Asus Zenfone 3 im Test: Überall ist Glas

Das Asus Zenfone 3 macht auf den ersten Blick so richtig was her. Überall hat der Hersteller Glas eingesetzt. Vorder- und Rückseite sind mit dem mitunter rutschigen Material überzogen. Das sieht gut aus, sorgt aber bei einem Sturz vermutlich für einen Herzstillstand. Mit knapp 400 Euro ist zudem auch nicht gerade günstig. 5,5 Zoll Full-HD, Snapdragon 625, 64 GByte Speicher und eine 16 Megapixel-Kamera sind dabei die Eckdaten. Mehr Infos findet ihr im folgenden Testbericht.4 min


Das Asus Zenfone 3 macht auf den ersten Blick so richtig was her. Überall hat der Hersteller Glas eingesetzt. Vorder- und Rückseite sind mit dem mitunter  rutschigen Material überzogen. Das sieht gut aus, sorgt aber bei einem Sturz vermutlich für einen Herzstillstand. Mit knapp 400 Euro ist zudem auch nicht gerade günstig. 5,5 Zoll Full-HD, Snapdragon 625, 64 GByte Speicher und eine 16 Megapixel-Kamera sind dabei die Eckdaten. Mehr Infos findet ihr im folgenden Testbericht.

Asus Zenfone 3: Viele Varianten, überwiegend Mittelklasse

400 Euro markieren heutzutage nur noch die Mittelklasse? Zumindest bei den “eingesessenen” Herstellern ist das der Fall. Dazu zählt Asus meiner Meinung nach aber noch nicht. Trotzdem muss man für das Zenfone 3 vier, größere grüne Scheine auf die Ladentheke legen. Wobei das Smartphone im Laden vor Ort nicht erhältlich ist, lediglich im Versandhandel.

Neben dem Asus Zenfone 3 (ZE552KL) wird auch das mit 5,2 Zoll etwas kleinere Zenfone 3 (ZE520KL) sowie das Zenfone 3 Deluxe mit 5,7 Zoll angeboten. Das Asus ZenFone 3 Ultra kommt sogar mit einem 6,8-Zoll-Display daher.

Design: Glas, Glas und noch mehr Glas

Glas scheint bei den Designern ein beliebtes Material zu sein. Nicht nur, dass die Vorderseite mit ihrem 5,5 Zoll großes Display (1.080 x 1.920 Pixel) von diesem Material in Beschlag genommen wird, Asus hat auch gleich die komplette Rückseite mit dem rutschigen Stoff verkleidet.

Dabei liegt das knapp 153 x 77 x 7.7 mm große und 155 Gramm schwere Asus Zenfone 3 (ZE552KL) gut in der Hand und bei den vier Farbvarianten Moonlight White, Shimmer Gold, Aqua Blue und Sapphire Black dürfte auch jedermanns Geschmack abgedeckt sein. Der dünne Rahmen um das Smartphone ist aus Aluminium gefertigt und in der Mitte matt beschichtet. Die Ränder des Rahmens sind auch Hochglanz geschliffen.

Die Übergänge vom Metall zum Glas fühlen sich samtig weich an. Kein Wunder bei 2.5D Glas. Eigentlich liegt das Zenfone 3 angenehm, aber eben auch rutschig in der Hand. Die Verarbeitung an sich ist über jeden zweifel erhaben. Die beiden Drücker auf der linken Seite (Ein-/Ausschalters sowie Lautstärkeregler) und der Hybrid-Einschub für zwei SIM-Karten bzw. eine SIM-Karte und eine microSD auf der rechten Seite sind einwandfrei verarbeitet.

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Ok, die drei unbeleuchteten, aber gut sichtbar beschrifteten Sensor-Tasten unter dem Display hätten nicht sein müssen. Sowas hätte man auch per Softkeys realisieren können.

5,5 Zoll Display: Full-HD mit leuchtenden Farben

Asus setzt beim Zenfone 3 auf ein 5,5 Zoll großes IPS-Display mit 1.080 x 1.920 Pixel, gemeinhin als Full-HD bekannt. Damit kommt der Hersteller auf etwa 400 Pixel pro Zoll. Die Farbdarstellung ist wirklich sauber und über die App “Splendid” kann man das (“Balance”, “Blaulichtfilter”, “Lebendig” und “Angepasst”) sogar noch in geringem Umfang personalisieren. Eine hohe Helligkeit und – für ein IPS – hohe Kontraste vervollständigen den guten Eindruck. Die Blickwinkelstabilität ist typisch für derlei Displays. Aus stärkeren Winkel wirkt es leicht “gräulich”.

Performance & Akku: Guter Durchschnitt

Der Octa-Core-Prozessor aus dem Hause Qualcomm vom Typ Snapdragon 625 ist kein Unbekannter. Mit seiner Taktfrequenz von maximal 2 GHz, 4 GByte LPDDR3-RAM sowie der GPU vom Typ Adreno 506 kommt man im aktuellen AnTuTu-Benchmark auf rund 63.000 Punkte. Im Geekbench 4 reicht es für 832 Punkte im Single-Core und 4.4064 im Multi-Core. Alle von mir getesteten Spiele (Gameloft und Co) liefen absolut flüssig und auch die Performance der verspielt wirkenden Oberfläche gab keinen Anlass zur Klage.

Von den 64 GByte internem Speicher stehen knapp 52 GByte zur freien Verfügung. Wer auf die zweite SIM-Karte verzichten will, kann den Speicher um weitere 256 GByte erweitern.

Der Akku des Asus Zenfone 3 liefert eine Kapazität von 3.000 mAh und kommt damit bei durchschnittlicher Nutzung auf etwa 1 Tag Laufzeit. Im Dauereinsatz (Video auf voller Helligkeit) ist nach 7 Stunden Feierabend und es wird dunkel. Über Qualcomm Quick Charge 3.0 dauert die Aufladung der Kraftzelle rund 2 Stunden.

Android 6.0.1 und VIEL Bloatware

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Beim Betriebssystem setzt Aus immer noch auf Android 6.0.1 sowie die eigene Benutzeroberfläche ZenUI 3.0. Android 7 soll aber noch kommen, das Update wurde allerdings wegen zahlreicher Bugs erst einmal aus Eis gelegt. Die Oberfläche selber ist SEHR verspielt, bietet zahlreiche Themen (Hintergründen und Icons) und leider auch EXTREM viel Bloatware.

Letztere kann man allerdings deinstallieren. Nach der Ersteinrichtung werden nicht weniger als 36 Apps aktualisiert, da sollte man sich Zeit nehmen. Ähnlich wie bei Xiaomi oder Honor/Huawei kann man auch bei Asus über die App “Mobile Asus Manager” den Speicherplatz freigeben, den Stromverbrauch optimieren und zahllose andere Tasks durchführen. Der eingebaute Laser-Autofokus der Kamera kann über eine weitere Apps als “Lineal” genutzt werden. Eine sehr nette, mitunter wirklich hilfreiche Spielerei.

16-Megapixel-Kamera und 4K-Videos

Die 16 Megapixelkamera des Asus Zenfone 3 verfügt über eine f/2.0-Blende. Der Kamerasensor selber stammt dabei von Sony (IMX298). Ist eigentlich ziemlich egal, denn er kostet nur ein paar Cent. Wichtiger ist dabei das, was “hinten” rauskommt. Die sechs Kameralinsen sowie der optische Bildstabilisator sorgen in Verbindung mit der “TriTech” genannten Fokus-Technik für schnelle Bilder in Folge. Für die Schärfe sorgt ein kombinierter  Laser- und Phasenerkennungs-Autofokus.

Asus Zenfone 3

Bei ausreichend Licht bekommt man Bilder mit natürlichen Farben hin. Die Bildqualität kann ich über den manuellen Modus spürbar verbessern. Die Bilder werden nämlich mit der Automatik bei ausreichend Licht zu hell, bei schlechten Lichtverhältnisse ist die Kamera der des Samsung Galaxy S7 zudem unterlegen. Die Bilder wirken zu dunkel. Videos werden immerhin in maximal 4K aufgezeichnet. Sowohl Videoqualität als auch der Ton gehen dabei in Ordnung.  Die Frontkamera mit 8 Megapixel (Blende f/2.0) bietet die üblichen Verschönerungs-Funktionen. Das wirkt allerdings sehr unecht.

Konnektivität: Mit LTE, USB-OTG aber kein NFC

Die Sprachqualität des Zenfone 3 ist auf einem guten Niveau. Die Gesprächsteilnehmer tönen ausreichend laut und klar aus dem Hörer.  Die Freisprecheinrichtung ist ebenfalls gut, bietet eine speziellen Outdoor-Modus, klingt dann aber sehr komprimiert.

Über DLNA (bei Asus “Digital Media Server” genannt) und Miracast (bei Asus “PlayTo”) kann man seine Bilder oder Videos auch auf den Fernseher streamen. Daten werden per Bluetooth 4, USB-Typ-C oder WLAN übertragen, auf NFC muss man aber verzichten. Der interne Speicher kann auch über USB-OTG erweitert werden.

Die Unterstützung von WLAN a/b/g/n/ac (2,4/5 GHz) lässt eigentlich keine Wünsche offen. LTE ist immerhin in Cat-4, allerdings nur mit einer echten Download-Rate von 14 mbit/s möglich. Deutlich langsamer als bei meinen anderen Markengerwären. GPS samt Glonass zur Standortbestimmung funktioniert schnell und zuverlässig. Der Sound wird über Bluetooth per aptX übertragen und und klingt in Verbindung mit meinen Sony MDR-1000X nochmals einen Tick besser, als bei Modellen ohne aptX.

Fazit: Todschick, aber etwas zu teuer

Das Asus Zenfone 3 ist ein gutes Smartphone auf den Spuren des Honor 8. Es sieht einfach todschick aus. Gehäuse, Verarbeitung und 5,5-Zoll-Display sind ebenbürtig. Bei der Kamera punktet das Honor 8. Das Zenfone 3 ist aber ebenfalls ein gutes Gesamtkunstwerk, wobei das viele Glas aber auch abschreckend wirken kann. Gerade bei einem Sturz 😀 Als Alternative in Frage kommen könnte hier  zudem das  Oneplus 3T, das zwar etwas teurer aber auch schneller ist. Das Asus Zenfone 3 bekommt man auch als Import bei Gearbest.com.