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Nokia 3 – Nokia 5 – Nokia 6 im Test: Mein Fazit

Das Nokia 3, das Nokia 5 und das Nokia 6 waren die letzen Wochen meine ständigen Begleiter. Eins kann ich jetzt schon sagen: Nokia (bzw. HMD Global) hält sein Versprechen, denn alle drei Geräte wurden regelmässig mit den neusten Sicherheitspatches versorgt. Zu diesem Zeitpunkt nutze ich die Google Patches vom 01.08.17. Daher hier nun mein Resümee zu den drei Neuvorstellungen aus dem Hause Nokia.

Nokia 3: Wenig Smartphone, eher für Einsteiger

Nokia_3_07Das neue Nokia 3 bietet leider nur ein einfaches Polycarbonat-Gehäuse in den “Farben” Mattes Schwarz, Silber, Temperiertes Blau, Kupfer. Bei einem Preis von rund 160 Euro geht das aber in Ordnung. Zumal das Smartphone weder billig wirkt, noch schlecht verarbeitet ist und der Rahmen selbst dann doch aus Aluminium gefertigt wurde. Das erklärt das recht hohe Gewicht von 140 Gramm. Die Abmessungen von 143,4 x 71,4 x 8,48 mm gehen für ein “5-Zoll-Smartphone” ebenfalls in Ordnung.

Das Display selber löst leider nur mit 720 x 1.280 Pixel auf, weist eine etwas zu geringe Helligkeit auf und ist mir persönlich zu bläulich abgestimmt. Die Performance des MediaTek-Chipsatz MT6737 ist in Zusammenarbeit mit den 2 GByte Arbeitsspeicher zudem einen Tick zu gering. Das merkt man bei aktuellen Spielen deutlich, aber eben leider auch in der unveränderten übernommen Benutzeroberfläche von Android 7.0. Apps öffnen einfach langsamer als bei den anderen beiden Modellen. Hier hätte HMD Global gut daran getan, ebenfalls auf den Snapdragon 430 zu setzen. Die Sende- und Empfangsleistung ist sowohl im GSM- als auch im UMTS-Netz und bei LTE (auch Band 20) absolut unauffällig.

Die Kamera mit ihren 8 Megapixeln kann mich nicht allerdings überzeugen. Die Qualität geht eher in Richtung Schnappschuss und kann auch nur bei ausreichend Licht als “befriedigend” empfunden werden. Videos werden nur in HD aufgezeichnet.

Schlussendlich bleibt ein mittelprächtiges Smartphone übrig, welches einzig und allein durch die aktuellen Sicherheitspatches glänzen kann. So kommt es höchstens als Zweitphone in Frage.

Nokia 5: Mittelklasse-Smartphone mit Luft nach oben

Nokia_6_07Das knapp 210 Euro teure Nokia 5 bietet wenigstens schon ein Metallgehäuse mit mattem Finish. Mit seinen Abmessungen von 149,7 x 72,5 x 8,05 mm ist es nur wenig größer als das Nokia 3. Mit 160 Gramm zudem auch nur geringfügig schwerer und das, obwohl es vollständig aus Metall besteht! Die Haptik und damit auch die Wertigkeit ist deutlich besser als beim kleinen Bruder.

Bei der Farbwahl zeigt Nokia bzw. HMD Global allerdings wenig Fantasie: Mattes Schwarz, Silber, Temperiertes Blau, Kupfer wirken etwas langweilig. Und eigentlich erinnert auch hier nur das bekannte Nokia-Logo an den ehemals sehr erfolgreichen Hersteller.

Das 5,2 Zoll große Display des Nokia 5 löst ebenfalls nur mit 720 x 1.280 Pixeln auf, ist deutlich wärmer (gelblicher) temperiert als beim Nokia 3, dafür aber auch heller. Aber gerade hier hätte ich mir bereits eine Full-HD-Auflösung gewünscht. Immerhin gibt es bereits einen Fingerabdrucksensor unterhalb des Displays. Das Betriebssystem ist zudem etwas aktueller (Android 7.1.1), die Sicherheitspatches aus dem Google sind ebenfalls vom 01.08.2017.

Bei der Performance gibt es für ein Mittelklasse-Smartphone keine Überraschungen. Der Snapdragon 430 in Kombination mit 2 GByte RAM reicht für einfachere Spiele aus. Bei den aktuellen Vertretern aus dem Play Store wird man mit Rucklern rechnen müssen. Auch hier findet man nur 16 GByte Speicher. Bei der Sende- und Empfangsleistung gibt es nicht negatives zu berichten. LTE wird auch in Band 20 unterstützt und der Lautsprecher auf der Unterseite tönt sehr laut.

Die 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite macht auf dem Papier einen guten Eindruck. In der Realität sieht das dann leider anders aus. Mit der Blende f/2.0 ist die Kamera einfach nicht für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen gedacht. Die Farben wirken etwas blass, die Full-HD-Videos sind leider auch nichts besonderes.

Das Nokia 5 ist ein gutes Mittelklasse-Smartphone, welches sich – abgesehen von den aktuellen Sicherheitspatches und Android 7.1.1 – aber kaum von anderen Modellen in dieser Preisklasse abhebt.

Nokia 6: Mehr Mittelklasse, aber nicht ganz billig

Nokia-6-BackOptisch hebt sich auch das 154 x 76 x 7.8 mm und 170 Gramm schwere Nokia 6 kaum von der Masse ab. Bei den Farben setzt der Hersteller auf mattes Schwarz, Silber, Temperiertes Blau, Kupfer. Also sozusagen “im Westen” nichts neues. Das Gehäuse besteht ebenfalls aus Metall und unterscheidet sich optisch kaum vom Nokia 5. Mit knapp 250 Euro ist es das teuerste der drei Modelle.

Das 5,5 Zoll große Display des Nokia 5 löst mit 1.080 x 1.920 Pixeln auf, ist etwas zu bläulich abgestimmt, bietet aber eine hohe Reserve bei direkter Sonneneinstrahlung. Der Fingerabdrucksensor unterhalb des Displays ist dafür aber ebenfalls recht klein ausgefallen. Android 7.1.1 kommt mit den aktuellen Sicherheitspatches aus dem Google vom 01.08.2017 daher.

Technisch bekommt aber auch hier nur einen Snapdragon 430 zu Gesicht. In Verbindung mit 3 GByte RAM und 32 GByte Speicher ist er der “schnellste” und am besten ausgestattete Vertreter. Für High-End-Spiele reicht das aber keinesfalls und auch die Benchmarkergebnisse unterscheiden ihn kaum vom Nokia 5. Die unverbastelte Oberfläche mit Android 7.1.1 läuft ausreichend flüssig und die Sicherheitspatches sind auf dem Stand vom 01.08.2017. Bei der Gesprächsqaulität sowie Sende- und Empfangsleistung gibt es auch keine Ausrutscher. LTE wird hier – wie bei den anderen Modellen – auch im Band 20 unterstützt und zwar mit zwei SIM-Karten UND einer MicroSD gleichzeitig. Klanglich ist das Nokia 6 dank der beiden Lautsprecher mit Dolby Atmos® wirklich gelungen: kräftig und sehr laut.

Bei der Kamera trumpft Nokia mit 16 Megapixel auf. Leider nur auf dem Papier. Das Ergebnis unterscheidet sich nämlich nur geringfügig vom Nokia 5. Mehr Pixel ergebn nicht zwangsläufig eine Cyberportbessere Bildqualität. Videos zeichnet die Kamera hier auch in Full-HD auf.

Das Nokia 6 kostet mit seinen knapp 250 Euro nochmals gut einen Fuffi mehr als das Nokia 5, bietet dafür ein 5,5 Zoll großes FullHD-Display und zwei gute Lautsprecher. Mit Android 7.1.1 und den aktuellen Sicherheitspatches ist es meiner Meinung nach das beste Preis-/Leistungsverhältnis. Zumindest bei den drei von mir getesteten Modellen aus dem Hause Nokia (HMD Global). Die drei Testsamples stammen alle von Cyberport.de.

Tags : ChinaNokiaReviewTests
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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