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VKWorld Z3310 Test: Was taugt der Klon des Nokia 3310?

VKWorld klinkt sich mit seinem Z3110 in die kleine Retro-Welle ein, die Nokia mit seiner Neuauflage des 3310 ins Rollen gebracht hat. Für rund 20 Euro bekommt man ein Dual-SIM fähiges Handy (kein Smartphone) mit einem proprietären Betriebssystem, einem 2,4 Zoll großen Farbdisplay, einem bunten Gehäuse aus Kunststoff und einer 2-Megapixel.-Kamera. Also alles das, was auch das neue 3310 bietet. Aber lohnt sich der Kauf dieser “Alternative”?

VKWorld ZZ3310: Im Retro-Design

VKWorld-Z3310_12Der chinesische Hersteller VKWorld ist für seine Kopien erfolgreicher Handys bekannt. Mit dem Z3310 nimmt man daher direkt das neue Nokia 3310 (2917) aus Korn. Das Design wurde nahezu 1:1 vom Vorbild übernommen. Mit seinen Abmessungen von 126.5 x  55 x 15.5 mm und einem Gewicht von rund 100 Gramm ist es allerdings etwas größer und schwerer als das Original (115.6 x 51 x 12.8, 80 Gramm). Selbst das alte Nokia 3310 ist mit seinen 113 mm × 48 mm × 22 mm etwas kleiner, wenngleich auch dicker und schwerer (133 Gramm). Das Gehäuse des VKWorld Z3310 besteht aus Plastik, kommt in vier Farben (Orange, Gelb, Silber und Blau) und glänzt in der Sonne. Die Haptik konnte mich nicht auf Anhieb überzeugen. Der Kunststoff wirkt aber nicht “billig.” Aufgeladen wird die Kopie über ein handelsübliches Micro-USB-Anschluss (Unterseite). Dort findet man auch den Einschub für normale Kopfhörer. Auf der Oberseite befindet sich eine richtige Taschenlampe! Die komplette Bedienung erfolgt über die Tasten auf der Vorderseite. Einen Touchscreen sucht man vergebens. Und der vom Hersteller beworbene 3D-Screen bezieht sich auf die leicht abgerundeten Kanten des Bildschirms.

VKWorld Z3310: Display mit 2,4 Zoll in Farbe

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Das recht helle Display des Z3110 von VKWorld löst mit 240 x 320 Pixeln und zeigt seine Inhalte farbig an. Im Vergleich zum Nokia 3310 (2017) sehe ich keinen Unterschied. Die “Beschichtung” des Displays ist allerdings deutlich rauer und zeiht etwas weniger Fingerabdrücke an. Aus Glas besteht sie aber ebenfalls nicht. Kratzer sind also vorprogrammiert.Im Jahr 2017 wirkt so ein kleines Display doch recht überholt, es erfüllt aber seinen Zweck.

VKWorld Z3310: 2 Megapixel-Kamera, FM-Radio und MP3

VKWorld-Z3310_06Der 32 GByte große Speicher kann über normale MicroSD-karten erweitert werden. Das ist gut so, da man ansonsten keine Fotos mit der 2-Megapixel-Kamera machen kann. Im Test erkannte das Z3310 übrigens auch meine 200 GByte große Sandisk. MP3 werden ebenso abgespielt wie Videos. Und selbst an ein FM-Radio (nur mit Headset) hat der Hersteller gedacht. Allerdings kann man die Navigation durch umfangreiche MP3-Sammlungen gleich vergessen. Die CPU vom Typ SPRD6531 ist damit hoffnungslos überfordert. Die Bildqualität geht so gerade noch in Ordnung, aber wer würde von 2 Megapixel Wunder erwarten? Der Sound über ein paar vernünftige Kopfhörer ist akzeptabel, der eingebaute Lautsprecher ist EXTREM laut und kräftig. Die vorinstallierten Signaltöne sollte man daher SOFORT ABSCHALTEN.

VKWorld Z3310: Konnektivität und Akku

Die Sende- und Empfangsleistung des neuen VKWorld ZZ3310 ist ordentlich, beschränkt sich aber auf den GSM_Bereich. UMTS oder LTE wird nicht unterstützt. Das VKWorld Z3310 ist Dual-SIM-fähig, unterstützt aber kein Multitasking. Bei den Apps stehen die Standards aus dem Jahr 1999 zur Verfügung. Neben dem FM-radio kann man hier auch eine Runde Snake zocken. Allerdings nicht in der aufgehübschten Version des echten 3310 (2017). Andere Spiele gibt es genausowenig, wie einen App-Store.

VKWorld-Z3310_11Der wechselbare Akku leistet auf dem Papier 1.450 mAh und hält so auch mal locker eine Woche ohne Steckdose durch. Als Zweitgerät für den Notfall im Auto oder während eines Rockkonzert-Wochenendes ist das Z3310 keine schlechte Wahl. Oder für Smartphone-Suchties, die mal wieder den Wunsch nach etwas Entschleunigung verspüren. 😀

Tastatur mit Texterkennung

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Das numerische Keyboard (die Tasten sind ungleichmässig beleuchtet) dient als Eingabemöglichkeit. Hier kann man seine Zahlen und kürzeren Texten über die T9-Texterkennung einhacken. Das ist natürlich anfangs etwas mühsam, reicht für kurze SMS aber locker aus. E-Mails werden ebensowenig unterstützt wie WhatsApp. Das Betriebssystem ist durch die zahlreichen Icons selbsterklärend, die Übersetzung der einzelnen Punkte aber recht holprig.

Fazit: Für 20 Euro kann man nix falsch machen

Das VKWorld Z3310 kostet umgerechnet etwa 20 Euro und ist damit deutlich billiger als sein Vorbild, das Nokia 3310 (2017). Abgesehen vom weniger aufregend gestalteten “Snake” bietet es die gleichen, ja sogar etwas mehr Features (Taschenlampe). Als Zweitphone taugt es allemal und einen gewissen Retro-Charme hat es auch. Zumindest für ein paar Stunden 😀

Testergebnis

Verarbeitung 8.3
Display 6.5
Performance 6
Kamera 6.4
Konnektivität & Akku 10

Fazit

7.4 Das VKWorld Z3310 kostet umgerechnet etwa 20 Euro und ist damit deutlich billiger als sein Vorbild, das Nokia 3310 (2017). Abgesehen vom weniger aufregend gestalteten "Snake" bietet es die gleichen, ja sogar etwas mehr Features (Taschenlampe). Als Zweitphone taugt es allemal und einen gewissen Retro-Charme hat es auch. Zumindest für ein paar Stunden :D

Tags : 3310NokiaReviewTestsVKWorld
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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