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Wiko Ridge Fab (4G) Test: Franzose mit nerviger Bloatware

Das Wiko Ridge Fab 4G bietet dabei für knapp 250 Euro ein 5,5 Zoll großes IPS-Display mit einer Auflösung von 720 x 1.280 Pixel, eine 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite, eine 5-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite und einen 1.2 GHz schnellen Prozessor aus dem Hause Qualcomm mit vier Kernen (Snapdragon 410).  Der wechselbare Akku leistet 2.820 mAh und als Betriebsssystem kommt (leider noch) Android 4.4.4 zum Einsatz. Wie sich das nicht gerade kleine Smartphone aus Frankreich (bzw. China) so im Alltag geschlagen hat, erfahrt ihr in den nächsten paar Minuten.

Design & Haptik: Macht einen guten Eindruck

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Das Design des Ridge Fab ist gerade in der Version mit dem orange-roten Rahmen gar nichtmal so übel geworden. Mir persönlich hat allerdings diese „Sandstone“-Rückseite nicht gefallen. Ich finde nicht, dass sie sich wie Sandsteine anfühlt, sonder eher wie ein weicher „Pelz“. Aber über Geschmack kann man bekanntlich lange streiten, er ist unteilbar und meiner halt „speziell“ :D.

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Worüber man nicht streiten kann ist die Tatsache, dass das Ridge Fab (4G) mit seinen Abmessungen von 156 x 78 x 8.6 mm und einem Gewicht von immerhin 154 Gramm weder klein, noch leichtgewichtig genannt werden kann. Die dünne Rückseite besteht dabei aus Kunststoff, Die gesamte Verarbeitung ist – bis auf den recht dünnen Akkudeckel – ohne Fehl und Tadel. Den Ein-/Ausschalter sowie die Lautstärkeregler findet man auf der rechten Gehäuseseite. Das Lade-/Datenkabel stöpselt man unten ein und den Kopfhörer auf der Oberseite. Unterm Akkudeckel verstecken sich ein Einschub für Micro-SD-Speicherkarten (bis zu 128 GByte) sowie für zwei Micro-SIM.

Lieferumfang: Alles da, weiter!

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In der türkisfarbenen Verpackung kommen ein flaches USB-Kabel, ein Ladegerät, eine umfangreiche Anleitung in Papierform sowie ein Headset und Adapter für die unterschiedlichen SIM-Formate zum Vorschein.

Leider nur HD-Auflösung

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Das Display des Wiko Ridge Fab nutzt eine Diagonale von 5,5 Zoll, bietet dabei aber nur eine Auflösung von 720 x 1.280 Pixel (HD) an. Die Blickwinkelstabilität geht  in Ordnung, die maximale Helligkeit ist bei direkter Sonneneinstrahlung allerdings einen Tick zu dunkel geraten. Die Farbdarstellung ist recht neutral, weiße Flächen wirken etwas gräulich. Bei 5,5-Zoll hätte ich mir persönlich lieber eine Full-HD-Auflösung gewünscht.

Performance: Nicht der schnellste seiner Zunft

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Das Wiko Ridge Fab (4G) wird mit dem recht schwachbrüstigen Snapdragon 410 ausgestattet. Die vier Kerne der CPU takten dabei mit 1.2 GHz und kommen in kastrierter Version auch in den aktuellen Smartwatches mit Android Wear zum Einsatz. Viel kann man von ihr also nicht erwarten. Im aktuellen AnTuTu-Benchmarks kommt das Ridge Fab dann auch nur auf 21.010 Punkte. IM geekbecnh 3 erzielte das Smartphone 476 Punkte im Single-Core und 1.439 Punkte im Multi-Core. Damit gewinnt man heutzutage keinen Bluemtopf mehr und für Spiele vom Schlage eiens Reckless Racing 3 reicht es kaum. Leichte Einbrüche bei den Frames sind da nicht zhu verhindern. Im Zweifels also mal an der Detailfülle schrauben. Android 4.4.4 sowie die schnalen Benutzeroberfläche liefen aber flüssig. Das mag auch am knapp 2 GByte großen RAM gelegen haben. Vom internen Speicher kann man im Auslieferungszustand noch knapp 11 GByte nutzen.

Konnektivität: Dank LTE ist man fix im Netz unterwegs

Unterwegs ist man neben HSPA+ und WLAN b/g/n auch über LTE online. Und zwar in den für Deutschland üblichen Frequenzbändern von 800/1800/2100/2600 MHz. Die Unterstützung für den schnellen Datenturbo ist in dieser Preisklasse nicht unüblich aber trotzdem erwähnenswert. Im Test erreichte ich im O2-Netz eine Datenrate von knapp 37 Mbit/s im Netz der Telekom kam ich auch knapp 80 mbit/s. Daten tauscht man über Bluetooth 4 bzw. USB aus. NFC wird vom Ridge Fab (4G) leider nicht unterstützt. GPS und damit auch eine Navigationsmöglichkeit über Google Maps ist aber vorhanden. Das Wiko Ridge Fab (4G) unterstützt laut Hersteller sogar USB-OTG. Mein Speicherkartenleser wurde im Test nach ein paar Sekunden auch anstandslos erkannt.

Android 4.4.4: Nicht unbedingt aktuell 

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Wiko nutzt beim Ridge Fab (4G) leider noch Android 4.4.4 mit all seine, oft rein theoretischen Sicherheitsproblemen. Die Benutzeroberfläche kommt fast ganz ohne grafische Spielereien aus und das kommt dem prozessor sehr entgegen. Ab Werk wird es mit den üblichen Apps aus dem Hause Google (Books, Maps, Chrome, Fotos, Gmail, Google+, Hangouts und Kalender, YouTube) ausgeliefert. Daneben findet man noch eine Uhr samt Wecker, Timer und Stoppuhr, eine SMS-App, einen Rechner, eine Kontaktverwaltung sowie einen EMail-Klient mit Unterstützung für IMAP und POP. Leider liefert Wiko das Ridge Fab mit einer vorinstallierten App namens „Clean Master“ aus. Diese kann uzwar deaktiviert, nicht aber deinstalliert werden. Die Funktionen dieser App sind überflüssig und man wird ungefragt mit Werbung (Adware) zugespamt.

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Das ist sowohl peinlich, als auch überflüssig.

Kamera & Multimedia

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Die Kamera auf der Rückseite löst mit 13 Megapixel auf und bietet eine LED. Die Frontkamera bannt Selfies, Wefies und Co noch mit 5 Megapixel auf den Chip. Die Qualität der Fotos ist überraschend gut. Die Bildschärfe sowie Kontrast und Farben geben eigentlich keinen Grund zur Klage. Sobald das Licht aber schwächer wird, komtm leichtes Bildrauschen hinzu. In Innenräumen gibt es leichte Probleme mit dem Weißabgleich (gelbstichig). Leider werden hellere Bereiche in Bildern auch deutlich überbelichtet. Leichte Abhilfe erzielt man hier mit dem HDR-Modus. Videos werden Full-HD-Auflösung aufgezeichnet, der Ton ist dabei allerdings etwas dünn. Testbilder der Kamera findet ihr auf meinem Flickr-Konto:

Campics Wiko Ridge Fab (4G)Campics Wiko Ridge Fab (4G)Campics Wiko Ridge Fab (4G)

Mit dem passenden Headset bekommt man über den Musikplayer eine ansprechenden Sound aus dem Smartphone. Dank der unterschiedlichen Equalizer-Presets sollte für jeden Geschmack etwas mit dabei sein. Die maximale Lautstärke des eingebauten Lautsprechers reicht aus. Mehr kann man eigentlich nicht erwarten.

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Akku und Konnektivität: Nicht darn auszusetzen

Der wechselbare Akku leistet 2.8200 mAh und dürfte die „Normalnutzer“ etwa zwei Tage lang mit ausreichend Strom für ihr neues Spelzeug versorgen. Selbst Poweruser kommen damit locker über den Tag. Die Sprachqualität empfand ich als klar und deutlich, die Lautstärke ist ausreichend hoch. Der eingebaute GPs-Empfänger verrichtete im Test seine Arbeit planmässig. Er konnte bereits nach knapp 10 Sekunden (im Gebäude am Fenster) seine Arbeit aufnehmen und meine Position an die Amerikaner melden. Auch die Russen wissen nun, wo ich mich aufhalte. Toll, mein Dank geht an die Glonass. Aber schaut es euch doch einfach auf YouTube oder im Anschluss an.

Fazit: (Fast) alles gut

8 Das Wiko Ridge Fab (4G) des französischen Hersteller ist ohne Zweifel ein gelungenes Smartphone wenn man nicht viel Geld ausgeben möchte (oder kann) und trotzdem nicht auf LTE verzichten will. Das 5,5 Zoll große Display hat mir gefallen, die maximale Helligkeit ist bei direkter Sonneneinstrahlung allerdings einen Tick zu gering. Der Chipsatz aus dem Hause Qualcomm ist nicht wikrlich schnell, für aktuelle Spiele reicht er aber noch so gerade aus. Die 13-Megapixel-Kamera macht gute Aufnahmen möglich, die Akkuleistung sowie Gesprächsqualität und Verarbeitung vervollständigen den insgesamt guten Eindruck. Wer mobile-reviews.de unterstützen will, der kauft es sich zum Beispiel bei Cyberport.de.
Tags : ReviewWiko
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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