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Uhans H5000 Smartphone im Test: Das Akku-Monster?

Akkus aktueller Smartphones halten selten länger als einen Tag. Das soll mit dem knapp 100 Euro günstigen Uhans H5000 nun anders werden. Auch wenn der Name auf einen 5.000 mAh starken Akku deutet, die nicht wechselbare Kraftzelle bietet”nur” 4.500 MAh. Auch die technische Ausstattung ist jetzt nicht so üppig.  Ein MediaTek 6737 sorgt mit seinen vier Kernen a 1.3 GHz und 3 GByte Arbeitsspeicher für die notwendige Power, hinzu gesellen sich 32 GByte Speicher, ein 5 Zoll großes HD-Display und eine 8 Megapixel-Kamera. Lohnt sich der Kauf?

Uhans 5000: Seltsamer Name, gängiges Design

“Uhans H5000”, das klingt etwas komisch, zumal der Akku eben keine 5.000 mAh bietet. Beim Design macht der Hersteller dann aber keine Experimente. Das Smartphone sieht einfach aus, wie fast jedes andere Handy auch. Bei den Farben stehen aktuell nur “Gold” und “Grau” zur Verfügung.

  • Uhans H5000
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Optisch wirkt das Uhans H5000 relativ unauffällig. Die Kanten sind abgerundet, der Akkudeckel besteht aus Kunststoff und kann entfernt werden. Dann bekommt man aber nur Zugriff auf die beiden SIM-Karten-Einschübe sowie den microSD-Einschub. Dual-SIM UND microSD sind daher kein Problem. Der Akku mit seinen 4.500 mAh ist nicht wechselbar.

Das Gehäuse besteht äußerlich ebenfalls aus Plastik und ist mit seinen Abmessungen von 144 x 72 x 12 mm bei enormen 185 Gramm sicher kein Leichtgewicht. Eein-/ und Ausschalter sowie Lautstärketaster befinde sich hier auf der rechten Gehäuseseite. Die Bedienung von Android 6.0 erfolgt über drei Softkeys, andere Drücker findet man beim H5000 nicht. Die Kamera samt LED befindet sich auf der Rückseite. Auf der Vorderseite ist neben dem 5-Zoll-Display in HD noch eine kleine Frontkamera verbaut. Eine Benachrichtigungs-LED hat das Uhans H5000 leider nicht zu bieten.

Verpackung: Schwarze Kiste

Die kleine schwarze Box des Uhans H5000 besteht aus Karton und bringt neben dem Smartphone mit matter Schutzfolie noch ein gesondertes Panzerglas, ein Ladegerät mit 2 Amp, ein Lade-/Datenkabel sowie eine gedruckte Anleitung zum Vorschein. Kopfhörer oder Speicherkarte? Fehlanzeige!

Display: 5 Zoll in HD

Das IPS-Display des Uhans H5000 löst mit 720 x 1.280 Pixel auf und wird (angeblich) durch Corning Gorilla Glas 4 geschützt. Bei hellen Hintergründen sieht man an den Rändern ein minimales Clouding (Wölkchen). Die Blickwinkelstabilität ist befriedigend, kippt aber bei größeren Betrachtungswinkeln recht schnell ins gräuliche ab. Die Farben kann ich dank “Miravision” ein wenig an meine eigenen Bedürfnisse anpassen. Die maximale Helligkeit ist gut. Bei direkter Sonneneinstrahlung leidet die Ablesbarkeit allerdings merklich. Das Glas ist zu den Rändern definitiv hin nicht gebogen. Man spürt also eine Kante. Keine Spur vom versprochenen “2.5D”-Glas.

Performance & Akku: Ausreichend und Top

Uhans setzt beim H5000 einen Chipsatz vom Typ MediaTek MT6737 mit bis zu 1.3 GHz ein. In Verbindung mit der Mali-T720 GPU und den 3 GByte Arbeitsspeicher reicht es im aktuellen AnTuTu-Benchmark für knapp über 30.000 Punkte. Im Geekbench 4 kommt das H5000 auf 560 Punkte im Single-Core und 1.506 im Multi-Core. Damit laufen aktuelle Spiele nur noch mit reduzierter Framerate flüssig. Für Spielernaturen ist das Uhans H5000 also weniger geeignet.

Der fest eingebaute Akku erreicht im Test eine Kapazität von knapp 4.500 mAh. In der Praxis kam ich auf eine Laufzeit von 2 Tagen bei recht intensiver Nutzung. Absolute Poweruser werden nach rund 11 Stunden Strom auftanken müssen. Eine Aufladung per Kabel dauert allerdings gut 3 1/2 Stunden. Fast Charge wird nicht unterstützt. Der Akku lädt mit maximal 1.350 mAh (mitgeliefertes Ladegerät).

Die Laufzeit ist natürlich stark von der persönlichen Nutzung abhängig. Uhans vergleicht sein H5000 gerne mit dem Apple iPhone 7 oder Galaxy S7: völliger Blödsinn, denn beide Geräte bietet höher auflösenden Displays und deutlich mehr Power. Ein Golf verbraucht auch weniger Sprit als ein Porsche. Einen guten Eindruck vom Uhans H5000 bekommt ihr auch in meinem Videoreview des Smartphones aus YouTube:

Android 6.0 ohne Basteleien und Bloatware

Das Uhans H5000 nutzt ab Werk Android 6.0. Leider hat Uhans auch hier den Punkt “Quick gesture entry” mit den Optione zum Aufwecken des Displays per Doppeltap und Co noch nicht übersetzt. Das ist zwar kein Beinbruch, aber unnötig. Im Test gab es zwei Firmwareupdates per OTA auf die aktuelle Version 1.3.

  • Uhans H5000 UI
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Das nahezu unveränderte Android 6 mit Sicherheitspatches vom 05. Oktober 2016 wurde nicht mit Bloatware, Adware oder Viren verunstaltet. Ab Werk gibt es die wichtigsten Google-Dienste bzw. Google-Apps. Den Rest kann man über den Play Store installieren. Ob es ein Update auf Android 7.0 geben wird steht noch in den Sternen.

Kamera: 13-Megapixel (interpoliert)

13 Megapixel bietet die Kamera nur, wenn man das “Upscaling” der Bilder per Software in Anspruch nimmt. Im Original landen die Aufnahmen mit 8 Megapixel auf die Speicherkarte. Eine Blende f/2.8 ermöglicht bei Dunkelheit kaum noch gescheite Aufnahmen. Artefakte und eine starke Unschärfe sind dann an der Tagesordnung. Auch bei Tageslicht gehen die Aufnahmen nicht wirklich in Ordnung, sie wirken unterbelichtet und “verwaschen”. In der Preisklasse bis 120 Euro mag das aber unwichtig sein.

Uhans H5000

Videos werden in maximal HD im MP4-Format aufgezeichnet. Full-HD beherrscht das Gerät NICHT! Die Qualität ist ebenso verwaschen wie bei den Fotos, zudem leidet die Kamera unter dem “Rolling Shutter Syndrom”. Der Sensor für Selfies auf der Vorderseite löst mit 5 Megapixel auf (interpoliert 8 MP). Die Qualität ist ebenfalls eher bescheiden.

Konnektivität & Klang: LTE auch in Band 20

Das Uhans H5000 bietet neben HSPA+ auch LTE und zwar in allen gebräuchlichen Bändern. Dabei geht die maximale Übertragungsgeschwindigkeit mit knapp 30 Mbps im Download und rund 40 Mbps im Upload in Ordnung. Das H5000 unterstützt dabei den Betrieb mit zwei SIM-Karten (micro/nano) und ermöglicht die Erweiterung des 32 GByte großen Speichers (knapp 25 GByte frei) per microSD. WLAN wird im Standard 802.11 b/g/n in beiden Bändern (2.4/5 Ghz) unterstützt. Daneben bietet das Uhans H5000 auch Bluetooth 4.0, NFC gibt es aber nicht.

Die Sende-/ und Empfangsleistung sowie die Gesprächsqualität des Uhans H5000 war auf einem normalen Niveau. Minimales Grundrauschen und etwas zu krächzig tönen die Gesprächspartner aus der kleinen Ohrmuschel. Der Lautsprecher (unten links) ist auch nicht sonderlich laut. Der Musikplayer liefert über gute Kopfhörer einen akzeptablen Klang, ein FM-Radio sorgt unterwegs für kostenlose Beschallung fernab von Spotify und Co.

Fazit: Akku-Monster?

Auf jeden Fall. Ein Akku mit 4.500 mAh, gepaart mit übersichtlicher Leistung und einem HD-Display sorgt für lange Chat- oder Surfabende. Der Akku hält und hält und hält. Zumindest im Vergleich zu leistungsstärkeren Modellen. Wer also in erster Linie Wert auf eine gute Ausdauer legt keine große Spielernatur ist und mit einem Import leben kann, der kann durchaus das Uhans H5000 ins Auge fassen. Alternativ und günstiger bei Aliexpress. Alternativen aus dem Hause Lenovo, Honor, Xiaomi und Co gibt es jedenfalls nur mit kleineren Kraftzellen.

Testergebnis

Verarbeitung 8.8
Display 7.2
Performance 7
Kamera 7.6
Konnektivität & Akku 9.4

Fazit

8 Ein Akku mit 4.500 mAh, gepaart mit übersichtlicher Leistung und einem HD-Display sorgt für lange Chat- oder Surfabende. Der Akku hält und hält und hält. Zumindest im Vergleich zu leistungsstärkeren Modellen. Wer also in erster Linie Wert auf eine gute Ausdauer legt keine große Spielernatur ist und mit einem Import leben kann, der kann durchaus das Uhans H5000 ins Auge fassen. Alternativen aus dem Hause Lenovo, Honor, Xiaomi und Co gibt es jedenfalls nur mit kleineren Kraftzellen.

Tags : AndroidChinaReviewSmartphoneTestsUhans
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.