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Aktuelle Testberichte, Tests, Reviews zu Smartphones, Smartwatches, Tablets und Gadgets

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LEMFO LEM6 Smartwatch Test: Android 5.1 auf kleinem Display

LEMFO_LEM6_2

Smartwatches wie die LEMFO LEM6 auf der Basis von Android 5.1 sind in China recht populär. Mit einem Preis von rund 100 Euro bietet sie ein 1,4 Zoll großes OLED-Display mit 400 x 400 Pixeln. Angetrieben wir die Uhr dabei von einem MediaTek 6580 mit 1 GByte RAM. Das wuchtige Gehäuse ist angeblich nach IP67 zertifiziert und bietet wechselbare Armbänder. Schauen wir uns die Smartwatch mal aus der Nähe an.

LEMFO LEM6 - 3G Smartwatch Telefon (mit austauschbarem Bügel), IP67 wasserdichter GPS-Verfolger-Viererkabel-Kern 1.0GHz 1GB + 16GB Anti-verloren

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  • IP67 wasserdicht, Quadcore-Prozessor Android 5.1 MTK6580, 1GB + 16GB
  • GPS-Positionierung / APP-elektronische Zaun / APP-Anti-Lost-Erinnerung, Bluetooth / GPS Navigation / WiFi unterstützt
  • Herzfrequenzmesser, Schrittzähler, Kompass
  • 550 mAh Batterie
  • mit austauschbarem Bügel, stilvolle populäre private Uhrschnittstelle für Wahl

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OukitelSmartphonesTests

Oukitel U18 im Test: Mit Notch wie beim iPhone X

OukiteL_U18_Trailer
8.1

Das Oukitel U18 des chinesischen Herstellers kopiert die “Notch” des Apple iPhone X kopiert. Das 5,85 Zoll große Display mit HD+ Auflösung des Smartphone auf der Basis von Android 7 hat also einen kleinen “Balken” in der Mitte. Dort findet man die Frontkamera sowie einen Sensor zur Gesichtserkennung. Weitere Details sind eine Dual-Kamera auf der Rückseite, eine CPU vom Typ MediaTek MT6750T, 4 GByte RAM und 64 GByte Speicher. Preislich liegen wir bei rund 180 Euro. Aber was dürfen wir dafür erwarten?

oukitel U18 Entsperrtes Smartphone 4 GB + 64GB Dual Rückseite Kameras Face + Fingerabdrucksensor 14,9 cm Android 7.0 mtk6750t Octa Core bis zu 1,5 GHz für die 4 G Netzwerk, Dual Sim

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  • 14,9 cm 21: 9 HD + 1512 * 720 g + FF IPS Multi-Touch-Screen.
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  • Zusätzliche Funktionen: Spezifikation: Netzwerk-Operator (Teile der Länder) francebouygues 3 G, SFR 3 G, orange 3 G, mit 3 G, Bouygues 4 G, SFR 4 G, orange 4 G, gratis 4 G UK3 3 G, orange, 3 G, T-Mobile 3 G, Vodafone 3 G, O2 3 G 3 4 G, EE, 4 G, Vodafone 4 G, O2 4 G ITALY3 3 G, Vodafone 3 G, Tim 3 G, Vodafone 4 G, Tim 4 G, Wind Tre 4 G spainmovistar 3 G, orange, 3 G, Vodafone 3 G, yoigo 3 G, orange 4 G, Vodafone 4 G russiamts 3 G, Megafon 3 G, Beeline 3 G, vimpelcom (Beeline) 4 G, MTS 4 G, Megafon 4 G, motivfm, Firmware Over, OTG, Face ID

Oukitel U18

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HonorSmartphonesTests

Honor 9 lite im Test: Oder lieber Huawei P Smart?

Honor_9_lite_02
8.9

Das Honor 9 lite entspricht technisch dem Huawei P Smart, was auch kein Wunder ist, denn schließlich arbeiten beide Firmen Hand in Hand. Das Honor 9 lite bietet daher ein 5,65 Zoll großes Full-HD+ Panel, wird von einem HiSilicon Kirin 959 mit 3 GByte RAM angefeuert und zeigt sich auf der Rückseite mit einer Dual-Kamera (13 / 2 Megapixel). Diese Kombination findet man übrigens nochmal auf der Vorderseite. Aber nun genug der Details und auf zum Testbericht.

Honor 9 lite: Metall und Glas

PSmart-9liteHuawei P Smart – Honor 9 lite

Rein optisch unterscheidet sich das Modell von Honor dann doch vom Huawei P Smart. Das Honor 9 lite wirkt schicker, vielleicht auch nur verspielter. Mit seinen Abmessungen von 151 x 71.9 mm x 7.6 mm ist es recht klein und dünn. Das Gewicht von rund 149 Gramm kann sogar als gering angesehen werden. Das Huawei P Smart ist mit 150,1 x 72,05 x 7,45 mm und 143 Gramm noch etwas kleiner geraten.

Das Honor 9 lite glänzt und spiegelt in der Sonne, was das Zeug hält.

Und genau da liegt der Knackpunkt. Sowas muss man mögen, die Rückseite (Wahlweise in Schwarz, Blau oder Glacier Grey) zieht durch ihr 2.5 Glas und die darunter liegende nanooptische Folie Fettfinger und Kratzer natürlich magisch an. Gut, dass Honor gleich eine Schutzhülle mitliefert.

Honor_9_lite_16Viele finden den dort platzierten Fingerabdrucksensor auch unpraktisch. Leider ragt das Kameraobjektiv leicht aus dem Gehäuse hervor. Der Lautstärkeregler sowie den Ein-/Ausschalter findet man auf der rechten Seite des Rahmens.

Der Einschub für die beiden nanoSIM, bzw eine microSD und eine nanoSIM haben die Designer in die linken Rahmenseite eingefasst. Die Unterseite wird vom Mikrofon, dem Lautsprecher, einem Kopfhöreranschluss (3.5 mm Klinkenbuchse) und einem (veralteten) microUSB-Anschluss in Beschlag genommen. Auf der Oberseite gibt es beim Honor 9 lite übrigens keinen Infrarotsender zur Steuerung von Multimedia-Anlagen.

Display: 5,65 Zoll, 18:9 und 1.080 x 2.160 Pixel

Das 5,65 Zoll große LC-Display auf der Vorderseite löst mit 1.080 x 1.920 Pixel auf. Das LC-Display kommt genauso auch im Huawei P Smart zum Einsatz. Die Farbdarstellung ist gut, Rot überstrahlt nicht und auch der Kontrast geht in Ordnung. Bei den Schwarzwerten ist ein AMOLED zwar überlegen, aber auch hier gibt es kaum Klagen. Texte und Bilder wirken gestochen scharf. Kein Wunder bei den 428 ppi. Die maximale Helligkeit reicht für meinen Geschmack ebenfalls aus, die Ablesbarkeit aus unterschiedlichen Blickwinkel war gut. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollte man aber die manuelle Helligkeitseinstellung bemühen. Die Automatik geht da zu sparsam ans Werk. Das Display selber ist allerdings nicht durch eine spezielle Beschichtung gegen Fingerabdrücke geschützt, so sieht es sehr schnell schmierig aus.

Der kapazitive Home-Button mit integriertem Fingerabdrucksensor auf der Rückseite funktionierte im Test zuverlässig.

Damit kann man aber nicht nur sein Smartphone zuverlässig entsperren, sondern auch noch ein paar zusätzliche Funktionen nutzen. So kann man durch einen Fingerwisch beispielsweise auch die Statusleiste nach unten scrollen. Neben den beiden Frontkameras bietet das Honor 9 lite auch eine kleine Benachrichtigungs-LED für entgangene Anrufe bzw. Nachrichten.

Emotion UI 8: Android 8 wird bunter

Emotion UI 8 nennt sich die Benutzeroberfläche aus dem Hause Honor/Huawei auf der Basis von Android 8.0. Sie verzichtet ab Werk zwar auf einen App-Drawer, wer ihn aber partout haben will, der finden in den Einstellungen auch eine Option für die (Re)Aktivierung 😀

Grundsätzlich werden alle Icons (Apps) auf den unterschiedlichen Homescreens verteilt. Auf Wunsch kann man die Icons auch in Ordner sortieren. Die drei (bzw. vier) Software-Tasten zur Bedienung von Android befinden sich – dauerhaft eingeblendet – am unterem Displayrand. Das nennt sich treffenderweise „Navigationsleiste“. Die kann man in den Einstellungen dann auch anpassen und die Icons so umsortieren.

Den Home-Button mit eingebautem Fingerabdrucksensor auf der Vorderseite kann man zudem als eine Art “Touchpad” nutzen. So kann ich durch Wischgesten über den Sensor das Betriebssystem steuern. Dann werden die Softkeys komplett ausgeblendet. Fingerabdrücke (bis zu 5) unterscheidet der Sensor sehr zuverlässig voneinander.

Zieht man die Statusleiste am oberen Rand nach unten, dann findet man neben den üblichen Verknüpfungen (WLAN, Flugmodus, SIM, etc.) auch eine Timeline mit den zuletzt durchgeführten Aktionen. Screenshots kann man zum Beispiel auch durch klopfen mit dem Fingerknöchel auf das Display auslösen. Das Scroll-Shot-Feature macht Screenhots von Inhalten, die mehrere Bildschirmseiten lang sein.

Alles in allem ist das EMUI eine durchdachte und über Themen auch grafisch anpassbare Oberfläche. Puristen werden damit aber nur schlecht klarkommen.

Wer mit zwei Fingerknöcheln auf einmal auf das Display klopft, startet das Screen Recording: der Inhalt des Screens wird dann als Video abgespeichert. Das Dateisystem wurde bei EMUI 8 umgestellt, so dass eine Fragmentierung verhindert wird. Eine sinnvolle Einhandbedienung ist hinzugekommen. Die Firmware ist kommt mit den Google Sicherheitspatches vom 1. Januar 2018, installiert ab Werk aber eine Menge Bloatware in Form von Spielen wie Puzzle Pets, Kingoms, Dragon Mania und Apps wie booking.com oder eBay. Die Apps lassen sich aber glücklicherweise löschen. Durch diese Art von Quersubventionierund kommt man eben auch auf einen günstigen Preis. Dadurch stehen ab Werk erst einmal “nur” 23 Gbyte zur freien Verfügung.

Performance & Akku: 8 Kerne und 3.000 mAh

Honor_9_lite_18Bei der CPU setzt das Honor 9 lite auf den HiSilicon Kirin 959 des Huawei Mate 10 lite, Huawei nova 2 oder Huawei P Smart. Der Chipsatz kommt im aktuellen AnTuTu auf rund 88.000 Punkte. Im Geekbench 4 kommt er auf 933 Punkte im Single-Core und 3.683 im Multi-Core durch. Alle getesteten Spiele (Asphalt Extreme, Modern Combat 5) liefen damit ruckelfrei und auch das EMUI zeigte kaum Ruckler.

Der fest eingebaute Akku leistet 3.000 mAh und hielt bei halber Display-Helligkeit im PC Mark Akkutest knapp 9 Stunden durch.

Normalnutzer, die nur ein paar Mails am Tag checken und Gespräche führen, schaffen also locker anderthalb Tage. Selbst Hardcore-Nutzer wie ich (zig E-Mails, Messengern und 2 Stunden Musik über Bluteooth) werden erst am Abend zum Ladegerät greifen müssen. Aufgeladen wird das Smartphone dann über das microUSB-Kabel. Der Ladevorgang dauert etwa 2 Stunden. Drahtlos klappt das leider nicht.

Multimedia: 13/2-Megapixel-Quad-Kamera

Honor_9_lite_11Quad-Kamera? Nunja, Vorder- und Rückseite sind mit einer Dual-Kamera mit jeweils 13 und 2 Megapixel ausgestattet. Qualitativ sollte man aber keine Wunder erwarten.  Natürlich berechnet die Kamera-App damit einen Bokeh-Effekt, der (leider nur virtuell) einer Blende von f/0,95 entspricht. In der Praxis erzeugt man diese Bilder mit verschwommenem Hintergrund zwar recht schnell, mitunter aber mit eher künstlicher Qualität. Die Frontkamera kann das beim Honor 9 lite auch. Die Kamera-App selebr bietet zahlreiche Eingriffsmöglichkeiten und Automatiken.

Die Bildqualität geht daher bei ausreichend Licht auch voll in Ordnung.

Bei schlechten Lichtverhältnissen kommt die Kamera (Blende f/2.2) dann aber schnell an ihre Grenzen.

Konnektivität & Sound: Ist alles ok

Unterwegs kann ich über HSPA+ oder eben auch per LTE in der Cat 6 bzw. WLAN 802.11 b/g/n (nur 2.4 GHz) im Internet surfen. Das klappte im Test völlig problemlos. Bei der Telekom kam ich in Münster auf knapp 71 mbit/s. Daten und Medien werden per Bluetooth 4.2 LE und NFC übertragen. Die Sprachqualität des ist gut, meine Gesprächspartner tönen klar und deutlich aus dem Hörer.  Das Huawei P 9 lite unterstützt dabei die Erweiterung des internen Speichers über microSD-Karten (bis 400 GByte) und USB-OTG. Der SAR-Wert ist mit 1,38 W/kg (am Kopf/Körper) recht hoch!

Der Musikplayer aus dem Hause Honor zeigt den Interpreten und auch Playlisten, Genres und Albennamen an. Auch das in den Track integrierte Album-Cover wird korrekt angezeigt. Das Smartphone liefert — mit guten Kopfhörern (gehören überhaupt nicht zum Lieferumfang) — einen vernünftigen Sound. Der eingebaute Lautsprecher auf der Unterseite klingt hingegen etwas dünn.

Fazit: Mehr Smartphone braucht man nicht?

Das Honor 9 lite kostet (zum Testzeitpunkt) rund 211 Euro und bietet ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis.  Zumindest dann, wenn man auf WLAN im 5-GHz-Band verzichten kann und die nervige Bloatware direkt deinstalliert. Die hochglänzende Rückseite ist dabei Geschmackssache, die technische Ausstattung mit 6-Zoll-FHD+ und HiSilicon Kirin 659 aber mehr als ausreichend. Das trifft dann aber auch auf das günstigere Xiaomi Redmi 5 Plus zu. Da nervt mich aber die Garantieproblematik.

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SmartphonesTestsXiaomi

Xiaomi Redmi 5 Plus (Global) im Test: Mehr Smartphone braucht man nicht?

Xiaomi_Redmi_5_Plus_01
8.8

Xiaomi bringt mit den beiden Redmi 5 Modellen zwei sehr günstige Smartphones im aktuellen 18:9-Format auf den Markt. Mittlerweile gibt es auch eine “Global” mit LTE Band 20 sowie alle notwendigen Sprachen. Das Redmi 5 Plus kostet rund 180 Euro und ist damit rund 30 Euro teurer als das Xiaomi Redmi 5. Dafür bekommt man ein fast 6 Zoll großes FullHD-Display, einen Snapdragon 625 und 3 bzw 4 GByte RAM, 32 bzw. 64 GByte Speicher. Lohnt sich ein Import?

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HTCSmartphonesTests

HTC U11 Plus Test: Lohnt sich der Kauf des Upgrades?

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9.3

HTC U11 Plus wurde zwar schon Ende 2017 vorgestellt, ist aber erst seit kurzem wirklich flächendeckend verfügbar. Mit einem Preisschild von rund 750 Euro (z.B. bei Cyberport.de) bekommt man ein 6 Zoll großes Display mit 1.440 x 2.880 Pixel, einen Snapdragon 835, 6 GByte RAM, 128 GByte Speicher und eine 12-Megapixel-Kamera. Eingekleidet im schicken “Translucent Oil” genannten (schwarzen) Gehäuse muss es sich nun im Test behaupten.

Design: Flüssiges Glas?

Das HTC U11 Plus kommt mit einem Liquid-Surface-Design und unterscheidet sich optisch kaum vom HTC U11. Die Rückseite in “Translucent Oil” ist transparent und gibt Teile der Rückseite – wie die NFC-Spule – preis. Der Rahmen aus Aluminium ist beim U11 Plus etwas breiter ausgefallen, wirkt dadurch aber auch robuster. Mit seinen Abmessungen von 158.5 x 74.9 x 8.5mm und einem Gewicht von 188 Gramm hat der Hersteller HTC ordentlich viel Material verbaut.

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Wer Fingerabdrücke und/oder Kratzer vermeiden will, sollte das Schmuckstück nur mit Handschuhen tragen bzw. die mitgeliefert Schutzhülle aus transparentem Kunststoff anbringen. Die wird zwar erst einmal den Glanz erhalten, schleichen sich aber härtere Staubkörner oder Sand hinein, dann wirkt sie wie Sandpapier.

Die Front des Smartphones wird vom 6 Zoll großen Display mit seinen 1.440 x 2.880 Pixel in Beschlag genommen. Um Platz zu sparen, kommt es im neuen 18:9-Forat daher. Die Ränder ober- und unterhalb des Displays sind immer noch recht dick, links und rechts sind sie hingegen erfreulich klein geraten.

HTC_U11_Plus_15Das Corning® Gorilla® Glass 5 des Displays ist zu den Rändern hin leicht abgerundet. Auf der rechten Seite des Metallrahmens findet man den geriffelten Ein-/Ausschalter sowie die Lautstärktasten. Auf der Unterseite kommt ein USB-Typ-C-Anschluss (USB 3.1) sowie einer der beiden Lautsprecher (der andere befindet sich in der Ohrmuschel) und zwei Mikrofone zum Vorschein. Die anderen beiden befinden sich auf der Ober- und Rückseite. Eine 3.5 mm Klinkenbuchse findet man allerdings NICHT. Der Sound der mitgelieferten Kopfhörer wird (per Adapter) über den USB-Typ-C-Port ausgegeben, alternativ steht Bluetooth zur Verfügung! Wer normale Kopfhörer nutzen möchte, der muss den mitgelieferten Adapter mit seinem eingebauten DAC nutzen. Normale Adapter scheinen mit dem HTC U11 Plus nicht zu funktionieren. Also schön aufpassen auf das gute Stück.

Das Gehäuse des HTC U11 Plus ist nach IP68 zertifiziert und somit in gewissem Rahmen wasser- und staubdicht (Frischwasser unter 1,5 Metern für bis zu 30 Minuten). Der Home-Button auf der Rückseite ist eine Sensortaste. Auf der Vorderseite gibt es keine echten Tasten, die Bedienung erfolgt ausschließlich über Softwarekeys.

Display: 6 Zoll in 18:9 und mit DCI-P3

HTC_U11_Plus_33Das Display mit seinen 6 Zoll und einer Auflösung von 1.440 x 2.880 Pixel kommt im neuen 18:9-Format daher. Die Farben werden naturgetreu abgebildet, HDR10 wird per Softwareupdate unterstützt und auch der erweiterte Farbraum nach DCI-P3 ist vorhanden. Aufgrund des oft fehlenden Filmmaterials ist man aktuell aber auf Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime angewiesen. Dann sehen die Filme und Serien auf dem neuen Display aber schon sehr beeindruckend aus. Die Ausleuchtung am unteren Rand des Displays könnte etwas gleichmässiger sein und auch die maximale Helligkeit hätte einen Tick höher ausfallen dürfen.

Android 8 und HTC Sense: Muss man mögen

HTC setzt beim U11 Plus auf Android 8 Oreo sowie die hauseigene Benutzeroberfläche namens HTC Sense 8. Bei den eigenen Apps hält sich HTC deutlich zurück. In erster Linie setzt man auf die Standard-Apps aus dem Hause Google. Bei der Kamera-App hat sich HTC aber zu keinem Kompromiss hinreißen lassen und nutzt eine Eigenentwicklung. Ebenfalls hinzugekommen ist die „Boost+“ genannte App die sich um das Speichermanagement und Dateileichen kümmert.Bei der Tastatur setzt HTC auf TouchPal.

Im Gegensatz zum Now oder Pixel-Launcher kann man beim Launcher des HTC U11 Plus zusätzlich die Icons und Hintergrundbilder über Themen ändern. Eine Sortierung der App-Icons ist nach vielen unterschiedlichen Kriterien möglich. Es gibt nun auch eine Einhandmodus, mit dessen Hilfe man Icons in einem kreisförmigen Bogen und in zwei Reihen anordnen kann. So spart man sich den App-Drawer.

Natürlich findet man auf dem Homescreen durch eine Wischgeste nach rechts wieder die personalisierbare Nachrichtenübersicht “Highlights”. Der Dienst erfolgt über die App “News Republic”, kann aber deaktiviert werden. Wie bei anderen HTC und dem Google Pixel 2 XL kann man bestimmte Funktionen auch druch Druck auf die Rahmenkante auslösen: nettes Gimmick. Der HTC Companion ist neben Alexa, dem Googlr Aissistant oder Siri einer der schlechteren Assistenten.

Performance & Akku: 2,45 GHz und 3.930 mAh

HTC hat sich für den aktuellen Snapdragon 835 entschieden. Diese wird nur mit 2,45 GHz angetrieben und kann auf 6 Gbyte RAM zurückgreifen. An die (leider oft geschummelte) Leistung eines OnePlus 5T kommt das HTC U11 Plus nicht heran. Im aktuellen AnTuTu-Benchmark reicht es trotzdem für 173.105 Punkte und auch im Geekbench 4 kommt der SoC auf 1.934 Punkte im Single-Core und 6.645 Punkte im Multi-Core. Das HTC U11 Plus ist frei von Rucklern und reagiert super fix auf alle Eingaben.

Der interne Akku leistet 3.930 mAh und kann nicht selbst gewechselt werden. Durch das hochauflösende Display sowie der schnellen CPU kommt man auf eine Laufzeit zwischen knapp 7:30 Stunden (Dauernutzung höchste Helligkeit) und etwa anderthalb Tagen (E-Mails checken, 1 1/2 Stunden Musik pro Tag). Das ist echt kein schlechter Wer und dank der Schnellladetechnik Qualcomms Quick Charge 3.0 bzw. USB Power Delivery ist der Akku auch in knapp 90 Minuten voll aufgeladen. Drahtlos klappt das leider nicht.

Konnektivität & Sound: LTE Cat 16 und das volle Programm

LTE wird theoretisch in Cat 16 bis bis zu 1 GB/s angeboten. In der Praxis kann man sich schon über rund 90 mbits/s freuen, wenn überhaupt vielleicht mal 500 mbit/s. Die Sprachqualität des HTC U11 Plus ist wirklich gut, kein nennenswertes Rauschen. Hier spürt man die “Kraft” der vier Mikrofone. Die Sende-/ und Empfangsqualität ist hingegen nicht ganz ohne Mängel. Die Empfangsleistung im Netz der Telekom war schlechter als bei meinem Galaxy S8, der Wechsel zwischen LTE/UMTS/GSM dauert etwas länger und wurde viel früher initiiert. Die Inhalte des Smartphones kann man über Bluetooth 5 und USB-Typ-C (3.1) auf den PC und über AirPlay, Chromecast, DLNA und Miracast an seine Multimedia-Anlage übertragen. Selbst Display-Port wird angeboten.

HTC_U11_Plus_27Der interne Speicher (128 GByte) kann per microSD-Karten erweitert werden. Zumindest dann, wenn man auf die zweite nanoSIM verzichten mag. Dual-SIM UND Speichererweiterung ist nicht vorgesehen. Aktuell sind rund 112 GByte Speicher frei. An weiteren Schnittstellen stehen GPS (GLONASS & Baidou) zur Verfügung. Der Fingerabdrucksensor im Homebutton funktioniert absolut zuverlässig.

Boomsound kommt beim U11 Plus ebenfalls wieder zum Einsatz. Dabei dient der Lautsprecher in der Ohrmuschel als Hochtöner und der zweite Lautsprecher auf der Unterseite als Basslautsprecher. Das klingt schon ziemlich geil und laut. Die Audiowiedergabe über Kopfhörer erfolgt diesmal NUR über Bluetooth 5 und USB-Typ-C. HTC setzt dabei – ähnlich wie Samsung – auf eine Anpassung des Sounds per Audiomessung. USonic vermisst über ein kurzes Rauschen den Gehörgang und passt den Ton entsprechend an. Das geht deutlich schneller als bei Samsung und liefert ein wirklich überzeugendes Ergebnis. Die mitgelieferten Kopfhörer sind hier wirklich Spitzenklasse und bieten sogar aktives Noice Cancelling. daher auch die Stromversorgung über den USB-Port. Einen Adapter von USB-Typ-C auf Klinke liefert HTC mit. Der scheint auch einen speziellen DAC zu nutzen, andere Adapter funktionierten im Test leider nicht.

Kamera: HTC Ultrapixel die Dritte

HTC_U11_Plus_18Die Ultrapixel hat HTC nun auf die Version 3 gehievt. Die Kamera selber löst dabei mit maximal 12 Megapixel auf, die Pixelgröße beträgt 1,4 μm. Durch einen optischen Bildstabilisator sowie einer Blende von f/1.7 erreicht man eine gute Lichtempfindlichkeit. Im Notfall hilft noch ein Dual-Tone-LED. Der Autofokus nutzt dabei die Phasenerkennung. Die eigene Kamera-App bietet neben HDR auch eine Technik namens HDR-Boost. Hier werden dann bei schlechten Lichtverhältnissen drei Aufnahme in Folge gemacht und miteinander verglichen. Daraus entsteht dann ein Gesamtbild mit (etwas) weniger Bildrauschen. Ganz verhindern kann diese Technik es aber leider nicht. Im manuellen Modus entschädigt die Kamera dann aber wieder mit der Mögloichkeit zur Aufnahme von RAW-Dateien. Insgesamt handelt es sich um eine klasse Kamera, leider werden die Motive aber oft zu dunkel abgebildet.

HTC U11 Plus

Die Frontkamera löst mit 8 Megapixel auf und bietet eine Blende f/2.0 sowie ein 85° Sichtfeld. So gelingen Selfies auch bei schlechtem Licht. Videos zeichnet das HTC U11 Plus in 4K und bis zu 30 Bildern pro Sekunde auf. Auch eine Zeitlupe und einer Hyperlapse stehen zu Auswahl. Dank der vier Mikrofone, die man auch selbst auf die Audioquellen ausrichten kann, geht auch der Ton mehr voll in Ordnung.

Fazit: Gut aber zu teuer!

Das 749 Euro teure HTC U11 Plus sieht schick aus, die halbtransparente Rückseite glänzt und spiegelt in der Sonne. Über den Sinn oder CP-LogoRGB-rechtsUnsinn einer solchen Spiegelfläche kann man hingegen trefflich streiten. Die technische Ausstattung sowie die Performance gehen dafür voll in Ordnung: Die 12-Megapixel-Kamera braucht sich nicht hinter Konkurrenz zu verstecken. Das 6 Zoll große QHD-Display ist eine konsequente Weiterentwicklung, dem Trend folgend halt in 18:9. Der Preis ist mir persönlich – gerade im Vergleich zum HTC U11 mit seinen 480 Euro – etwas zu hoch. Ok, die UVP des ebenfalls guten Huawei Mate 10 Pro oder iPhone X ist auch deutlich zu hoch ausgefallen. Aber der Preis des HTC U11 Plus wird in den nächsten Wochen mit Sicherheit auch noch sinken.

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SmartphonesTestsXiaomi

Xiaomi Redmi 5 Test: Viel Smartphone für wenig Geld?

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8.4

Xiaomi bringt mit den beiden Redmi 5 Modellen zwei sehr günstige Smartphones im aktuellen 18:9-Format auf den Markt, allerdings nur auf den chinesischen. Als direkte Konkurrenz zu den Moto G von Lenovo (Motorola) bekommt man für 134 Euro bzw. 144 Euro (z.B. bei tradingshenzen.com) ein gut ausgestattetes Smartphone. Aber reicht das für eine Importempfehlung?

Xiaomi Redmi 5 oder darf es etwas mehr (Plus) sein?

Redmi5_PlusDas Xiaomi Redmi 5 bietet zwar ein 5,7 Zoll großes Display im neuen 18:9-Format, muss aber auch mit einer Auflösung von 720 x 1.440 Pixel auskommen. Dafür ist der fest eingebaute Akku mit seinen 3.300 mAh ganz ordentlich aufgestellt. Für ausreichend Speed soll ein Snapdragon 450 mit acht Kernen (max. 1,8 GHz) sorgen. Beim Speicher hat man die Wahl zwischen 2 GByte RAM / 16 GByte Speicher und (besser!) 3 GByte RAM / 32 GByte Speicher. Das alles wurde in ein formschönes Gehäuse aus Kunststoff gehüllt und ergibt optisch ein 08/15-Smartphone in den Farben Gold, Schwarz, Blau oder Pink.

Das Xiaomi Redmi 5 Plus ist hingegen mit einem 5,99 Zoll großen Display (1.080 x 2.160 Pixel), einem bis zu 2 GHz schnellen Snapdragon 625 und einem 4.000 mAh Akku ausgestattet. Beim Speicher hat man die Wahl zwischen 3 GByte RAM / 32 GByte Speicher und 4 GByte RAM / 64 GByte Speicher. Das Redmi 5 – wie auch das Redmi 5 Plus – nutzen beide eine 12-Megapixel-Kamera mit einer Blende f/2.2.

Xiaomi Redmi 5 und das Design: Kunststoff gut kaschiert

Xiaomi_Redmi_5_1Mit seinen Abmessungen von 151,8 x 72,8 x 7,7 mm und einem Gewicht von 157 Gramm ist das Redmi 5 etwas kleiner als sein Bruder mit Plus. Das kommt auf üppige 158,5 x 75,45 x 8,05 mm bei 180 Gramm. 5,7 Zoll ist schliesslich aber auch schon eine ordentliche Ansage.

Dabei reduziert das sogenannte Edgeless-Design eigentlich nur die beiden Ränder ober- und unterhalb des Displays. Während die Vorderseite noch vollständig vom Displayglas in Beschlag genommen wird, besteht der Rest des Smartphones eigentlich vollständig aus Kunststoff. Lediglich der (nicht nutzbare) Akkudeckel auf der Rückseite wurde aus Metall gefräst. Ein-/Ausschalter und Lautstärkeregler (beide auf der rechten Seite), aber auch der Einschub für die beiden nano-SIM bzw. eine nano-SIM und eine MicroSD-Karte auf der linken Seite bestehen auch aus Plastik.

Xiaomi_Redmi_5_8 Das Redmi 5 liegt gut in der Hand und ist erstaunlicherweise hochwertig verarbeitet, bzw. macht sogar einen hochwertigen Eindruck. Deutlich besser als manch teureres Modell aus dem Hause Honor, Samsung und Co. Von Doogee, Oukitels udn Co will ich erst gar nicht sprechen. Auf der Rückseite befindet sich – unterhalb der 12-Megapixel-Kamera – noch ein runder Fingerabdrucksensor.

Xiaomi_Redmi_5_14Leider hat Xiaomi sich zwar für einen normalen Klinkenanschluss auf der Oberseite, aber nur für einen einfachen microUSB-Anschluss auf der Unterseite entschieden.

Display: 5,7 Zoll in 18:9-Format

Das neue Redmi 5 bietet ein 5,7 Zoll großes Display im neuen 18:9-Format. Rechts oberhalb davon findet man eine kleine, weiß leuchtende Benachrichtigungs-LED. Farben stellt diese keine dar. Der Touchscreen unterscheidet zwar bis zu 10 Finger gleichzeitig voneinander, löst aber nur mit 720 x 1.440 Pixel auf. Mit seinen 282 Pixel pro Zoll fällt er zudem knapp unter die “magische Retina-Grenze”. Trotzdem konnte ich keine Treppeneffekte erkennen und auch die maximale Helligkeit ist sehr hoch. So konnte ich den Displayinhalt – trotz diverser Spiegelungen – auch bei Sonneneinstrahlung (ja es gab da den EINEN Tag) noch gut ablesen.  Die Blickwinkelstabilität ist ganz typisch für ein IPS-Panel und auch die Farbdarstellung geht in Ordnung. In den Einstellungen kann man seine Farbabstimmung auch noch zwischen “Warm, Standard und Kalt” variieren. Natürlich kann man es auch per Doppel-Tap aufwecken und einen Nachtmodus mit reduziertem Blauanteil gibt es auch. Das Displayglas selbst ist kratzresistent, Corning Gorilla Glas kommt aber nicht zum Einsatz.

Performance & Akku: Snapdragon 450 und 3.300 mAh

Das Xiaomi Redmi 5 wird von einem Prozessor vom Typ Snapdragon 450 mit acht Kernen a max. 1,8 GHz und – je nach Variante – mit 2/3 GByte RAM angetrieben. Im aktuellen Antutu-Benchmark kommt die stärkere Version auf 55.259 Punkte. Im Geekbench 4 reicht es für 758 Zähler im Single-Core und 3.454 im Multi-Core. Der Snapdragon 625 des Redmi 5 Plus erzielt hier auch nur 879 und 4.358 Punkte. In der Praxis macht das keinen großen Unterschied. Von den 3 GByte RAM stehen rund 1,4 GByte für Apps zur Verfügung.

Das MIUI 9.2 auf der Basis von Android 7.1.2 sowie das Multitasking funktionieren nahezu ruckelfrei. Nur sehr aufwändige Spiele vom Typ Asphalt 8 ruckeln bei vollen Details leicht vor sich hin. Der fest eingebaute Akku mit seinen 3.300 mAh leistet sich ebenfalls keine spürbaren Ausrutscher. Im Dauertest reicht die nichts elbst wechselbare Kraftzelle rund 9 Stunden (Screen-on-time). So kommt man dann auch auf eine maximale Laufzeit von rund zwei Tagen. Löblich! Das Redmi 5 Plus bietet zwar 4.000 mAh, kann die Laufzeit des Redmi 5 aber nicht wirklich toppen. Das muss dann also am stärkeren Prozessor und der höheren Auflösung des Displays liegen.

MIUI 9.2: No Deutsch ab Werk

Die aktuelle Firmware liefert erst einmal nur die englische bzw. chinesische Sprache und kommt komplett ohne Google-Dienste aus. Also Fluch und Segen zugleich. Die offizielle “Global-Firmware” mit deutscher Sprache und dem kompletten Google-Framework samt Play Store steht aber auch bereits zur Verfügung. Wer aber unbedingt auf unsere Muttersprache angewiesen ist (im Zeitalter von Denglisch nicht unbedingt mehr wichtig) muss zunächst den Umweg über einen Bootloader-Unlock und/oder die Installation von TWRP machen und kann dann die offizielle Global-Firmware oder eine Custom-ROM (beispielsweise von Xiaomi.eu) installieren. Beide werden dann auch zukünftig OTA mit Updates versorgt. Das MIUI 9.2 kann man auch in meinem Videoreview des Redmi 5 auf YouTube im Einsatz sehen:

Um das Video sehen zu können, musst du erst den YouTube Datenschutzrichtlinien zustimmen. Nachdem du diese akzeptiert hast, kannst du den Inhalt von YouTube aufrufen. Die Angebote von YouTube werden nicht auf mobile-reviews.de gehostet.

YouTube Datenschutzrichtlinien

Wenn Du den Datenschutzrichtlinien zustimmst, wird deine Wahl für die Zukunft gespeichert.

Der Vorgang des Unlocks wird unter http://en.miui.com/unlock erklärt und dauert zwischen 72 Stunden und 360 Stunden. Als Gold bzw VIP-Member des MIUI-Forum kann ich alle 30 Tage ein Xiaomi ohne große Wartezeit entsperren. Das aktuelle MIUI 9.2 basiert auf Android 7.1.2 und wird ähnlich einfach bedient bzw. bietet ähnliche Features wie das EMUI aus dem Hause Huawei/Honor. MIUI komtm aber mit vielen nützliche Zusatzfunktionen, Rechtebeschränkungen und Personalisierungsmöglichkeiten und ein schickes, neues Theme (kann man aber wie gewohnt im Theme-Store ändern).

Wer Google-Dienste wie Gmail, Hangouts, Play Music, Maps und Youtube einsetzen will (oder muss) muss diese manuell (Google Installer V3) nachrüsten oder eben ein Custom- bzw. Global-ROM nutzen. Andere Anwendungen und Spiele kann man sich dann im zweiten Schritt ganz einfach über den Google Play Store installieren. Die Apps laufen dabei allerdings – sofern man nur das vorinstallierte China-ROM nutzt – nur in englischer Sprache. Und selbst da gibt es noch eine Menge Chinesisch.

Push-Nachrichten (WhatsApp, Facebook, Newton) funktionieren aber ebenfalls einwandfrei, sofern die entsprechenden Apps im Energie-Management als Ausnahme definiert wurden. Das MIUI 9.2 bietet wieder die Möglichkeit, Apps zu “klonen”. So kann man nun beispielsweise WhatsApp mit zwei unterschiedlichen Rufnummern gleichzeitig nutzen. Dank des “Second-Space” hat man ein zweites, unabhängiges Android-System mit unterschiedlichen Apps. In die beiden Systeme gelangt man beim Start durch unterschiedliche Entsperrungsmechanismen. An Sicherheitsfeatures bietet Xiaomi zum Beispiel die Möglichkeit, jede App mit einem Passwortschutz zu versehen. Man kann auch den Autostart der Apps verhindern und ihnen sogar einzelne Rechte entziehen.

12-Megapixel-Kamera: Dual? Wozu?

Xiaomi_Redmi_5_6Xiaomi verzichtet beim Redmi 5 (Plus) auf eine (nutzlose) Dual-Kamera oder Fake-Sensoren. Die verbaute Optik mit ihren 12 Megapixeln und der 1.25μm Pixelgröße sowie Blende f/2.2 macht brauchbare Aufnahmen, mehr aber auch nicht. Sofern ausreichend Licht zur Verfügung steht, werden also ansprechende Bilder abgeliefert.
Xiaomi Redmi 5
Die Aufnahmen bei schlechteren Lichtverhältnissen wirken dann aber recht schnell körnig. Die Kamera-App bietet zahllose Spielereien (Tilt-Shift und Co) und einen “manuellen” Modus mit Eingriff in den Weiß-Abgleich und den ISO-Wert. Sowas ist also ein manueller Modus? Ok…. Per Slow-Motion-Modus oder 4K-Videos zeichnet das Redmi 5 nicht auf, bei Full-HD ist auf dem redmi 5 dann Feierabend.  Wer mehr will, muss zum Redmi 5 Plus greifen. Selfies zeichnet man mit der 5-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite auf. Hier steht auch der berühmt-berüchtigte Beauty-Modus mit Weichzeichner zur Auswahl. Ein Bokeh-Effekt gibt es zwar nicht, den Tilf-Shift (siehe o.a. Kamerabilder) kann man dazu aber auch zweckentfremden.

Konnektivität und Sound: Kein LTE Band 20

Das Xiaomi Redmi 5 teilt die Probleme der Vorgänger. So dauert der Wechsel zwischen GSM – UMTS – LTE etwas länger als bei meinem Huawei Mate 10 Pro. LTE steht in der vorliegenden China-Version dann leider auch nicht in Band 20 zur Verfügung. Kunden von O2 oder Vodafone werden auf dem Land damit rechnen müssen, nur per UMTS ins Internet gehen zu können. In der Stadt ist die Versorgung mit LTE abseits von Band 20 oft kein Problem mehr.

Die sogenannte “Global Version” des Xiaomi Redmi 5 wird zukünftig – neben mehr Sprachen – vermutlich auch die Unterstützung für Band 20 mitbringen. Die Gesprächsqualität war dafür schon jetzt gut und auch die Sende- und Empfangsleistung gab keinen Anlass zur Klage. Das Redmi 5 unterstützt WLAN b/g/n im 2,4 (kein 5GHz) Netzwerk. Daten werden zudem per Bluetooth 4.2 übertragen und an Sensoren stehen neben dem Beschleunigungssensor auch ein Näherungs- und Helligkeitssensor zur Auswahl. Hinzu kommt ein Gyroskop, ein digitaler Kompass und ein Infrarot-Sender. Selbst an ein FM-Radio hat Xiaomi gedacht. Das GPS-Signal war nach knapp 5 Sekunden stabil, die Abweichung betrug zwischen 2 und 7 Metern.

Fazit: Gut, aber auch nervig

Das Xiaomi Redmi 5 ist in der vorliegenden Version zwar gut, aber auch nervig. Es gibt weder eine Unterstützung für LTE Band 20, noch der deutschen Sprache. Letztere lässt sich aktuell nur mit einer Global Firmware nachbessern. Dazu muss man das Gerät aber entsperren. Ein sehr zeitraubender und nerviger Prozess. Am Ende bleibt ein handliches Smartphone ohne Google-Apps mit einem guten Display, akzeptabler Performance und Kamera und einem niedrigen Preisschild. Weniger “Stress” hat man da mit einem Moto G …

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HonorSmartphonesTests

Honor View 10 im Test: Ein günstigeres Mate 10 Pro?

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9.3

Das Honor View 10 kostet als Nachfolger des Honor 9 zum Testzeitpunkt 499 Euro. Dafür bekommt man fast die gleiche Ausstattung wie beim deutlich teureren Huawei Mate 10 Pro. Kein Wunder, Huawei und Honor teilen sich ja auch alles 😀 So bietet das View 10 ein 6-Zoll-FHD-Display, einen Kirin 970 mit 6 GByte RAM, 128 GByte Speicher UND microSD. Dazu noch eine Dual-Kamera mit 20/12 Megapixel. Aber lohnt sich die Differenz zum Huawei Mate 10 Pro nicht trotzdem?

Honor View 10: Viel Metall aber kein Unibody

Honor_View10_12Während das Honor 9 noch mit mit viel Glas in der Sonne “glänzen” konnte, kommt das neu View 10 mit einer Rückseite aus metall, aber keinem Unibody-Design daher. Wer genau hinsieht, bemerkt den minimalen Spalt zwischen Metallrahmen und Rückseite. vermutlich deswegen ist das Gehäuse auch weder staub- noch wasserdicht. Zumindest nicht offiziell.

Das Mate 10 Pro glänzt und spiegelt, das View 10 stumpft ab.

Huawei liefert übrigens trotzdem eine transparente Schutzhülle aus TPU mit. Die schützt gegen Kratzer und gegen Fingerabdrücke auf dem Metall. Auf der rechten Seite findet man den Ein-/Ausschalter sowie einen Drücker für die Lautstärke. Auf der linken Seite den Einschub für zwei nano-SIM bzw. eine nano-SIM und eine Speicherweiterung per microSD.

Die beiden Kameraoptiken auf der Rückseite ragen sehr stark aus dem Gehäuse hervor, ähnlich wie beim Honor 7x. Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Vorderseite, unterhalb des Displays. Die Unterseite ziert  ein USB-Typ-C-Anschluss (USB 2.0) sowie ein Lautsprecher und ein Mikrofon. Hier findet man auch – im Gegensatz zum Mate 10 Pro – eine normale 3.5 mm Klinkenbuchse?

Display: 6 Zoll und Full-HD+

Honor_View10_11Das 6 Zoll große Display auf der Vorderseite kommt im trendigen 18:9-Format. Damit wird das Smartphone zwar schmaler, die Auflösung von 1.080 x 2.160 Pixel (403 ppi) selbst ist aber zum Beispiel bei Filmen nicht der Weisheit letzter Schluss (Stichwort Balken). In den Einstellungen kann ich die Auflösung auch weiter reduzieren um so zum Beispiel Strom zu sparen. Hier kann ich auch die Farbdarstellung etwas “lebendiger” einstellen.

Das IPS-Display gibt die Farben etwas weniger leuchtend wieder, als das AMOLED des Mate 10 Pro.

Und auch Kontrast und Schwarzwerte sind natürlich schwächer. Das anzuklagen wäre aber extrem kleinlich. Texte und Bilder wirken gestochen scharf und die maximale Helligkeit reicht für meinen Geschmack ebenfalls aus. Die Ablesbarkeit aus unterschiedlichen Blickwinkel war gut, aber trotzdem schlechter als beim teureren Mate 10 Pro.

Emotion UI 8: Android 8 in bunt

Emotion UI 8 nennt sich die Benutzeroberfläche aus dem Hause Honor/Huawei auf der Basis von Android 8.0. Sie verzichtet ab Werk zwar auf einen App-Drawer, wer ihn aber partout haben will, der finden in den Einstellungen auch eine Option für die (Re)Aktivierung 😀

So werden zunächst alle Icons (Apps) auf den unterschiedlichen Homescreens verteilt. Auf Wunsch kann man die Icons auch in Ordner sortieren. Die drei (bzw. vier) Software-Tasten zur Bedienung von Android befinden sich – dauerhaft eingeblendet – am unterem Displayrand. Das nennt sich treffenderweise „Navigationsleiste“. Die kann man in den Einstellungen dann auch anpassen und die Icons so umsortieren.

Den Home-Button mit eingebautem Fingerabdrucksensor auf der Vorderseite kann man zudem als eine Art “Touchpad” nutzen. So kann ich durch Wischgesten über den Sensor das Betriebssystem steuern. Dann werden die Softkeys komplett ausgeblendet. Fingerabdrücke (bis zu 5) unterscheidet der Sensor sehr zuverlässig voneinander. In meinem Videoreview des Honor View 10 auf YouTube kann man auch das EMUI 8 im Einsatz sehen:

Um das Video sehen zu können, musst du erst den YouTube Datenschutzrichtlinien zustimmen. Nachdem du diese akzeptiert hast, kannst du den Inhalt von YouTube aufrufen. Die Angebote von YouTube werden nicht auf mobile-reviews.de gehostet.

YouTube Datenschutzrichtlinien

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Zieht man die Statusleiste am oberen Rand nach unten, dann findet man neben den üblichen Verknüpfungen (WLAN, Flugmodus, SIM, etc.) auch eine Timeline mit den zuletzt durchgeführten Aktionen. Screenshots kann man zum Beispiel auch durch klopfen mit dem Fingerknöchel auf das Display auslösen. Das Scroll-Shot-Feature macht Screenhots von Inhalten, die mehrere Bildschirmseiten lang sein. Wer mit zwei Fingerknöcheln auf einmal auf das Display klopft, startet das Screen Recording: der Inhalt des Screens wird dann als Video abgespeichert.

Das Dateisystem wurde bei EMUI 8 umgestellt, so dass eine Fragmentierung verhindert wird. Eine sinnvolle Einhandbedienung ist hinzugekommen.

Der vom Huawei Mate 10 Pro bekannte Desktopersatz “Huawei Easy Projection”  steht beim View 10 nicht zur Verfügung.

Alles in allem ist das EMUI eine durchdachte und über Themen auch grafisch anpassbare Oberfläche. Puristen werden damit aber nur schlecht klarkommen.

Performance & Akku: Wirklich Klasse

Bei der CPU setzt das Honor View 10 auf den neuen Kirin 970 sowie 6 GByte Arbeitsspeicher. Der Chipsatz mit seiner neuronalen Einheit für die KI wird vom Snapdragon 835 bzw. Exynos 8895 des Galaxy S8 übertrumpft. Vom Apple A11 will ich gar nicht erst reden. Im Geekbench 4 kommt er auf 1.904 Punkte im Single-Core und 6.756 im Multi-Core .

Alle getesteten Spiele (Asphalt Extreme, Modern Combat 5) liefen damit natürlich ruckelfrei und auch das EMUI selber hatte keine auffälligen Ruckler. Mitunter reagiert das RAM-Management aber ziemlich unwirsch und kickt Apps rigoros aus dem Speicher. Unschön und unnötig bei 6 GByte RAM!

Android 8_View_10_14Der fest eingebaute Akku leistet 3.750 mAh und hielt im Akkutest knapp 11 Stunden durch. Normalnutzer, die nur ein paar Mails am Tag checken und Gespräche führen, schaffen also etwa zwei Tage. Selbst Hardcore-Nutzer wie ich (zig E-Mails, WhatsApp und 2 Stunden Musik über Bluteooth) werden erst am Abend zum Ladegerät greifen müssen, aber auch nur, um den nächsten Tag ohne “Ladehemmungen” zu überleben. Aufgeladen wird das Smartphone dann über ein USB-Typ-C-Kabel. Der Ladevorgang dauert etwa 2 Stunden. Aber schon nach 30 Minuten habe ich genügend Energie für einen Arbeitstag.

Was die eingebaute “KI” des SoC betrifft: Huawei nutzt sie zum Beispiel zur Übersetzung von Texten und Ermittlung von Bildinhalten in der Kamera-App. Die Texterkennung funktioniert mit Hilfe des Microsoft Translators und ist durchaus nützlich. Man benötigt zwar keinen Internetzugang, die Übersetzung ist aber nicht in Echtzeit möglich. Bei Fotos blendet das System die Übersetzung der entsprechenden Wörter ein. Je nach Textlänge und Sprache kann das etwas dauern. Kleine Notiz am Rande: aktuelle Smartphones übersetzen mit Hilfe der frei verfügbaren Apps auch nicht langsamer 😀 Die “KI” scheint mir daher eher für das Marketing hilfreich.

Leider liefert Honor das View 10 mit einer Menge Bloatware aus.

Apps wie von Booking.com kann man nicht einmal mehr deinstallieren. Bei vielen anderen Apps habe ich bei der Einrichtung zumindest noch eine Wahlmöglichkeit. Die vorinstallierten Spiele aus dem Hause Gameloft kann ich später dann löschen. Trotzdem scheint der Hersteller hier ein paar Einnahmen generiert zu haben, um den günstigeren Preis des View 10 zu ermöglichen.

Multimedia: 20/12-Megapixel-Dual-Kamera

Mit Hilfe der “KI” erkennt die Kamera bestimmte Motive selbstständig und optimiert dann die entsprechenden Einstellungen bzw. Automatiken.

Das Honor View 10 nutzt eine ähnliche Dual-Kamera wie das Mate 10 Pro.

Allerdings “nur” mit einer Blende f/1.8. Damit ist die Optik nicht ganz so “lichtstark” wie beim teureren “Bruder”. Die gesamte Technik bzw. das Knowhow stammt auch nicht aus dem Hause Leica. Das sieht man dann zum Beispiel bei Aufnahmen mit schlechten Lichtverhältnissen:

Campics Huawei Mate 10 Pro Campics Honor View 10

Mate 10 Pro – Honor View 10

Die Kamera-App selber kennt man aber schon von anderen Huawei/Honor-Smartphones. Der Dual-Lens-Hybrid-Zoom (zweifache Zoom) funktioniert zwar ohne “Verluste”, da die Details der Aufnahme dann aus den 20 Megapixel extrahiert und auf 12 Megapixel runtergerechnet werden, sinnvoll ist das aber nur selten.
Mate 10 Pro vs. View 10

Der 12-Megapixel-Sensor ist für die Farben (RGB-Infos) zuständig und auch optisch Stabilisiert. Die Honor-Software kombiniert die beiden Kameraaufnahmen zu einem Gesamtbild. Entweder mit 20 Megapixel ohne Zoom, oder eben mit 12 Megapixel und der Möglichkeit des zweifachen Hybrid-Zooms. Gut Gefallen hat mir auch der Monochrom-Modus des 20-Megapixel-Sesnors mit seinen hohen Kontrasten. Die daraus resultierenden Schwarz-Weiss-Aufnahmen bestechen durch Schärfe und Detailfülle. Das Hybrid-System aus Laser-, Tiefen-, Kontrast- und Phasenvergleichs-Autofokus reagiert schnell und präzise.

Neben den üblichen Spielereien wie HDR-Modus, Panorma-Modus und einer Bildverschönerung, mit teilweise extrem künstlich wirkenden Ergebnissen, bietet das Huawei Mate 10 auch nette Licht-Spielereien bei Dunkelheit. Zahlreiche Nachtmodi vereinfachen und verschönern die Aufnahmen bei Dunkelheit. So kann man beispielsweise „Bilder“ in die Nacht zeichnen (Lichtmalerei). Man nehme eine Lichtquelle und male fröhlich in der Luft herum. Die Kamera berechnet dabei automatisch die passende Verschlusszeit und den ISO-Wert. Das klappt wegen der langen Belichtungszeit aber nur mit einem Stativ. So kann man beispielsweise auch die Lampen von Autos in eine Art Lichtschlange verwandeln.

Zusätzlich stehen noch 3D-Modi (Panorama, Creator) und verschiedene andere Filter und Effekte zur Auswahl. Wer wirklich alles aus der Kamera rausholen will, sollte zum Pro-Modus greifen. Hier kann man die – mitunter etwas oberflächliche Automatik – aushebeln und erhält Zugriff auf alle wichtigen Einstellungen (ISO, Weißabgleich, Fokus, etc.).

Im Portrait-Modus kann ich über eine „Große Blende“ eine Art Tiefenschärfe-Effekt erzeugen der im Gegensatz zu echten Kameras aber softwarebasiert ist. Dabei kann man Fokus im Nachhinein ändern oder eine größere oder eine kleinere Blendenöffnung wählen. Wer Fans von diesem Bokeh-Effekte ist, der kommt hier voll auf seine Kosten. Mit echten Kameras kann er aber nicht mithalten. Die neue KI sorgt hier – genauso wie bei der Erkennung bestimmter Szenen – für bessere, weil natürlich wirkende Resultate. Im Profi-Modus bietet die Kamera-App viele Einstellungsmöglichkeiten, auch RAW-Fotos kann man dann abspeichern.

Die Kamera auf der Vorderseite löst mit 8 Megapixel auf und sorgt für exzellente Selfies, Wefies und Co. Die Qualität der Kamera finde ich insgesamt sehr gut, aber eine richtige Leica könnte mehr. Dennoch ist das hier einer der besten Kameras auf dem Markt.

Konnektivität & Sound: Ist alles ok

Unterwegs kann ich über HSPA+ oder eben auch per LTE bzw. WLAN 802.11 /a/g/n/ac (2.4/5 GHz)mit bis zu 1,2 GBit/s im Internet surfen. Bei der Telekom kam ich in Münster auf knapp 89 mbit/s. Daten und Medien werden per Bluetooth LE und NFC übertragen. Die Sprachqualität des View 10 war dabei gut, meine Gesprächspartner tönen klar und deutlich aus dem Hörer. Das View 10 unterstützt dabei auch die Erweiterung des internen Speichers über microSD-Karten (bis 200 GByte). Das klappt auch per USB-OTG. Vom internen Speicher mit seinen 128 GByte stehen rund 110 GByte zur freien Verfügung. Der durchschnittliche GPS-Fix war nach rund 5 Sekunden erledigt.

Der SAR-Wert ist mit 0,99 W/kg (am Kopf/Körper) höher als beim Mate 10 Pro!

Der Musikplayer aus dem Hause Honor zeigt den Interpreten und auch Playlisten, Genres und Albennamen an. Auch das in den Track integrierte Album-Cover wird korrekt angezeigt. Das View 10 liefert — mit guten Kopfhörern — einen vernünftigen Sound. Der eingebaute Lautsprecher auf der Unterseite klingt hingegen etwas dünn. Im direkten Vergleich mit den aktuellen Xperia-Modellen, dem Samsung S8 oder dem Apple iPhone 8 ist der Klang aber nicht ganz so lebendig, voll und klar. Equalizer-Presets sorgen für die richtige “Stimmung”.

Fazit: Honor View 10

Das Honor View 10 kostet zum Testzeitpunkt (bei Cyberport) 499 Euro und ist damit offiziell 300 Euro günstiger als das Huawei Mate 10 Pro. Der Unterschied beim Straßenpreis reduziert sich dann aber auf Cyberportrund 150 Euro. Das IPS-Panel in FHD+ hat mir beim View 10 gut gefallen. Die Dual-Kamera ohne optische Bildstabilisierung und Leica-Technik macht wirklich gute Aufnahmen, kann sich aber gerade bei Dunkelheit nicht mit dem Mate 10 Pro messen. Der Kirin 970 SoC ist schnell, die “KI” aber eher Spielerei. Das View 10 ist damit ein tolles, aber in meinen Augen auch kein besonderes Smartphone. Alternativ wäre man zum Beispiel auch beim OnePlus 5T gut aufgehoben.

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DoogeeSmartphonesTests

Doogee BL12000 Smartphone Test: Akku mit 12.000 mAh?

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7.9

Das Doogee BL12000 will uns mit einem 12.000 mAh starken Akku sowie einem Display mit 6 Zoll in FHD+ und insgesamt vier Kameras überzeugen. Dafür soll der Käufer des knapp 170 Euro teuren Smartphones aber ein Gewicht von rund 300 Gramm in Kauf nehmen. Ausdauer hat eben ihren Preis, oder?

Doogee BL12000: Klobiges Design in Schwarz oder Blau

Das Doogee BL12000 ist ein echter Brocken. Es ist unhandlich und mit 300 Gramm auch super schwer. Da fallen die üppigen Abmessungen von 162 x 75 x 14 mm schon gar nicht mehr ins Gewicht, es ist halt ein XXXL-Modell. Aber dafür verspricht uns der Hersteller auch einen 12.000 mAh starken Akku.

Doogee_BL12000_22Die stark fingerabdruck-affine Rückseite (entweder in Schwarz oder Blau) könnte optisch aus Glas bestehen, ist tatsächlich aber nur aus einem dünnem Kunststoff gefertigt. Ab Werk ist sie – wie das Display auch – mit einer Folie geschützt. So bemerkt man den Unterschied zunächst einmal gar nicht. Auf der Rückseite findet man neben der “Dual-Kamera” mit angeblich 16 und 13 Megapixel dann auch den runden Fingerabdrucksensor. Das Gerät selber lässt sich aber auch per Gesichtserkennung (Face unlock) entsperren, aber dazu später mehr.

Der Rahmen (Bezel) rund um das 6 Zoll große Display im 18:9-Format ist locker 3 mm dick und sehr gut sichtbar. Die Ecken der Displayanzeige selber sind dafür abgerundet. Im super dicken Rahmen aus Metall findet man auf der rechten Seite den Ein-/Ausschalter sowie den Taster für die Lautstärke und auf der linken Seite einen Einschub für (zwei) nanoSIM-Karten oder eine nanoSIM und eine MicroSD-Karte bis 256 GByte.

Doogee_BL12000_15Die Oberseite ziert eine 3.5mm-Buchse für Kopfhörer, während man auf der Unterseite zahlreiche Bohrungen für das Mikrofon und einen Lautsprecher erkenne kann. Optisch könnten es sogar zwei sein. Hier findet man auch den mittlerweile eher altertümlichen microUSB-Anschluss.

Doogee_BL12000_9 Zum Lieferumfang gehört neben dem Smartphone noch eine sehr dünne, transparente TPU-Schutzhülle mit Schutzkappen für die beiden Anschlüsse, ein microUSB-Hostadapter,  das Ladegerät (12V/3A), ein Lade-/Datenkabel sowie eine kleine Anleitung und Schutzfolien. Kopfhörer findet man zwar keine, dafür aber einen “Pommespickser “für den SIM-Einschub.

Doogee BL12000: Display in 18:9 mit FHD+

Abgesehen von immer noch gut sichtbaren Rändern ist das Display mit seinen 6 Zoll und 1.080 x 2.160 Pixel gar nicht so schlecht. Das IPS-Panel ist in der Regel auch hell genug, die Farbwiedergabe sogar ziemlich kräftig, fast wie bei einem AMOLED. Der Schwarzwert bzw Kontrast ist aber deutlich schwächer ausgefallen. Insgesamt geht die Darstellung in dieser Preisklasse aber voll in Ordnung. Wer mag, kann über die für MediaTek-Geräte typische Optimierung namens “MiraVision” Farben und Kontraste leicht anpassen. Geräte wie beispielsweise das ähnlich teure Wiko View bieten hier nur eine HD-Auflösung. Eine Benachrichtigungs-LED für entgangene Nachrichten oder Anrufe hat das BL12000 leider nicht vorzuweisen.

Performance & Ausdauer: Wo sind die 12.000 mAh?

Der im Doogee BL12000 eingesetzte Prozessor vom Typ Helio P10 (MT6755) aus dem Hause MediaTek taktet seine 8 Kerne mit bis zu 1.5 GHz und erreicht im aktuellen AnTuTu-Benchmark 42.408 Punkte. Der Geekbench 4 kommt dabei auf nur 633 Zähler im Single-Core und 2.634 Punkt im Multi- Core.  Insgesamt ist die Performance messbar schlechter als beim Helio P20/P23/P25. Das vorinstallierte Android 7.0 lief zudem nur mit messbare Verzögerungen.  Am 4 GByte großen RAM liegt das aber nicht.Die Software scheint da noch Optimierungsbedarf zu haben.

Der fest eingebaute Akku des Doogee BL12000 soll – wie der Name es suggeriert – 12.000 mAh leisten. Im Dauereinsatz ist die Kraftzelle nach rund 13 Stunden am Ende. Eigentlich eine super Leistung. Allerdings passt der Wert – aufgrund der – schlechteren Performance des SoC und des dunkleren Displays beim BL12000 nicht mit der Laufzeit beim Oukitel K6 (6.300 mAh) zusammen.

Doogee_BL12000_7Der Blick ins das Gehäuse (Rückseite vorsichtig öffnen) bringt es dann zutage: Das Doogee BL12000 bietet – wie das Oukitel K10000 Pro – nur zwei Kraftzellen a 5.000 mAh (3,8V und 19Wh) = 10.182 mAh.

Doogee_BL12000_10000 (2)Das ist dann doch deutlich weniger als die versprochene Leistung und den Antrag auf Eintragung in das Guinness -Book kann man wohl getrost als Märchen abtun.

Offizielle Stellungnahme von Doogee zum Thema:
“Die ersten Geräten sind angeblich mit einer falschen Konfiguration ausgeliefert worden und werden zurückgerufen …”

Die Aufladung des Akkus dauert dank “Quick Charge” und dem mitgelieferten Ladegerät mit seinen 12V/3A knapp 180 Minuten. Mit dem beigefügten Hostadapter kann man übrigens auch andere Smartphones oder Tablets aufladen. Dann dient das BL12000 sozusagen als (sehr schwere) Powerbank.

Android 7.0: Eher von gestern

Das Doogee BL12000 nutzt ein nahezu unverändertes Android 7.0 (Firmware vom 24.08.17). Die Sicherheitspatches sind vom 05. November 2017. Der Hersteller setzt auch optisch auf einen einfachen Launcher mit transparentem Hintergrund. Eventuell noch fehlenden (Google)-Apps kann man sich so leicht über den bereits vorinstallierten Google Play Store nachinstallieren. Bloatware findet man hier keine, dem Nutzer stehen nur die für den Betrieb unbedingt notwendigen Apps zur Verfügung. Allerdings leidet das Doogee BL12000- wie fast alle “günstigen” Smartphones aus China – unter der potentiellen FOTA/ADUPS Spyware. Zumindest dann, wenn man speziellen Malware-Scannern trauen kann. Normale Virenscanner haben hier nämlich nichts auszusetzen gehabt.

Leider ist die Softkeyleiste am unteren Bildschirm nur SEHR schwer erkennbar. Die Icons sind in Weiß gehalten und setzen sich so kaum vom ebenfalls sehr hellen Hintergrund ab. Die Bedienung gerät damit oft zur Glückssache. Da nützt mir auch nicht die Tatsache, dass ich die Reihenfolge der Icons (Taskmanager, Home, Rückschritt) abändern kann.

Quad-Kamera: 16 MP & 13 Megapixel/16 MP Megapixel

Doogee_BL12000_4Das Doogee BL12000 bietet auf der Rückseite eine Dual-Kamera mit 16 und 13 Megapixel. Zumindest auf dem “Papier”. Die kleinere Linse soll dabei – wie so oft – für den Bokeh-Effekt sowie eine Art Zoom Android7_BL12000_20(sind nur Ausschnittsvergrößerungen) zuständig sein. Zudem soll einer der beiden Sensoren reine Schwarz-Weiß-Aufnahme ermöglichen.

Soviel also zur berühmten Theorie, denn praktisch gelingen nur selten vernünftige Bilder. Die Blende ist einfach zu klein, der 16-Megapixel-Sensor (Omnivision 16880) zu schwach. Der zweite Sensor mit tatsächlich nur 0,3 Megapixel (GalaxyCore gc0310) funktionierte in der Praxis gar nicht. Zumindest konnte ich ihn zuhalten und bemerkte keinerlei Unterschiede in der Qualität der Bilder. Sowohl die Aufnahme in Schwarz-Weiß als auch der recht schwache und künstlich wirkende Bokeh-Effekt mit seinem kreisrunden Ausschnitt werden per Software generiert.

Doogee BL12000

Die beiden Frontkameras (16/8 Megapixel vom Typ Omnivision ov16880 & ov8856) taugen ebenfalls kaum für vernünftige Selfies. Immerhin steht aber eine Art Weitwinkel zur Verfügung.  Das Face Unlock (gibt es bereits seit Android 5.0) – also die Entsperrung per Gesicht – klappte mit einiger Verzögerung (eine gute Sekunde und mehr)!

Konnektivität: LTE, Dual-SIM und 12.000 mAh

Natürlich bietet das Doogee BL12000 eine LTE Abdeckung in allen in Deutschland verfügbaren Bändern, also auch im LTE Band 20. Im Test konnte ich allerdings selten mehr als rund 30 mbit/s im Download erzielen. VoLTE (HD) wird nicht angeboten, insgesamt ging die Gesprächsqualität soweit in Ordnung. Die Sende- und Empfangsleistung war ebenfalls unauffällig. Der Empfang im WLAN (2.4/5GHz) war sogar ordentlich, aber nicht sonderlich schnell (60mbit/s).

Der eingebaute GPS-Empfänger des Smartphones gab ebenfalls keinen Anlass zur Klage. Der erste Safix geht NUR bei eingelegter SIM-Karte sehr schnell. Ohne SIM dauert es deutlich länger. Die Abweichung lag zwischen 3 und 7 Metern. Neben GPS stehen auch zahlreiche weitere Sensoren (Beschleunigungs-, Näherungs-, Helligkeits-, Magnetfeldsensor, Gyroskop) zur Verfügung. Fans von Pokèmon Go kommen also auch hier – nicht nur wegen des Akkus – auf ihre Kosten.

Der Fingerabdrucksensor des Doogee BL12000 auf der Rückseite unterscheidet bis zu fünf Finger, reagierte mit einer minimalen Verzögerung und war in etwa 8 von 10 Versuchen auch erfolgreich. Der per microSD erweiterbare Speicher beträgt nur 32 GByte, davon standen rund 24 GByte zur freien Verfügung.

Fazit: Powerbank mit Telefonfunktion

Das Doogee BL12000 kostet als Import rund 170 Euro. Lassen wir mal an dieser Stelle die zusätzlich anfallende EUSt. (19%) sowie die Garantieabwicklung unberücksichtigt, dann finden wir ein sehr, sehr schweres Smartphone mit einer Akkukapazität von 10.000 mAh und einer hohen Ausdauer vor. Versprochen hat der Hersteller aber 12.000 mAh und die Abweichung ist dann schon dreist! Die Frage ist: kann das gute Display, die ordentliche Verarbeitung und das veraltete Android 7.0 mit Problemen in der Performance darüber hinweghelfen? Die beiden Dual-Kameras können ihren Erwartungen nämlich ebenfalls nicht gerecht werden. Denn auch hier findet man nicht die angegebenen Werte. Am Ende bleibt also eine Powerbank mit Telefonfunktion.

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OukitelSmartphonesTests

Oukitel K6 Smartphone im Test: 6300 mAh und vier Kameras

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8.6

Das Oukitel K6 ist eines der ersten Smartphones mit dem neuen SoC vom Typ Helio P23 (MT6763). Ebenfalls “neu” ist wohl die Möglichkeit, den internen Akku mit seinen 6.300 mAh per “Quick Charge” und 5V/3A in nur 2,5 Stunden voll aufzuladen. Optisch kommt das K6 jedenfalls mit viel Glas und einem 6 Zoll großen Display im 18:9-Format daher. Lohnen sich die knapp 230 Euro für den Import?

Oukitel K6: Schlichtes Design in Schwarz oder Blau

Oukitel_K6_23Bei einem Smartphone mit einem 6 Zoll großen Display im 18:9-Format wird die Vorderseite zwangsläufig vom Touchscreen dominiert. Die recht dünnen, aber wie beim großen Vorbild Xiaomi MI Mix 2 , gut sichtbaren Ränder treten dabei in den Hintergrund. Mit seinen Abmessungen von 159 x 76 x 10,4 mm und ein Gewicht von 211 Gramm ist es aber recht voluminös und auch schwer geraten. Obwohl beide Seiten aus Glas bestehen und der Rahmen selbst aus Aluminium gefertigt wurde, finde ich das Gewicht bei diesem “Chinaböller” deutlich zu hoch. Dafür fühlt sich der Übergang vom Aluminium-Rahmen zu den beiden leicht abgerundeten Glasflächen angenehm an. Das K6 von Oukitel nutzt kein Unibody-Design.

Oukitel_K6_1Auf der extrem fingerabdruckanfälligen Rückseite findet man neben der Dual-Kamera mit 21-Megapixel und 8-Megapixel auch einen runden Fingerabdrucksensor. Im Rahmen aus Aluminium haben die Designer den Ein-/ und Ausschalter sowie den Taster für die Lautstärke (beide rechts) und den kombinierten Einschub für (zwei) SIM-Karten oder eine SIM und eine MicroSD-Karte bis 256GB (links) untergebracht.

Auf der Unterseite gibt es Bohrungen für das Mikrofon sowie den Lautsprecher. Hier findet man auch den USB-Typ-C-Anschluss (USB 2.0).  Zum Lieferumfang gehört neben dem Smartphone noch eine transparente TPU-Schutzhülle, ein Adapter USB-Typ-C auf 3.5mm, das Ladegerät (5V/3A), Lade-/Datenkabel sowie ein USB-Typ-C-Hostadapter und eine kleine Anleitung. Die Kopfhörer (gehören leider nicht zum recht umfangreichen Lieferumfang) kann man nur über einen Adapter einstöpseln.

Oukitel_K6_LieferumfangOukitel K6: Display macht Spaß

Abgesehen von immer noch gut sichtbaren Rändern macht das Display mit seinen 6 Zoll und 1.080 x 2.160 Pixel schon “Spaß”. Das IPS-Display ist hell genug, die Farbwiedergabe sogar ziemlich “brilliant”. Ähnlich wie bei einem AMOLED, der Schwarzwert ist aber deutlich geringer. Insgesamt geht die Darstellung der Inhalte auch dank der für MediaTek-Geräte typischen Optimierung namens “MiraVision” in Ordnung. Das etwas günstigere Wiko View ist da deutlich schlechter aufgestellt, die Auflösung und Helligkeit sogar noch geringer. Eine helle, blau leuchtende LED im oberen Rahmen informiert mich übrigens auch über eingehende Nachrichten oder Anrufe.

Die Performance: Helio P23 mit acht Kernen

Der im Oukitel K6 eingesetzte Helio P23 (MT6763) Prozessor aus dem Hause MediaTek taktet seine 8 Kerne mit bis zu 2.0 GHz und erreicht im aktuellen AnTuTu-Benchmark 53.892 Punkte. Der Geekbench 4 liess sich leider nicht zur Zusammenarbeit überzeugen. Insgesamt ist die Performance etwas schlechter als beim Helio P25 bzw. seinen herabgetakteten Vorgänger, den Helio P25.

Das vorinstallierte Android 7.1.1 lief nahezu ruckelfrei. Einen Unterschied zwischen 4 und 6 GByte RAM spürt man in der Realität nicht. Das Oukitel K6 wird aber trotzdem mit 6 GByte RAM ausgeliefert. Der fest eingebaute Akku des Oukitel leistet dabei 6.300 mAh. Im Dauereinsatz ist die Kraftzelle nach rund 11 Stunden am Ende. Ein wirklich toller Wert. Die Aufladung geht dank “Quick Charge” recht schnell (knapp 150 Minuten) vonstatten.

Android 7.1.1: Nicht ganz aktuell

Das Oukitel K6 nutzt ein nahezu unverändertes Android 7.1.1 (Firmware vom 25.12.17). Die Sicherheitspatches sind vom 05. Dezember 2017. Der Hersteller setzt auch optisch auf einen einfachen Launcher mit transparentem Hintergrund. Die Icons haben aber eine starke Ähnlichkeit zum Galaxy S8. Eventuell noch fehlenden (Google)-Apps kann man sich so leicht über den bereits vorinstallierten Google Play Store nachinstallieren. Bloatware findet man hier keine, dem Nutzer stehen nur die für den Betrieb unbedingt notwendigen Apps zur Verfügung. Allerdings leidet das Oukitel K6 – wie fast alle “günstigen” Smartphones aus China – unter der potentiellen FOTA/ADUPS Spyware. Zumindest dann, wenn man speziellen Malware-Scannenr trauen kann. Normale Virenscanner haben hier nämlich nichts auszusetzen gehabt.

Quad-Kamera: 21 MP & 8 Megapixel / 13 MP & 8 Megapixel

Oukitel_K6_6Das Oukitel K6 bietet auf der Rückseite eine Kombination aus einer 21-Megapixel-Kamera und einem 8-M;egapixel-Sensor. Letztere soll wohl den Bokeh-Effekt sowie eine Art 2x-Zoom (sind nur Ausschnittsvergrößerungen) ermöglichen. Zudem soll einer der beiden Sensoren reine Schwarz-Weiß-Aufnahme machen. Soviel zur Theorie …

Oukitel K6

In der Praxis gelingen – bei ausreichend Licht – ganz ansprechende Aufnahmen. Bei schlechteren bzw. ungünstigen Lichtverhältnissen werden die Aufnahmen aber schnell körnig und teilweise auch farbverfälscht abgebildet. Die Dual-Kamera ist in meinen Augen nur ein Marketing-Versprechen. Die Aufnahme in Schwarz-Weiß werden zudem nur durch eine Softwaremanipulation erreicht. Der zweite Sensor scheint nur dann eine Fehlermeldung anzuzeigen, wenn man ihr VOR Beginn des Blur-Modus zuhält. Qualitativ macht das aber kaum einen Unterschied. Sieht man auch hier in meinem Videoreview des Oukitel K6 auf YouTube:

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Weder der Bokeh-Effekt, noch der 2x-Zoom werden dadurch eingeschränkt. Die beiden Frontkameras (13 & 8 Megapixel) unterscheiden sich ebenfalls nicht in der Qualität und auch hier scheint einer der beiden Sensoren (der linke) ohne Funktion zu sein. Das Face Unlock – also die Entsperrung per Gesicht – klappte nämlich gar nicht!

Konnektivität: LTE, Dual-SIM und NFC

Auch das Oukitel K6 bietet eine vollwertige LTE Abdeckung, dabei werden zwar alle Bänder unterstützt – aber nur in einer mittelmäßigen Geschwindigkeit. Mehr als rund 35 mbit/s waren nicht möglich, das sollte aber auch ausreichen. VoLTE (HD) wird nicht angeboten, insgesamt ging die Gesprächsqualität aber in Ordnung. Die Sende- und Empfangsleistung war ebenfalls unauffällig.

Der eingebaute GPS-Empfänger des Smartphones gab ebenfalls keinen Anlass zur Klage. Der erste Safix geht NUR bei eingelegter SIM-Karte sehr schnell. Ohne SIM dauert es deutlich länger. Die Abweichung lag zwischen 3 und 10 Metern. Neben GPS stehen auch zahlreiche weitere Sensoren (Beschleunigungs-, Näherungs-, Helligkeits-, Magnetfeldsensor, Gyroskop) zur Verfügung. Fans von Pokèmon Go kommen also auch hier auf ihre Kosten.

Der Fingerabdrucksensor des Oukitel K6 unterscheidet bis zu fünf Finger. Der Sensor selbst reagiert dabei recht schnell und in 9/10 Versuchen auch zuverlässig. Ganz im Gegensatz zur Gesichtserkennung. Das eingebaute NFC scheint zudem nur eine Art Emulation zu sein, einen Kontakt zu meinem Huawei Mate 10 Pro konnte ich jedenfalls nicht aufbauen.

Fazit: Schöner Schein

Das Oukitel K6 kostet rund 230 Euro und ist nur als Import verfügbar. Lassen wir also mal die Garantieabwicklung und die zusätzlich anfallende 19% EUSt. außen vor und widmen wir uns den Vor- und Nachteilen, dann haben wir auf der Habenseite ein tolles Display, eine gute Verarbeitung, einen starken Akku und ein halbwegs aktuelles Android 7.1.1. Die beiden Dual-Kameras können ihren Erwartungen allerdings nicht entsprechen. Zwei der vier Sensoren scheinen zudem auch ohne jegliche Funktion. Die Performance des MediaTek Helio P23 ist durchschnittlich, genauso wie die Gesprächsqualität und die Sende-/Empfangsleistung. Das Gewicht ist mir persönlich mit über 210 Gramm zu hoch.

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Tests

Google Pixel 2 im Test: Lohnt sich der Nachfolger?

Google_Pixel_2_10
9.2

Rund 800 Euro setzt der Hersteller für das Google Pixel 2 fest. Ich habe keine Ahnung, was man sich dabei gedacht hat. Technisch ist es mit seinem 5 Zoll großen Full-HD Display (AMOLED), dem Snapdragon 835, 4GByte RAM/64GByte Speicher und einem nach IP67 zertifierten Metallgehäuse jedenfalls nichts besonderes. Die 12-Megapixel-Kamera hat im DxOMark hingegen super abgeschnitten. Aber auch das kann meiner Meinung nach den Kaufpreis nicht rechtfertigen. Und genau deshalb wird es wohl auch permanent für weniger als 600 Euro angeboten. Lohnt sich der Kauf wenigstens jetzt?

Google Pixel 2: Edles Design

Google lässt das Pixel 2 zwar im eigenen Haus entwickeln, gefertigt wird es aber – wie sein Vorgänger – von HTC. Der taiwanische Hersteller arbeitet also ähnlich, wie es Foxconn für Apple tut. Das ist im Falle des Pixel 2 nicht unbedingt von Vorteil, denn das gesamte Design sieht mittlerweile altbacken aus. Die Rändern rund um das Display wirken riesig, wie beim Pixel oder einem Apple iPhone (nicht iPhone X).

Die Vorderseite wird daher von viel schwarzen Rand und einem – vergleichsweise winzigen handlichen – Display in Beschlag genommen. Mit seinen 5 Zoll und einer Full-HD-Aufklösung gehört es mittlerweile eher in die Sparte “Einsteiger-Modell”. Ober- und unterhalb, aber auch links und rechts  des Touchscreens findet man noch viel schwarze Fläche, gemeinhin als Rand bezeichnet.  Bei der Rückseite hat man im oberen Drittel wieder ein Stück Glas ins Metallgehäuse eingelassen. Entweder in Weiß, Schwarz oder eine Art Blaugrau (Just Black, Clearly White, Kinda Blue). Das Aluminium-Unibody-Gehäuse mit Hybridbeschichtung ist laut Google allerdings “nur” lackiert. Die Farbe kann bei einem Sturz abplatzen.

Google_Pixel2_FarbenAngeblich soll das Glas nicht nur hübsch aussehen, sondern auch die Leistung der Antenne positiv beeinflussen. Das kann ich – im Vergleich zu anderen Smartphones – tatsächlich bestätigen. Der runde Fingerabdrucksensor befindet sich im Metallgehäuse auf der Rückseite. Der Übergang zum Metall ist spürbar und die Verarbeitung hätte sorgfältiger ausfallen können. So gibt es teilweise gut sichtbare Spalte.

Google Pixel 2: Haptik wenigstens hochwertig

Die nicht optimale Verarbeitungsqualität auf der einen Seite steht der grandiosen Haptik des Google Pixel 2 auf der anderen Seite gegenüber. Mit seinen Abmessungen von 145,7 x 69,7 x 7,8 mm ist es sehr handlich und das Gewicht von rund 143 Gramm ist auch ok, ja fast schon niedrig. Das Smartphone ist zudem nach IP67 gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt, verzichtet aber sinnloserweise auf eine 3.5mm Klinkenbuchse. Dafür ist der Rand rund um das Display auf Hochglanz geschliffen. Sieht komisch aus, bei einem ansonsten matten Look.

Google_Pixel_2_8Der Ein-/Ausschalter mit seiner geriffelten Oberfläche findet man auf der rechten Seite, darüber liegt dann – weit entfernt – der Lautstärke-Taster. Beide sind aus Metall und weisen einen spürbaren Druckpunkt auf. Der Einschub für die nano-SIM wurde auf der linken Seite in den Rahmen eingelassen. Eine Speichererweiterung per microSD ist nicht vorgesehen. Schade, bei “nur” 64 bzw. 128 GByte. Die Unterseite zieren Öffnungen für den Lautsprecher und das Mikrofon sowie für die USB-Typ-C-Buchse.

5-Zoll-Display: AMOLED Always-On

Das 5 Zoll großes Display in AMOLED-Ausführung löst mit 1.080 x 1.920 Pixel auf (441 ppi). Eine heutzutage eher normale Auflösung, hier aber gepaart mit einer hohen Leuchtkraft. Es braucht sich nicht hinter dem Display eines Apple iPhone 8 zu verstecken. Die Farben werden mit schöner, aber nicht aufdringlicher Intensität und guten Ablesewinkeln abgebildet. Dank AMOLED ist der Schwarzwert bzw Kontrast ebenfalls sehr hoch. Das Pixel 2 bietet nun auch ein Always-On-Display mit allen wichtigen Informationen bis hin zum Songtext. Eine Benachrichtigungs-LED (RGB) für entgangene Anrufe oder Nachrichten gibt es beim Pixel 2 nun aber nicht mehr.

Android 8.1: Erstes Smartphone mit diesem Betriebssystem

Das Google Pixel 2 ist das erste Smartphone mit Android 8.1 Oreo. Zumindest steht das Update hier schon zur Verfügung. Im Auslieferungszustand bekommt man “nur” Android 8.0. Neben einem leicht veränderten Launcher, der auch seit ein paar Wochen als Leak durch das Netz kursiert – gibt es auch ein paar Vereinfachungen bei der Bedienung. In den Einstellungen bekommt man durch einen Wisch nach rechts direkt die anderen Menüpunkte zu Gesicht. Die Google-Apps (und mittlerweile auch viele andere) bieten eine Art “3D-Touch”: Tippt man ein Icon etwas länger an, bekommt man Zugriff auf kontextsensitive Funktionen. So kann ich mit der Kamera direkt ein Selfie oder ein Video aufzeichnen. In der E-Mail-App direkt eine Nachricht verfassen. Das funktioniert ohne eine haptische Rückmeldung.

Der neue Google Assistant funktioniert ähnlich wie Apples Siri. Aktiviert wird er, indem man den unteren Rand des Smartphone zusammendrückt (Active Edge™), also ähnlich wie beim HTC U11 😀 Google lernt dann auch aus meinem Frage-/Antwort-Spiel und erinnert sich an meine Vorlieben und Wünsche. Ich kann damit wie bei Android Wear viele Funktionen meines Smartphones über Spracheingaben steuern, Termine und Notizen erstellen, Anrufe tätigen und mich im Netz auf dem Laufenden halten. Das klappte im Test mit einer sehr hohen Erkennungsrate! Die Daten werden dann auch gleich auf den Servern von Google gespeichert!

Google garantiert beim Pixel 2 zwei Jahre lang Android-Updates. Weitere zwei Jahre lang gibt es monatliche Sicherheitspatches. Was in der Welt von Apple fast selbstverständlich ist, muss man bei Android (leider) bewerben. Smartphones mit Updates zu versorgen ist aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Geräten aber auch deutlich schwieriger. Mittlerweile gibt es sogar eine AR-Sticker mit deren Hilfe ich mir Star Wars Figuren oder Stranger Things ins Wohnzimmer holen kann. Hier werden also eigene Videos einfach mit zusätzlichen, virtuellen Charakteren verfeinert.

Google Pixel 2: Performance & Akku: Snapdragon 835 und 2.700 mAh

Als Prozessor kommt der neue Qualcomms Snapdragon 835 mit seinen vier Kernen zum Einsatz. Den kennt man schon von zahlreichen anderen Flaggschiffen. Im aktuellen AnTuTu-Benchmark erzielte er mehr als 165.000 Punkte,. Im Geekbench 4 reicht es für 3.525 Punkte im Single-Core und 6.162 Punkte im Multi-Core. Damit laufen alle aktuellen Spiele und Android völlig ruckelfrei. Das Pixel 2 wird mit 64 GByte oder 128 GByte Speicher vertrieben. Knapp 52 GByte stehen bei der kleinen Version zur freien Verfügung. Google gewährt aber unendlich viel Speicherplatz für Fotos und Videos in der Google Cloud. Dafür fehlt eben die Erweiterung per microSD. In meinem Videoreview des Google Pixel 2 auf YouTube bekommt man einen guten Eindruck:

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Der fest eingebaute Akku leistet nur 2.700 mAh und ist nach knapp 6 Stunden Dauernutzung (Screen-on-time) leer. Im Test kam ich immer locker durch den Tag. Qualcomm Quickcharge wird zwar nicht unterstützt, dank USB Power Delivery und einem 18W starken Ladegerät ist der fest eingebaute Akku über Kabel nach rund 90 Minuten voll aufgeladen. Allerdings reichen schon 15 Minuten an der Steckdose aus, um das Pixel 2 für rund 4 Stunden am Leben zu halten.

Konnektivität und Sound: Alles wird gut

Die Sprachqualität und Klangqualität bei Gesprächen ist gut. Die Sende-/Empfangsleistung auf einem sehr hohen Niveau. Im Netz der Telekom habe ich etwa 85 mbit/s erreicht. LTE Cat 11 ist also ein eher theoretischer Wert. Die Soundqualität über die beiden Lautsprecher auf der Vorderseite war ebenfalls gut. Es tönt sehr laut, allerdings mangelt es ein wenig am Bass. Über Kopfhörer ist der Sound übrigens deutlich besser. Entweder per Bluetooth oder per USB-Typ-C auf 3.5mm Klinkenbuchsen-Adapter.

Google Pixel 2: Beste Kamera der Welt?

Google_Pixel_2_6Das Google Pixel 2 soll laut DxOMark die derzeit beste Smartphone-Kamera bieten. Das finde ich persönlich ziemlich erstaunlich, denn im Vergleich mit einem Samsung Galaxy S7 sich die neue 12-Megapixel-Kamera mit f/1.8 Blende und 1,4 Mikrometer jetzt sich SO weit absetzen. Unterschiede in der Qualität sind bei genauem Hinschauen sichtbar, aber eher marginal. Die Bildqualität ist allerdings gerade bei Lichtverhältnissen toll.

Google Pixel 2

Der optische Bildstabilisator ist das ziemlich hilfreich. Auch ein Portraitmodus ist vorhanden und der – natürlich künstlich – erzeugte Bokeh-Effekt sieht gar nicht so schlecht aus. Für Selfies stehen beim Pixel 2 8 Megapixel zur Verfügung. Das Pixel 2 macht Fotos standardmäßig im HDR+-Modus. Bei Videoaufnahmen kommen die vollen 4K (UHD) zum Einsatz. Das sind schnell mal rund 325 MByte pro Minute Videomaterial.

Fazit: Gute Technik zu einem Top-Preis

Mittlerweile bekommt man das Pixel 2 zwar schon für 640 Euro. Aber auch das ist noch eine Menge Geld für die gebotene Leistung bzw. Technik. Das neue Smartphone aus dem Hause Google hat seine Stärken: die Performance ist beispielsweise sehr hoch, das Betriebssystem (Android 8.1) topaktuell und die Kamera macht klasse Bilder. Aber die Konkurrenz ist einfach ebenfalls sehr stark und DEUTLICH günstiger.

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