installieren. Erweitern kann man ihn aber über Micro-SD-Speicherkarten. Via USB-OTG geht das nicht. Unverständlicherweise wird meine 64 GByte-Karte (FAT32) nicht erkannt. Das Moto G 4G unterstützt damit wohl nur Micro-Karten bis 32 GByte!  Alle von mir getesteten Spiele (GTA: San Andreas, Asphalt 8 und Dead Trigger 2) liefen flüssig. Bei GTA muss man allerdings ein paar Detailstufen runterschalten. Im Kapitel Benchmarks erreicht das Moto G somit 7 Punkte.


Menü

Beim Moto G 4G kommt das normale Userinterface von Android 4.4.2 ohne jeglichen optischen Balast zum Einsatz. Google liefert ab Werk natürlich ein umfangreiches App-Paket mit. Dazu gehört neben einem Kalender auch eine Uhr mit Weckfunktion, eine Kontaktverwaltung sowie Maps als Navigationssoftware. Über Google Drive erhält man sogar einen kostenlosen Onlinespeicher. Motorola steuert Motorola Assist mit bei. Damit kann man das Smartphone so konfigurien, dass man beispielsweise in Besprechungen (müssen im Kalender gekennzeichnet sein) bzw. in den Nachtstunden nicht von jedermann gestört wird. Schaut euch das Moto G 4G doch einfach in meinem Videoreview auf YouTube an:

Fazit

Mit dem Moto G 4G liefert Motorola (Lenovo) ein alltagstaugliches und günstiges Smartphone auf der Basis von Android 4.4.2 aus. Die Mängel des Vorgängers hat man über die Unterstützung von LTE und MicroSD-Karten nun fast komplett behoben. Das 4,5 Zoll große HD-Display macht einen guten Eindruck. Die Kameraqualität des Moto G 4G ist aber weiterhin recht übersichtlich, in dieser Preisklasse aber wohl verschmerzbar. Preislich empfinde ich das Moto G 4G mit 199 Euro wieder als klaren Preis-/Leistungssieger! Wer mobile-reviews.de unterstützen will, der kauf das Moto G 4G bei Amazon.

Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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