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Samsung Galaxy Note 8 Test: Super toll oder super teuer?

Das neue Samsung Galaxy Note 8 sieht auf den ersten Blick aus wie ein Galaxy S8+. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass es etwas “kantiger” ausgefallen ist. So spürt man den Übergang vom Infinity-Display zum Rahmen hin deutlich stärker als beim Galaxy S8/S8+. Ansonsten bekommen man für knapp 1.000 Euro eigentlich nur ein leicht größeres Display, mehr RAM (6 GByte) sowie eine Dual-Kamera und natürlich: den Stift (S-Pen genannt). Lohnt sich der Kauf dann überhaupt?

Galaxy Note 8: Design des S8 Plus mit mehr “Kanten”

Galaxy _Note8Das Galaxy Note 8 von Samsung ist mit seinen Abmessungen von 162,5 x 74,8 x 8,6 kaum größer als ein Galaxy S8+ (159.5 x 73.4 x 8.1 mm). Das Gewicht von rund 195 Gramm ist allerdings doch rund 20 Gramm höher ausgefallen. Hier machen sich das 0,1 Zoll größere Display, die Dual-Kamera sowie der Stift bemerkbar.

Das Gehäuse aus Glas in den Farben Schwarz oder Gold ist nach IP68 gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt. Das gilt auch für den Stifteinschub (der S Pen besteht aus Kunststoff und ist  110 x 6 x 4 mm groß.

Die Rückseite aus Glas wird dabei von der Dual-Kamera sowie dem kleinen Fingerabdruckscanner “dominiert”. Hier findet man auch einen LED-Blitz und weitere Sensoren. Der Sensor selber ist ungünstig positioniert, das Entsperren klappte im Test daher nicht immer zuverlässig. Am einfachsten war ging das noch, wenn ich das Note 8 in der linken Hand gehalten habe.

Die Verarbeitung ist wie super, der Rahmen wirkt zum Infinity-Display hin allerdings deutlich “scharfkantiger” als noch beim Galaxy S8/S8+. Der Ein-/Ausschalter liegt auf der rechten Seite, die Lautstärkewippe und die spezielle Bixby-Taste befinden sich hingegen auf der linken Seite des Rahmens aus Metall.  Der SIM-Einschub ist wie gewohnt auf der Oberseite zu finden und besteht aus billigem Kunststoff. In der Duos-Version des Note 8 kann man auch zwei SIM-Karten nutzen. Allerdings nur bei verzichtet auf die Erweiterung des internen Speichers (64 GByte) per MicroSD. USB-Typ-C (USB 3.1), Lautsprecher, die 3.5mm-Klinkenbuchse under Einschub für den S Pen sind auf der Unterseite zu finden.

Display: 6,3 Zoll AMOLED und QHD

Galaxy_Note_8_21Der 6,3 Zoll große Display des Samsung Galaxy Note 8 löst mit den “üblichen” 1.440 x  2.960 Pixel auf, kommt so aber “nur” auf 522 ppi (S8+: 531 ppi). Das Super-AMOLED-Display macht einen farbenfrohen Eindruck, stellt seine Inhalte absolut scharf dar und hat eine hohe Leuchtkraft. Farben werden etwas zu knallig abgebildet, das kann man aber – wie den minimalen Rotstich – in den Einstellungen auf den persönlichen Geschmack abändern. hier findet man auch einen Blaulichtfilter bei Dunkelheit.

Der Touchscreen des Note 8 gehört zu den besten seiner Art.

Performance & Akku: Schneller Chipsatz trifft auf “kleinen” Akku

Bei der Hardware des Galaxy Note 8 hat sich im Vergleich zum Samsung Galaxy S8 (Plus) nur wenig getan. Der Prozessor vom Typ Exynos 8895 nutzt acht Kerne und kann hier auf 6 GByte RAM zurückgreifen. Die anderen beiden Modelle müssen mit 4 Gbyte auskommen. In der Realität macht das aber kaum einen nennenswerten Unterschied. Die Benchmark-Ergebnisse des Galaxy Note 8 sind also mit denen eines S8+ identisch. In Zahlen bedeutet das: Geekbench 4 = 1.955 Zähler im Single-Core und 6.799 im Multi-Core. Im aktuellen AnTuTu erzielt der SoC 176.534 Punkte.

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Der interne Speicher beträgt 64 GByte und kann per microSD-Karten erweitert werden. Der fest eingebaute Akku des Samsung Galaxy Note 8 leistet leider nur 3.300 mAh und ist damit rund 200 mAh schwächer als beim Galaxy S8 Plus. Das bedeutet im Test eine um rund 3 Stunden verringerte Laufzeit. Einen ganzen Tag schafft man aber auch mit diesem Akku. Aufladen kann man das Galaxy Note 8 sowohl per Kabel (in rund 60 Minuten) als auch drahtlos per Induktion.

Konnektivität: Viele Möglichkeiten

Der Fingerabdruckscanner reagiert mitunter träge, das liegt aber auch an der ungünstigen Position.Der Iris-Scanner hat bei direkter Sonneneinstrahlung Probleme bei der Erkennung der Iris und die  Gesichtserkennung ist auch eher suboptimal. So habe ich mich oft nur mit der Entsperrung per Muster oder PIN bzw. über Smart-Lock (Bluetooth-Geräte) begnügen müssen.

Bei der Sprachqualität gibt es von meiner Seite nichts zu meckern. Die Umgebungsgeräusche werden über die vielen Mikrofone gut gedämpft, der Klang ist klar und deutlich. Bei der Sende- und Empfangsleistung ist es einen Tick schwächer als mein Google Pixel. Das ist aber echt kein Grund und macht sich auch nur minimal (aber bei meinem Telekom-Hotspot doch spürbar) bemerkbar.

WLAN wird dafür in allen Bändern und Standards (802.11 a/b/g/n/ac (2,4 + 5 GHz), VHT80 MU-MIMO,1024-QAM) unterstützt. Hinzu kommen GPS (Glonass, Beidou, Galileo), Bluetooth 5, NFC, ANT+ und USB 3.1.

Android 7.1.1 und Samsungs Oberfläche

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Als Betriebssystemversion kommt Android 7.1.1 zum Einsatz. Die Sicherheitspatches meines Testgerätes von Cyberport stammen vom 1. August.Die Benutzeroberfläche Samsung Experience wurde um die Stift-Funktionen des Galaxy Note 7 ergänzt.

Der S-Pen beherrscht nun 4.096 statt 2.048 Druckstufen, hat eine noch dünnere Spitze verpasst bekommen und kann bis zu 100 Seiten auf dem Lockscreen mit Text vollballern. Mit ihm kann man Screenshots machen, Teile des Displaysinhaltes kopieren und auf Wunsch auch gleich in andere Sprachen übersetzen und animierte Gifs erzeugen. Zahlreiche Grafikprogramme offenbaren für die Kreativen unter uns eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Der Screen kann per  Multi-Window-Modus in zwei Bereiche aufgeteilt werden und über die Funktion “App Paar” vorgegebene App-Kombinationen starten. So öffnen sich zwei zuvor definierte Apps gleichzeitig.

12-Megapixel-Dual-Kamera und 4K

Samsung setzt beim Galaxy Note 8 auf zwei Kameras mit gleicher Auflösung (12 Megapixel) aber unterschiedlichen Blenden. Die Hauptlinse nutzt eine Blende f/1.7, der andere Sensor für die Teleoptik hat eine Blende von f/2.4.

Galaxy Note 8

Diese “Zoom”-Funktion verschlechtert die Bildqualität allerdings spürbar. Ansonsten wirken die Bilder sehr hell und klar, fast schon künstlich. Der softwarebasierte Live-Bokeh-Effekt (Live Focus,) generiert recht künstlich wirkende Bilder bei denen der Hintergrund in unterschiedlichen Stufen unscharf maskiert wird. Die Aufnahmequalität bei wenig bzw. schlechtem Licht finde ich immer noch gelungen. Die Zeiss-Kamera des neuen Nokia 8 macht für ihre 550 Euro auch keine besseren Bilder.

Videos werden sowohl von der hinteren, als auch von der vorderen Kamera (8 Megapixel) in UHD-Auflösung aufgezeichnet. Der Zweifach-Zoom ist auch hier. Daneben stehen auch eine Timelapse und eine Zeitlupenaufnahme zur Verfügung. Allerdings nur in 720p (HD).

Fazit: Super (teuer)

Das Samsung Galaxy Note 8 ist super Smartphone. Im Endeffekt aber “nur” ein Samsung Galaxy S8 Plus mit Stifteingabe. Wer die nicht braucht, der wird es sich sicher nicht nur wegen der Dual-Kamera auf dem Niveau des Galaxy S8 kaufen. Die 6 GByte Arbeitsspeicher bemerkt man in der Praxis nämlich ebenfalls nicht. Die tolle Verarbeitung, das hervorragende Display und die hohe Performance bekomme ich nämlich auch beim rund 620 Euro teuren Galaxy S8 Plus, also für deutlich weniger Geld. 999 Euro sind schlicht zuviel, aber der Straßenpreis wird mit Sicherheit schnell fallen.

 

Testergebnis

Verarbeitung 9.4
Display 9.1
Performance 10
Kamera 9.3
Konnektivität & Akku 8.7

Fazit

9.3 Das Samsung Galaxy Note 8 ist super Smartphone. Im Endeffekt aber "nur" ein Samsung Galaxy S8 Plus mit Stifteingabe. Wer die nicht braucht, der wird es sich sicher nicht nur wegen der Dual-Kamera auf dem Niveau des Galaxy S8 kaufen. Die 6 GByte Arbeitsspeicher bemerkt man in der Praxis nämlich ebenfalls nicht. Die tolle Verarbeitung, das hervorragende Display und die hohe Performance bekomme ich nämlich auch beim rund 620 Euro teuren Galaxy S8 Plus, also für deutlich weniger Geld. 999 Euro sind schlicht zuviel, aber der Straßenpreis wird mit Sicherheit schnell fallen.

Tags : Android 7GalaxyReviewSamsungTests
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar “Musik”, aber die meisten anderen bezeichnen es als “Krach”.

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