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Nokia 3 im Test: Wenig Nokia und wenig Smartphone

Nokia ist heute nur noch ein Name. Die Smartphones stammes alle aus China und mit dem Nokia 3 hat der Hersteller nun auch in Deutschland das Einsteiger-Modell mit 5-Zoll-Display (HD), MediaTek 6737 und einer 8-Megapixdel-Kamera vorgestellt. Lohnt sich der Kauf?

Nokia 3: Name ist nur noch Schall und Rauch

Das neue Nokia 3 kommt in einem “einfachen” Gehäuse aus Polycarbonat (Mattes Schwarz, Silber, Temperiertes Blau, Kupfer) das geht bei rund 170 Euro aber auch in Ordnung. Zudem wirkt es haptisch doch wertiger als man auf den ersten Blick vermuten würde, der Rahmen besteht übrigens aus Aluminium. Trotzdem gibt es auch in dieser Preisklasse bereits Modelle mit einem Gehäuse aus Metall (zumindest überwiegend). Mit seinen Abmessungen von 143,4 x 71,4 x 8,48 mm und einem Gewicht von rund 140 Gramm ist es nicht sonderlich klein. Und das, obwohl es nur ein 5 Zoll großes Display bietet.

Den 3,5 mm Kopfhöreranschluss befindet sich auf der Oberseite. Die Unterseite ziert ein Lautsprecher sowie ein MicroUSB-Anschluss. Die beiden SIM-Karten (Nano) bzw. eine MicroSD-Speicherkarte kann man auf der linken Seite in die beiden Trays einschieben.

Nokia 3: 5 Zoll HD-Display

Das Display des Nokia 3 misst 5 Zoll in der Diagonale und löst mit 720 x 1.280 Pixel (HD) auf. Damit erreicht man zwar nur eine Pixeldichte von 294 ppi, für den täglichen Gebrauch reicht das aber trotzdem. Die zur Verfügung stehende Displayhelligkeit ist leider nur ausreichend. Bei direkter Sonneneinstrahlung wird es echt “eng”. Die Kontraste gehen für ein IPS-Display ebenfalls in Ordnung.

Das bescheiden auflösende Display ist farblich recht kühl (blau) abgestimmt.

Das fällt besonders im Vergleich mit dem Nokia 5 auf. Unterhalb des Displays befinden sich drei kapazitive Drücker zur Steuerung von Android. Einen speziellen Home-Button mit Fingerabdrucksensor – wie beim Nokia 5 – findet man hier leider nicht.

Performance und Akku: Nicht überzeugend

Das Nokia 3 läuft mit einem MediaTek-Chipsatz MT6737 und kann auf zwei Gigabyte Arbeitsspeicher zurückgreifen. In Verbindung mit der Mali-T720 GPU und den 2 GByte Arbeitsspeicher reicht es im aktuellen AnTuTu-Benchmark für 27.496 Punkte. Im Geekbench 4 kommt das Nokia 3 dann auf 555 Punkte im Single-Core und 1.545 im Multi-Core. Damit laufen aktuelle Spiele nur noch mit reduzierter Framerate flüssig. Für Spielernaturen ist das Nokia 3 also weniger geeignet. Auch die unveränderte Benutzeroberfläche bzw. Android 7 hat so ihre liebe Mühe mit der Performance des SoC. Gerade das Öffnen von Apps dauert gern mal ein “paar” Sekündchen länger. Der Akku des Nokia 3 bietet eine Kapazität von 2.650 mAh und reicht für auch für einen längeren Arbeitstag aus. Kein Wunder bei dem Display und Performance 😀

Android 7: Keine zeitnahen Updates?

Das Nokia 3 wird nur mit Android 7.0 ausgeliefert, die Sicherheitspatches stammen aber vom 05.07.17. Während diese also auf dem aktuellen Stand sind, ist es das eigentliche Betriebssystem leider nicht. Die Benutzeroberfläche wurde dafür aber vom Hersteller nahezu unberührt belassen. So hat man ein übersichtliches und aufgeräumtes Android ohne Bloatware und unnötige Ballast vor Augen. Lediglich die Icons wurden in Nokia-Blau gehüllt. Auch eine Split-Screen-Funktion ist integriert, allerdings lässt nur “50/50”.

Ich persönlich mag die Kombination aus blauen (Nokia-Apps) und den bunten Icons der Dritthersteller-Apps nicht.

8-Megapixel-Kamera: Nett, aber nicht mehr

Nokia_3_07Im Nokia 3 kommen eine 8-Megapixel-Kamera mit einer Blende von f/2.0 auf der Vorder- und Rückseite zum Einsatz. Diese wird durch einen Dual-Tone-LED unterstützt. Die Kamera-App ist sehr einfach gestaltet und bietet neben den üblichen Standard-Funktionen wie HDR und Blitz, Panorama und Beauty-Modus keine nennenswerten Feastures. Videos werden zudem nur in HD aufgezeichnet.

Nokia 3

Die Bildqualität ist eher bescheiden, die Aufnahmen wirken etwas matschig und unscharf und sind bei ungünstigeren Lichtverhältnissen kaum noch zu gebrauchen.

Die Kamera ist eines Nokias “unwürdig”.

Konnektivität: LTE Band 20

Mit Dual-Band Wifi Modul, FM-Radio und Bluetooth 4.1 ist man auf dem richtigen Weg. Das in Deutschland erhäöltliche Modell unterstützt zudem LTE Band 20 und kann auch mit zwei SIM_karten gleichzeitig betrieben werden. Die Speichererweiterung des 16 Gbyte kleinen internen Speichers bleibt auch dann erhalten. Die Empfangsstärke liegt im Durchschnitt, das gilt für das Sendemodul genauso wie für das GPS-Modul mit GLONASS Unterstützung. Auch NFC wird übrigens angeboten.

Fazit: Namen sind Schall und Rauch

Das Nokia 3 ist leider nur ein beliebiges Mittelklasse-Smartphone aus China. Das Nokia-Logo wekct Erwartungen, die das 5 Zoll große HD-Display, die 8-Megapixel-Kamera sowie die lahme Performance nicht befriedigen können.  Als Zweitphone mag das 144 Euro teure Smartphone mit Android 7 aber dennoch taugen. Aber das gilt auch für das UMIDIGI G und jedes andere, günstige Smartphone.

Testergebnis

Verarbeitung 8.9
Display 7.9
Performance 7.2
Kamera 7.4
Konnektivität & Akku 7.4

Fazit

7.8 Das Nokia 3 ist leider nur ein beliebiges Mittelklasse-Smartphone aus China. Das Nokia-Logo wekct Erwartungen, die das 5 Zoll große HD-Display, die 8-Megapixel-Kamera sowie die lahme Performance nicht befriedigen können. Als Zweitphone mag das 144 Euro teure Smartphone mit Android 7 aber dennoch taugen. Aber das gilt auch für das UMIDIGI G und jedes andere, günstige Smartphone

Tags : AndroidNokiaReviewSmartphoneTests
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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