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Xiaomi Redmi Note 3 Pro: Das Upgrade mit Snapdragon 650 im Test

Auch das Xiaomi Redmi Note 3 Pro bekommt man nur als Import. Das ist auf der einen Seite ziemlich schade, denn es kostet umgerechnet nur 180 Euro. Auf der anderen Seite ist es aber auch nur mit Einschränkungen in Deutschland nutzbar. Das Note 3 Pro bietet – im Gegensatz zum normalen Note 3 – einen Snapdragon 650, eine 16-Megapixel-Kamera und ein helleres Full-HD-Display. Der 16 GByte/32 GByte große Speicher kann per MicroSD-Karten erweitert werden und Dual SIM ist bei den Smartphones aus China Standard. Mehr im folgenden Test.

Xiaomi Redmi Note 3 Pro: Mit Metall und Glas

Das Gehäuse meines Testsamples von Gearbest.com besteht – wie beim Redmi Note 3 – fast vollständig aus Aluminium. Auch hier hat der Hersteller den oberen und unteren Teil der Rückseite mit Kunststoff versehen. Das soll für einen besseren Empfang (GSM und WLAN) sorgen. Der unverändert leistungsfähige Akku (4.000 mAh) wurde fest in das Gehäuse integriert. Mit seinen Abmessungen von 152 x 76 x 8.65 mm und einem Gewicht von rund 160 Gramm liegt es gut in der Hand. Zu den Kanten hin wurde das Gehäuse des Xiaomi Redmi Note 3 Pro leicht abgerundet.

Die glatte Rückseite aus Metall kommt in den drei Farben Space Gray, Silver/White und Champagner daher. Das Objektiv der 16-Megapixel-Kamera befindet sich auf der Rückseite und wurde in das Gehäuse integriert. Direkt darunter findet man eine zweifarbige LED sowie den Fingerabdrucksensor. Auf der Unterseite befindet sich eine längliche Lautsprecheröffnung.

Auf der Oberseite stöpselt man seine Kopfhörer ein (gehören nicht zum Lieferumfang). Direkt daneben befindet sich der Infrarot-Sender. Der Tray für die beiden nano-SIM-Karten bzw. die MicroSD wurde auf der linken Seite in den Rahmen eingelassen. Der Ein-/ und Ausschalter sowie der Lautstärkeregler liegt sich auf der rechten Seite. Unter dem Display findet man auch wieder die drei kapazitiven Tasten zur Bedienung von Android 5.1. Sie sind weiß beleuchtet. Das Lade-/Datenkabel (microUSB) findet auf der Unterseite des Xiaomi Redmi Note 3 Anschluss.

Xiaomi Redmi Note 3 Pro: 5,5 Zoll und FHD-Display

Das 5,5 Zoll große IPS-Display des Xiaomi Redmi Note 3 Pro löst mit 1.080 x 1.920 Pixel auf. Laut Hersteller soll es – im Vergleich zum normalen Note 3 – bei direkter Sonneneinstrahlung besser ablesbar bleiben. Das kann ich nicht bestätigen.  Die Farben werden recht dezent und nicht überbetont abgebildet. Der maximale Ablesewinkel ist gut, die maximale Helligkeit muss sich direkter Sonneneinstrahlung geschlagen geben. In schattigen Bereichen oder im Büro reicht sie aber vollkommen aus. Das Displayglas ist nicht explizit gegen Kratzer geschützt, eine Schutzfolie ist daher eine gute Idee.

Konnektivität und Sound: Leider kein Band 20

Obwohl das Redmi Note 3 Pro einen Snapdragon 650 nutzt, bietet es LTE nicht in Band 20 (800 MHz an). Kunden von O2 oder Vodafone haben daher hier das Nachsehen. Die Gesprächsqualität über Dual SIM leidet darunter aber nicht. Und auch die Sende-/ und Empfangsleistung gab in den drei Netzen (02, Telekom, Vodafone) keinen Grund zur Klage. Das Redmi Note 3 Pro bietet neben HSPA+ und LTE auch WLAN b/g/n in beiden Bändern. Ein GPS-Empfänger (bis auf ca 5 Meter genau) und Bluetooth 4 sorgen für Freude. Das Smartphone ist übrigens auch mit der Samsung Gear S2 kompatibel. NFC beherrscht das Smartphone von Xiaomi hingegen nicht. Der Lautsprecher auf der Rückseite ist laut und klingt angenehm. Der Fingerabdrucksensor registriert mehrere Fingerabdrücke und verrichtet seinen Dienst sowohl zuverlässig als auch schnell (<1 Sekunde). Man kann das Smartphone einfach durch Auflegen des Fingers entsperren.

Android 5.1.1 und neues MIUI 7.x

Xiaomi stattet das Redmi Note 3 Pro mit seiner überarbeiteten Benutzeroberfläche namens MIUI 7.1 oder auf Wunsch auch mit der ganz neuen Version 7.2  aus. Als Basis dient hier Android 5.1.1. Mein Testsample hatte ab Werk ein modifiziertes MIUI-Betriebssystem mit der deutschen Sprache an Bord. Offiziell gibt es das MIUI (abgesehen von der Global Stable bzw. Global Developer) nämlich nur in Englisch und Chinesisch. Diese vorinstallierte Version kann aber nicht offiziell per OTA aktualisiert werden. Da bei den neuen Modellen von Xiaomi der Bootloader gesperrt wurde, ist eine Neuinstallation auch nicht ganz so einfach.

Mittlerweile bietet Xiaomi die Global Developer Version (6.3.18) mit deutscher Sprache an. Die kann man über das MiFlash-Tool im sogenannten EDL-Modus relativ problemlos installieren. Xiaomi hat im eigenen MIUI eine Menge sinnvoller Sicherheitsfeatures integriert. Man kann dadurch die Rechte der Apps beschneiden und allzu neugierige Vertreter ausfindig machen. Ein eingebauter Sicherheitsmanager kümmert sich um alte Dateien und gibt Speicher frei. Wirklich Top!

Das Redmi Note 3 Pro kommt entweder mit 2 GByte RAM und 16 GByte Speicher oder mit 3 GByte RAM und 32 GByte Speicher daher. Von den knapp 2 GByte RAM stehen noch rund 900 MByte für Apps zur Verfügung. Wer mag kann das MIUI 7 auch über Themen (teils kostenpflichtig) personalisieren. Mit dem Copyright nehmen manche Entwickler es da aber nicht allzu genau. So findet man im offiziellen Store Themen im Stil von iOS, Sony, der Apple Watch und auch LG.

Performance & Akku: Power und Ausdauer?

Das Redmi Note 3 Pro wird von einem Snapdragonn 650 aus dem Hause Qualcomm angetrieben. Der Prozessor nutzt 2 GByte Arbeitsspeicher und kommt iIm aktuellen AnTuTu Benchmark auf etwa 74.571 Punkte. Im Geekbench 3 reicht es für 1.438 Zähler im Single-Core und 3.509 Punkte im Multi-Core. Alle von mir getesteten Spiele und Apps sowie das Betriebssystem liefen flüssig. Für richtige Highend-Spiele ist die CPU als ausreichend schnell.

Der fest eingebaute Akku des Redmi Note 3 Pro wirft stattliche 4.000 mAh in die Waagschale. Das reichte für eine sechsstündige Gaming-Session. Vielnutzer kommen damit locker über Tag und Normalnutzer werden erst nach etwa 2  Tagen wieder an die Steckdose müssen. Der Akku war nach 2 Stunden 40 Minuten voll aufgeladen.

Kamera: 16 Megapixel sind kein Garant für Qualität

Die Hauptkamera des Xiaomi Redmi Note 3 Pro auf der Rückseite löst nun mit 16 Megapixeln auf. Die Selfie-Kamera auf der Vorderseite mit 5 Megapixel. Die Kamera selbst bietet diverse Einstellungsmöglichkeiten und Optionen, da gibt es nichts zu meckern.

Xiaomi Redmi Note 3 Pro

Die Kameraqualität ist – gerade im Vergleich zu anderen Modellen mit 16 Megapixel – dennoch nicht optimal und ich sehe keinen nennenswerten Unterschied zur Bildqualität des Redmi Note 3. Sofern ausreichend Licht zur Verfügung steht, macht die Kamera auch gute Aufnahmen. Bei einsetzender Dunkelheit kommen aber schnell Artefakte und Bildrauschen hinzu.

Fazit: Viel Smartphone fürs Geld

Das Xiaomi Redmi Note 3 Pro bietet – im Vergleich zum Note 3 – doch mehr Smartphone fürs Geld. Als Import kostet es etwa 170 Euro und dafür bekommt man ein gut verarbeitetes und hochwertig anmutendes Smartphone mit Metallgehäuse. Das 5,5 Zoll große Display mit FHD-Auflösung hat mir gefallen und die CPU ist – im Vergleich zum Redmi Note 3 – deutlich schneller und damit auch für anspruchsvollere Spiele geeignet. Der Akku mit seinen 4.000 mAh hält das Smartphone mindestens zwei Tage am Leben. Die 16-Megapixel-Kamera geht in Ordnung, macht aber keine besseren Bilder als die Version mit nur 13-Megapixel. Wichtiger ist hierbei nun aber die Möglichkeit, den internen Speicher auch per MicroSD-Karten zu erweitern (maximal 64 GByte). Für sein Geld bekommt man also viel Smartphone.

Tags : AndroidReviewReviewsSmartphoneXiaomi
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar “Musik”, aber die meisten anderen bezeichnen es als “Krach”.

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