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Motorola Moto E (2. Gen) LTE Test

Das Motorola Moto E ohne LTE wurde damals als sehr günstiges Einsteiger-Smartphone beworben und lief noch mit Android 4.4.2. Nun hat Motorola mit dem Moto E (2. Gen) LTE den Nachfolger vorgestellt. Das knapp 130 Euro günstige Moto E (2. Gen) LTE beherrscht nicht nur HSPA+ sondern nutzt auch den schnellen Datenturbo LTE. Den internen Speicher (8 GByte) kann man über MicroSD-Karten erweitern. Das Display auf der Vorderseite ist nun auf 4,5-Zoll gewachsen, die Auflösung beträgt aber immer noch 540 x 960 Pixel und kann damit nicht mit den güsntigeren Konkurrenz, wie beispielswesie dem Honor Holly mithalten.

Auch die Kamera auf der Rückseite löst nur mit 5 Megapixel auf. Damit bekommt man bestenfalls eine befriedigende Bildqualität zustande. Da sie auch keine LED bietet, sind Aufnahmen bei Dunkelheit nahezu unmöglich. Bei der CPU macht der Hersteller ebenfalls keine Experimente und setzt auf den allseits bekannten Snapdragon 410. Der Quad-Core aus dem Hause Qualcomm taktet mit 1.2 GHz je Kern und Unterstützt 64-bit. Das kommt natürlich dem aktuellen Android 5.0.2 sehr recht. Im Geekbench 3 erzielt das neue Moto E (2. Gen) trotzdem nur 470 Punkte im Single-Core und 1.441 im Multi-Core. Im AnTuTu kommt das Einsteiger-Smartphone immerhin auf 22.162 Zähler. Damit ist es aber trotzdem rund doppel so schnell wie der Vorgänger! Wenn ihr mehr Details zum Moto E (2. Gen) wollt, dann lest doch einfach meinen folgenden Testbericht.

Design

Beim Design hält sich Motorola mal wieder vornehm zurück. Das schwarze Moto E (2. Gen) LTE ist optisch eher unauffällig und orientiert sich leicht an den Vorgängern. Die Rückseite ist dabei gummiert und liegt gut in der Hand. Alle Ecken sind abgerundet und das Display wird durch Corning Gorilla Glas 3 geschützt. Auf der Rückseite findet man eine kleine Mulde in der sich das Motorola-Logo befindet. Dort kann man seinen Zeigefinger recht bequem ablegen. Leider verwechselte ich diese Mulde im Test aber ebenso leicht mit der Kameralinse. Die dann natürlich mit Fingerabdrücken übersäht wird. Eine LED findet man hier nicht. Der Lautsprecher ist auf der Vorderseite untergebracht. Die Betonung liegt hierbei auf „der“ (Einzahl) 😀

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Die Rückseite kann man übrigens nicht mehr öffnen. Wer Zugang zur MicroSIM oder MicroSD benötigt – und wer tut das nicht – der kann hierzu den kompletten Ring (den „Rahmen“) um das Moto E der 2. Generation entfernen. Eine sehr clevere und elegante Lösung. Im Übrigen ist das neue Moto E LTE kein dünnes Smartphone. Mit seinen Abmessungen von 129,9 x 66,8 x 12,3 mm und einem Gewicht von 145 Gramm hat man ein kleines Pummelchen in der Hand. Das fällt natürlich im Vergleich zum unten abgebildeten iPhone 6 besonders auf.

 

 

Echte Drücker hat das neue Moto E (2. Gen) LTE 4G nur noch zwei anzubieten und beide befinden sich auf der rechten Gehäuseseite. Dort findet man neben einem Ein-/Ausschalter auch einen Lautstärkeregler. Beim Betriebssystem setzt Motorola auf das brandaktuelle Android 5.0.2 auch Lollipop genannt. Das ist allerdings auch kein Wunder, bei den direkten Verbindungen zu Google 😀

Mehr Bilder nach dem Klick
Rechts neben dem Ohrhörer auf der Vorderseite befindet sich die 0,3-Megapixel-Kamera für Videochats, Selfies und Wefies. Aber selbst dafür ist sie ziemlich ungeeignet. Die 5-Megapixel-Kamera seht irh auf der Rückseite.

 

Im sehr kleinen Karton von Motorola findet man neben dem Smartphone nur noch ein Lade-/Datenkabel und ein paar Anleitungen. Ein Ladegerät oder ein Headset sind dem Rotstift zum Opfer gefallen. Beim Ladegerät habe ich dafür durchaus Verständnis. Immerhin schont es die Umwelt, denn sowas sollte eigentlich jeder bereits zu Hause haben. Mitgelieferte Headsets taugen klanglich meist auch nicht viel, aber die hätte Motorola schon mitliefern können. Ausreichend Platz wäre in der Verpackung gewesen.

Display

 

Der 4,5 Zoll große Touchscreen löst mit 540 x 960 Pixel auf (245 ppi) und kann mich nicht so ganz überzeugen. Die homogene Farbdarstellung des LCD kann da schon besser gefallen und auch die maximale Helligkeit gibt kaum Anlass zur Klage. So konnte ich den Bildschirminhalt bei leichtem Sonnenschein noch gut ablesen. Die Blickwinkelstabilität ist ebenfalls recht gut. Aber zurück zur Auflösung. Die konnte schon mein Motorola Razr i vorweisen und das ist schon ein kleine Methusalem. Im direkten Vergleich zum Honor Holly oder der sehr günstigen Konkurrenz aus China kann das Moto E (2. Gen) dann leider keinen Blumentopf mehr gewinnen. Oder frei nach Heidi Klumpf: für dich habe ich heute kein Foto.

Kamera

Die 5-Megapixel-Kamera des Motorola Moto E (2. Gen) LTE ist ebenfalls keine Offenbarung. Sofern ausreichend Licht zur Verfügung steht, geht die Bildqualität zwar noch in Ordnung. Bei einsetzender Dunkelheit werden die Aufnahmen aber ziemlich körnig. Insgesamt gehen auch einige Details verloren und es mangelt ein wenig an Schärfe und Kontrast.  Die Videoqualität der HD-Videos ist hingegen ausreichend. Wer mag, kann auch direkt Einfluss auf den Fokus oder die Belichtung bekommen. Per Wischgeste von rechts nach links gelangt man direkt in die Galerie.

Campics Motorola Moto E (2. Gen) LTECampics Motorola Moto E (2. Gen) LTECampics BQ Auquarius E5 LTE

Alle meine Testbilder der Kamera des Motorola Moto E (2. Gen) LTE findet ihr hier bei flickr.

Multimedia

Der Musikplayer von Google ist optisch natürlich bescheiden. Er stellt aber alle wichtigen Informationen zum Album bzw. Track übersichtlich dar. Das Moto E LTE versteckt unter der Option Ton & Benachrichtigungen – Audioeffekte ein paar Presets für den Lautsprecher sowie kabelgebundene Kopfhörer. Hinzu kommen Effektprofiel, Surround und Equalizer-Presets. So liefert das Moto E (2. Gen) LTE einen durchschnittlichen, aber kraftvollen Sound ab. Meine beiden Referenzgeräte (ein Cowon J3 und Estarlab Monolith) klingen deutlich lebendinger und natürlicher. Folgende Kopfhörer kamen für den Soundcheck zum Einsatz.

 

Grado iGrado Koss Portra Pro Sony MH1 Logitech Triple fi 10 Studio HD
iGrado von Grado
(C) Grado
Koss Porta Pro
(C) Koss
 Sony MH1
(c) Sony
Ultimate Ears Triple fi 10
(C) Logitech
Studio HD  by Dr. Dre
(C) Monster

 

Sämtliche MP3-Tracks wurden dabei eigenhändig mit 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software „LAME“ codiert. Der Lautsprecher des Moto E (2. Gen) LTE 4G befindet sich auf der Vorderseite und tönt mehr als laut genug. Dafür liefert er aber einen etwas kratzigen Sound und übersteuert auf maximaler Lautstärke leicht. Videos spielt das Smartphone bei mir im Test nur im MP4 und MKV-Kontainer ab. Mit Mov oder DivX kam es nicht klar. Das eingebaute FM-Radio samt RDS klingt recht gut, funktioniert aber nur mit Kopfhörer.

Akku, Konnektivität und Gesprächsqualität

Der fest eingebaute Akku hat eine Kapazität von 2.390 mAh. Damit kommt man auch als Poweruser locker einen Arbeitstag über die Runden. Selbst mit gekoppelter Android-Wear-Smartwatch. Dabei stellte sich das Display neben der CPU als der größte Stromfresser heraus. Wer gerne Filme oder Serien schaut, wird sein Smartphone daher nach knapp 7 Stunden (bei mittlerer Displayhelligkeit) aufladen müssen. Ich selbst schaffte bei aktiviertem E-Mail-Push, ca. 15 Minuten Telefonieren und ca. 90 Minuten Musik pro Tag knapp zwei Tage mit einer Akkuladung. Der Akku ist nach knapp 3 Stunden wieder voll aufgeladen. Das hängt allerdings durchaus vom Ladegerät ab (getestet mit einem Lader von Motorola).

Motorola Moto E (2. Gen) LTE von mobile-reviews.deMotorola Moto E (2. Gen) LTE von mobile-reviews.de

Während meiner Telefonate konnte ich meine Gesprächsteilnehmer gut verstehen und wenn nicht, dann lag es nicht am Motorola 😀 Das galt auch für die eigene Übertragungsqualität. Der Empfang geht bei schlechterer Netzversorgung voll in Ordnung. Ich persönlich finde sie sogar „aus dem Bauch heraus“ top. NFC unterstützt das Moto E (2. Gen) LTE zwar leider immer noch nicht, dafür kann man Daten per Micro-USB, Bluetooth 4 oder WLAN b/g/n übertragen. Beim Moto E LTE kommt nun auch die Unterstützung für LTE hinzu. So surft man deutlich fixer als beim Vorgänger. Die Übertragungsrate und Empfindlichkeit war im LTE-Netz von o2 „normal“. Der integrierte GPS-Empfänger kommt mit GLONASS klar.


Benchmarks

 

Im Geekbench 3 erzielt das neue Moto E (2. Gen) 470 Punkte im Single-Core und 1.441 im Multi-Core. Im AnTuTu kommt das Einsteiger-Smartphone immerhin auf 22.162 Zähler. Da nur 8 Gigabyte Speicher zur Verfügung stehen (von dem auch nur knapp 5 GByte frei sind) kann man nicht allzu viele größere Apps oder Spiele im internen Speicher installieren. Erweitern kann man ihn aber über Micro-SD-Speicherkarten. Via USB-OTG geht das nicht.  Alle von mir getesteten Spiele (GTA: San Andreas, Asphalt 8 und Dead Trigger 2) liefen flüssig. Leichte Ruckler gibt es imemr dann, wenn das OS mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigt (beispielsweise Surfen und Installation von Apps).

 

Menü

Motorola Moto E (2. Gen) LTE von mobile-reviews.deMotorola Moto E (2. Gen) LTE von mobile-reviews.deMotorola Moto E (2. Gen) LTE von mobile-reviews.de

Beim Moto E (2. Gen) LTE kommt die normale Benutzeroberfläche von Android 5.0.2 ohne jeglichen optischen Balast zum Einsatz. Google liefert ab Werk natürlich ein umfangreiches App-Paket mit. Dazu gehört neben einem Kalender auch eine Uhr mit Weckfunktion, eine Kontaktverwaltung sowie Maps als Navigationssoftware. Über Google Drive erhält man sogar einen kostenlosen Onlinespeicher. Motorola steuert den Motorola Assist mit bei. Damit kann man das Smartphone so konfigurien, dass man beispielsweise in Besprechungen (müssen im Kalender gekennzeichnet sein) bzw. in den Nachtstunden nicht von jedermann gestört wird. Ebenso gibt es eine gute Hilfefunktion für absolute Neueinsteiger und eine Migrationsfunktion um seine daten von einem anderen Smartphone zum Moto E LTE zu verschiffen.

Fazit

8 ★★★★★★★☆☆☆

Bewertung

Pro ?

  • LTE
  • Android Lollipop

Contra?

  • Kameras
  • Display

Mit dem Moto E (2. Gen) LTE 4G liefert Motorola ein absolut alltagstaugliches und recht günstiges Smartphone auf der Basis von Android 5.0.2 ab. Wer also ein aktuellen Betriebssystem wünscht, der kommt in dieser Preisklasse kaum um das Moto E LTE herum. Das Display ist allerdings nicht wirklich hochauflösend und genau das macht die Konkurrenz in dieser Preisklasse besser. Die Kameraqualität des Moto E (2. Gen) LTE 4G ist recht übersichtlich, aber vielleicht sogar noch verschmerzbar. Die Unterstützung für LTE wird viele sicher erfreuen. Wer mobile-reviewsd.e unterstpützen will, der kauft das Motorola Moto E (2. Gen) LTE beispielsweise bei Cyberport.de.

Tags : MotorolaReview
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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