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Die Vorstellung des neuen Samsung Galaxy A7 ist mit der nahezu zeitgleichen Präsentation des Flaggschiff Galaxy S6 fast untergegangen. Das ist eigentlich schade. Das Galaxy A7 ist nämlich sozusagen der Abschluss der „A-Reihe“. Nach dem Galaxy A3 und Galaxy A5 kommt mit dem Galaxy A7 nun ein deutlich schnelleres Modell in die Läden. Der Snapdragon 615 (Octa-Core) mit Unterstützung für 64-Bit, 2 GByte Arbeitsspeicher sowie 16 GB internen Speicher sorgen schon für ordentlich Power. Das 5,5 Zoll große Super-AMOLED-Display mit seiner Auflösung von 1.080 x 1.920 Pixel stellt seine Inhalte sauber dar und die 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite macht gute Bilder. Das Ganze wurde mit einer ansprechende Optik und Verarbeitung ausgestattet, ähnelt dem Galaxy Note 4, bietet HSPA+, LTE WLAN b/g/n und GPS und kostet aktuell 480 Euro. Wie sich das Smartlet (Smartphone, Phablet) geschlagen hat, könnt in meinem folgenden Testbericht des Samsung Galaxy A7 nachlesen.

Technik & Benchmarks

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Der 1.3 GHz schnelle Octa-Core-Prozessor vom Typ Snapdragon 615 kommt zusammen mit der Adreno 405-GPU sowie 2 GByte RAM in den aktuellen Benchmarks, wie dem AnTuTu auf 47.839 Punkte. Im Geekbench 3 kam das Galaxy A7 nur auf 933 Zähler im Single-Core und 3.174 Punkte im Multi-Core. Damit es ist theoretisch rund doppelt so schnell wie das Samsung Galaxy A5 und liegt auf dem Niveau des Galaxy Note 4. Theoretisch unterstützt die CPU übrigens 64-Bit. Samsung setzt beim Galaxy A7 aber noch auf Android 4.4.4 Kitkat mit 32-Bit. Ein Update auf Android 5.0 (64-bit) Lollipop ist allerdings bereits angekündigt. In der Realität lief das Android 4.4 samt seiner leicht verspielten Benutzeroberfläche aber ruckelfrei. Spielernaturen werden auch die High-End-Spiele ohne Abstrichen in der Detailfülle genießen können. Der interne Speicher beträgt dabei 16 GByte, davon stehen aber nur knapp 11 GByte zur freien Verfügung. Der Speicher kann aber per MicroSD-Karten um weitere 128 GByte aufgebohrt werden. Hier noch einmal eine kleinen Zusammenfassung der drei A-Modelle:

Design

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Das 151 x 76 x 6.3 mm große und 141 Gramm schwere Galaxy A7 ist schon deutlich größer als das Galaxy A5 (139 x 70 x 6,7 mm, 123 Gramm). Das ist aber auch kein Wunder, denn das Display hat nun einmal eine Diagonale von 5,5-Zoll vorzuweisen. Ansonsten ähneln sich die Modelle der A-Reihe doch stark und weisen zudem Ähnlichkeiten mit dem Galaxy Note 4 auf. Der Gehäuserahmen besteht also aus Metall, die Kanten sind angeschliffenen und der Rest des Rahmens ist wieder in Gehäusefarbe lackiert. Die komplette Rückseite besteht ebenfalls aus Metall und wurde wieder farbig beschichtet. Optisch macht sie auf den ersten Blick immer noch den Eindruck, das Galaxy A7 bestünde aus schnödem Kunststoff. Der Eindruck täuscht aber gewaltig.


Mehr Bilder nach dem KlickSchaut man sich die Rückseite näher an, da erkennt man sofort den kleinen „Buckel“ der 13-Megapixel-Optik. Das hat aber auch bei Apple oder beim Galaxy S6 noch keinen wirklich gestört. Die kleine LED sowie den chromumrandeten Lautsprecher sitzen jeweils auf beiden Seiten der Kamera. Auf der Vorderseite prangt das 5,5-Zoll große SAMOLED-Display, darunter befinden sich der mechanische Home-Button sowie zwei Sensortasten.

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Display
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Das 5,5 Zoll gro0e Super-AMOLED-Display des Galaxy A7 ist 0,5 Zoll größer als beim Galaxy A5 und die Auflösung beträgt nun 1.080 x 1.920 Pixel. Damit beträgt die Pixeldichte stattliche 401 ppi. Theoretisch ist das menschliche Auge nicht mehr in der Lange ab 300 ppi einzelne Pixel optisch voneinander zu trennen. Da Samsung aber wieder auf eine Pen-Tile-Matrix setzt, kann man unter bestimmten Umständen (oder wenn man mit der Nase nahe an das Display geht) einzelne Subpixel erkennen. Die maximale Helligkeit ist mal wieder hier einen Tick zu gering, um gegen das Umgebungslicht bei direkter Sonneneinstrahlung bestehen zu können. Die Farben werden zudem recht kräftig abgebildet. Im Test ist mir bei weißen Flächen ein hauchfeiner Gelbstich aufgefallen. Eine Benachrichtigungs-LED für entgangene Anrufe, SMS und Co hat das Galaxy A5 – im Gegensatz zum Galaxy Alpha – nicht mehr vorzuweisen. Dafür gibt es wieder eine ausgefeilte Gestensteuerung sowie die beliebte Multi-Windows-Darstellung mehrerer Apps in geteilten Fenstern. Mir persönlich gefällt das Display sehr gut.

Kamera & Multimedia

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Die rückseitig verbaute Kamera des Samsung Galaxy A7 löst mit 13 Megapixel auf, die Frontkamera bringt immerhin noch 5 Megapixel auf den Sensor. Die Bildqualität beider Kameras ist gut. Bildschärfe, Kontrast, Farbabbildung sind – typisch für Modelle von Samsung – von hoher Qualität. Bilder sind nach nicht einmal einer Sekunde im Kasten und geraten dank Autofokus auch scharf. Die Qualität der Frontkamera reicht für Selfies mehr als aus. Die Kamerabilder de Galaxy A7 findet ihr hier. Unterscheide in der Bildqualität zur Kamera des Galaxy A5 sucht man meiner Meinung nach aber vergebens. Für die recht beliebten Gruppenselfies bietet die Kamera einen erweiterten Aufnahmewinkel. Videos zeichnet das Galaxy A7 „nur“ in Full-HD in guter Qualität auf. Hier bietet das Note 4 noch 4K-Videos.

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Der hauseigene Musikplayer ist mittlerweile einer der besten auf den Markt. Optisch und klanglich gibt es da dank unzähliger Equalizer-Presets nicht zu meckern. Da können aktuell nur noch Apple und Sony mithalten. Das Galaxy A7 bietet zusätzlich ein echtes FM-Radio. Das funktioniert aber nur über angeschlossene Kopfhörer.

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Das TouchWiz steht in der gewohnten Material-Optik zur Verfügung. Neben den wichtigsten App aus dem Hause Google samt dem Play Store hat Samsung auch ein par hauseigene Apps sowie „Bloatware“ in Form von Pizza.de, HRS Hotels, kaufDA und Zalando installiert. Diese lassen sich aber auf Wunsch auch deinstallieren.

Konnektivität & Akku
Unterwegs ist man über WLAN a/b/g/n (2.4 & 5 GHz), HSPA+ sowie LTE in der Cat. 4 online. Ein A-GPS-Empfänger mit Unterstützung für Glonass sorgt für die richtige Orientierung. Die Gesprächsqualität geht vollkommen in Ordnung. Es gab im Test keinerlei Probleme, kein Rauschen und auch keinen blechernen Sound. Der eingebaute Lautsprecher klingt allerdings ziemlich dünn. Der fest eingebaute Akku des Samsung Galaxy A7 leistet 2.600 mAh. Aus ihm kann man unter Dauerbelastung knapp 7 Stunden herauskitzeln. Bei normaler Nutzung hält die Kraftzelle dabei etwa 1 1/2 Tage. Dabei ist das persönliche Nutzungsverhalten natürlich ausschlaggebend. Wer mag, kann seine Daten über USB, Bluetooth 4 und NFC synchronisieren.

Fazit

8 Das Galaxy A7 ist ein sehr schickes Smartphone und ähnelt optisch dem gut 100 Euro teureren Galaxy Note 4 oder den anderen Galaxy Ax. Die lackierten Metallflächen des Rahmens und der Rückseite machen optisch in meinen Augen jetzt nicht ganz soviel her. Ist mir ein wenig zuviel „Understatement“. Der Qualität der Verarbeitung tut dies aber keinen Abbruch. Der Snapdragon 615 mit seiner 64-Bit-Unterstützung und seinen acht Kernen macht schon ordentlich Druck. Das Display ist in meinen Augen scharf genug. Die 13-Megapixel-Kamera von Samsung liefert eine gewohnt gute Bildqualität. Leider wird das A7 noch mit Android 4.4.4 ausgeliefert. Die Frage ist jetzt, will man nicht gleich 100 Euro mehr für das höher auflösende Display sowie die bequeme Stifteingabe beim Note 4 ausgeben? Schneller ist das Note 4 zwar nicht, dafür aber produktiver. Wer mobile-reviews unterstützen will, der kauft sich sein galaxy A7 bei Cyberport.de.

Tags : AndroidReviewSamsungTests
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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