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Wiko Wax Test

Glaubt man einer Leserumfrage der Computer Bild, dann gilt der französische Hersteller Wiko als stärkster Newcomer auf dem deutschen Smartphone-Markt. Im Segment “Smartphones bis 200 EUR” erreicht der Hersteller im Mai 2014 hierzulande immerhin einen Markanteil von knapp 3,3 % (Zum Vergleich: Nokia: 4%, HTC: 5%). Mit dem knapp 200 Euro teuren Wiko Wax bieten die Franzosen nun weltweit als Erste ein Smartphone mit einem NVIDIA® Tegra® 4i Quad-Core Prozessor mit 1.7 GHz je Kern. Auf der Vorderseite sorgt ein 4,7 Zoll (11,94 cm) großes IPS-Display mit einer Auflösung von 720 x 1.280 Pixel für den Durchblick. Unterwegs ist man neben HSPA+ auch über LTE online. In dieser Preisklasse ist das immer noch eher selten der Fall. Die Kamera auf der Rückseite löst mit 8 Megapixel auf und macht Videos in Full-HD. Der wechselbare Akku leistet 2.000 mAh und als Betriebsssystem kommt Android 4.3 zum Einsatz. Damit ist das Wax auch für die neuen Wearables mit Android Wear gerüstet. Wie sich das kleine Smartphone so im Alltag geschlagen hat, erfahrt ihr in den nächsten paar Minuten.

Design & Haptik

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Das Design des Wax ist unspektakulär und erinnert mich leicht an den BlackBerry Z10. Mir persönlich hat die weiße Variante etwas besser gefallen als ihr schwarzer Pendant. Das Gehäuse mit seinen Abmessungen von 140 x 68 x 8,8 mm besteht vollständig aus Kunststoff. Das kommt natürlich dem Gewicht zugute, so bringt das Wiko Wax auch nur 119 Gramm auf die Waage. Damit ist es extrem leicht, gerade im Vergleich mit meinem Nokia Lumia 930. Der Kunststoff ist wiederum nicht so hochwertig wie das Aluminium beim Lumia. Die Verarbeitung ist aber ohne Fehl und Tadel. Den Ein-/Ausschalter sowie die Lautstärkeregler findet man auf der rechten Gehäuseseite. Das Lade-/Datenkabel sowie den Kopfhörer stöpselt man auf der Oberseite ein. Den Akkudeckel muß man mit etwas Kraft öffnen. Danach kann man die Micro-SD-Speicherkarte (bis zu 64 GByte) sowie die Micro-SIM einschieben.

Lieferumfang

Wiko Wax Wiko Wax

In der auffälligen Verpackung kommen ein flaches USB-Kabel, ein Ladegerät, eine umfangreiche, gedruckte Anleitung sowie ein Headset und Adapter für die unterschiedlichen SIM-Formate zum Vorschein. Einen besseren Eindruck vom Inhalt bekommt ihr auch in meinem Hands-on auf YouTube:

Technik

Prozessor

NVIDIA® Tegra® 4i Quad-Core Prozessor mit 1.7 GHz je Kern.

Betriebssystem

Android 4.3

Interner Speicher

4 GB Interner Speicher, mit MicroSD (bis zu 64 GB)
2,3 GB stehen zur Verfügung

RAM

1 GB

Display

4,7 Zoll HD IPS-Display mit 720 x 1.280 Pixel und Gorilla Glass 2

Abmessungen (HxBxT)

140 x 68 x 8,8 mm
119 Gramm

Gehäusematerial

Kunststoff: Weiß oder Schwarz

Kamera

8 Megapixel Kamera mit LED
5 Megapixel Frontkamera

Konnektivität

GSM (850/900/1.800/1.900 MHz) + UMTS/HSPA+ (850/900/1.900/2.100 MHz) 42 Mbit/s + LTE  (800/1.800/2.600 MHz) + WLAN b/g/n (Dualband), Bluetooth 4.0, MicroUSB, 3,5mm Audio

Kapazität

2.000 mAh, wechselbar

Weitere Details

Display

Das Display des Wiko Wax nutzt eine Diagonale von 4,7 Zoll und löst mit 720 x 1.280 Pixel (HD) auf. Die Blickwinkelstabilität geht dabei voll in Ordnung, die maximale Helligkeit ist bei direkter Sonneneinstrahlung allerdings einen Tick zu gering.  Leider hakt die Automatik auch etwas, man sollte die Helligkeit daher auf jeden Fall manuell regeln. Das Display selbst ist farblich recht neutral mit einem Tick ins bläuliche abgestimmt. Weiße Flächen wirken also etwas gräulich. Die vom One+ One bekannten gelbstichigen “Wolken” am unteren Displayrand findet man hier nicht. Das IPS Panel mit OGS Technik wird von Corning® Gorilla® Glass 2 geschützt und spiegelt in bestimmten Winkeln etwas. Die Icons wirken recht plastisch und “liegen” sehr nah unterm Glas.

Benchmarks & Technik

Das Wiko Wax wird als weltweit erstes Smartphone von einem Tegra 4I-Chipsatz aus dem Hause NVIDIA angetrieben. Damit erzielt der Prozessor im neuen AnTuTuX-Benchmark immerhin 26.559 Zähler. Der Geekbench 3 stürzt allerdings reproduzierbar ab. In der Praxis hatte es mit keinem der von mir getesten Spiele (Modern Combat 5, Asphalt 8, Dead Trigger 2) auch nur ansatzweise Probleme. Einige davon funktionieren aber offiziell noch nicht mit dem Wax. In der TegraZone findet man speziell für NVIDIA optimierte Spiele. Diese sehen dann aus, wie auf einer mobilen Konsole.

Unterwegs ist man neben HSPA+ und WLAN b/g/n auch über LTE online. Und zwar in den für Deutschland üblichen Frequenzbändern von 800/1.800/2.600 MHz. Die Unterstützung für den schnellen Datenturbo ist in dieser Preisklasse noch eher unüblich und daher auf jeden Fall erwähnenswert. Im Test erreichte ich im O2-Netz eine Datenrate von knapp 17 Mbit/s. Alle anderen Daten tauscht man über Bluetooth 4 oder USB aus. NFC wird vom Wax leider nicht unterstützt. GPS und damit auch eine Navigationsmöglichkeit über Google Maps ist aber vorhanden. Das Wiko Wax unterstützt laut Hersteller sogar USB-OTG. Mein Speicherkartenleser wurde im Test nach ein paar Sekunden auch anstandslos erkannt.

Android 4.3

   

Wiko nutzt beim Wax Android 4.3 ohne jegliche grafische Spielereien in Form überladener Benutzeroberflächen. Das kommt der Performance zugute.  Ab Werk wird es mit den üblichen Apps aus dem Hause Google (Books, Maps, Chrome, Fotos, Gmail, Google+, Hangouts und Kalender, YouTube) ausgeliefert. Daneben findet man noch eine Uhr samt Wecker, Timer und Stoppuhr, eine SMS-App, einen Rechner, eine Kontaktverwaltung sowie einen EMail-Klient mit Unterstützung für IMAP und POP. Musik spielt man über einen Musikplayer sowie Play Music ab.

Kamera & Multimedia

Die Kamera auf der Rückseite löst mit 8 Megapixel auf und bietet eine LED. Die Frontkamera bannt Selfies, Wefies und Co noch mit 5 Megapixel auf den Chip. Videos zeichnet die rückseitig verbaute Kamera mit Full-HD auf. Die Qualität der Fotos ist überraschend gut. Die Bildschärfe sowie Kontarst un Farben geben eigentlich keinen Grund zur Klage. Sobald das Licht aber schwächer wird, komtm leichtes Bildrauschen hinzu. Leider werden hellere Bereiche in Bildern auch deutlich überbelichtet. Leichte Abhilfe erzielt man hier mit dem HDR-Modus. Der verbaute BSI-Sensor ist in dieser Preisklasse jedenfalls sehr gut. Videos werden Full-HD-Auflösung aufgezeichnet, der Ton ist dabei allerdings etwas dünn.


Mit dem passen Headset bekommt man über Google Play Music eine schönen Sound aus dem Smartphone. Dank der unterschiedlichen Equalizer-Presets sollte für jeden Geschmack etwas mit dabei sein.  Die maximale Lautstärke des eingebauten Lutsprechers reicht aus. Mehr kann man eigentlich nicht erwarten.

Akku und Konnektivität

Der wechselbare Akku leistet 2.000 mAh. Ein Normalnutzer dürfte damit etwa 2 Tage auskommen. Dazu sollte man allerdings weder den Prozessor noch das Display übermäßig strapazieren. Bei aktuellen Spielen wird die CPU etwas wärmer und der Akku ist im Dauerbetrieb nach etwa 3 1/2 Stunden am Ende. Unter solchen Bedingungen wird man sein Wiko Wax jeden Tag aufladen müssen. Die Sprachqualität empfand ich als klar und deutlich, die Lautstärke ist ausreichend hoch. Der interne Speicher beträgt 4 GByte, davon sind allerdings nur noch 2.3 GByte frei. Daher ist es gut, dass man ihn über MicroSD-Karten auch problemlos erweitern kann.

Fazit

Das Wiko Wax des französischen Hersteller ist ohne Zweifel ein gelungenes Smartphone, wenn man nicht viel Geld ausgeben möchte (oder kann) und trotzdem per LTE im Internet unterwegs sein will. Denn gerade LTE wird in der Preisklasse bis 200 Euro von kaum einem anderen Modell angeboten. Das 4,7 Zoll große Display hat mir gefallen, die maximale Helligkeit ist bei direkter Sonneneinstrahlung allerdings einen Tick zu gering. Der Chipsatz aus dem Hause Nvidia mit seinen 1.7 GHz ist für aktuelle Spiele völlig ausreichen, gerade die speziell optimierte Games sehen wirklich klasse aus. Akkuleistung, Gesprächsqualität und Verarbeitung vervollständigen den guten Eindruck. Wobei es mir mit seinen knapp 120 Gramm sogar schon ein wenig zu leicht war 😀 Mehr technische Details zum Wiko Wax findet ihr auch auf der Webseite des Herstellers sowie auf der Facebook-Seite von Wiko Mobile. Wer mobile-reviews.de unterstützen will, kauft es bei Amazon.

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Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar “Musik”, aber die meisten anderen bezeichnen es als “Krach”.

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