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Oukitel U18 im Test: Mit Notch wie beim iPhone X

Das Oukitel U18 des chinesischen Herstellers kopiert die „Notch“ des Apple iPhone X kopiert. Das 5,85 Zoll große Display mit HD+ Auflösung des Smartphone auf der Basis von Android 7 hat also einen kleinen „Balken“ in der Mitte. Dort findet man die Frontkamera sowie einen Sensor zur Gesichtserkennung. Weitere Details sind eine Dual-Kamera auf der Rückseite, eine CPU vom Typ MediaTek MT6750T, 4 GByte RAM und 64 GByte Speicher. Preislich liegen wir bei rund 180 Euro. Aber was dürfen wir dafür erwarten?

Oukitel U18: Das Design kommt mir bekannt vor

Oukitel_U18_30Wir dürfen in erster Linie ein recht günstiges Smartphone erwarten, dessen Design „leicht“ an das Apple iPhone X angelehnt ist. Die Rückseite ähnelt dafür mehr dem Huawei Mate 10 Pro. Daraus macht der Hersteller dann auch gar keinen Hehl. Leider wurden beide Designs nur unzureichend kopiert, was in erster Linie dem Preis von nur 180 Euro geschuldet ist. Das Display auf der Vorderseite macht zunächst einen guten Eindruck, währen die Rückseite aus Kunststoff weder hochwertig, noch gut verarbeitet ist. Gerade an den Kanten steht sie leicht aus dem Rahmen hervor. Der Hersteller gibt die Abmessungen mit 150,5 x 73,2 x 10 mm an, das Gewicht soll rund 214 Gramm betragen.

Oukitel_U18_02Fingerabdrück werden dafür nicht abgebildet. Die „beiden“ Kameras sind gut untergebracht und auch der kreisrunde Fingerabdrucksensor funktioniert so wie er soll. Im recht dicke wirkenden Rahmen aus einer „Zink-Legierung“ findet man auf der rechten Seite den Ein-/ und Ausschalter sowie den Taster für die Lautstärke und auf der linken Seite den kombinierten Einschub für (zwei) nanoSIM-Karten oder eine nanoSIM und eine MicroSD-Karte. Die Unterseite sieht man ein Gitter für den Lautsprecher und das Mikrofon. Hinzu kommt ein USB-Typ-C-Port (USB 2.0). Kopfhörer kann man nur über den mitgelieferten Adapter nutzen. Oukitel liefert übrigens neben einer vorinistallierten Displayschutzfolie von mässiger Qualität auch eine transparente Schutzhülle mit.

Oukitel U18: Display mit Notch des iPhone X

Das 5,85 Zoll große LC-Display löst „nur“ mit 720 x 1.512 Pixel auf. Das Glas selber ist zwar leicht abgerundet (2.5D), trotzdem spürt man die Kanten zum Rahmen hin noch recht deutlich. Das IPS-Display im 21:9-Format leuchtet hell genug und auch die vergleichsweise geringe Auflösung (zumindest für Smartphones auf der Basis von Android) hat mich im Test nicht gestört. Die Farben werden sogar recht kräftig abgebildet. Leider sieht man zum unteren Rand hin aber kleine Lichthöfe bzw. eine Art „Bleeding“. Insgesamt geht die Qualität für das Geld noch in Ordnung, wird aber von einem Honor 9 lite oder Redmi 5 Plus deutlich übertroffen. Was nützt mir da eine (sinnfreie) Notch? Der Touchscreen unterscheidet bis zu 5 Finger gleichzeitig, Standard sind mittlerweile 10. Im Vergleich zum iPhone X ist der Rand unterhalb des Displays noch ziemlich breit ausgefallen, obwohl die Bedienung ausschließlich über Softkeys erfolgt. Eine Benachrichtigungs-LED hat das U18 leider nicht vorzuweisen. In meinem Video review auf YouTube des Oukitel U18 kann man das Display gut sehen:

Klicke auf den Button um das Video von YouTube abzuspielen.

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Performance & Akku: MediaTek 6750T mit 4.000 mAh

Der im Oukitel U18 eingesetzte MediaTek MT675oT Prozessor taktet seine 8 Kerne mit bis zu 1.5 GHz und erreicht im aktuellen AnTuTu-Benchmark 54,655 Punkte. Im Geekbench 4 kommt die CPU auf 615 Zähler im Single-Core und 2.621 Punkte im Multi-Core. Das ist deutlich langsamer als bei vergleichbar teuren Smartphones auf der Basis von Snapdragon bzw. Kirin SoCs. Für Spiele ist das Oukitel U18 daher nur mit leichten Abstrichen geeignet. Das vorinstallierte Android 7 läuft relativ flüssig, die Animationen sind mitunter etwas langsam.

Der fest eingebaute Akku des Oukitel U18 leistet laut Datenblatt 4.000 mAh. Im Test konnte ich das Ergebnis durch ein Messgerät bestätigen. Die Aufladung per Kabel und dem mitgelieferten Ladegerät dauerte rund 2 Stunden.  Im Dauereinsatz hielt die Ladung des Akkus etwa 8 Stunden durch. Die normale Laufzeit (täglich E-Mail, 2 Stunden Spotify) betrug rund 1,8 Tage.

Android 7: Etwas veraltet

Das Oukitel U18 nutzt ein nahezu unverändertes Android 7.0 (Firmware vom 02.02.18). Die Sicherheitspatches sind vom 05. Januar 2018. Der Hersteller setzt auch optisch auf den normalen Google-Launcher, hat aber Icons im Stil eines Samsung Galaxy S8 vorinstalliert. Alle wichtigen Apps auf dem Hause Google sind vorhanden, fehlende (Google)-Apps kann man sich leicht über den bereits vorinstallierten Google Play Store nachinstallieren. Bloatware findet man hier keine, dem Nutzer stehen nur die für den Betrieb unbedingt notwendigen Apps zur Verfügung. Das Oukitel leidet weder unter der potentiellen FOTA/ADUPS Spyware, noch hat es laut „Dr. Web“ irgendwelche Trojaner an Bord.

Dual-Kamera: Na ja …

Oukitel_U18_13Das Oukitel U18 nutzt tatsächlich einen Sony IMX 135, der löst aber nur mit 13 Megapixel auf. Der hersteller gibt hier 16 Megapixel an. Der zweite Sensor vom Typ GalaxyCore gc8024mipiraw löst mit 8 Megapixel auf und ist für die Selfies zuständig. Hier gibt der Hersteller eine Auflösung von 13 Megapixel an!

Ein zweiter Sensor auf der Rückseite wird mir nicht angezeigt, der soll aber für spezielle Schwarz-Weiß-Aufnahmen sorgen. In der Praxis erledigt das NUR die Kamera-App. Ein annehmbarer Bokeh-Effekt steht ebenfalls nicht zur Verfügung, denn auch hier muss die Kamera-App per Software tricksen. Deckt man den zweiten Sensor einfach ab, dann passiert …. nix (außer einer sinnfreien Fehlermeldung).

Oukitel U18

So ist die Kameraqualität eher mittelmäßig und sicher kein Grund zum Oukitel U18 zu greifen. Videos werden mit maximal 1.080 x 1.920 Pixel aufgezeichnet, hier steht ein (sinnfreier) HDR-Modus zur Auswahl. Der Sound bei den Aufnahmen ist ok.

Konnektivität: LTE und Dual-SIM

Oukitel_U18_10Das Oukitel U18 bietet eine vollwertige LTE Abdeckung, dabei werden zwar alle Bänder unterstützt – aber nur in einer mittelmäßigen Geschwindigkeit. Mehr als rund 35 mbit/s waren nicht möglich, das sollte aber auch ausreichen. Eine Unterstützung für VoLTE (HD) gibt es nicht. Insgesamt ist die Gesprächsqualität daher auch nur befriedigend, die Sende- und Empfangsleistung ging in Ordnung. Der eingebaute GPS-Empfänger des Smartphones gab hingegen keinen Anlass zur Klage. Der erste Safix geht sehr schnell, WENN eine SIM-Karte eingelegt ist. Die Abweichung liegt zwischen 3 und 10 Metern. Neben GPS stehen auch ein paar weitere Sensoren (Beschleunigungs-, Näherungs-, Helligkeits-Sensor) zur Verfügung.  Der Fingerabdrucksensor des Oukitel U18 unterscheidet bis zu fünf Finger. Der Sensor selbst reagiert dabei recht schnell und in 8/10 Versuchen auch zuverlässig. Das gilt leider nicht für die eingebaute Gesichtserkennung, die reagierte – nach dem Training – eher unzuverlässig. Die Dual-SIM Unterstützung klappte im Test einwandfrei, dann verzichtet man aber auf die Erweiterung des internen Speichers per microSD. Bei rund 54 GByte freien Speicher wäre das noch verschmerzbar. Nervig ist die Tatsache, dass man Kopfhörer nur über den mitgelieferten Adapter nutzen kann. Andere Adapter funktionieren ebensowenig,  wie andere USB-Typ-C-Ladekabel. Die Buchse ist dafür wohl zu tief ins Gehäuse versenkt! Interessanterweise geben sich nahezu ALLE „China-Smartphones“ als Gemini Pro am PC zu erkennen.

Fazit: Wozu eine Notch?

Das Oukitel U18 kostet rund 180 Euro und ist per Import verfügbar. Dafür bekommt man ein Android (7)-Smartphone mit einem 5,85 Zoll großen Display samt Notch. Der Sinn dieser Notch entzieht sich mir. Die Verarbeitung ist ok, wirkt aber etwas „billig“. Das Smartphone selber ist mir mit 214 Gramm zu schwer. Die Performance sowie die Kameraqualität sind ebenfalls nur mittelmässig, sodass ich an dieser Stelle eher zum Honor 9 lite oder Xiaomi Redmi 5  bzw. Redmi 5 Plus raten würde.

oukitel U18 Entsperrtes Smartphone 4 GB + 64GB Dual Rückseite Kameras Face + Fingerabdrucksensor 14,9 cm Android 7.0 mtk6750t Octa Core bis zu 1,5 GHz für die 4 G Netzwerk, Dual Sim

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ab 22/05/2018 15:56

Eigenschaften

  • mtk6750t Octa Core bis zu 1,5 GHz CPU.
  • 14,9 cm 21: 9 HD + 1512 * 720 g + FF IPS Multi-Touch-Screen.
  • sony135 hinten 13,0 MP (16.0mp SW) + 5,0 MP Kamera, 8.0 MP (13,0 SW) ov8858 Front-Kamera.
  • Powered by 4000 mAh große Kapazität nicht abnehmbarem Akku.
  • Zusätzliche Funktionen: Spezifikation: Netzwerk-Operator (Teile der Länder) francebouygues 3 G, SFR 3 G, orange 3 G, mit 3 G, Bouygues 4 G, SFR 4 G, orange 4 G, gratis 4 G UK3 3 G, orange, 3 G, T-Mobile 3 G, Vodafone 3 G, O2 3 G 3 4 G, EE, 4 G, Vodafone 4 G, O2 4 G ITALY3 3 G, Vodafone 3 G, Tim 3 G, Vodafone 4 G, Tim 4 G, Wind Tre 4 G spainmovistar 3 G, orange, 3 G, Vodafone 3 G, yoigo 3 G, orange 4 G, Vodafone 4 G russiamts 3 G, Megafon 3 G, Beeline 3 G, vimpelcom (Beeline) 4 G, MTS 4 G, Megafon 4 G, motivfm, Firmware Over, OTG, Face ID

Oukitel U18

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Testergebnis

Verarbeitung 8
Display 8.1
Performance 8.1
Kamera 8
Konnektivität und Akku 8.3

Fazit

8.1 Das Oukitel U18 kostet rund 180 Euro und ist per Import verfügbar. Dafür bekommt man ein Android (7)-Smartphone mit einem 5,85 Zoll großen Display samt Notch. Der Sinn dieser Notch entzieht sich mir. Die Verarbeitung ist ok, wirkt aber etwas "billig". Das Smartphone selber ist mir mit 214 Gramm zu schwer. Die Performance sowie die Kameraqualität sind ebenfalls nur mittelmässig, sodass ich an dieser Stelle eher zum Honor 9 lite oder Xiaomi Redmi 5 bzw. Redmi 5 Plus raten würde.

Tags : Android 7ReviewSmartphoneTests

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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