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Samsung Galaxy S6 Edge Plus im Test: Einfach nur größer

Mit dem Galaxy S6 Edge Plus legt Samsung nun – nach dem S6 Edge – nochmal nach. Für die Fans sehr großer Smartphones (Smartlets, Phablets) sicher keine schlechte Idee. Aber warum hat man dann nicht gleich das Galaxy Note 5 in Europa veröffentlicht? Ab 5,7 Zoll würde ich persönlich gerne zum Stift greifen (können). Na gut, beim Transport dann auch gleich zum passenden Rucksack. 😀 Aber zurück zum S6 Edge Plus. Wir haben uns das neue Phablet, Smartlet oder einfach nur Super-Smartphone unter der Lupe angesehen. Obwohl man die bei den Abmessungen und technischen “Neuerungen” nun wahrlich nicht benötigt.

Design: Wozu kleckern wenn man auch klotzen kann?


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Das S6 Edge Plus ist optisch betrachtet einfach ein in die Länge und Breite gezogenes S6 Edge. Alle anderen Änderungen liegen eher unter der Oberfläche. Man braucht keine Lupe um festzutsellen, dass das Display wieder an beiden Seiten leicht angeschrägt wurde. Der Metallrahmen des G928F (gibt es in Schwarz, Gold Platinum oder Sliber) sieht immer noch S6_Edge_Plus_35ziemlich  edel aus und liegt vor allen Dingen super in der Hand. Vorder- und Rückeite werden durch Glas “geschützt”.  Das Smartphone ist wirklich gut verarbeitet, aber es gibt durchaus Streuungen in der Serie. So bekommt man manchmal Geräte mit knackendem Homebutton oder minimalen Spalten zwischen Displayglas und Metallrahmen zu Gesicht. Das geht in dieser Preisklasse so gar nicht. Ein testweise bei notebooksbilliger.de bestelles Sample war hingegen tadellos verarbeitet.

Das Galaxy S6 Edge Plus ist mit seinen Abmessungen von 154,4 x 75,8 x 6,9 Millimeter breiter und länger als seine kleinere Schwester (142.1 x 70.1 x 7.0  mm). Auch das Gewicht ist von 132 Gramm auf stattliche 153 Gramm gewachsen. Pummelig ist es aber auf keinen Fall. Im Gegenteil, bei den Abmessungen geht das Gewicht sogar noch voll in Ordnung!

Display: Größer ist gleich schöner und besser?

S6_Edge_Plus_49Das neue Super-AMOLED-Display bietet eine Diagonale von 5,7 Zoll und ist damit 0,5 Zoll größer als beim S6 Edge. Die Auflösung ist hingegen unverändert übernommen worden. Mit 1.440 x 2.560 Pixel (515 ppi) stellt es seine Inhalte absolut knackscharf dar. In meine Augne (Achtung Wortspiel) ist es aktuell das beste Display seiner Art. Die Farben kommen sehr leuchtend und sauber rüber, die Blickwinkelstabilität ist gut und auch die maximale Helligkeit gab keinen Anlass zur Klage. In den Tiefen der Einstellungen findet man zudem unterschiedliche Modi zur Optimierung der Darstellungsqualität. Mit klangvollen Namen wie “Anpassungsfähige Anzeige”, “AMOLED-Kino”, “AMOLED-Foto” und “Einfach” möchte man dem Kunden seine optimale Einstellung selber finden lassen.

Performance: Ist Westen nichts Neues

http://mobile-reviews.de/Samsung/Galaxy_S6_Edge_Plus/Screens/S6_Edge_Plus_24.jpgIm neue Galaxy S6 Edge Plus kommt der gleiche Prozessor wie im S6 Edge zum Einsatz. Der Exynos 7420 aus dem Hause Samung verrichtet seine Arbeit daher auch genauso gut. Im AnTuTu-Benchmark erzielt er 68.012 Punkte, im Geekbench 3 kommt er auf 1.501 im Single-Core und 4.901 im Multi-Core. Das sind Spitzenergebnisse. Mit acht Kernen a maximal 2,1 Gigahertz und einer Mali T760 MP8-GPU ist er zu allen Schandtaten bereit. Es gibt aktuell keine Spiele, die nicht super flüssig laufen und das ohne die unangenehme Wärmeentwicklung eines Snapdragon 810.  Samsung hat dem Galaxy S6 Edge Plus zudem auch noch 4 Gbyte RAM spendiert, das S6 Edge kommt noch mit 3 GByte Arbeitsspeicher daher. In den Benchmarks merkt man davon aber nix 😀

Der interne Speicher wurde von Samsung fest vorgegeben, so stehen entweder 32 oder 64 Gbyte zur Verfügung. Eine Erweiterung ist nicht vorgesehen und auch das Modell mit 128 GByte steht nicht zur Auswahl.  32 Gbyte Speicher sind heutzutage nicht sehr viel! Da ist man ja fast gezwungen auf Cloud-Dienste wie Spotify und Co zurückzugreifen.

Konnektivität & Akku: Alles drin alles dran?

Na klar, Samsung unterstützt alles was Rang und Namen hat, bis auf USB Typ-C. Persönlich sehe ich da aktuell eh keinen Nutzen drin. Und auch beim Test des OnePlus Two sind mir die Vorteile von Typ-C nicht ganz klar geworden. Das Samsung Galaxy S6 Edge Plus unterstützt daher neben MicroUSB auch noch Bluetooth 4.2, NFC, HSPA+ und eben LTE Cat 9 mit bis zu 450 Mbit/s. In der Praxis habe ich allerdings im Netz der Telekom nur um die 92 mbit/s erzeilt, im Netz von o2 sogar nur knapp 40 mbit/s. Letzteres liegt aber an der übersichtlichen LTE-Qualität dieses Anbieters. Die Gesprächsqualität sowie die Sende- und Empfangsleistung war “typisch Samsung”. Weder extrem gut, noch gab es wirklich ernsthaft was zu meckern. Leicht blechern im Klang reiht es sich in die Riege der anderen Samsungs ein.

Der fest eingebaute Akku des Galaxy Edge Plus leistet nun 3.000 mAh – eine Steigerung um 400 mAh. Im Dauerbetrieb hielt der Akku nun knapp 7 Stunden durch. Aufladen kann man ihn über Kabel oder drahtlos. Letzteres nun übrigens in erhöhter Geschwindigekit, wenn man eine spezielle Ladematte nutzt. Nach knapp 1 1/2 Stunden war der Akku wieder voll einsatzbereit.

Android 5.1.1 und EdgeUX: Schön bunt

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Die Benutzeroberfläche EdgeUX wurde für das S6 Edge Plus leicht optimiert die Icons abgerundet. So gibt es neben dem grfaischen Overkill nun auch noch eine Quick-Access-Funktion, die neben den Schnellzugriffen auf die besonders wichtigen (fünf) Kontakte nun auch Zugriff auf bis zu fünf App gewährt. Beide Funktionen kommen aber nicht an die Features des alten Note Edge heran.

Sound: Musikplayer wie gewohnt

Der Sound wurde laut Marketing über UHQA (Ultra High Quality Audio) verbessert, allerdings nur mit den dafür vorgesehenen Samsung-Kopfhörern. Das beigelegte Headset gehört noch nicht zu den unterstützen Modellen. Der Musikplayer ist mittlerweile bekannt und liefert über die Sound-Alive-Einstellungen eine guten Sound.  Der eingebaute Lautsprecher tönt wieder sehr laut, kommt klanglich aber nicht ganz an den BoomSound des HTC One heran.

Kamera: Neue Features ohne nenneswerte Verbesserungen

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Die neue Kamera-App bietet nun eine verbesserte Videostabilisierung (VDIS: Video Digital Image Stabilizer) sowie ein paar neue Aufnahmemodi: Video Collage und Live-Broadcast. Die Auflösung beträgt immer noch 16 Megapixel auf der Rückseite und 5 Megapixel auf der Vorderseite. Beide Kameras nutzen eine Blende von f1.9.

Samsung Galaxy S6 Edge Plus

Die Bildqualität der Kamera ist sehr gut, Videos lassen sich in Ultra-HD (3.840 x 2.160 Pixel) aufzeichnen. Der Ton bei den Videoaufnahmen ist ebenfalls gut. Für Schnappschüsse kann man die Kamera einfach durch einen Doppeltipp auf den Homebutton aktivieren.

Fazit: Wenig neues, wenig überzeugend

Ich persönlich brauche nicht unbedingt ein so großes Gerät. Schon gar nicht, wenn es keinen Stift mit den Funktionen eines Note (4) hat. Das S6 Edge Plus ist “einfach” nur ein aufgeblähtes S6 Edge mit minimalen Änderungen in der Software und bei der Hardware. Ehrlich gesagt schwebt mir die Zielgruppe dieses Riesen nicht ganz vor Augen. Mit 32 GB bzw. 64 Gbyte Speicher wird es für “Profis” oder Powernutzer recht eng, zumal es keine MicroSD unterstützt. Die Kamera benötigt im 4k-Modus für ihre Aufnahmen schnell mal ein paar GByte mehr und das große Display lädt zu ausgedehnten Film-Sessions ein. Normalnutzer werden aber ungerne mehr als 800 Euro für so ein Smartphone ausgeben wollen. Liebe Kollegen vom Marketing: ich möchte das Note 5 auch in Deutschland kaufen können und zwar mit MicroSD, dann trenne ich moch auch vom Note 4! Wer nun Gefallen am S6 Edge Plus gefunden hat, der kann uns durch den Kauf dieses Smartphones bei notebooksbilliger.de unterstützen.

Tags : GalaxyReviewS6SamsungTests
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar “Musik”, aber die meisten anderen bezeichnen es als “Krach”.

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