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Sony Xperia XA im Test: Das bessere Xperia X

Testergebnis

Verarbeitung 9.5
Display 7.5
Performance 8
Kamera 8

Fazit

8.3 Na klar, beim Sony Xperia XA fehlt das Metallgehäuse und die IP68-Zertifizierung, aber der Kunststoff beim Xperia XA wirkt wertiger und hat keine Verarbeitungsprobleme. Na klar, die KAmera löst nur mit 13 Megapixel auf, funktioniert dafür aber zuverlässig und die Aufnahmequalität geht auch in Ordnung. Die CPU ist ausreichend schnell, der Speicher erweiterbar.

Das neue Sony Xperia XA kommt mit einem fast randlosen Display, einem hübschen Gewand aus hochwertigem Kunststoff und wird mit einer 13-Megapixel-Kamera ohne Schnickschnack in den Ring geschickt. Angefeuert wird das knapp 300 Euro teure Smartphone dabei von einem Prozessor vom Typ MediaTek Helio P10 (MT6755), dem 2 GByte RAM zur Seite stehen. Der interne Speicher von 16 GByte kann über microSD-Karten erweitert werden. Ich würde sagen, wir starten mit dem Test 😀 

Sony Xperia XA: Design muss nicht sein

Das Xperia X kam noch in einem Kleid aus Aluminium daher, für knapp 600 Euro kann ich das allerdings auch erwarten. Beim aktuellen Preis von 285 Euro (zum Beispiel bei cyberport.de) erwartet ich hingegen eine etwas schlichtere Verpackung, zumindest bei den Smartphones der „renommierten“ Hersteller. Während Xiaomi und Co über die 300 Steine bereits Aluminium anbieten, kommt Sony mit einem Gewand aus Kunststoff daher. Der ist allerdings hochwertig verarbeitet und steht dem 143,6 x 66,8 x 7,9 Millimeter großen Smartphone recht gut. Auch das Gewicht von 137 Gramm profitiert davon. Das Xperia XA gibt es übrigens in den Farben Lime-Gold, Graphit-Schwarz, Weiß, Rose-Gold.

Im Vergleich zum Sony Xperia X fühlt es sich also besser an, ist besser verarbeitet und wiegt weniger. Und dafür ist es auch noch günstiger!

Der Ein-/Ausschalter liegt auf der rechten Seite des Rahmens, ist rund und ziemlich klein. Und weil er so klein ist hat Sony auch gleich auf den Fingerabdruckscanner verzichtet. Und auch gar nicht erst an anderer Stelle untergebracht. Auf der gleichen Seite sieht man auch den Taster für die Lautstärke sowie den Kameraauslöser. Der Einschub für die nanoSIM und microSD ist dann auf der linken Seite zu finden. Gut geschützt durch eine üppig dimensionierte Klappe.

Seinen Kopfhörer kann man beim Sony Xperia XA  wieder auf der Oberseite einstöpseln. Auf der Unterseite befindet sich das obligatorische Mikrofon und der micro-USB-Port. Das Gehäuse des Xperia XA ist nicht nach IP68 zertifiziert und damit weder wasser- noch staubdicht.

Xperia XA: Handliche 5-Zoll in HD

Das 5-Zoll große Display des Sony Xperia XA löst leider nur  in HD (720 x 1.280 Pixel auf). Dafür ist der Displayrand des Sony-Smartphone sehr dünn. Bei deaktiviertem Display wirkt er nahezu randlos und bei aktiviertem Display ist er nur knapp einen Millimeter breit und zudem leicht gerundet (2.5D). Damit ist der Übergang zum Kunststoffgehäuse sehr glatt. Mit seinen 294 Pixel pro Zoll ist die Schärfe ausreichend. Die Blickwinkelstabilität des IPS-Bildschirms ist gut, die Icons wirken nahezu plastisch unter dem Display-Glas. Der Kontrast sowie die maximale Helligkeit waren ebenfalls mehr als ausreichend. Leider spiegelt das Glas selbst ziemlich stark und Fettfinger setzt es auch extrem gut in Szene.

Multimedia: Top-Sound!

Mit dem Xperia XA kann man seine abgespeicherten Inhalte problemlos auf dem Gerät selbst betrachten, über die Video-App online streamen. Sogar die Verbindung mit der PS4 ist über Remote Play möglich. MP3 werden leider nicht über das DSEE-HX-Feature aufgepeppt. Zahllose Equalizer-Presets und Soundeinstellungen sorgen für einen wirklich guten Sound und satten Bass. Zumindest über gute Kopfhörer, die gehören aber natürlich nicht zum Lieferumfang. Ach ja, das FM-Radio ist auch wieder mit dabei. Das vom Xperia Z5 bekannte noice canceling fehlt hingegen.

Sony Xperia XA: 13-Megapixel-Kamera und Full-HD

Die Kamera auf der Rückseite löst mit 13 Megapixel auf und zeichnet Videos Full-HD mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Qualitativ ist die Kamera damit guter Durchschnitt und die „überlegene Automatik“ schaltet zwar wieder das beste Programm ein, kappt aber die maximale Auflösung auf 9 Megapixel.

Sony Xperia XA

Das sollte man dann in den Einstellungen eben ändern. Mit der Kameraauflösung des Xperia X kann sie zwar nicht mithalten, verstecken müssen sich die mit ihr gemachten Bilder aber definitiv nicht. Schon gar nicht bei einem Preis von etwa 270 Euro!

Performance & Akku: MediaTek Helio P10 und 2.300 mAh

Wie vertragen sich eine schnelle CPU mit einem übersichtlich ausgestatteten Akku?  Ganz gut. Der Prozessor im Xperia XA kommt aus dem Hause MediaTek und nennt sich MT6755 oder „Helio P10“. Im aktuellen AnTuTu-Benchmark kommt die CPU mit ihren 2 GByte RAM auf knapp 47.000 Punkte. Im Geekbench 3 reicht es für 817 Punkt im Single-Core und 3.156 im Multi-Core. Die CPU kommt zum Beispiel auch beim OPPO F1 Plus zum Einsatz.

Alle aktuellen Spiele und auch die hauseigene Benutzeroberfläche laufen allerdings ruckelfrei. Eine Überhitzung (abgesehen von der Kamera) konnte ich im Test nicht feststellen.

Der fest eingebaute Akku leistet nur 2.300 mAh und damit kommt man dann auch über den (Arbeits)Tag. Ich habe 30 Minuten Spotify gehört, 10 Bilder gemacht, 12 Minuten Videos und hatte danach nur noch 75 Prozent Akku. Bei normaler Nutzung sind ist also etwa ein Tag (12-14 Stunden) drin. Im Dauerinsatz ist die Kraftzelle nach 4 1/72 Stunden leer. Im Notfall greift der zweistufige Energiesparmodus ein, hier „Stamina-Modus“ genannt, ein. Damit kann man sich nochmals ein paar Stunden erhaschen. Durch den neuen Qnovo-Standard kann man den Akku in knapp 1 1/2 Stunen voll aufladen.

Konnektivität und Klang: Keine Überraschungen

Die Sende- und Empfangsleistung des Sony Xperia XA ist auf einem guten Niveau. Es gibt keine messbaren Aussetzer, keine Ausreißer. Unterwegs kann ich über UMTS oder eben auch per LTE in der Cat 4 bzw. WLAN 802.11 a/g/n (2.4/5 GHz) im Internet surfen. Das klappte im Test völlig problemlos. Bei der Telekom kam ich in Münster auf knapp 81 mbit/s. Daten und Medien werden per Bluetooth 4.1 LE und NFC übertragen. Die Sprachqualität des Xperia XA war gut. Das Smartphone unterstützt die Erweiterung des internen Speichers (16 GByte, davon sind allerdings nur 10 GByte frei) per microSD-Karten (bis 200 GByte).

Wer sein WLAN nicht nutzt, der sollte es auf jeden Fall daktivieren. In der Firmware hat sich ein kleiner Bug eingeschlichen hat, der den Akku ziemlich schnell leer, da das Xperia XA sonst im Hintergrund ständig nach verfügbaren WLAN scannt.

Android 6.0: Wir haben die Oberfläche entschlackt

Android 6.0 wurde von Sony wieder mit der hauseigenen Benutzeroberfläche eingehüllt. Sony hat neben den Apps aus dem Hause Google auch eine Menge Drittanbieter-Software dazugepackt. Neben sinnvollen Apps wie Dropbox, Facebook und Spotify leider auch nutzlose Apps wie AVG Protection, SkyGO und Kobo eBooks. Der Entsperrbildschirm wird beim Sony Xperia XA nun einfach nach links gezogen. Die Launcher selber wirkt aufgeräumter und orientiert sich mehr am „normalen“ Android. Musikplayer, Kalender und Co kommen aber noch immer von Sony. Gerade der Musikplayer ist aber auch in meinen Augen deutlich besser als das unsägliche Play Music, welches natürlich auch vorhanden ist. Ich bin gespannt, ob sich der Hersteller zukünftig an HTC ein Beispiel nehmen wird und auf seine eigenen Apps verzichtet. Das wäre bei einigen Apps ziemlich schade.

Fazit: Das XA ist das „bessere“ X

Na klar, beim Sony Xperia XA fehlt das Metallgehäuse und die IP68-Zertifizierung, aber der Kunststoff beim Xperia XA wirkt wertiger und hat keine Verarbeitungsprobleme. Na klar, die KAmera löst nur mit 13 Megapixel auf, funktioniert dafür aber zuverlässig und die Cyberport_Logo_2015Aufnahmequalität geht auch in Ordnung. Die CPU ist ausreichend schnell, der Speicher erweiterbar.

Das 5-Zoll-Display ist wirklich nahezu randlos und wirkt in Kombination mit dem Rest sehr schick. Für knapp 290 Euro ist das Xperia XA im Vergleich zum Xperia X die bessere Wahl. Das Honor 5c, Huawei P9 lite oder Exoten aus dem Hause Xiaomi (Redmi Note 3) sind dem Xperia XA aber teilweise leicht überlegen.

 

Tags : ReviewReviewsSmartphonesXperia
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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