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Xiaomi Redmi Note 3 Test: Fast perfektes Smartphone

Das Xiaomi Redmi Note 3 bekommt man nur als Import. Das Android-Smartphone mit seinem 5,5 Zoll großen Full-HD-Display kommt in einem Metallgehäuse in den Farben Schwarz/Silber, Gold und Weiß/Silber daher und bietet 32 GByte nicht erweiterbaren Speicher. Was man sonst noch für etwa 240 Euro erwarten darf, erfahrt ihr in meinem Test.

Design: Handschmeichler in Metall

Das Gehäuse des Xiaomi Redmi Note 3 besteht nun fast vollständig aus Aluminium, lediglich der obere und untere Teil der Rückseite wurde aus Kunststoff gefertigt. Das Xiaomi Note 2 war damals noch aus Kunststoff gefertigt. Unter den Kappen des Note 3 verbergen sich anscheinend die Antennen für GSM und WLAN. Der Akku wurde hingegen fest in das Gehäuse integriert. Mit seinen Abmessungen von 150 x 76 x 8,7 mm und einem Gewicht von knapp 165 Gramm ist es schon ordentlich gross. Aber wie sonst will man auch das 5,5 Zoll großes Display unterbringen?

Dreht man das Xiaomi Redmi Note 3 auf die Rückseite, dann sieht man zunächst die Optik der 13-Megapixel-Kamera. Direkt darunter fällt einem der kreisrunde Fingerabdrucksensor ins Auge. Der Lautsprecher liegt dann deutlich weiter unten. Legt man das Smartphone also auf die Rückseite, dann kann es durchaus passieren, dass der Sound leicht „dumpf“ klingt.

Der Tray für die beiden Micro-SIM-Karten nefindet sich auf der linken Seite. Einen Einschub für eine MicroSD sucht man leider vergebens. Ein-/ und Ausschalter sowie Lautstärke regelt man über die gut spürbaren Drücker auf der rechten Gehäuseseite. Seine Kopfhörer kann man auf der Oberseite einstöpseln. Die drei kapazitiven Tasten zur Bedienung des Betriebssystems befinden sich unterhalb des Displays und sind weiß beschriftet.

Display: Xiaomi Redmi Note 3 mit 5,5 Zoll und Full-HD-Display

Das 5,5 Zoll große Display des Xiaomi Redmi Note 3 nutzt ein IPS-LCD-Display und löst mit 1.080 x 1.920 Pixel auf (403 ppi). Farben werden dezent, aber sehr angenehm abgebildet und auch der maximale Ablesewinkel ist auf einem hohen Niveau. Die maximale Helligkeit kann mit direktem Sonnenlicht leider nichts ganz mithalten. Im Büro reicht sie aber vollkommen aus. Das Displayglas ist leider nicht kratzfest, daher ist eine Schutzfolie eine gute Idee. Die gehörte bei meinem Testgerät (zusammen mit einem Clearcase) direkt zum Lieferumfang.

Konnektivität und Sound: Ich brauche Deinen Fingerabdruck

Ein Fingerabdrucksensor ist heutzutage schon fast Standard bei den Smartphones aus China. Die Variante des Redmi Note 3 funktioniert ähnlich zuverlässig, wie beim Honor 5x . Der Touchscreen wurde zuverlässig entsperrt. Auf der Oberseite findet man auch einen Infrarotsender. So kann man das Smartphone zum Beispiel als Fernbedienung nutzen.

Die Gesprächsqualität des Smartphone mit der Unterstützung für Dual SIM war auf einem guten Niveau. Gespräche werden dabei über zwei Mikrofone übertragen. Die Sende- und Empfangsleistung gab im Netz der Telekom und sogar bei O2 keinen Anlass zur Klage. LTE funktioniert hingegen nicht im Band 20 (800 MHz). Da haben Kunden von Vodafone und O2 vermutlich das Nachsehen.

Ansonsten werden alle üblichen Standards (WLAN b/g/n in beiden Bändern), GPS und Bluetooth 4 angeboten. NFC beherrscht das Smartphone von Xiaomi hingegen nicht. Liegt einfach am MediaTek-Chipsatz.

Der Lautsprecher auf der Rückseite ist sehr laut und insgesamt klingt das Smartphone (auch über Kopfhörer) sehr kraftvoll.

Android 5.0.2: Mit MIUI 7 ist die Welt so bunt

Xiaomi stattet das Redmi Note 3 ab Werk mit der hauseigenen Benutzeroberfläche MIUI 7 aus. Als Basis dient ein deutlich optimiertes Android 5.0.2. Mein Xiaomi Redmi 3 basiert hingegen schon auf Android 5.1. Das Update für das Redmi Note 3 ist aber nicht mehr weit entfernt.

Ab Werk gibt es das Betriebssystem leider nur in Englisch und Chinesisch. Fans einer guten Übersetzung müssen da zu einem Custom-ROM von Xiaomi.eu greifen. Das kann man allerdings nur über Umwege auf das Redmi Note 3 flashen, denn der Hersteller hat den Bootloader gesperrt. Wer mal im Internet nach einer Anleitung für das SP-Flash-Toll sucht, sollte aber keine größeren Probleme haben.

Wer das Note 3 importieren will, sollte darauf achten, dass der Händler kein verändertes Betriebssystem liefert. Zwischenhändler basteln da gerne mal selbst dran rum. Das ist einer der Gründe, warum Xiaomi den Bootloader gesperrt hat. Funktioniert hat das beim Note 3 leider nicht. Vom MIUI 7 und dem Redmi Note 3 bekommt ihr auch in meinem Videoreview einen guten Eindruck:

Mit dem passenden ROM bekommt man Zugriff auf die üblichen Google Apps und den Play Store. Darüber hinaus hat Xiaomi eine Menge sinnvoller Sicherheitsfeatures in sein MIUI 7 integriert. Man kann hier fast alles verändern und Apps entsprechend in ihren Rechten beschneiden. Ein eingebauter Manager kümmert sich um Dateileichen oder gibt Speicher frei. Wirklich Top!

Von den knapp 3 GByte RAM stehen noch rund 1,7 GByte für Apps zur Verfügung. Wer mag kann das MIUI 7 auch über Themen (teils kostenpflichtig) personalisieren. Mit dem Copyright nehmen manche Entwickler es da aber nicht allzu genau. So findet man im offiziellen Store Themen im Stil von iOS, Sony, der Apple Watch und auch LG.

Performance & Akku: MediaTek X10 Helio verleiht Flügel

Das Redmi Note 3 wird von einem Mediatek MT6795 Prozesor (X10 Helio) angetrieben, der – je nach Modell – auf bis zu 3 GByte Arbeitsspeicher zählen kann. Im aktuellen AnTuTu Benchmark kam das Redmi Note 3 auf mehr als 46.000 Punkte. Im Geekbench 3 reicht es für 844 Punkte im Single Core und knapp 4.597 Punkte im Multi Core. Alle von mir getesteten Spiele und Apps sowie das Betriebssystem liefen absolut flüssig. MIUI 7 genehmigt sich aber auch fast 1.5 GB Speicher!

Der fest eingebaute Akku des Redmi Note 3 leistet stattliche 4.000 mAh. Das reichte für eine fünfstündige Gaming-Session. Vielnutzer kommen damit also locker über Tag und die Normalnutzer überstehen mit der Kraftzelle etwa 2 Tage. Danach will der Akku aber wieder mit dem heiligen Saft versorgt werden. Der Akku war dabei über das mitgelieferte Ladegerät nach 2 Stunden 40 Minuten wieder voll einsatzbereit.

Kamera: 13 Megapixel sind heute Standard

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Die Hauptkamera des Xiaomi Redmi Note 3 auf der Rückseite bannt 13 Megapixeln auf den Sensor, die Selfie-Kamera auf der Vorderseite immerhin noch 5 Megapixeln. Sofern ausreichend Licht zur Verfügung steht, macht die Kamera auch gute Aufnahmen. Bei einsetzender Dunkelheit kommen aber schnell unschöne Artefakte hinzu.

Fazit: Müssen 32 GByte Festspeicher reichen?

Im Vergleich zum Xiaomi Redmi Note 2 ist das Note 3 zwei Schritte vor und einen zurück. Ab Werk bekommt man es wieder nur als Import (ohne deutsche Sprache), der Bootloader ist diemsla aber gesperrt. Der interne Speicher von 32 GByte kann nicht mehr per MicroSD erweitert werden. Nur noch umständlich über USB-OTG. Entschädigt wird man dafür von einem hochwertigen Gewand. Das tolle Display in Full-HD und die schnelle MediaTek-X10-CPU kennt man vom Note 2. Der Akku wurde (spürbar) auf 4.000 mAh aufgebohrt. Die 13-Megapixel-Kamera geht in Ordnung. Für knapp 240 Euro ist das Xiaomi Redmi Note 3 trotzdem ein gutes Gesamtpaket, wird aber vom Xiaomi Redmi 3 übertroffen 😀

Tags : AndroidMIUINote 3RedmiReviewSmartphoneXiaomi
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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