Apple iPhone 11 Pro Max Test: Die eierlegende Wollmilchsau?

5 min


Was soll man zu einem neuen Apple iPhone viel sagen? Das iPhone 11 Pro Max mit seinem 6.5 Zoll großen OLED kostet 1.249 Euro und ist damit nicht gerade günstig. Es ist sehr schnell, sehr gut verarbeitet, hat tolle Kameras. Warum sich der Kauf mitunter für euch lohnen kann, erfahrt ihr in meinem Test.

iPhone 11 Pro Max: Bekanntes Design

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Ich persönlich halte ja nix von Schnellschüssen und habe mir deswegen für den Test des iPhone 11 Pro Max auch vier Wochen Zeit gelassen. Und genauso hält es Apple wohl auch mit dem Design seines neuen Flaggschiffs. Es ist im Vergleich zum Apple iPhone Xs nahezu unverändert. Die Vorderseite kommt einem auf den ersten Blick sofort bekannt vor. Mit 1.249 Euro ist es zwar genauso teuer, wie sein Vorgänger, aber teurer als so ziemlich jedes andere Smartphone aus dem Android-Lager (zumindest mit 64 GByte Speicher). Dabei macht die Haptik des iPhone 11 Pro Max wieder einen besonders guten Eindruck. Apple setzt beim neuen iPhone 11 Pro auf einen Mix aus Edelstahl und Glas und einer neuen Farbe namens Midnight Green – Nachtgrün. Zur Auswahl stehen aber auch weider Weiss, Schwarz und Gold. Die Rückseite besteht bei den neuen Modellen aus mattiertem Glas. Die Vorderseite nutzt natürlich “normales” Corning Gorilla Glas. Mit Abmessungen von 158 x 77,8 x 8,1 mm und 226 Gramm ist es übrigens größer, dicker und schwerer als das iPhone XS Max.

Starten wir mit dem Lieferumfang: in der schwarzen Packung befinden sich ein paar Anleitungen, Aufkleber, ein Öffnungswerkzeug für den (Single) SIM-Karten-Slot, die kabelgebundenen Lightning-Earpods, ein USB-C auf Lightning Kabel und ein Power-Adapter mit 18 Watt und USB-C Anschluss. Einen Adapter von Lightning auf 3.5 Klinke sucht man vergebens, der kostet zusätzliche 9 Euro.

Der glänzende Rahmen aus Edelstahl des iPhone 11 Pro Max wird ab und an durch kleine Kunststoffstreifen unterbrochen um so einen besseren Empfang zu ermöglichen.  Die Lautstärke-Tasten und der Stummschalter wurden wieder in die linke Seite integriert, sind nun aber etwas weiter nach unten gerutscht und so besser für den Daumen oder den Zeigefinger erreichbar. Der Ein-/Ausschalter sowie der Einschub für die nanoSIM liegen auf der rechten Seite. Die Unterseite zieren nur ein Mikrofon, der Lightning-Anschluss sowie einer der beiden Lautsprecher.

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Der einzig spürbare bzw. sichtbare Unterschied zum iPhone Xs ist das Kamera-Modul auf der Rückseite. Dieses besteht beim iPhone 11 Pro Max nun aus drei 12-Megapixel-Kameras, einer Weitwinkel-, einer Ultraweitwinkel- und einer Tele-Kamera mit zweifach Zoom. Die Linsen wurden dabei in der Form eines “Ceranfeldes” angeordnet. Optisch erinnert es auch an einen alten Rasieren von Philips 🙂 Neben den drei Linsen befindet sich noch ein es noch weiteres Mikrofon und ein LED-Blitz. Die komplette Rückseite besteht dabei aus einem Stück (relativ bruchsicheres) Glas. Danach wird sie mit einem matten Coating versehen. Qualitativ und haptisch gibt es daran nichts auszusetzen. Über die Optik kann man wie immer streiten. Es liegt jedenfalls besser in der Hand als sein Vorgänger. Das relativ hohe Gewicht spürt man allerdings auch.

Das Display: Super Retina XDR

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Das „Super Retina“ bezieht sich sicher nicht aus die unverändert hohe Auflösung von 2.436 x 1125 Pixel (458 ppi) erreicht. Das “XDR” ist auch nur ein weiterer Marketing-Schachzug. Das Display war früher schon eines des besten seiner Art. Mit einer Helligkeit von 800 Nits ist das OLED auch in der Lage Inhalte in HDR darzustellen. Die maximale Helligkeit geht bis auf 1.200 Nits, die Farbdarstellung wirkt sauber. True Tone hilft bei der Anpassung an das Umgebungslicht. Das Display selber wirkt aber leicht gelbstichig, ist also wärmer kalibriert, als beim Apple iPhone Xs.

Performance, Akkuleistung, Klang und Konnektivität

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Im neuen iPhone kommt ein pfeilschneller A13 Bionic SoC zum Einsatz. Die CPU erreicht sehr hohe Werte in den künstlichen Benehcmarks vom Schlage eines Geekbench. Aber auch im täglichen Einsatz kann der für Machine-Learning  Chip mit seinem Core ML3 und seinen 4 Gigabyte Arbeitsspeicher auch bei den aktuellen High-End-Games wie Oceanhorn 2 überzeugen. Das Ding fluppt wie geschmiert, auch mit iOS 13.2. Der fest eingebaute Akku leistet fast “unglaubliches”. Eine durchschnittliche Laufzeit von 16 Stunden war für das Apple iPhone 11 Pro Max kein Problem. Den Akku an einem Tag in die Knie zu zwingen war fast unmöglich. Eine Screen-on-Time zwischen 4,5 und 6,5 Stunden waren dabei drin. Über das mitgelieferte 18-Watt-Ladegerät ist es innerhalb von 30 Minuten auf 50 Prozent. Der ganze Ladevorgang dauert aber 70 Minuten. Drahtlos klappt das hingehen nur deutlich langsamer (> 2 Stunden). Das gilt für ein Huawei P30 Pro natürlich auch. Die beiden Lautsprecher sind sehr laut, tönen klar und erstaunlich kraftvoll.  Apple nennt das “Spatial-Audio”msamt Dolby-Atmos-Support mit einem tatsächlich hörbaren, räumlichen Erlebnis sorgen soll. Testet das mal mit aktuellen Spielen, sehr beeindruckend. Einen Eindruck vom Apple iPhone 11 Pro Max bekommt ihr auch in meinem Review auf YouTube:

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Bei der Konnektivität lässt Apple nichts anbrennen. Die geht mehr als in Ordnung: gute Sende- und Empfangsleistung und eine tolle Gesprächsqualität. Abgesehen von 5G steht einem zudem auch alles zur Verfügung, was bei den Schnittstellen Rang und Namen hat.

Drei Kameras: und seltsam aussehen sollt ihr auch …

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Das iPhone 11 Pro besitzt im Gegensatz zum iPhone 11 und iPhone XS nicht zwei, sondern drei Kameras. Neben einer optisch stabilisierten 12-Megapixel-Weitwinkelkamera mit einer Blende von f/1.8 und einer Brennweite von 26 Millimetern steht euch nach wie vor eine ebenfalls optisch stabilisierte 12-Megapixel-Telekamera (zweifach Zoom) mit einer Blende von f/2.0 und einer Brennweite von 52 Millimeter und eine neue 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera (120° Blickwinkel) mit einer Blende von f/2.4 und einer Brennweite von 13 Millimeter zur Verfügung.

Der Übergang zwischen den drei Kameras erfolgt nahezu nahtlos. Alle drei Kameras nutzen das gleiche Farbprofil, abgesehen vom zur Verfügung stehenden Blickwinkel bemerkt man also keine Unterschiede. Die Ultraweitwinkel-Kamera läuft im Hintergrund immer mit und ermöglicht so Aufnahmen, bei denen man den Bildausschnitt auch im Nachhinein noch ändern kann. Über „Capture outside the frame“ kann ich das sowohl für  Foto als auch für Video aktivieren. In den Bearbeitungseinstellungen kann ich dann nachher das Bild wunschgemäß zuschneiden und so auch Bereiche einblenden, die ich bei der normalen Aufnahme vielleicht verpasst habe.

Die Bildqualität übertrifft momentan nahezu jedes andere Smartphone, zumindest im Ergebnis. Der Nachtmodus des iPhone 11 Pro Max  ist ebenfalls neu  aktiviert sich automatisch, dann erscheint ein kleiner Mond in der Kamera-App. Der Modus kann natürlich auch deaktiviert werden, denn manchmal zerstört er auch die Stimmung des Bildes. Aufnahmen werden stark aufgehellt. Von Hand sind Belichtungszeiten von 4 Sekunden möglich, längere Zeiten erfordern ein Stativ.

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Kamerasamples des Apple iPhone 11 Pro Max

4K-Videos mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde im erweiterten Dynamikumfang sind ebenso kein Problem für die Kamera, wie exzellente Audioaufnahmen. Selfies kann man mit einem schönen Bokeh-Effekt sowie mit einem größeren Aufnahmewinkel (z.B. für Gruppenaufnahmen) aufzeichnen.

Mein Fazit zum iPhone 11 Pro Max

Das iPhone 11 Pro Max ist meine Augen zurzeit die vilegerühmte “eierlegende Wollmilchsau”. Es bietet einfach ein tolles Komplettpaket: Ein sehr gutes Display mit leichtem “Gelbstich”, eine Top-Performance, ein einfach zu bedienendes iOS 13.1 mit all seinen Vor- und Nachteilen. Einen sehr starken Akku mit einer Laufzeit von rund 16 Stunden sowie drei wirklich gut aufeinander abgestimmte Kameras mit einer Auflösung von 12 Megapixel. Leider bietet das Apple iPhone 11 Pro Max aber keine 3.5mm Klinkenbuchse und auch kein USB-Typ-C. Das alles lässt sich Apple mit 1.249 Euro extrem gut bezahlen. Dafür bekommt man nämlich nur 64 GByte nicht erweiterbaren Speicher. Wer “nur ” Wert auf eine gute Kamera sowie eine gute Akuleistung legt, der kommt mit einem Huawei P30 Pro mit Sicherheit auch gut klar. Und spart dabei etwa 800 Euro!

Apple iPhone 11 Pro Max

1249
9.9

Verarbeitung

10.0/10

Display

9.8/10

Performance

10.0/10

Kamera

9.8/10

Konnektivität/Akku

9.7/10

Pro

  • Verarbeitung
  • Performance
  • Kameras

Contra

  • Gewicht
  • Preis
  • kein USB C

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