Bundesnetzagentur zieht China-Schrott aus dem Verkehr

1 min


Im vergangenen Jahr hat die Bundesnetzagentur den Verkauf von über 10 Millionen Produkten im Online-Handel verboten. Diese Geräte können Funkstörungen bzw. elektromagnetische Unverträglichkeiten verursachen und dürfen daher nicht in der EU vertrieben werden. Eine Kehrseite des stetig wachsenden Imports?

Gefährlicher China-Schrott oder Schutz der deutschen Händler?

Ein Zitat von Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur zum Thema:

“Die rasant steigenden Zahlen zeigen, wie wichtig unsere Überwachung des Online-Handels ist. Nur so können wir die Verbraucherinnen und Verbraucher wirksam schützen. Immer mehr unsichere Produkte aus Fernost gelangen über das Internet auf den deutschen Markt. Wenn der Preis sehr niedrig ist, sollten Verbraucher zweimal hinschauen.”

Tja, wer billig kauft, kauft in der Regel eben zweimal. Zumindest dann, wenn der neue Kopfhörer für 11 Euro gar nicht erst funktioniert. Was aber, wenn er doch hält was er verspricht? Selbst dann kann die Nutzung unter Umständen gefährlich sein. Die Bundesnetzagentur hat im Jahr 2018 den Verkauf bzw. Import weiterer 1,63 Millionen Produkte verboten. Dazu zählen auch Bluetooth-Lautsprecher und Smartwatches.

Bei den festgestellten Mängel handelt es sich oft um fehlenden Kennzeichnungen und Produktinformationen , aber auch um unzulässige Frequenznutzungen oder zu hohe Sendeleistungen. Die Bundesnetzagentur arbeitet da mit dem Zoll zusammen. Solche Produkte findet man aber nicht nur in den einschlägigen Onlineshops oder über Wish, auch auf Amazon und eBay sind diese Produkte vertreten. Von offensichtlichen Produktfälschungen will ich gar nicht sprechen.

Man sollte sich also gut überlegen, ob das begehrte Produkt nicht doch zu günstig für die angepriesene Leistung ist. Qualität hat manchmal eben doch seinen Preis.