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Motorola Moto G (3. Gen) im Test: Wasserfest aber nicht günstig

Das Motorola Moto G (2nd. Gen) mit LTE aus 2014 war als recht günstiges Einsteiger-Smartphone schon ein gutes Schnäppchen. Mit dem neuen Moto G (3. Gen) 2015 wagt Motorola einen neuen Versuch, an den Erfolg des Vorgängers anzuschließen. Das Moto G (2015) ist nun wasserdicht nach IPx7, unterstützt LTE, verfügt über eine 13-Megapixel-Kamera und zeichnet Videos in Full HD auf. Mit dem nicht mehr ganz taufrischen Snapdragon 410 hat der Hersteller zwar einen Quad-Core-Prozessor mit Unterstützung für 64-bit am Start, nutzt im aktuellen Android 5.1.1 aber nur den 32-Bit-Modus. Das Moto G 2015 gibt es entweder mit 8 oder 16 Gigabyte internen Speicher. Der Arbeitsspeicher beträgt dann 1 bzw. 2 Gigabyte.  Die kleinste Variante kostet zum Beispiel bei Cyberport.de 229 Euro, die Version mit 16 Gbyte bekommt man aktuell nur über den Motomaker für stattliche 279 Euro. Im Test musste das neue Moto G dann zeigen, ob es sein Geld wert ist.

Design: Kunststoff mit IPx7

Moto-G_2014

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Das knapp 142 x  72,2 x 11.5 Millimeter große und 153 Gramm schwere Moto G aus 2015 liegt gut in der Hand. Die Rückseite wölbt sich dabei angenehem in der Hand und wurde rutschhemmende beschichtet. Die Leiste auf der Rückseite beherbert die Kamera und den LED-Blitz. Eine kleine Mudle schützt das Motorola Logo und sorgt für die sichere Ablage des Zeigefingers.

Das neue G kann man über eine Webseite im Motomaker nahezu vollständig individualisieren. Im Onlienshop stehen zwei Basisversionen (Schwarz und Weiß) zur Auswahl, die Rückseite kann man dann über zehn Farben sowie weitere Design-Elemente in Form von sogenannten Akzenten anpassen. Insgesamt ist das neue Moto G gut verarbeitet und überlebt dank IPx7 auch einen Schauer bzw. den Fall ins Waschbecken. Gegen Staub ist es aber nicht geschützt!

Display: Wenig zu bemängeln

Moto_G_2015_13Das Display bietet dem verwöhnten Auge des Betrachters eine Diagonale von 5-Zoll bei einer Auflösung von 720 x 1.280 Bildpunkten. Damit erreicht es knapp 294ppi und bleibt unter magischen Grenze von 300ppi. So wäre das menschliche Auge theoretisch noch in der Lage, einzelne Pixel voneinander zu unterscheiden. Im Test gab es da aber keine Probleme, der Inhalt wurde scharf abgebildet. Farbdarstellung und Blickwinkelstabilität des IPS-Panels waren ebenfalls unauffällig. Einzig die maximale Helligkeit könnte mit knapp 378 Candela pro Quadratzentimeter einen Tick höher sein. Bei direkter Sonneneinstrahlung hat man faktisch kaum noch eine Chance, einen vernünftigen Blick auf den Displayinhalt werfen zu können.

Performance: Der Prozessor kommt ins Schwitzen

Unter der Haube des Moto G der 3. Generation steckt ein Snapdragon 410 mit vier Kernen zu 1,4 Gigahertz. Beim Grafikprozessor setzt der Hersteller auf den Adreno 306. Ich hatte die Version mit 1 Gbyte RAM und 8 GByte internem Speicher im Test. Anspruchsvolle Games vom Schlage eines Reckless Racing 3, Modern Combat 5 oder Unkilled bringen die CPU schnell ans Limit.  Im aktuellen Geekbench 3 erzielte das Moto G 523 Punkte im Single-Core und knapp 1.561 im Multi-Core. Im aktuellen AnTuTu-Benchmark kam es auch nur auf 22.175 Zähler.

Multimedia: Gute Kamera mit 13-Megapixel

Moto_G_2015_14Die Kamera löst nun mit 13 Megapixel auf. Aber aufpassen, nur wenn man dei Bilder im 4:3 Format ablegt (3.120 x 4.160 Bildpunkte) kommt man auf 13 Megapixel. Im beliebten 16:9 werden die Aufnahmen mit 10 Megapixel geschossen (4.160 x 2.340 Pixel). Die Kamera auf der Vorderseite bringt Selfies, Wefies und dergleichen mit maximal 5 Megapixel zu euch nach Hause. Der Autofous reagiert erstaunlich fix und auch die Bildqualität ging voll in Ordnung. Die HDR-Automatik konnte mich aber nicht überzeugen und der  Panorama-Modus ist eher eine Spielerei. Die Schärfe und auch die Detailtreue der Aufnahmen war insgesamt gut, deutlich besser als beim Vorgänger! Der zweifarbige LED-Blitz macht Aufnahme bei einsetzender Dunkelheit möglich, dann muss man aber auch Bildrauschen in Kauf nehmen. Videos werden in Full-HD aufgezeichnet, der Autofokus reagierte hier aber mitunter etwas träge.

Der Musikplayer von Google leistet gut Arbeit und kann dank der in den Einstellungen versteckten Equalizer-Presets auch noch auf den persönlichen Hörgeschmack eingestellt werden. Leider hat Motorola aber nur noch einen Lautsprecher im Einsatz. Der liegt unter dem Display und ist nicht sonderlich laut oder schön.

Android 5.1.1: Kein Schickschnack

Als Betriebssystem kommt das Android 5.1.1 ohne jegliche optische Veränderungen zum Einsatz.  Das Displaykann man nicht per Doppeltipp auf den Touchscreen aus dem Standby-Modus wecken. Dafür zeigt das neue G alle wichtigen Informationen auf dem Sperrbildschirm an, sobald man das Telefon in die Hand nimmt und zum Gesicht dreht. Wer mag kann sein Moto G der 3. Generation über entsprechende Einträge im Kalender automatisch stummschalten oder eingehende Anrufe mit einer vorgefertigten SMS ablehnen.

Konnektivität & Akku: Alles im grünen Bereich

Das neue 2015er-Modell unterstützt neben HSPA+ auch LTE, WLAN b/g/n und GPS. An NFC hat der Hersteller aber nicht gedacht. Bei der Version mit nur 8 GByte Speicher stehen allerdings nur knapp 2.7 Gigabyte Speicher zur freien Verfügung. Gut, dass man den Speicher per MicroSD um weitere 128 GByte aufbohren kann. Der Akku mit seinen 2.470 mAh hält knapp einen Arbeitstag im Dauereinsatz durch. Die Gesprächsqaulität sowie die Sede- und Empfangsleistung waren auf hohem Niveau.

Fazit: Gut aber nicht mehr wirklich günstig

Das neue Moto G kostet zwischen 229 und 279 Euro und dafür bekommt man technsich betrachtet nut ein durchschnitlich gut ausgestattetes Smartphone. Der 5-Zoll-Bildschirm ist hell, aber nicht hell gwnug. Die Auflösung von 720 x 1.280 Pixel geht in Ordnung, aber in dieser Preisklasse bekomtm man auch Displays in Full-HD. Die CPU ist etwas schwach auf der Brust, das merkt man bei aktuellen Spielen. Android 5.1.1 lief hingegen flüssig. Wer sich für ein Moto G 2015 interessiert sollte aber meiner Meinung nach gleich die Version mit 16 GByte Speicher und 2 GByte RAM wählen. Ein Kauf über Cyberport.de unterstützt uns bei weiteren Testberichten.
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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