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Samsung Galaxy Note 10.1 Test

Mit dem Galaxy Note 10.1 stellt Samsung nun ein neues Tablet vor, was sich vor allen Dingen an die Kreativen unter uns richtet. Das Diplay des Tablets bietet dabei die mittlerweile übliche Diagonale von 10,1 Zoll bei einer Auflösung von 800 x 1280 Pixel. Das Design ist schlicht und ergreifend. Die Vorderseite wird vom großen Display sowie den beiden Lautsprecher in Beschlag genommen. Die Rückseite besteht aus glattem Kunststoff. Das Galaxy Note 10.1 kommt mit 16 bzw. 32 Gigabyte Speicher und kann problemlos mit microSD-Karten erweitert werden. Es bringt knapp 600 Gramm auf die Waage, wird von Android 4.0.4 angetrieben und ist durchaus handlich. Meinen ausführlichen Videotest gibt es direkt im Anschluss oder in HD auf YouTube:



Design/Haptik/Verarbeitung/Lieferumfang

Das Design des Galaxy Not 10.1 erinnert auf den ersten Blick an das Samsung Galaxy Tab 10.1N  hzuw. Galaxy Tab 2. neben dem Display befinden sich die beiden Lautsprecher. Das Gehäuse besteht dabei aus Kunststoff, fühlt sich aber dennoch recht wertig an. Der integrierte Stylus findet dabei im Gehäuse (rechte untere Ecke Platz). Zieht man ihn hinaus, so werden gleich die passenden Apps vorgeschlagen. Ein Video vom Unboxing finden ihr hier:

Das Gehäuse misst 257 x 175 x 8.9 mm und beherbergt neben dem 10,1-Zoll-Display auch einen 7000 mAh starken Akku. auf der Rückseite befindet sich die 5-Megapixel-Kamera.


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Technik


Die Kamera zeichnet Videos nur in HD mit 720 x 1280 Pixel auf. Eine LED erleuchtet Objekte bis zu einem Abstand von 2 Meter. Unterwegs ist man dank WLAN a/b/g/n und über HSPA online. Ein A-GPS-Empfänger sorgt in Verbindung mit Google Navigation für die Orientierung in unbekanntem Terrain. Ein 1,4 Gigahertz schneller Quad-Core-Prozessor von Samsung, der bereits im Android-Smartphone Galaxy S3 eingesetzt wird sowie 2 Gigabyte Arbeitsspeicher sorgen für mehr als ausreichend Power. Das Display löst wie bereits erwähnt hingegen nur mit 800×1.280 Pixel auf und kann so gegen ein iPad 3 nicht bestehen. Dieselbe Auslösung hat man auch schon bei Smartphones mit kleinerem Display gesehen.  Im Alltag und ohne direkten Vergleich mit den höher auflösen Produkten der Konkurrent bemerkt man da aber erfreulicherweise nicht viel von. Die Farben werden sehr angenehm abgebildet und auch die Kontraste sowie die Schärfe stimmt. Das Display ist ziemlich blickwinkelstabil, spiegelt dafür aber etwas. Trotzdem kann man es bei höchster Helligkeit auch noch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesen.  Über Smart Stay erkennt die Frontkamera das Gesicht des Nutzer und lässt die Display-Beleuchtung solange aktiviert, bis er wegschaut. Per Pop up Play kann man seine Videos auf ein Fenster verkleinern. Man kann sogar zwei komplett eigene Fenster nebeneinander betreiben und so in zwei Apps gleichzeitig arbeiten, DAS nenne ich Multitasking.

Kamera/Video

Die Kamera bringt ihre Auflösung von 5 Megapixel gut zur Geltung. Will heißen, die Bildqualität geht dabei voll in Ordnung, die Farben wirken natürlich und die Objekte werden ausreichend scharf abgebildet. Die 720p-Videoaufufnahmen der Kamera sind im Vergleich zum Galaxy S3 deutlich schlechter.Aber mal im Ernst, wer rennt denn mit einem Tablet durch die Gegend und macht damit Fotos und Videos?

Musik
Das Galaxy Note 10.1 liefert per SoundAlive-Funktion einen guten und ausgewogenen Sound. Videos (DivX, MKV, MOV) kann man zudem auch auf einen Fernseher abspielen. Vorausgesetzt man kauft sich den dafür notwendigen HDMI-Adapter, der ist nämlich nicht im Lieferumfang enthalten.

Der iGrado von Grado braucht ein recht starkes Eingangssignal um seine Kraft voll ausspielen zu können. Dafür ist das Galaxy Note 10.1 einen Tick zu leise. Das Ausgangssignal ist zudem recht bassarm, Hierfür sind der Koss Porta Pro und der Philipps SHL8800 besser geeignet. Wer auf sogenannte “In-Ears” steht, dem lege ich die iBeats by Dr. Dre ans Herz. Diese liefern einen Hammerbass, aber leider auf Kosten der Höhen.  Aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop kamen – neben vielen anderen – folgende Alben während des Test zu Einsatz: 

Sarah Brightman
(Symphony)
SITD:
(Rot)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack – I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado iGrado iGrado iGrado


Connectivity (Internet/E-Mail/GPS/NFC
) Zur Anbindung an den PC oder Mac nutzt das Galaxy Note 10.1 den üblichen Samsung-USB-Anschluss. Die Variante mit 3G-Modem bietet zur Datenübertragung neben WLAN a/b/g/n dann auch noch HSPA. Der integrierte Browser zeigt HTML wie auf einem PC und auch mit Flash-Animationen kommt er klar. Da er sich sowohl über Multi-Touch als auch mit den bekannten Spreiz-Gesten steuern lässt, ist die Navigation in Webseiten sehr einfach.   Der Aufbau der Startseite von mobile-reviews.de mittels WLAN war nach knapp 5 Sekunden erledigt. Der Browser kann natürlich auch mehrere Webseiten gleichzeitig in verschiedenen Fenstern öffnen. Wer mag kann seine E-Mails manuell oder automatisch in fest vorgegeben Zeiträumen über IMAP oder POP einsammeln.

Akkulaufzeit

Der fest eingebaute Akku leistet 7.000 mAh und hält bei normaler Nutzung im WLAN etwa 8-9 Stunden.  Wer per 3G im Internet unterwegs ist, sollte sich nach gut sechs Stunden um einen Steckdose kümmern. Die Zocker unter uns werden den Akku nach knapp 4 Stunden an seine Grenzen bringen. Die tatsächliche Betriebsdauer hängt natürlich vom jeweiligen Nutzungsverhalten ab.

Benchmarks

Den Quad-Core-Prozessor Exynos 4412 kennt man ja schon aus dem Galaxy S3. Dank des mit 2 Gigabyte doppelt so großen Arbeitsspeichers ist die Bediengeschwindigkeit des Samsung Galaxy Note 10.1 erstklassig. Keine Ruckler im Browser oder in Spielen.Die  Ergebnisse der gängigen Testprogramme liefern gute Werte.

Menü/Bedienung

Im Browser, Polaris Office, S-Note, Video-Player, Galerie und E-Mail kann man den Bildschirm zweiteilen (Dual-Screen) und so zwei Anwendungen gleichzeitig nebeneinander nutzen. Beim integrierten Stift kann man sogar die Spitze verändern, passende Ersatzspitzen werden gleich mitgeliefert. Drückt man den Stift unterschiedlich stark auf, so malt er auch unterschiedlich dünne Linien auf das Display. Versehentliche Eingaben mit dem Finger oder Handballen ignoriert das Galaxy Note 10.1 sobald man sich dem Screen mehr als 1,4 Zentimeter nähert. Fehleingaben werden so erfolgreich vermieden. Über die Bildbearbeitungs-Software Photoshop Touch kann man Bilder wirklich sehr kreativ verändern oder mal eben eine simple Nachbearbeitung vornehmen. Zieht man den Stylus aus dem Tablet heraus, erscheint am rechten Display-Rand ein anpassbares Menü mit Apps für den Stylus, wie beispielsweise wie S-Pen oder Kalender. Der S-Pen erkennt nun neben der Handschrift auch geometrische Formeln. Über den integrierten Infrarotsensor und der App Smart Remote kann man angeblich auch Fernseher fernsteuern.

Fazit

Wer sich mal Abseits der Produkte aus Cupertino bewegen will oder muss, der bekommt mit dem Samsung Galaxy Note 10.1 ein Tablet mit einem wirklich schnellen Quad-Core-Prozessor und 2 Gigabyte RAM. Dank des Stylus und den darauf abgestimmten Apps kann man Tablet durchaus für kreativere Dinge, als beispielsweise das Lesen von PDF nutzen. Wer sich für die deutlich teurere Variante mit 3G entscheidet, kann unterwegs sogar telefonieren. Der Dual-Screen-Modus ermöglicht erstmalig echtes Multitasking mit hohem Nutzen. Das Display hätte eine höhere Auflösung vertragen können, kann dafür aber auch bei Sonnenschein noch genutzt werden. Das Samsung Galaxy Note 10.1 ist bei erhältlich.

Tags : ReviewSamsung
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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