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Ulefone Power im Test: Smartphone mit 6.000 mAh

Mit dem Ulefone Power stellt der chinesische Hersteller ein Smartphone mit Android 5.1 und einem 6.050 mAh starken Akku vor. Das knapp 170 Euro teure Gerät bietet aber auch ein 5,5 Zoll großes Full-HD-Display sowie einen Fingerabdrucksensor. Reicht das für einen echten Hit? Mehr im Test.

Design: Ulefone Power auch mit Holz

Dem knapp 170 Euro teuren Testgerät von Gearbest.com wird auf Wunsch eine Rückseite aus Holz spendiert. Wer es weniger auffällig mag, dem liefert der Hersteller aber auch ein einfacheres Modell in Schwarz oder Weiß. Mit seinem Gewicht von knapp 200 Gramm und einer Dicke von etwa 10 mm ist es weder leicht noch wirklich schlank.

Wer eine so starke Kraftzelle in ein Gehäuse quetschen will, der kann einfach keine Wunder bewirken und muss Kompromisse eingehen. Auf der Holzrückseite findet man neben der 13 Megapixel-Kamera beim Power auch einen Fingerabdrucksensor. Der Ein-/ und Ausschalter sowie ein spezieller Drücker für die Kamera (und Sprachaufzeichnung) befinden sich auf der rechten Seite im Gehäuserahmen aus Metall. Der Einschub für die beiden Micro-SIM-Karten bzw. für die micro-SD-Speicherkarte findet man auf der gegenüberliegenden Seite. Auf der Oberseite stöpselt man die Kopfhörer ein. Über den dortigen Infrarot-Sensor kann man seine Muletimedia-Anlage steuern.

Die drei Sensortasten unter dem Display sind zwar beleuchtet, leider aber nur sehr schwach. Bei Tageslicht sind die Drücker nicht zu sehen. Der Akkudeckel aus Holz fühlte sich super an, wechseln oder öffnen kann man ihn aber nicht. Die Kraftzelle mit ihren 6.050 mAh ist also fest eingebaut.

Display: Ulefone Power mit 5,5- Zoll und Full-HD

Das LTPS-Display auf der Vorderseite löst mit den üblichen 1.080 x 1.920 Pixel auf. Damit kommt es auf staatliche 401 Pixel pro Zoll (ppi). Der Ablesewinkel ist gut, die Farbdarstellung wirkt nicht unnatürlich. Die Ablesbarkeit im Sonnenlicht leidet nur wenig, die maximale Helligkeit ist demnach recht ordentlich. Der Touchscreen des Smartphones kann bis zu fünf Punkte voneinander unterscheiden. Das Honor 5x schafft zehn. Wer mal das Ulefone Power in bewegten Bildern sehen will, der sollte einen Blick auf mein Videoreview bei YouTube werfen:

Performance:MediaTek 6753 mit 32-Bit

Smartphones aus China greifen gerne auf den günstigen und trotzdem recht schnellen MediaTek MT6753 mit seinen acht Kernen zurück. Theoretisch wäre die CPU in der Lage, das Android 5.1 auch mit 64-Bit zu nutzen, Ulefone hat sich aber für die Variante mit 32-Bit entschieden und verschenkt damit (in der Theorie) ein wenig Leistung. Dank der  3 GByte Arbeitsspeicher bemerkt man in der Praxis davon erfreulicherweise fast nichts. Im AnTuTu-Benchmark kommt die CPU auf 36.250 Punkte. Im Geekbench 3 auf 624 Zähler im Single Core und 2.897 Punkte im Mutli Core. Aktuelle Spiele laufen (mitunter) mit leichten Einbrüchen bei der Framerate recht flüssig.

Android 5.1: Mit Update auf Android 6

Ulefone installiert auf dem Power Android 5.1 System mit den üblichen Google Apps. Wer den grafisch wenig ansprechenden Launcher nicht mag, der sollte zur ebenfalls vorinstallierten Alternative namens ULaunchergreifen. Den kann man über Themen samt Icons hübsch aufbrezeln.  Das Android 5.1 hat einige wenige Übersetzungslücken, kommt aber mit der deutschen Sprache daher.

Kamera: Ulefone Power mit 13 Megapixel und Sony-Sensor

 

Der Hersteller stattet das Ulefone mit einem Sensor aus dem Hause Sony aus. Der IMX214 kostet zudem nicht die Welt und bannt echter 13 Megapixel auf den Chip. Dank der f/1.8 Blende und einer Doppel-LED gelingen in der Regel ansprechende Aufnahmen.

Ulefone Power KameraUlefone Power KameraUlefone Power Kamera

Die Kamera auf der Vorderseite für Selfies löst immerhin noch mit (echten) 5 Megapixel auf und kommt aus dem Hause Omnivision (OV5648). Videos zeichnet das Smartphone in FUll-HD und in einer recht annehmbaren Qualität auf.

Konnektivität & Klang: Alles drin und alles dran

Das Power kommt mit Unterstützung für GSM, HSPA+ und auch LTE daher. Dabei kann man letzteres in beiden SIM-Schächten nutzen, allerdings nur als Dual Standby, also immer  nur eine der beiden SIM-Karten gleichzeitig. Dafür wird auch das 800 MHz-Band unterstützt, damit kommt man auch auf dem Land (Vodafone und O2) in den Genuss des schnellen Datenturbos. Der interne Lautsprecher ist zwar sehr laut, rauscht bzw. knarzt dann aber auch auf voller Lautstärke. Über Kopfhörer bekommt man einen besseren Sound hin. Gegen deutlich teurere Modelle aus dem  Hause Sony und Co kommt er aber nicht an. Daten überträgt man aber auch per WLAN b/g/n, hier allerdings wieder nur im 2.4 GHz-Band. Die Übertragungsqualität geht dabei in Ordnung, die grafische Anzeige schummelt aber. Man kann der angezeigten Empfangsstärke nicht trauen.

Über den Infrarot-Sensor auf der Oberseite kann ich zum Beispiel meine Stereoanlage fernsteuern, eine nette Sache. Auch ein elektronischer Kompass ist vorhanden. Der eingebaute GPS-Empfänger war sehr schnell und sehr präzise. Von den 16 GByte Speicher stehen mir als Nutzer knapp 12 GByte zur freien Verfügung. Erweitern kann man ihn über microSD-Karten (dann verzichtet man auf Dual SIM) oder über USB-OTG.

Fazit: Power ist vorhanden

Der 6.050 mAh starke Akku hält das Ulefone Power mindestens 2 Tage am Leben.  Mit knapp 200 GRamm ist es aber auch nicht leicht, die Holzrückseite ist ein nettes Gimmick und hat mir gut gefallen. Der Fingerabdrucksensor könnte präziser und schneller sein. Das 5,5 Zoll große FHD-Display gehört wie die 13-Megapixel-Kamera zum guten Durchschnitt. Insgesamt ist das Smartphone für etwa 170 Euro dennoch eine Kaufempfehlung. In Deutschland bekommt man dafür nicht einmal das vergleichsweise gut aufgestellte Honor 5X.

Tags : AndroidReviewSmartphoneUlefone
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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