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ZTE Blade V7 im Test: Schickes Mittelklasse-Smartphone

Nach Gigaset und Huawei ist auch ZTE in das Fußball-Sponsoring eingestiegen. Mit Borussia Mönchengladbach hat man einen recht sportlichen Verein gefunden. Das neue ZTE Blade V7 mit seinem Metallgehäuse gibt es daher (zumindest für die Presse) auch in einer Version mit dem Logo des Vereins. Mein Sample und wohl auch die offiziellen Retail-Version kommt ohne diesen Aufdruck in die Redaktion. Der schwarzgelbe Türsteher hätte es ansonsten vermutlich gar nicht bis zu meinem Schreibtisch kommen lassen. Das ZTE Blade V7 bietet ein 5,2-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung, eine CPU von MediaTek und Unterstützung für LTE. Ob die 249 Euro gut angelegt sind soll euch mein Test zeigen.

Design: Unaufgeregtes, aber elegantes ZTE Blade V7

Das Gehäuse (wahlweise in Grau oder Gold) des ZTE Blade V7 besteht überwiegend aus Metall. Nur Ober- und Unterseite wurden auf Kunststoff gefertigt. Die Übergänge zwischen den beiden recht unterschiedlichen Materialien sind leider sowohl gut sichtbar, als auch gut spürbar. Das macht dann einen ähnlichen Eindruck wie beim deutlich teureren LG G5. Mit dem Unterschied, dass das ZTE Blade v7 nicht einmal die Hälfte kostet. Also drücke ich mal ein Auge zu 😀

Das silberne Blade V7 ist ansonsten gut verarbeitet. Auf der Vorderseite findet man unter dem 5,2 Zoll großes Full-HD-Display auch noch drei Sensortasten. Die sind blau beleuchtet, das ist doch mal was anderes. Ins Auge fällt davon allerdings lediglich der – mit einem Kreis – gekennzeichnete Homebutton. Eine leichte Anleihe beim Apple iPhone? Na ja, auch der Rest der Form erinnert ein wenig an das Vorbild. ist aber nicht schlimm, ich finde die Form des ZTE Blade V7 sogar noch besser. Mit seinen Abmessungen von 146 x 72,5 x 7,5 mm allerdings etwas größer, mit 136 dafür aber auch leichter. Zum Rand hin wird das Smartphone schmaler und damit liegt es definitiv angenehmer in der Hand als das Produkt aus Cuptertino.

Der fein geriffelte Ein-/Ausschalter befindet sich auf der rechten Seite während der Tasten für die Lautstärke auf der linken Seite im Rahmen zu finden ist. Die Unterseite wird vom Mikrofon, dem Lautsprecher sowie dem micro-USB-Port in Beschlag genommen. Auch hier findet man gewisse Ähnlichkeiten mit einem iPhone. Die Kopfhörer? Die verschaffen sich auf der Oberseite Zugang zum Gehäuse. Die Hauptkamera samt zweifarbiger LED befindet sich auf der Rückseite.

Performance: MediaTek-Chipsatz ohne Eile

Der Mediatek-Chipsatz MT6753 mit seinen acht Rechenkernen (1.3 Gigahertz) hat keine Eile und erzeugt in den üblichen Benchmarks leider auch nur eine übersichtliche Leistung. Im aktuellen AnTuTu-Benchmark kommt das ZTE Blade V7 nur auf 24.220 Punkte, im Geekbench 3 reichte es für 349 Punkte im Single-Core und 1152 Punkte im Multi-Core.  Im Redaktionsalltag lief das Betriebssystem samt der Benutzeroberfläche aber flüssig. Spiele wie beispielsweise Asphalt 8 oder Modern Combat 5 ruckeln allerdings spürbar in der höchsten Grafikstufe. Das muss man dann Abstriche bei der Grafikqualität in Kauf nehmen und runterschalten.

Multimedia: 13-Megapixel-Kamera und 08/15-Sound

Die Hauptkamera des ZTE Blade V7 auf der Rückseite löst mit 13 Megapixel auf. Die Ergebnisse sind durchwachsen. bei ausreichend Licht stimmen die Farben und auch die meisten Details sind noch zu erkennen. Sobald aber weniger Licht zur Verfügung steht, nimmt die Bildqualität deutlich ab.

ZTE Blade V7

Die Frontkamera löst Selfies mit 5 Megapixeln auf. Videos werden in Full-HD aufgezeichnet. Das Kamera-Interface muss dabei ohne jeglichen Schnickschnack auskommen. Der Musikplayer wirkt optisch ziemlich altbacken und bietet die üblichen (Google) Equalizer-Presets und Soundverbesserungen an. Der Klang geht damit in Ordnung, ist aber eigentlich nicht erwähnenswert.

ZTE Blade V7: Android 6 und MiFavor

ZTE nutzt beim Blade 7 das aktuelle Android 6.0 mit seiner eigenen Benutzeroberfläche namens “MiFavor”. Die Bedienung ist typisch für eine Smartphone “aus China”. man verzcihtet hier auf den App-Drawer. Die Icons werden – ähnlich wie bei Huawei oder Honor – auf dem Homescreen abgelegt. Eine Steuerung per Wischgesten (C, M, W oder O zeichnen) ist ebenfalls möglich. Dann starten sich bestimmte Apps (Telefon, Musikwiedergabe, Nachrichten, Browser)n wie von Geisterhand. Zuverlässig ist das aber nicht.  Ansonsten findet man alles Notwendige aus dem Hause Google und wird sich auch hier schnell zurechtfinden.

Konnektivität & Akkuleistung: LTE und 2.540 mAh

Das ZTE Blade V7 bietet 16 Gigabyte internen Speicher, davon stehen ab Werk etwa 11 Gigabyte zur freien Verfügung. Der Rest geht für Android 6.0 Marshmallow und mehrere vorinstallierte Apps drauf. An “Bloatware” hat ZTE bereits WPS Office, Avast Mobile Security sowie den unsäglichen Clean Master vorinstalliert. Diese Apps kann aber auch löschen. Daneben findet man natürlich alle Aps aus dem Hause Google, den Play Store sowie die unumgänglichen Social Media Apps wie Facebook, der Facebook Messenger, Instagram und Twitter. Der interne Speicher kann mit einer microSD-Karte (maximal 64 GByte) erweitert werden. Die Akkukapazität beträgt 2.540 mAh. Damit kommt man trotzdem locker durch den Tag. Im Test variierte die Akkulaufzeit zwischen 6 Stunden und knapp 1 1/2 Tage. je nach Nutzungsverhalten.

Die Gesprächsqualität ist befriedigend, der Lautsprecher etwas leise und der Sound ist leicht dumpf. Die Sende- und Empfangsleistung war hingegen gut und LTE wird in allen notwendigen Bändern unterstützt, also auch im Band 20.

Fazit: Das ZTE Blade V7 kann gefallen

Wenn man keine allzu großen Ansprüche an die Kamera oder die Performance stellt. Was man in der Preisklasse bis 250 Euro eigentlich auch nicht tun sollte. Die Verarbeitung des Metallgehäuses ist gut, die Haptik gefällt (mir) und auch das Design. Letzteres ist allerdings stark an das iPhone angelehnt. Mir gefällt es allerdings noch besser. Die Konkurrenz  aus dem Hause Honor bzw. Huawei ist dem ZTE Blade V7 allerdings dicht auf den Spuren. Ich empfehle eine kleine Preissenkung zur Attraktivitätssteigerung.

Tags : ReviewSmartphoneZTE
Dirk

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar “Musik”, aber die meisten anderen bezeichnen es als “Krach”.

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