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Xiaomi Mi5c Test: Smartphone mit eigenem Chipsatz

(c) Xiaomi

Das Xiaomi Mi5c ist das erste Smartphone mit dem hauseigenen Chipsatz namens Surge S1. Gleichzeitig ist es mit etwa 210 Euro (als Import) auch eines der günstigsten Modelle der Mi5-Serie. Der neue S1 ist als Octa-Core-Prozessor zwar etwas schneller als ein Snapdragon 625. Die volle Unterstützung für UMTS/LTE bekommt man zudem nur durch ein Custom-ROM. Ohne Bastelei ist es für uns Europäer also nicht nutzbar. Lohnt sicher der Import vielleicht trotzdem?

Xiaomi Mi5c: Surge S1

Xiaomi_Mi5c_06Das Mi5c ist das erste Smartphone des chinesischen Herstellers, welches auf dem hauseigenen Octa-Core-Chipsatz Surge S1 basiert. Damit macht sich Xiaomi sowohl von Qualcomm als auch von MediaTek unabhängig. Zudem hat man so auch die Tools und Lizenzgebühren für LTE in der Hand. DAS ist ein guter Schachzug, wenn man die eigenen Smartphones auch offiziell in der EU vermarkten will. Gerade das hierzulande wichtige LTE Band 20 ist in China nämlich gänzlich uninteressant.

Das Xiaomi Mi5c hat vor ein paar Monaten in China einen echten Hype erzeugt, kein Wunder bei einem Preis von (aktuell) etwa 210 Euro. Die Zahl der Vorbestellungen bei diesem Flaggschiff überstieg die Verfügbarkeit kurzzeitig deutlich. Aktuell bekommt man die drei Farbvarianten Schwarz, Weiss und Pink mit 3 GByte RAM und 64 GByte Speicher aber recht einfach, zumindest als Import.

Xiaomi Mi5c: Design

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Das Mi5c ist mit seinen Abmessungen von rund 145 x 70 x 7,2 mm recht klein und mit 135 Gramm eher leicht ausgefallen.

Das Gehäuse besteht dabei aus Aluminium, die Kameraeinfassung auf der Rückseite besteht – ähnlich wie beim Huawei P9 – aus Glas. Optisch ist es weder aufregend, noch langweilig. Also eher unauffällig gestaltet.  Das 5,2 Zoll große Display stammt aus dem Werk von JDI, löst mit 1.920 x 1.080 Pixel auf (428 ppi) und verrichtet seinen Dienst absolut zuverlässig und ohne sichtbare Mängel. Die maximale Helligkeit ist ausreichend hoch, die Farbwiedergabe wirkt natürlich.

Xiaomi Mi5c: Performance und Akku

Der hauseigene Surge S1 Prozessor werkelt in etwa auf dem Niveau eines Snapdragon 625. Im AnTuTu-Benchmark kommt der SoC mit seinen 3 GByte RAM auf rund 59.000 Zähler, im Geekbench 4 reicht es für 750 Punkte im Single-Core und 3.300 im Multi-Core. Aktuelle Spiele laufen damit zufriedenstellend, das MIUI 8 ohne spürbare Verzögerungen. In meinem Videoreview des Xiaomi Mi5c auf YouTube sieht man die Performance “in echt”:

Der 2.860 mAh starke Akku ist nicht wechselbar, hält im PC-Mark Akkutest rund 6:40 Stunden durch und ist nach etwas über einer Stunde wieder voll aufgeladen, Quick-Charge macht es möglich.

Konnektivität/Kamera: 3G und LTE mit Problemen

Xiaomi_Mi5c_08Im Auslieferungszudstand unterstützt das Xiaomi Mi5c – bzw. der Surge S1 – die hierzulande gebräuchlichen Frequenzen im UMTS/-LTE-Netz nur unzulänglich. Die Übertragung bricht ab, bzw. ist extrem langsam. LTE im Band 20 wird gar nicht angeboten. Die einzige Option ist dabei den Engeneering-Modus zu aktivieren (im Telefon *#*#1#*#*) und dann folgende Optionen wählen:

Mi5C_LTEDie Empfangsprobleme kann man auch durch das Aufspielen eines Custom-ROM von Xiaomi.eu vollständig beheben. Aber auch NUR dann. Die Sende- und Empfangsleistung ist (dann) zufriedenstellen, das gitl auch für die Sprachqualität. Beides kann aber keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken. Man merkt, dass das Xiaomi Mi5c nicht für Europa gedacht ist. Der interne Speicher von 64 GByte kann NICHT über microSD-Karten erweitert werden.
Xiaomi Mi5c
Die 12-Megapixel-Kamera auf der Rückseite kennt man auch von anderen Modellen des chinesischen Herstellers. Sich macht bei ausreichend Licht wirklich gute Aufnahmen und zweichnet Videos in Full-HD auf.

Fazit: Xiaomi Mi5c leider eher was für “Geeks”

Für knapp 200 Euro bekommt man (zum Beispiel bei Banggood) ein performantes, gut verarbeitetes Smartphone mit einem aktuellen OS. Die Benutzeroberfläche MIUI 8.6 erfordert eine gewisse Eingewöhnung, bietet dann aber ebenso zahlreiche wie nützliche Optionen. Ohne ein Custom-ROM kommt man hierzulande aber kaum in den  Genuss einer brauchbaren Konnektivität.

Update: 15.08.17 mit Firmware 7.7.20 auf Basis von Android 7.1

Testergebnis

Verarbeitung 9
Display 8.7
Performance 8.1
Kamera 8.7
Konnektivität & Akku 8.4

Fazit

8.6 Für knapp 200 Euro bekommt man (zum Beispiel bei Banggood) ein performantes, gut verarbeitetes Smartphone mit einem aktuellen OS. Die Benutzeroberfläche MIUI 8.6 erfordert eine gewisse Eingewöhnung, bietet dann aber ebenso zahlreiche wie nützliche Optionen. Ohne ein Custom-ROM kommt man hierzulande aber kaum in den Genuss einer brauchbaren Konnektivität.

Tags : AndroidChinaReviewSmartphoneTestsXiaomi
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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